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Kategorie: Lesebienchen – Artikel

Lady Africa: Die Frau, die den Himmel bezwang

Lady Africa ~ Paula McLain
Lady Africa ~ Paula McLain

„Du würdest nicht frei sein wollen, einfach für dich allein?

Um was zu tun?

Zu leben, denke ich. Deine eigenen Entscheidungen zu treffen oder auch Fehler zu machen, ohne dass dir irgendjemand vorschreibt, was du zu tun und zu lassen hast.“ (S. 163)

Dies sind für mich die wohl eindrücklichsten Worte der Helding Beryl Markham aus Paula McLains Roman „Lady Africa“. Es sind die Worte einer äußerst mutigen Frau, die trotz vieler Widrigkeiten, Schicksalsschläge, gescheiterten Ehen, sich nicht selbst verloren hat, die für sich und ihre Freiheit gekämpft hat.

Beryl Markham war mir bis zum Lesen des Romans kein Begriff, doch sie ist keine fiktive Romanfigur, sondern eine real existierende Person. 1936 überflog sie als erster Mensch non stop den Atlantik von England aus. Allein diese Tatsache spricht für ihre starke Persönlichkeit. Taucht man dann jedoch ein in den Roman von McLain lernt man eine äußerst facettenreiche und bewundernswerte Frau kennen. Aufgewachsen in Kenia lernt Beryl früh sich in einer Männerwelt zu behaupten. Ob sie als kleines Mädchen zusammen mit den Kipsigis-Jungen jagen geht oder später als erste weibliche Pferdetrainerin arbeitet, stets überschreitet sie eine bis dahin unsichtbare Grenze, doch nicht um zu beweisen, wie großartig sie ist, sondern einfach um frei ihre Entscheidungen zu treffen.

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Impressionen aus der Spiegelwelt

Reckless Spiegelwelt
Reckless Spiegelwelt

In drei Romanen der großartigen Autorin Cornelia Funke konnte man die Abenteuer der Gebrüder Reckless in der Spiegelwelt verfolgen.

Man erlebte, wie Will zu einem Goyl wurde, wie Jacob für Fuchs es sogar mit einer Baba Jaga aufnahm und überhaupt begegnete man allerlei Märchenfiguren, die jedoch irgendwie recht schonungslos und realistisch von der Autorin zum Leben erweckt worden sind.

Am Ende des dritten Bandes „Das goldene Garn“ ließ man die lieb gewonnenen Gestalten einigermaßen glücklich zurück. Einigermaßen, denn alles hat in der Spiegelwelt seinen Preis.

Und auch als Leser musste man mal wieder einen hohen Preis zahlen: man musste den erneuten Verlust der Spiegelwelt verkraften. Wie lange wird ein neuer Band auf sich warten lassen? Gibt es denn einen Nachfolger?

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Infernale ~ Sophie Jordan

Infernale ~ Sophie Jordan
Infernale ~ Sophie Jordan

Och nee, bitte nicht schon wieder so ein Jugendbuchauftakt mit einer 17 jährigen Protagonistin, die in einer schlimmen, schlimmen Welt lebt, dann den Held ihrer Träume trifft, den unnahbaren, maximal attraktiven Jungen, in den sie sich prompt verliebt und darüber all ihre Probleme vergisst.

So oder so ähnlich waren meine Gedanken, als mir Binea vorschlug, das neue Buch von Sophie Jordan zu lesen. Ich musste diesmal wirklich einen großen Lesewiderstand bekämpfen, denn pubertäres Liebesgeplänkel vor einer Fantasy-Kulisse wollte ich eigentlich nicht mehr lesen.

So begann ich also zu lesen und tauchte schnell in ein dystopisches Zukunftsszenario in den USA.

„Das neue Gutachten zum Homicidal Tendency Syndome (HTS) belegt, dass das Gen gefährlicher und verbreiteter ist als bisher angenommen. Träger des HTS-Gens neigen zu extremer Gewalttätigkeit.[…] Diese Erkenntnisse […] legen die Durchführung flächendeckender Maßnahmen nahe, um unsere Bevölkerung vor Trägern des HTS-Gens zu schützen…“ (S. 9)

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Ein Leben mehr ~ Jocelyne Saucier

Ein Leben mehr ~ Jocelyne Saucier
Ein Leben mehr ~ Jocelyne Saucier

„Er liebte sie, wie man einen Vogel liebt, einen seltenen Vogel, der dir von weit her zugeflogen ist und der sich in deiner Hand ein Nest gebaut hat.“ (S. 174)

„>Ein Leben mehr< ist ein beseelter und berührender Roman[…]. Ein Roman wie das Leben selbst: traurig und schön.“ (Klappentext)

Nach diesen Worten von Annaluise Erler zur Weinlesung in ihrer Buchhandlung war es um mein Leserherz geschehen. Es stand fest, dieses Buch musste sofort in meine Leserhände übergehen.

Gesagt, getan. Das erste Adventswochenende stand nun ganz im Zeichen des vierten Romans der Schriftstellerin Jocelyne Saucier.

Bereits nach den ersten Zeilen war ich tief im Wald. Zurückgezogen leben dort drei alte Männer, die ihre eigenen Entscheidungen treffen, in Freiheit und in Würde leben und sterben wollen. Es ist die Geschichte von Charlie, Tom und Ted, die zusammen gut und gerne 250 Jahre sind und ihren Lebensabend in selbst gebauten Holzhütten verbringen wollen.

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LovelyBooks – Weihnachtswichteln 2015 – wir packen aus…

Weihnachtswichteln 2015
Weihnachtswichteln 2015

Hallo ihr lieben Leser, hallo Wichtelmamas,

hier gibt es unseren Auspackbericht für euch. Für uns war es nun das zweite Lovelybooks-Weihnachtswichteln und es war wieder genial – so viel vorab. Wer zuerst gucken will, was es im letzten Jahr gab, kein Problem -> LovelyBooks – Weihnachtswichteln 2014 – wir packen aus…

Und nun plappern wir einfach mal drauf los – Lesebienchen und ich, Binea.

Viel Lesefreude.

Lesebienchen

Endlich war es wieder so weit: 24.12.2015. Binea und ich waren mit Scheren bewaffnet startklar, die Pakete, die wir lange sehnsüchtig angeschmachtet haben, auszupacken.

Dieses Jahr war es für mich komfortabel: das Paket war nicht eingepackt, sondern kam in einem schönen Weihnachtskarton. Somit war ich noch schneller am Ziel meiner Wichtelwünsche, den kleinen Päckchen im Inneren.

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Das Triumvirat der Fantasyliteratur: Tolkien, Martin, Rothfuss

Rothfuss ~ Tolkien ~ Martin
Rothfuss ~ Tolkien ~ Martin

Lange habe ich Bezeichnungen wie „der neue Tolkien“ oder „ein würdiger Nachfolger Tolkiens“ belächelt und als Quatsch abgetan, schien es mir doch unvorstellbar, dass es irgendein Autor im Fanatsy-Bereich je schaffen würde, der Genialität dieses Mannes gleichzukommen. J.R.R. Tolkien ist für mich Begründer und Meister einer fundierten, überzeugenden, mythologischen Fantasyliteratur aus der Feder eines echten Könners, der weiß, wovon er schreibt. Wer sollte das denn noch erreichen?

Und auf einmal tauchten zwei Namen am Fantasyfirmament auf, beide mit dem mir so verhassten Prädikat „wahrer Tolkien-Nachfolger“ betitelt: George R.R. Martin und Patrick Rothfuss. Lange habe ich mich geweigert und doch fiel irgendwann meine innere Lesemauer und ich begab mich nach Westeros. 10 Bücher und eine begonnene Fernsehserie später, stand ich vor der Frage: „Hilfe, was nun??? Was lese ich jetzt??“. Da erinnerte mich ein kleines Stimmchen an die Geschichte eines Königsmörders und ich reiste an Kvothes Seite an die Universität. 3 Bücher später ist es nun an der Zeit ein Resümee zu ziehen und die eigene Engstirnigkeit vielleicht etwas geradezurücken. 🙂

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Zwölf mal Juli – zwölf Tage, zwölf Begegnungen, eine Entscheidung?

Zwölf mal Juli ~ Astrid Rosenfeld
Zwölf mal Juli ~ Astrid Rosenfeld

„Ich komme am 24. Mai

Bist du da?

Hoffe, alles gut bei Dir? – Jakob“

(S. 7)

So beginnt der neue Roman Zwölf mal Juli von Astrid Rosenfeld. In gewohnt kurzer, prägnanter Manier wirft sie den Leser mitten ins Geschehen. Diesmal begegnen wir Juli.

Juli, die irgendwie eine Schriftstellerin ist. Juli, die irgendwie komisch ist. Juli, die keinen richtigen Plan hat, wie es weiter gehen soll. Juli, die von Jakob verlassen wurde und den Grund nicht kennt. Juli, die nun von Jakob eine Nachricht erhält. Er will sie treffen, doch sie? Was will Juli?

Zwölf Tage hat sie Zeit, diese Frage zu beantworten. Zwölf Tage, in denen sie unterschiedlichen Menschen begegnet, die Einfluss auf ihr Leben nehmen: beispielsweise ihr Messie-Vater, ein eigenartiger Junge, eine rachsüchtige Eier-Frau, ein süchtiger Nachbar. All diese Begegnungen lösen in Juli Erinnerungen aus, Erinnerungen an ihre Kindheit, aber vor allem an ihre Zeit mit Jakob. In Rückblenden zeigt sich dem Leser eine problematische Beziehung, eine kalte Beziehung von wenig Verständnis geprägt. Und immer wieder Juli, die auf der Suche ist, auf der Suche nach sich selbst, nach ihrem Lebensplan. Sie setzt sich in den Kopf, Archäologie zu studieren, wie Jakob auch, und das mythische Atlantis zu suchen. Ein Vorhaben, das von Jakob mit Sarkasmus und Spott begleitet wird, denn er begreift nicht, was dieses Vorhaben für Juli bedeutet.

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