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Buchwoche 16 +++ Bücher +++ Leben +++ GESCHAFFT +++ Musik +++ Mama-Tochter-Tag

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Heute wird es hier richtig, richtig kurz, denn ich war noch halbkrank und musste mich erstmal wieder in meine „alte“ Biniform bringen – die verrückte, die mit der großen Klappe, die mit den hunderttausend und noch vielen mehr Flausen im Kopf. Ich eben. 🙂

Also – los gehts…

1. Anmerkung – ich schreibe mit meinem Dauerohrwurm im Kopf: „Are you with me“ ~ Lost Frequencies – ICHLIEBEES!

Montag

Ich erspare euch jetzt an dieser Stelle, wie es mir ging und wie das aussah, was da aus mir rauskam, also zur Nase – ach nee, halt – ich wollte es ja nicht sagen. Also in Sachen Literatur war am Montag wenig los, wie ihr euch denken könnt. Krank liest es sich anders, als gesund. Was für eine Feststellung.

Der Briefkastengang ging aber und ich konnte ein Buch aus den Untiefen des weißen Behälters ans Tageslicht befördern und war überrascht, denn mir sagte der Titel erstmal nix. Natürlich habe ich es mit hoch genommen und nicht im Kasten zurück gelassen. *muhaaahhaarr*.

Es handelt sich um das Werk Hellwach von Hilary T. Smith (Fischer FJB). Ihr wollt gucken? Dann gibt es hier den Luxus eingebauten LINK – ihr müsst nur mal drücken 🙂

Lieber Günter Grass – in Gedanken bei dir und den Menschen die dich mehr als liebten. Ruhe in Frieden und schick immer mal wieder gute literarische Gedanken in bestimmt Köpfe.

Dienstag

Diesen Tag versuche ich zu vergessen, da er mehr als finster war – warum, wieso, weshalb und überhaupt – egal…ein besonderer Literaturherzensmensch weiß wieso und hat mich aufgefangen und ist da, wir sind immer füreinander da – egal wie…ich versuche aber gerade alles zu verdrängen. Ich habe viel gelernt in Sachen Menschlichkeit und habe gemerkt, wie schön es ist, Menschen zu kennen, die Herzmenschen sind. Ein großer Dank an dieser Stelle an Peggy Steike und an den besonderen Menschen, den sie mir vermittelt hat. Wenn ihr mal nach Dresden kommt – ich empfange euch mit ganz offenen Armen und Herzen. DANKE!

Zwischen dem ganzen Trubel und dem ganzen Mist und den ganzen Tränen und der Wut gab es auch noch einen Termin auf dem Standesamt, der mit nicht wirklich klarem Kopf wahrgenommen wurde. Nun heißt es „Hochzeitsaufgaben machen“ und einiges erledigen, planen, kreativ sein…

Mittwoch

Ausruhen. Pause. Lesen.

An dieser Stelle leite ich euch mal wieder zu Für Brilka – unsere Lesereise. Dieses Werk ist der WAHNSINN. Ich stehe jetzt vor Buch 6 und mag nicht weiter lesen, denn das Ende naht. Ich warte auf mein Lesebienchen und habe mich derweil für ein anderes Werk entschieden.

Das Mädchen, das rückwärts ginghabe ich begonnen und bin erst nach 70 Seiten wieder daraus aufgetaucht. Es hat mich sofort erreicht und mittlerweile ist mir nur noch mulmig und mich begleitet ein total merkwürdiges Lesegefühl. Ich bin gespannt, worauf alles hinausläuft und ich habe ein wenig Angst und ich trage den Ekel in mir. Kate Hamer drückt mich mit ihren Worten runter – so will ich es nennen.

Der Mann der Männer verwöhnt mich mit Smoothies – täglich. Wir haben die gesunde Welle eröffnet. Also meine Idee – sein Werk. 🙂 Obst mach dich gefasst – der Pürierstab kommt.

Donnerstag

Es wird bald eine Leserunde geben – so viel verrate ich euch jetzt und hier – die Tage erfahrt ihr mehr. Darum ist bei mir „Heute beginnt der Rest des Lebens“  von Marie-Sabine Roger eingezogen. Kennt ihr ein Werk der Autorin?

Mich konnte sie schon sehr mit Der Poet der kleinen Dinge begeistern.

Lesebienchen hatLieber Mr. Salinger von Joanna Rakoff gelesen und vorgestellt. Ich muss es auch endlich bald mal lesen. Hach.

Freitag

Mit Lesebienchen habe ich endlich mal unsere „Brilkas“ übereinander gelegt. Wir haben echt eine sagenhaften Leseweg und viele Markierungen sind an der gleichen Stelle. Ich bin ja so „fotografier-geil“ und jetzt erzählt mir mal einer von euch, warum ich unsere Bücher übereinander nicht fotografiert habe. Ich hätte schwören können, dass ich ein Bild gemacht habe – echt. Und was sagt mein Smarti? Kein Bild vorhanden – zumindest nicht DAS Brilkabild. Verdammt. Wir nachgeholt.

Der Abend stand zu sehr später Stunde noch im Zeichen der Musik. 5 Lieder werden zum Heiraten benötigt. Piano. Uff. Aber dafür gibt es Freunde, die einen guten Geschmack haben und wissen, was gut klingt und einfach MUSS. Was mach ich? Spiele mich durch die alten Lieder vor über 10 Jahren und alle machen mit. Der Abend war ein Liederchaos und einfach lustig, ich muss immer noch lachen. Kennt ihr noch Mr. President und Blümchen und Das Modul und Gigi d´ Agostino und mega genial fand ich ja „Butterfly“ von Crazy Town *sabber* und Rednex und noch so viele mehr. Bei Youtube kann man ja wundervoll von einem Hit in den nächsten springen – kurz anspielen, erraten, abfeiern, über die damalige Zeit quatschen und weiter mit dem nächsten Hit. Macht das mal mit euren Freunden – es lohnt sich – Musikabgründe tun sich auf – Herrlich.

Lesebienchen hat mir84, Charing Cross Road geschenkt – fetten KNUTSCH.

Samstag

Ich. Hatte. Ein. Brautkleid. An.

Was für ein Gefühl – hui…das ist echt abgefahren, ganz ehrlich. Drei Kleider hatte ich an und gleich das erste war einfach spitze. Und nun? Kaufen…bald…bevor es weg ist oder eben noch in einen anderen Laden. Hach. Heiraten ist kompliziert 🙂

Seit wohl 4 Jahren war ich mal wieder beim Frisör. Verrückt. Das ich das mal schaffe. Und es tat echt gut und ich habe jetzt die Haare schön. Also bitte viel Zustimmung und Applaus für diesen bombastischen Schritt. Ich mag kein Haare schneiden, denn das tut doch immer so verdammt weh. Da schnippel ich mir immer selbst lieber mit der stumpfen Schere die Spitzen ab. Ja – so bin ich. Jetzt ist aber alles gut und ich habe leichte blonde Highlights und einen Schnitt.

Bevor ich allerdings mit meiner Mama die Stadt Dresden unsicher gemacht habe – vor allem die hundertdrölf Geschäfte – ging es noch fix ins Kaufland und in der Tschibo-Ecke habe ich dann ENDLICH so einen tollen Vogelkäfig gefunden und ENDLICH Bettwäsche in schwarz-weiß und mit vielen Wörtern – Buchstaben. YES!

Ein erfolgreicher Tag und Dekokram gab es auch und es gab ein Buch – das wird aber verschenkt. Die liebe Arbeitskollegin hatte doch Geburtstag. Ich hatte ein sehr langes Gespräch mit einer netten Buchhändlerin im Thalia und sie hat es mir als Herzensbuch ans Herz gelegt. Kennt ihr es?

Wovon wir träumten ~ Julie Otsuka

Sonntag

Während der Mann sich auf dem Dampflokfest herumtreibt, tippe ich gerade diese Zeilen. Die Nacht war kurz, denn ich war mal unterwegs – ja, kommt vor. 🙂 Müde bin ich eher weniger, aber der Herr Schlaf wird sich noch bemerkbar machen. Aber jetzt erstmal in die Sonne, denn die lacht und feiert sich schon seit heute früh. Mein Bruderherz kommt gleich ins Sachsenland und ich freue mich auf ihn.

Fühlt euch umarmt und lasst mir gern Worte da, wenn ihr welche habt. *zwinker*

Die kommende Woche steht im Zeichen der Geburtstagsfeiern und ich glaube es wird eine Woche ohne viel Literatur. Aber solche Wochen gibts und Geburtstage sind einfach toll, denn es ist so schön, dass wir alle hier sind und uns haben. Richtig?

Kolumne #11: Bücher geschafft?

Kurz und knackig – ich lese immer und immer wieder in den sozialen Netzwerken den Satz „Ich habe schon xxx Bücher in diesem Monat geschafft“. ALTER – denk ich in diesen Momentan. GESCHAFFT in Verbindung mit BÜCHERN tut irgendwie weh, genau wie das Wort ALTER. Oder seh ich das falsch?

Ein Buch ist ein Stück Leben, eine Verbindung, die Atemluft, Urlaub, Auszeit, Liebe, Freundschaft, eine Reise in eine andere Welt zu wertvollen Menschen. Wie kann ich das alles mit dem Wort – GESCHAFFT – bezeichnen? Wenn ich ein Werk lese, mag ich darin sein, darin bleiben, mich verankern, Gefühle aufsaugen, leben, tief lesen und eigentlich nie auftauchen.

Natürlich möchten wir gern in vielen Geschichten tauchen, viele Leseleben kennenlernen, in allen Werken gleichzeitig schwimmen, aber wollen wir Bücher schaffen? Ist das Lesen ein Sport für uns selbst? Mir sträuben sich irgendwie die Nackenhaare bei diesem Wort. Natürlich schaue auch ich, in welchen Werken ich in den letzten Tagen war. Ich denke aber mit einem Strahlen im Gesicht zurück, mit einem Bauch voller Glücksgefühl und versuche mich an jede Zeile zu erinner. Warum Quantität, wenn wir doch so viel Qualität in der Literatur haben?

Ich möchte nie ein Buch „geschafft“ haben – ich möchte Bücher leben und wenn es nur ein einziges in meinem Leben wäre. Ich würde sagen: Ich habe ein Buch gelebt. Hört sich das nicht gut an?

Ich gehe jetzt leben. Im Buch.

Danke für euch!

Eure

3 comments on “[LBW 16] GESCHAFFT”

  1. Wie immer ein ganz toller Bericht!
    Wann wird denn geheiratet? Ist es noch lang hin?
    Ja, das erste Mal ein Brautkleid anziehen ist echt verrückt und ich kann mich noch gut an
    meine Anproben erinnern.

    Ich hoffe dir geht es inzwischen wieder gut und du hast alle emotionalen und gesundheitlichen Tiefs überstanden!

    Was macht eigentlich GoT?
    Ich habe am Wochenende gerade die vierte Staffel beendet (im Tv hatte ich sie nur teilweise gesehen). Nun muss man sich wieder gedulden.

    Ich wünsche dir einen schönen Restsonntag!
    Drück dich, Debbi

  2. Ein sehr schöner Bericht.

    Genau richtig. Man muss mit einem Buch leben, mitfühlen und mitfiebern und sich dann freuen dabei gewesen zu sein.

    Eine schöne Woche.

    Bis bald, Bettina

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