2

Kategorie: Binea – Artikel

Hugo Cabret entdeckt das Kino in 3D

Hugo
Hugo Cabret ~ Brian Selznick

Nun ist es soweit. Der Filmstart ist für den 2. Februar avisiert und pünktlich zum Termin erscheint am 21. Januar im CBJ-Verlag das Buch zum Film. Dieses mehr als informative Werk trägt den einfachen Namen HUGO. Für uns ist dies ein großer Moment, da unser im Roman entstandenes Kopfkino sich zu realisieren scheint.

Der Roman hat uns damals fasziniert. Unsere Gedanken flogen nur so durch das Buch und wir haben sie in unseren Rezensionen festgehalten. Gut, dass wir dies gemacht haben… sehr gut sogar.

Ein Buch, in dem man sich vorstellen soll, dass man in einem Kinofilm sitzt. Bald wird die Vorstellung ganz in die Realität getaucht, denn Hugo Cabret wird wirklich auf die Leinwand kommen…

Die Leinwand wird lebendig, vor allem schon im Buch. Die Bilder fangen an sich zu bewegen und nicht nur Hugo Cabret lernt über Filme, einen ganz gewissen Filmemacher, deren Entstehung und Bedeutung für die Menschheit. Einen buchigen Stummfilm erwartet den Leser in Hugos Geschichte und bald erwartet den Zuschauer der vertonte Kinofilm. Ein außergewöhnliches Buch, ein dickes Buch mit vielen Bildern und dennoch Text, der tiefgründigen und auch geheimnisvollen Inhalt bereithält. Ein Buch, was das Auge beglückt, die Zeichnungen sind einmalig.

(mehr …)

Anna Gavalda…berührt vielseitig

Wir Literatwos haben Bücher in unserer Büchervilla, die kaum zählbar sind. Vor allem in den letzten Tagen sind eine Vielzahl von Neuerscheinungen bei uns eingetroffen. Natürlich reizen uns diese Bücher am Meisten, sie rufen am Lautesten. Und dennoch haben wir und vor allem nehmen wir uns die Zeit für die Buchschätze, die schon länger bei uns wohnen.

Ein bestimmtes Gefühl in mir, ließ mich in die Anna Gavalda Romanecke gehen und zu ihrem Buch „Ich habe sie geliebt“ greifen. Bisher konnte ich mit Anna Gavalda in dieser Gefühlslage nie etwas falsch machen.  Romane von einer Frau, für eine Frau, ohne das es sogenannte Liebesschnulzen sind, nein, das sind sie wahrlich nicht.

Stille Poesie.

Anna Gavalda – eine Autorin, die weiß, was es bedeutet emotional zu schreiben und das auf hohem Niveau. Sie schreibt gefühlvoll Klartext. Die Autorin benötigt weder eine Vielzahl von Protagonisten, noch Action, um Spannung zu erzeugen. Ihr reichen in diesem Werk einzig zwei Menschen, um den Leser in eine nachdenklich empfindsame Stimmungswelt zu entführen.

(mehr …)

[Vorankündigung] Die Flucht ~ Ally Condie

https://i0.wp.com/www.fischerverlage.de/media/fs/15/u1_978-3-8414-2144-9.jpg?resize=221%2C339

„Als hätten die Vögel deinen Namen in den Himmel geschrieben.“

Dieses magische Zitat aus Ally Condies Die Auswahl beendete im letzten Jahr unsere gemeinsame Rezension auf Literatwo. Dieser Satz war allerdings nicht das Ende aller Hoffnungen auf eine baldige Fortsetzung eines Buches, das wir zu unserem Gewinner des Lesejahres 2011 gekürt haben. Und dies aus bestem Grund und mit den guten Füllern unterschrieben.

Bestimmung, Liebe und der Beginn eines fast aussichtslosen Kampfes gegen ein allmächtiges System – diese Faktoren haben uns zu Weggefährten von Cassia werden lassen. In einer Gesellschaft der Zukunft wird sie „gepaart“ – eine von der Regierung arrangierte Partnerschaft soll ihren zukünftigen Lebensweg bestimmen. Dabei kann sie nicht klagen, fällt die Wahl doch ausgerechnet auf ihren besten Freund Xander. Keine unliebsamen Überraschungen und das System wird wohl wissen, was es tut. Diese Form von Ehevermittlung dient dem Überleben der Gesellschaft und die Partner sind nach Veranlagung, Erbmaterial und weiteren Parametern ausgewählt. Das System irrt nicht. Niemals…

(mehr …)

Bücher lösen Gedankenketten aus…

439_40109_109945_xxlVor einiger Zeit schrieben wir einen besonderen Artikel über das Buch „Ich habe den Todesengel überlebt“ von Eva Mozes Kor. Das Buch wurde zugeklappt, aber der Inhalt hat sich festgebrannt in die Leserseele und die Gedanken wurden angekurbelt.

So sah ich mich im KZ-Buchenwald ankommen. Damals war ich 14 Jahre, die Zeit vor meiner Konfirmation. In der DDR war es damals üblich, in den Jugendstunden das Thema Holocaust zu besprechen und ein Konzentrationslager zu besuchen. Auch heute ist dies oftmals noch so üblich. Während ich die Zeilen Eva Mozes Kor las, überkam mich ein mehr als bedrückendes Gefühl. Das Gefühl, welches ich während der Besichtigung in Buchenwald hatte. Beklemmung, Traurigkeit, Hass, Wut und Entsetzen.

Lange Gespräche mit Mr. Rail über das Buch, holten letztendlich noch mehr Erinnerungen an die Oberfläche. Das große Eingangstor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“ machte mir damals Angst. Es zu durchschreiten, war als ob ich in eine anderen Welt ging, in die ich nie gehen wollte, die es für mich am Liebsten nie gegeben haben sollte. Eva Mozes Kor musste das Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ damals in Auschwitz kennen lernen, ein Tor welches auch sie ganz sicher nie durchschreiten wollte. Ihr war kalt, mir war an diesem Tag kalt und doch war ich nur zur Besichtigung dort, sie musste um ihr Überleben kämpfen. Bedrückend, ungeheuerlich, eine Vorstellung die schmerzt.

(mehr …)

Das verbotene Eden – David und Juna

https://i1.wp.com/ecx.images-amazon.com/images/I/51BS-uAq2EL.jpg?resize=241%2C372

Grünes Cover – die Farbe der Hoffnung – Thomas Thiemeyer überzeugte mich bisher immer…also auf ins verbotene Eden.

Die Leben hat sich verändert.

Seit dem Tagebucheintrag im März 2015 sind 65 Jahre vergangen. Die Menschheit hat sich innerhalb kurzer Zeit in die Steinzeit zurück katapultiert. Damals schrieb Dr. med Karl Freihofer seine Befürchtungen nieder. Er sah schon damals dem Grippeimpfstoff FLU-VACC mit großem Argwohn entgegen. Er hatte damals die Angst, dass der Wirkstoff sprunghafte Mutationen an Grippeviren auslösen könnte. Die Menschheit würde davon befallen werden und ein atypisches Verhaltensmuster an den Tag legen. Frauen und Männer würden sich hassen. Was er in Gedanken experimentierte, ist im Jahr 2080 bereits Realität.

Es gibt keinen Strom mehr, kein Gas, kein Öl, kein Fernsehen, keine Fortbewegungsmittel. Geschäfte sind geplündert, es herrscht Krieg zwischen den beiden Geschlechtern. Dies ist die Welt, in der Juna und David leben.

(mehr …)

HHhH – Ein Buchtitel?!

Himmlers Hirn heißt Heydrich_Laurent Binet_Literatwo

Außergewöhnlich – bereits das Cover zieht unsere Blicke an.
Außergewöhnlich – auch der Titel mit seinen vier Buchstaben, drei große und ein kleiner.
Außergewöhnlich – auch sein Inhalt, denn der Autor schreibt sein Buch, während der Leser es liest.
Außergewöhnlich – und doch so bekannt ist der Inhalt seines Werkes.

HHhH

Ein Buchtitel bestehend aus vier gleichen Konsonanten? Richtig gelesen. HHhH… Himmlers Hirn heißt Heydrich – ein geflügeltes Wort der französischen Resistance wird hier zum programmatischen Aufmacher. Ungewöhnlich der Titel – ungewöhnlich das Buch – in jeder Beziehung.

Der Roman ist in Frankreich erschienen und dies ist schon deshalb eine Bemerkung wert, da der Franzose sprachlich den Buchstaben H nicht beherrscht. Wie mag es sich angehört haben, wenn in einer kleinen französischen Huchhandlung nach diesem Roman gefragt wurde? Denn diese vier Buchstaben prangten auf der Originalausgabe, ist der deutsche Spottspruch doch im Französischen ebenso eingänglich, wie sämtliche Anglizismen in unserer Sprache.

(mehr …)

Kann Ursula Poznanski mit Saeculum Erebos übertreffen?

Saeculum -
Saeculum – U. Poznanski

Erebos hat uns vor einem Jahr komplett überzeugt. Mr. Rail und ich haben das Spiel mitgespielt und wir konnten Erebos einfach nicht entkommen.

Wir waren gefangen, wir konnten das Buch kaum aus der Hand legen, wir mussten immer wieder darüber reden.

Wir haben uns komplett in Frau Poznanskis Hände begeben und waren durch ihre Wortgewalt und die wahnsinnige Spannung machtlos, wir konnten nicht entkommen.

Wir haben das Buch beide besprochen und haben damit weitere Buchliebhaber mit dem Spielvirus infiziert.

Der Virus ist immer noch ansteckend, also Vorsicht!

Mr. Rail setzt mit seinen Worten die Nadel an, durch die Erebos in den Blutkreislauf gelangt und meine Worte intensivieren die Blutverteilung und wirken hochgradig ansteckend. 

Mit großen Erwartungen haben wir uns ins Rollenspiel Saeculum begeben. Ein weiteres Spiel, diesmal ohne PC, sondern in der freien Natur. Hätte es Erebos nicht für uns gegeben, wäre unsere Messlatte nicht so hoch gewesen. Die Höhe von Erebos hat Ursula Poznanskis nicht mehr übersprungen. Warum das Buch aber immer noch deutlich höher springt als bei anderen Autoren, könnt ihr in unseren Rezensionen lesen. Entscheidet selbst, ob ihr an diesem Spiel teilnehmt und euch in den Wald begebt oder lieber in der städtischen Sicherheit bleibt. (mehr …)

Facebook

Likebox Slider Pro for WordPress
%d Bloggern gefällt das: