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TINKERS – Artikel lesen und Pulitzer-Preisträger Paul Harding treffen!

„Für meine Urenkel werde ich nicht mehr sein als das vage Gefüge einer Ansammlung von Gerüchten und für ihre Urenkel werde ich nicht mehr sein als der Ton einer undeutlichen Farbe und für deren Urenkel wiederum nichts, wovon sie je erfahren werden, und genauso hat ein Heer aus Fremden mich geformt und gefärbt bis zurück zu Adam….

Es ist ein fertiges Muster, das am Ende vollkommen übergangslos zerfällt, an welchem Ende, an diesem Ende.“

George Washington Crosby liegt im Sterben. Umgeben von seiner Familie und aufgebahrt in seinem vielgeliebten Wohnzimmer verbringt er seine letzten Stunden auch im Kreise seiner wichtigsten Lebensbegleiter – das sachte und vielstimmige Ticken seiner Uhren scheint den Rhythmus seines Dahinscheidens vorzugeben. Der passionierte Uhrmacher hat die meiste Zeit seines Lebens dem Reparieren dieser komplizierten Zeitmesser gewidmet und nun am Ende seiner Tage stellt er im Dämmerzustand fest, dass ein Leben im Zeichen dieser Chronometer nicht mit chronologisch geordneten Gedanken endet.

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„Raum“ ist die Realität…

Raum ~ Emma Donoghue
Raum ~ Emma Donoghue

„Das Buch „Raum“ müsst ihr unbedingt lesen und auf eurem Literatwoblog besprechen. Ein tolles Buch, vor allem kam mir der Gedanke dass es passt, wenn Frau Raum „Raum“ bespricht.“

Das sagte Herr Kummer von der Buchhandlung „Treffpunkt Wagner“ zu Arndt. Eine tolle Idee, wir sind sofort neugierig geworden und als wir den Roman und vor allem den englischen Trailer dazu anschauten, waren wir mehr als gespannt. Ein Buch das sicher unter die Haut gehen wird, ein Buch in dem ein fünfjähriger Junge über sich erzählt, ein Buch das Gänsehaut erzeugen und vor allem sehr emotional sein wird. Wir begannen mit „Raum“ und trafen den kleinen Jack…

Jack ist in Raum. Jack ist heute fünf Jahre und Jack schläft mit Zudeck in Schrank. Jack ist auch in Raum geboren, ganze 12 Quadratmeter hat Jack seitdem zum Spielen, zum Leben und zum Aufwachsen. Jack schaut gern Fernsehen, denn dann sieht er die Figuren in den Trickfilmen und er sieht andere Menschen. Die sind zwar nicht echt, aber Jack gefällt es zwischen den verschiedenen Planeten hin und her zu schalten. Jack spielt gern mit seiner Ma fangen, verstecken und bastelt gern mit ihr, wenn sie nicht gerade Zahnschmerz hat und müde ist von den Scherztabletten. Jake mag seinen Jeep und die Fernsteuerung, die Eierschlange, er mag Spaghetti und ist der beste Eierbläser. Durch Oberlicht kann Jack hell und dunkel sehen, das kommt von draußen. Jack freut sich immer auf Sonntags, denn an diesem besonderen Tag gibt es ein Sonntagsgutti. Das bringt Old Nick, wenn er nachts zu Ma kommt, da liegt er aber schon in Schrank und schläft oder ist ganz leise. Jack mag Old Nick nicht, er hat Angst vor ihm. Früh ist Old Nick wieder weg und Jack wieder mit Ma ganz alleine. Jack liebt es drinnen in Raum zu sein, er mag nicht nach draußen. Ma erzählt Jack seit einigen Tagen von einem Draußen, wo sie gern hin möchte. Jack macht das was Ma sagt Angst, er möchte das nicht hören. Ma lügt, es gibt kein Draußen, ganz bestimmt nicht und er will auch nicht dahin.

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Benedict Wells „FAST GENIALes“ Gespräch mit Literatwo

Fast genial ~ Benedict Wells
Fast genial ~ Benedict Wells

Benedict Wells neues Buch „Fast genial“ ist in aller Munde.

Also haben wir dem erfolgreichen Autor ein paar Fragen gestellt und hier ist nun das fertige Kurzinterview:

Bist du persönlich auch so oft unterwegs wie deine Protagonisten?
Ich hoffe nicht. Momentan lebe ich aber in Spanien und muss – da ich Flugangst habe – immer mit dem Zug nach Deutschland. Da ist man zwei Tage lang unterwegs, und es ist in etwa so furchtbar, wie es sich anhört.

Deine Bücher sind Roadmovies – dein Leitmotiv?
Nein, das ist eher Zufall. Bei „Becks letzter Sommer“ ist es vielleicht schon ein klassisches Roadmovie, bei „Fast genial“ eher die Suche nach dem Vater, die zufällig auch viel on the road spielt. Bei den nächsten Büchern wird das komplett anders.

Welche Romanfigur aus „Fast genial“ ist dein persönlicher Liebling und warum? (mehr …)

Die Flamingos erheben sich….

Tuch um Tuch wollten wir den Schleier lüften, Detail um Detail in vorsichtigen Schritten den Blick vom Kleinen auf das Große richten. Von der einzelnen Seite zum Ganzen. Von der bildenden Hand zum schützenden Cover. So unser Versprechen im ersten Artikel unseres Flamingo-Projekts.

Es ist an der Zeit, einen Schritt weiterzugehen und die Spannweite der grazilen Vögel genauer in Augenschein zu nehmen. Präzise abzuschätzen, wozu sie in der Lage sind, wenn sie sich angetrieben durch ein motiviertes und professionelles Team in die Lüfte erheben. Die Bilder unseres photographischen Partners PATH sind hierbei unverzichtbar geworden in diesem Projekt.

Formationsflug ist angesagt und das Projekt erreicht die nächste Phase.

Es ist nicht zu viel verraten, wenn wir den Blick auf das erste Layout eines neuen Buches gewähren. Einen kurzen Blick nur, aber einen, der Licht ins Gefieder der stolzen Tiere bringt.

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Fast genial – Benedict Wells

Fast genial ~ Benedict Wells
Fast genial ~ Benedict Wells

Fast genial…

Nein, falsch, das Buch ist auf keinen Fall fast genial. Es ist alles andere als nur fast genial, man kann es kaum mit Worten sagen. Genial trifft es, genial trifft es auf jeden Fall.

Ich habe immer noch kaum Atem. Vor allem die letzten Seiten haben mir immer mehr die Luft genommen. Als ob ich Entzugserscheinungen habe, zitterten mir die Hände, ich bekam einen Schweißausbruch nach dem anderen und mein Atem kaum aus jedem Rhythmus.

Ein Buch voller kaum zu beschreibender GENialität. Das Leben von Francis Dean, ist kein schönes Leben, dafür ein recht einfaches ruhiges. Bis seine Mutter wieder in die Psychiatrie muss und er derweil alleine im Trailer wohnt. Er muss sie besuchen, doch am liebsten möchte er es nicht, sie hat ihn schon so oft enttäuscht, seine Kraft ist am Ende. In der Klinik sieht er Anne-May, ein Mädchen was sich das Leben nehmen wollte und scheinbar auch keine großartige Vergangenheit hat. Er freundet sich mit ihr an und besucht sie von nun an täglich, dabei schaut er auch bei seiner Mutter vorbei. Ein Schreck durchfährt ihn, als er sie in ihrem Zimmer sieht, ohnmächtig, sie wollte sich das Leben nehmen

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„deutscher buch preis“ – die Jury hat nominiert

Seit heute stehen die nominierten Romane für den „deutschen buch preis“ fest, die Longlist 2011 in Wort und Bild gibt es hier:

•  Volker Harry Altwasser, Letzte Fischer (Matthes und Seitz Berlin, September 2011)

•   Jan Brandt, Gegen die Welt (DuMont, August 2011)

•   Michael Buselmeier, Wunsiedel (Das Wunderhorn, März 2011)

•   Alex Capus, Léon und Louise (Hanser, Februar 2011)

•   Wilhelm Genazino, Wenn wir Tiere wären (Hanser, Juli 2011)

•   Navid Kermani, Dein Name (Hanser, August 2011)

•   Esther Kinsky, Banatsko (Matthes und Seitz Berlin, Januar 2011)

•   Angelika Klüssendorf, Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch, August 2011)

•   Doris Knecht, Gruber geht (Rowohlt.Berlin, März 2011)

•   Peter Kurzeck, Vorabend (Stroemfeld, März 2011)

•   Ludwig Laher, Verfahren (Haymon, Februar 2011)

•   Sibylle Lewitscharoff, Blumenberg (Suhrkamp, September 2011)

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