Alles begann, wie es eigentlich immer beginnt. Mit einem harmlosen Artikel auf dem Blog.Lovelybooks. Das Thema, zugegeben heikel, aber es war einfach an der Zeit einen Blick in den Zerrspiegel der eigenen literarischen Persönlichkeit zu werfen. Das Ergebnis: Eine brutale Selbstdiagnose. Ja – ich bin biblioman veranlagt, weise fast alle Symptome dieser immer weiter um sich greifenden Krankheit auf und komme schnell zu dem Ergebnis, mir nicht mehr selbst helfen zu können.

Erste Rückkopplungen zu besagtem Artikel Lebst Du schon oder liest Du noch ließen mich schnell erkennen, dass ich nicht ganz alleine bin auf dieser Welt und gemeinsam mit der ebenfalls schwer an Büchersucht leidenden Binea versuchte ich einen Ausweg aus der Sackgasse der Bibliomanie zu finden.

Was lag näher, als am schlimmsten Ort auf Erden, dort wo unsere Krankheit augenfällig wird, wir unser postlektorales Bücherzittern kaum unterdrücken können und wo alle modernen Mutationen dieser Erkrankung offen ans Tageslicht treten, einen ersten Versuch zur Selbstheilung zu unternehmen.

Ein Therapietreffen im Rahmen der Leipziger Buchmesse – das war der Plan und schnell fanden sich die ersten interessierten Erkrankten, die gemeinsam mit uns versuchten, einen geeigneten Termin für einen Sitzkreis zu finden.

Am Samstag, den 19.03. war es endlich soweit. In Bekenner-T-Shirts gekleidet erwarteten wir unsere Gäste inmitten einer freudig erregten Schar von Messebesuchern, die nicht den Hauch einer Ahnung hatten, welche Risikogruppe sich in unmittelbarer Nähe versammeln sollte.

Literatwo-Therapeuten – keine Kassenpatienten…
Dabei hatte es so gut angefangen…
Bibliomane Büchermenschen und ihre Pfleger
Verleger und Autoren sind jetzt auch keine große Hilfe…
Die bibliomane Flinte werf` ich lieber ins Korn.

Bitte weiterlesen auf dem Blog.Lovelybooks…….

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PS: Man berichtet über uns 😉

PS: Eine Therapiesitzung im Fokus der Online-Medien…

11 comments on “BIBLIOMANIE – Therapie in Leipzig ein Schlag ins Wasser”

  1. Oh ja….da wär ich auch passend gewesen..und Dein Gesicht Raily, das teilen wir auch *grinsel*

    Einfach zu herrlich, ich muss immer wieder lachen, wenn ich was zu dem Thema lese!!!

    Liebe Grüße Euch beiden
    Bine

  2. Pingback: Bergfreunde
  3. Hallo ihr zwei,

    Einen schönen Artikel habt ihr da geschrieben und diese kleine Fotostory ist ein ziemlich witziger einfall. Ich musste ja über das Foto so lachen, als Bineas Sprechblase die Worte Bibliomanie aufschrieb und ich so dusselig auf dem Foto schaue. Das sah wirklich fast so aus, als wäre ich ziemlich überrascht gewesen 😀
    Dabei bin ich doch eigentlich auch nicht von der Bibliomanie geheilt. Aber ehrlich gesagt, wer will denn schon von einer Sucht befreit werden, die weder Gesundheitsschädlich, noch wirklich rasant gefährlich ist. Bibliomanie ist eine Sucht die lediglich auf den Geldbeutel geht – aber selbst da gibt es Lösungen, wie eine Bücherei für nicht wahr?
    Und jetzt ganz im Geheimen – die Bibliomanie ist eine Sucht …. ich trau es mich gar nicht zu sagen … die bildet *flüster*

    🙂 in dem Sinne
    glg Dany

    • Eine Sucht, die bildet? Na bravo – jetzt werden auch noch die positiven Aspekte der Bibliomanie in den Vordergrund geschoben.

      Dir ist nicht zu helfen – Du wirst eine Dauerpatientin bleiben 😉

  4. Jaja Raily was machen wir nur ohne unsere Pflegerinnen?
    Aber ich bin stolz auf mich ich habe nur 8 Bücher und 4 Hörbücher mit nach Hause genommen 😀 Das sieht nach einer starken Besserung aus oder was meint ihr? 😉
    Aber auch wenn wir nicht geheilt wurden, war das Treffen ein voller Erfolg!
    Liebe Grüße
    Meri

    • Wow, acht Bücher und 4 Bücher? Na gut, ich darf mich nicht beschweren – hier schwirren noch dutzende bücher herum, die ich lesen will 😀
      (Terry Prachett auf der Favoliste) Mich würde ja interessieren, was bei dir in der Tüte so gelandet ist 🙂

      Und auch ich finde, das Treffen war so schön, es wäre mit intensiver Therapiesitzung zerstört worden 😉

  5. Also ich denke, dies ist der falsche Platz, um sich über den Inhalt buchiger Tüten auszutauschen. Das ist ja so als würde man in der Antirauchergruppe seine Zigarettenpackungssammlung zeigen.

    Ein wenig mehr Respekt vor der Zielsetzung dieses Artikels, bitte 😉

Vorhang auf für eure Worte...