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Heute gibt es mal eine etwas aus dem Rahmen fallende Besprechung für euch, denn neben meiner Meinung zum Film, gibt es die Rezension zum Roman, wie auch eine kleine Kinoabendgeschichte.

Viel Spaß beim Lesen und ich würde mich freuen, wenn vielleicht eine spoilerfreie Diskussion hier auf dem Blog entsteht.

Roman „Das Kind“:

Den Roman las ich vor gut einem Jahr und schrieb damals folgende Rezension:

Robert Stern ist Anwalt, innerlich aber ein verletzter und gebrochener Mann. Er hat der lebenslustigen Carina Freitag für das heutige Treffen zugesagt. Eigentlich nichts ungewöhnliches, aber es geht um kein normales Treffen. Robert weiß nicht, warum er ausgerechnet in dieses verlassene Industriegelände kommen soll und vor allem weiß er nicht, warum seine ehemalige Freundin mit einem Krankenwagen auftaucht.

Sie ist Krankenschwester, aber warum fährt sie so einen Wagen und vor allem, warum steigt aus selbigem ein kleiner Junge? Simon ist 10 Jahre jung und stellt sich als Mörder vor, der einen Anwalt braucht. Er hat einen Tumor, ist ein Waisenkind und Carina hat sich während seiner kraftraubenden Behandlungen mit ihm angefreundet. Als er Geburtstag hatte, schenkte sie ihm eine Rückführung, da er Angst vor dem nahenden Tod hat.

Diese sollte ihm gut tun, doch seitdem bezeichnet sich Simon als Mörder und er möchte einen Anwalt an seiner Seite wissen. Carina fällt Robert Stern ein und schließlich findet das Treffen statt. Simon Sachs ist sich sicher und felsenfest davon überzeugt, dass in dem alten Gebäude eine Leiche liegt. Ein Mann den er selbst vor 15 Jahren umgebracht hat, den er selbst mit einer Axt den Schädel gespalten hat.

Doch wie kann ein 10 jähriger Jung vor 15 Jahren Morde begangen haben? Carina und Robert begeben sich in große Gefahr, denn Simon weiß auch wo sein zweites Opfer liegt. Wie kann Simon der Mörder sein und von wem wird Robert seit genau diesem Tag erpresst? Es geht um seinen Sohn Felix, der heute genauso alt wäre wie Simon. Doch Felix ist gleich nach der Geburt an plötzlichem Kindstod gestorben. Seit diesem Tag ist Robert Stern innerlich tot. Hoffnung keimt in ihm auf, denn lebt Felix vielleicht noch? Der Erpesser stellt Stern ein Ultimatum. Wenn er ihm den Mörder nennt, wird er Felix wieder sehen. Die Zeit läuft…

Gibt es die Reinkarnation wirklich? Kann Simon Sachs der Mörder sein und was hat der Anwalt Robert Stern in seiner Vergangenheit getan? Sebastian Fitzek schafft es, den Leser auf eine falsche Fährte zu bringen. Wobei ich sagen muss, über hundert Seiten hatte ich noch nicht eine Idee, denn Fitzek weiß, wie er mit Hilfe seiner Protagonisten, die Spuren gut zu verwischen oder angedachte Täter verschwinden zu lassen hat. Ein absolut spannendes Buch, was ein Weglegen wirklich nicht möglich macht. Nerven behalten und Simon Sachs kennen lernen, denn er ist ein wirklich außergewöhnlicher Junge.

DAS KIND von SEBASTIAN FITZEK – ENDLICH!

Vorgeschichte zum Kinoabend:

Endlich war es soweit, lange habe ich auf den 29.08.2012 hingefiebert. Meinen Gutschein für ein Previewticket hatte ich mir ziemlich zeitig gesichert, es konnte also los gehen. Bis ich endlich im Kino saß, gab es allerdings das ein oder andere Ärgernis oder auch Hindernis zu bewältigen.

Der Facebook-Seite Das Kind (The Child) – Der Film – Sebastian Fitzek folgte ich schon sehr lange und bekam dort, wie auch über den regelmäßigen, sehr informativen Newsletter, alles wissenswerte bis zum Kinotag übermittelt. Dort riet man allen Gutscheinbesitzern so schnell wie möglich den Gutschein in ein Ticket zu tauschen, um nicht hunderte von Menschen auf einmal an der Kinokasse zu finden. Dies ging aber nicht in Dresden, es führte kein Weg hinein, ein zwei Tage eher die Karte in den Händen zu halten. Per Telefon und auch per Mail wurde bestätigt, dass ausschließlich am 29.08. ab 11 Uhr die Karten gekauft werden können. Berufstätige haben da eben Pech und ein wenig hatte ich Bauchweh, dass ich vielleicht gar keine Karte mehr bekomme. Einige Kinos verkaufen wohl über 30% der Karten sofort, da sie damit rechnen, dass nur ca. 70% der Gutscheinbesitzer erscheinen. Also hieß es hoffen, dass Dresden in diesem Punkt anders handelt.

19.20 Uhr war ich dann froh, meine Karte zu haben. Etwas ärgerlich war nur, dass eine Freundin später kam und wir zusammen sitzen wollten, ich also zusammenhängende Plätze benötigte. Für alle anderen, deren Gutscheine ich hatte, konnte ich ohne Probleme die Karten für a 8 € erwerben. Der freie Verkauf startete erst 19.45 Uhr, wie mir die Dame am Kassenschalter mitteilte, da müsste ich dann wieder kommen. Allerdings wäre dann nicht sicher, ob alle Plätze nebeneinander wären. Reservieren war nicht möglich, aber letztendlich bot sie an, uns so zu platzieren, dass ein Einzelplatz entsteht, der in der Regel sowieso frei bleibt. Es war nicht möglich eine einzige Karte 25 min eher ohne Gutschein zu kaufen. Dennoch hatten wir Glück, alle Gutscheine wurden 1:1 in Karten getauscht, der eine Platz war noch frei und wir konnten uns endlich Popcorn holen und in den Kinosaal 6 begeben. Bargeld war zum Glück vorhanden, Kartenzahlung war nämlich nicht möglich. Das war der erste kurze Schreck für mich, denn ich bin ein typischer EC-Kartenmensch. 😉

20 Uhr ging es los, ganz gemütlich mit 15 min Werbung zum Lachen und Überlegen, welchen Film man sich noch gern anschauen würde. Keine Ahnung wie lange ich schon wieder nicht im Kino war, ich guck ja nicht wirklich oft Filme, da ich lieber zwischen den Seiten klebe. Doch die ein oder andere Vorschau machte schon Lust auf einen weiteren Kinogang.

Nach der Werbung ging natürlich das Licht wieder an, man schaute in die halbleere Popcorntüte und hörte dann ein leises Stimmchen, was die Aufmerksamkeit von allen ca. 150 Zuschauern verlangte. Die Kinomitarbeiterin begrüßte alle ganz herzlich im Namen von Sebastian Fitzek und entschuldigte sich, dass der Meister persönlich leider nicht in allen 15 Städten live vor Ort sein kann. Zudem teilte sie mit, dass am Ende des Films ein langer Abspann zu sehen ist, bei welchem doch bitte alle noch sitzen bleiben sollten. Mit Mikrophon wäre das die ganze Ansprache vielleicht auch für alle gut zu verstehen gewesen, vielleicht haben es aber auch die anderen Besucher in den hinteren Reihen verstanden. Ich freute mich bereits zu Beginn auf den Abspann, denn mein Name musste ja erscheinen, schließlich hatte ich mich vor Ewigkeiten angemeldet.

Und dann wurde es wieder dunkel und der Film begann, mit einem spannenden Auftakt.

Film „Das Kind“:

Der Film beginnt mit schnellen Szenen. Simon Sachs wird ins Krankenhaus eingeliefert und liegt im Koma. Minuten später wird er von Dr. Tiefensee in sein früheres Leben zurück geführt. Während der Reinkarnationstherapie füllt sich die Leinwand mit einem fliegenden Wechsel aus Vergangenheits- und Gegenwartsbildern. Ein wie ich finde, großartig gelungener Auftakt mit jeder Menge Spannung und einigen Gänsehauteffekten. Dann wird es ruhig und Robert Stern, Carina Freitag und Simon Sachs stehen vor dem alten Fabrikgebäude. Die erste Leiche wird gefunden, Stern rückt in den Fokus der Polizei und der Erpresser meldet sich mit verstellter Stimme zu Wort.

Die Bilder die ich während des Lesens hatte, konnten aus meiner Sicht sehr gut auf der Leinwand umgesetzt werden. Der Film hat mich überzeugt, allerdings nicht komplett vom Kinosessel gehauen. Die Besetzung des Zuhälters Borchert mit Ben Becker ist absolut authentisch und einfach perfekt. Dagegen ist die Besetzung des Pädophilen Mannes, mit dem Komiker Dieter Hallervorden, etwas seltsam. Die Szene ist mehr als ernst, aber als Hallervorden auf der Leinwand erscheint, ertönt im Kinosaal leises Gelächter. Robert Stern, gespielt von Eric Roberts, wie auch Simon Sachs, gespielt von Christian Traeumer, haben mir beide sehr gut gefallen. Jedoch waren einige Stellen schlecht synchronisiert, was mir persönlich sehr auffiel. Eine schwierige Mischung, deutschsprachige, wie auch englischsprachige Schauspieler in einem Film mitwirken zu lassen.

Ebenfalls waren einige Stellen nicht wirklich authentisch, um hier als Beispiel Borcherts Autounfall bei der Verfolgungsjagd zu nennen. Bei diesem sind die zuvor vollen Straßen auf einmal leer, auch keine Menschen gab es in der Nähe des Unfallorts. Sekunden später wimmelt es allerdings von Helfenden, die aber den stark blutendem Borchert nicht wirklich erste Hilfe leisten. Auch die wenige Minuten später eintreffende Carina Freitag wirkt unglaubwürdig, da sie den schwer verletzten Borchert sieht, sich dennoch nicht um ihn kümmert und sofort die Verfolgung des Wagens aufnimmt.

Auch ein paar andere Szenen hätten besser geschliffen werden können, ein Szene war allerdings komplett fehlerhaft. Diese fällt vielleicht aber auch nicht jedem auf, darum nenne ich diese nicht. Es war dennoch immer wieder zu merken, dass der Spagat zwischen deutschem Film, der allerdings auch international mithalten soll, kein leichter ist. Drehort ist Berlin, alles weist auf Deutschland hin, allerdings sind Aufzeichnungen, wie auch Fahrstuhlbeschriftungen in englischer Sprache. Ein ungewohntes Bild, in einem deutschen Film.

Das Ende war eindeutig zu kitschig mit all seinen Facetten, ohne zu viel zu verraten. Emotionalität war dennoch vorhanden, ein kleiner Kloß im Hals war bei mir zu spüren, muss ich ehrlich gesagt zugeben.

Die musikalische Untermalung war sehr treffend und hat für Gänsehaut gesorgt. Einige Szenen habe ich mir allerdings noch härter und gruseliger vorgestellt, weswegen mir vor der Vorstellung leicht bange war, denn Thriller schaue ich normalerweise nicht in Kinos. Damit wurde mir wieder bewiesen, dass Romane eben viel mehr Bilderfluten im Kopf erzeugen und den Gänsehauteffekt einfach ultimativer ausreizen, als dies auf einer Leinwand möglich ist. Im Roman wusste ich sehr lange nicht, wer der Mörder ist. Im Film allerdings wurde zu schnell klar, wie der Fall gestrickt ist und wessen wahres Gesicht sich hinter all den Morden versteckt. Eine bestimmte Szene war eindeutig zu einfach und ließ den Film in weiten Zügen durchschauen.

Der Abspann zum Film zog sich ganz schön in die Länge, bevor es zu der angekündigten Danksagung Fitzeks kam. Alphabetisch wurden die Namen aufgelistet und ich harrte solange aus, bis endlich RAUM BIANCA erschien. Einfach außergewöhnlich, witzig und irgendwie schön, eine klitzekleine Verbindung zum Film zu haben.

Eine gute erste Verfilmung  des Romans „Das Kind“ von Sebastian Fitzek, die sich jeder Fan wohl sicher auf jeden Fall einmal ansehen sollte.

Am 18. Oktober ist offizieller Kinostart – Literatwo wünscht allen, die nicht zur Preview konnten, thrillerhaftes Vergnügen!

0 comments on “[Film] Das Kind – Sebastian Fitzek”

  1. Ein toller Bericht, liebe Bianca. Ich hatte so ziemlich den gleichen Eindruck, bis auf eine Schauspielerbesetzung. Eric Roberts war für mich kein glaubhafter Robert Stern. Er und Dieter Hallervorden waren für mich keine idealen Besetzungen. Ich fand den Film gut und sehenswert. Allerdings, wie du schon beschrieben hast, gibt es beim Lesen des Buches eindeutig schlimmere Bilder im Kopf. Trotzdem ist die Altersbeschränkung ab 16 Jahren für mich richtig gesetzt. Das Ende war für mich gut gemacht, da es den Kinogänger nicht völlig aufgewühlt zurück lässt. Ein Tränchen musste ich an einer ganz bestimmten Stelle auch verdrücken. Am Ende habe ich dann selbstverständlich meinen Namen gefunden. Hillig Karin wird auf jeden Fall Herrn Fitzek weiter unterstützen und auch seine Bücher kaufen und lesen.

    • Danke liebe Karin für deine Worte und wir haben uns ja gegenseitig gesehen 😉

      Robert Stern geb ich dir etwas Recht, anfangs passte er nicht…zum Schluss immer besser, mein Eindruck.

      Die Altersbeschränkung find ich auch gut und das Tränchen auch!

  2. Vielen Dank für diese, wie ich finde, sehr gut beschriebene Filmvorführung. Auch ich hatte mir eine Karte reserviert, konnte aber leider nicht gehen da ich krank geworden bin. Freu mich aber auf den offiziellen Start und noch mehr freu ich mich auf das nächste Buch. Denn ich liebe die Bücher von Sebastian und kann sie, wenn erst einmal angefangen, auch nicht mehr aus der Hand legen *hihi*.

  3. Ich muss leider sagen, dass ich den Film sehr schwach fand. Das Buch ist wirklich super und ich habe es beinahe nicht aus der Hand gelegt, weil ich es dermaßen spannend fand – wie eigentlich alle Bücher Von Sebstian Fitzek. Der Film ist einfach kein Thriller, es gab kaum spannende Szenen und die schauspielerische Leistung von Eric Roberts war mehr als dürftig (hat der eigentlich einen Hüftschaden?). Außerdem fand ich die „Amerikanisierung“ der Films blöd. Wenn eine Geschichte in Berlin spielt, warum überall die englischen Beschriftungen und eine „Holy Bible“? Allein Ben Becker war super!
    Ich werde wohl zukünftig weiter die Bücher lesen und mir den Film in meinem Kopf vorstellen 🙂

  4. Ich stimme dir fast vollständig zu Bianca aber…..Dieter Hallervorden hat seine Rolle PERFEKT gespielt. Leider war es in dem Kino , in dem ich den Film sah, genauso. Auftritt Hallervorden und das Publikum lacht weil es auf ein „Palim,Palim“ wartet. Klar, man kennt ihn als Komiker aber wenn man den „Didi“ ausblendet sieht man den Charakterschauspieler. Bei vielen Fehlern hatte ich den Eindruck dass sie absichtlich eingebaut wurden. Es gibt eben eine große Gemeinde an Filmfreunden deren Hobby die Fehlersuche in neuen Streifen ist. Ein großes Rätsel dürfte dem Nichtkenner des Buches die Szene auf der Treppe sein aber der Zusammenhang geht trotzdem nicht verloren, denke ich.

    • Du hast Recht – absolut – ich meine auch, dass der Hallervorden seine Rolle genial gespielt hat. Ich hätte es besser vormulieren sollen. Der Moment, als er auf der Leinwand zu sehen war, war eben etwas merkwürdig, aber in der Rollenausführung TOP!

  5. Guter Beitrag, Frau Raum. Finde die Altervorgabe auch gut gesetzt.
    Wie Du schon erwähnt hast, finde ich Dieter H. nicht gut besetzt, da auch im Krefelder Kino ein Raunen durch die Menge ging. Alles verlief auch in Krefeld so, wie von Dir beschrieben. In welchem Kino Herr Fitzek an dem 29.08.12 wohl anwesend war?
    Die Bilder, die im Kopf durch das Buch erzeugt wurden, waren schlimmer als im Film. Auch mein Name erschien im Abspann 🙂
    Kaufe mir auch weiterhin die Bücher von Herrn Fitzek.

  6. Ich habe das Buch gelesen und fand es unheimlich,konnte es kaum aus der Hand legen. Die Drehorte waren fast identisch ,wie in meiner Vorstellung. Es gab leider ein paar Abweichungen von der Story. Ben Becker war die Spitzenbesetzung. Fasit Buch ist besser. Mein Mann hat das Buch nicht gelesen und fand den Film Klasse und spannend.

  7. Ich persönlich fand Dieter Hallervorden super… Zudem würde ich zu gerne mal wissen, wie man auf die Idee kommt gerade ihn mit der Rolle zu besetzen. Da ich mich von Anfang an gefragt hatte, welche Rolle er in dem Film spielen würde, blieb zum Schluss nicht gerade viel übrig und von daher war die Überraschung nicht gerade so groß 🙂
    Dennoch hat mich seine Leistung sehr überrascht und das im positiven Sinne… Ich kann mich an einem Raunen nicht erinnern, ich war in Bremen im Kino… Ich fande den Film jetzt nicht so spannend… Ich denke aber, das liegt wohl auch daran, dass ich das Buch ja nun auch schon kannte… Ich fand die deutsch-amerikanische Besetzung ok. Nur denke ich auch, dass wenn ein Film in Deutschland spielt, sollten die Schriftzüge auch in deutsch sein…

      • Ich weiß nicht ob es stimmt…habe irgendwo im Netz gelesen dass Hallervorden selbst wegen der Rolle an Sebastian ran getreten ist. Würde mich brennend interessieren ob da was dran ist…..

  8. WIRKLICH glaubwürdig kamen für mich Green,Becker,Hallervorden und Ziegler rüber. Alle anderen haben ihre Rollen sehr lustlos verkörpert, vor allem Roberts,dem ich die Rolle kein bißchen abgenommen habe.Ich denke auch,wenn ich einen deutschen Thriller verfilme…in Berlin, dann auch konsequent in deutsch mit deutschen Schauspielern,es gibt eine Menge davon die sich mit amerkanischen durchaus messen könnnen..siehe Ben Becker der einen Eric Roberts komplett an die Wand gespielt hat.

  9. Noch etwas habe ich vergessen zu erwähnen. Der kleine Christian Traeumer war eine gelungene Rollenauswahl. Fand es überwältigend wie toll dieser kleine Junge die Rolle des Simons verkörpert hat. Einige Kritiker haben an anderer Stelle geschrieben dass er unglaubwürdig rüber kam und im Buch eher als „Sonnenschein“ beschrieben wurde. Ich fand ihn einfach nur toll und würde ihn gern öfter sehen.

  10. Ja und ich möchte noch erwähnen,dass sich Sebastian Fitzek ruhig weiter versuchen sollte mit dem Verfilmen seiner genialen Bücher, wobei er halt die Kritiken annehmen sollte und auch beim Drehbuch noch etwas dazulernen müßte. Übung macht den Meister!

  11. ich habe dem Film schon seit Wochen entgegen gefiebert und war sehr neugierig wie das tolle Buch verflmt wurde. Sicherlich reicht der Film nicht an das Buch heran aber für die erste Verfilmung war er klasse. Ich gebe auch einigen vorherigen Kommentaren recht – Ben Becker war eindeutig die überzeugendste Figur, wobei auch die anderen gut waren. Auch in Düsseldorf gab es ein wenig Gelächter bei Hallervorder aber auch er hat überzeugt. Ich hätte den Film allerdings auch komplett „deutsch“ verfilmt aber evtl bekommen wir das beim nächsten Film.
    …und seinen Namen im Abspann zu lesen war schon super, wann hat man dies schon mal; und ich musste bis zum B auch nicht lange warten 😉 das war eine wirklich tolle Idee von Fitzek und hat ihm mit Sicherheit noch einige Fans mehr gebracht! Das neue Buch ist vorbestellt und ich warte gespannt welches Buch als nächstes verfilmt wird – ich bin ja eindeutig für den Seelenbrecher, sein eindeutig bestes Buch!

    • Ja – die Idee mit dem Abspann ist klasse – ungewöhnlich, aber gut.

      Seelenbrecher wäre toll, da muss dann aber richtige Spannung spürbar sein und auch die Psyche muss richtig angesprochen werden.

  12. Auch ich finde deine Kritik sehr gelungen. Vielen Dank dafür 🙂
    Ich selber kam spät genug zu Fitzek, um bewusst entscheiden zu können, das Buch nicht vor dem Film zu lesen. So ist es mir lieber, denn ein Film kann eigentlich gar nicht an ein Buch heran reichen (Laufzeit, eigene Fantasie etc.) Nun bin ich ein wenig überrascht, dass unsere Ansichten dennoch meist deckungsgleich sind – ich glaube, mich hat nur noch ein wenig mehr gestört. Besonders traurig fand ich, dass auch bei mir keine Spannung aufkommen wollte.
    Auch in Köln bzw. Hürth gab es das bereits erwähnte Raunen im Publikum, als Dieter Hallervorden auf der Leinwand erschien. Zugegebenermaßen habe auch ich des Öfteren auf „Palim Palim“ gewartet. Allerdings lag es wohl eher an meiner Assoziation, als an ihm. Denn ich war schon hin- und hergerissen zwischen Schmunzeln und Abscheu (seiner Rolle gegenüber) – so hat er wohl einen guten Job gemacht. Mein Favorit war ebenfalls Ben Becker.
    Das Buch werde ich dennoch beizeiten lesen und mir mein – im wahrsten Sinne des Wortes – eigenes Bild machen 🙂

    • Das wäre super interessant, deine Meinung zu kennen, wenn du das Buch gelesen hast.

      Du triffst es auf den Punkt – Schmunzeln und Abscheu – kann ich nur unterschreiben. Aber er hat die Rolle gut gespielt, kann man nur sagen, aber der Moment, als er ins Bild trat…

      DANKE.

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