Raily an Bini....

Auftrag ausgeführt. Weg gefunden. Und es ist genauso wie ich schon immer vermutet habe: Der Jakobsweg ist genau dort, wo auch wir sind.

Ich musste gar nicht lange suchen und es ist wohl kein großes Geheimnis, dass mein Aufenthalt hier viel mit unserem Jakobsweg-Projekt zu tun hat.

Es blieb also gar nicht soviel Zeit, den Cowboysommer länger auszukosten oder mich gar auf die faule Haut zu legen. Nein – weit gefehlt. Fleißraily ist mit der Blogkasse (nicht schimpfen – ich bin sparsam) unterwegs, um jemanden zu treffen, der mein Bild vom Weg der Wege im wahrsten Sinne des Wortes geprägt hat.

Ich bin auf der Spur einer Geschichte, die hier begonnen hat und in einem besonderen Buch eigenständig Geschichte wurde, auch wenn man es weder auf Amazon, noch im Buchhandel erwerben kann. Es ist die Geschichte eines Photographen, der den Jakobsweg beschritt, um einen Bildband entstehen zu lassen. Es ist die Geschichte eines Mannes, der feststellte, dass die moderne Phototechnik nicht in der Lage war, seine Gefühle, Ängste, Schmerzen und Entbehrungen zu dokumentieren. Kurze Belichtungszeiten, Autofokus und Zoom wurden seinen Empfindungen nicht gerecht und er beschloss, das Projekt abzubrechen, eine altertümliche Camera Obscura zu konstruieren und den Sternenweg erneut zu gehen. Photographisch weitgehend unkontrollierbar, nicht gezoomt, nicht automatisch belichtet oder digital auf Pixel gebannt, sondern im ursprünglichsten Sinn der alten Kunst Momentaufnahmen entstehen zu lassen, die so und nicht anders der Gefühlswelt des Pilgers entsprachen.

Ich bin auf der Spur einer ganz besonderen Geschichte und eines mehr als bemerkenswerten Bildbandes. Neugierig geworden? Fein!

Bereits am Dienstag werde ich mich mit jemadem treffen, der an der Entstehung des Buches maßgeblich beteiligt war. Und er freut sich schon darauf, Literatwo in die Geheimnisse dieses Projektes einweihen zu können.

Ich bin auf der Spur von „Santiago – Eine Pilgerreise in Bildern der Camera Obscura“ von Sven Nieder.

Mein Buch in der Hand, den Weg tief im Herzen und das Netbook im Rucksack folge ich der Spur und werde berichten.

PS: Raily an Binea. Wenn Du mich schon durch die Weltgeschichte schickst, um Spuren zu finden und das gemeinsame Projekt weiter voran zu bringen, dann mach Dir bitte auch mal ein wenig Gedanken, wo ich mich ausruhen könnte. Die Blogkasse ist fast leer und es gibt wenige Pilgerherbergen in der Eifel. Und ein Armutszeugnis habe ich bekanntlich nicht mitgenommen. Eine Idee?

0 comments on “Eifelkorrespondent auf Spurensuche nach dem Jakobsweg…”

  1. Ahaa… dann erfahren wir also bald was sich hinter dem Bildband verbirgt, der schon länger in deiner LB Bibliothek schlummert. 🙂 Ich hoffe auf großartige Bilder.

Vorhang auf für eure Worte...