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Zum Glück braucht mich niemand

Zum Glück braucht mich niemand ~ Liv Marit Weberg
Zum Glück braucht mich niemand ~ Liv Marit Weberg

Braucht mich niemand?

Zum Glück bemerkt mich niemand…dachte ich von Liv Marit Weberg habe ich im Februar 2015 gelesen. Ein nicht ganz einfach zu verstehender Roman – ich habe mich mit Nanni darüber ausgetauscht und zwar ganz einfach über Whatsapp. Nach unserem Gespräch ging es uns dann mit dem Gelesenen besser.

Nun trudelte in den letzten Tagen das neue Buch von der Autorin ein. Ich war ziemlich überrascht, da ich überhaupt nicht damit rechnete. Im ersten Buch war kein Hinweis zu finden, dass es eine Art Fortsetzung geben wird, denn die hat es auch nicht gebraucht. Dennoch können beide Bücher einzeln gelesen werden, es besteht kein direkter Zusammenhang. Neugierig habe ich mich in das fast gleichnamige Buch begeben. Wurde Protagonistin Anne Lise zuerst nicht bemerkt, wird sie nun nicht gebraucht. Jedenfalls nimmt sie das an.

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Buchhandlungspreis 2016

Buchhandlungspreis 2016
Buchhandlungspreis 2016

Kolumne 28: #Buchhandlungspreis 2016

Jetzt wollte ich schon fast schreiben: wenn es draußen stürmt und schneit, dann zieht es uns in die Buchhandlungen. So schlimm ist es vom Wetter her nicht, aber dennoch ist dieser verregnete Herbsttag doch gerade dafür gemacht, um früh nach dem Aufwachen, im Bett zu lesen und anschließend in eine Buchhandlung zum Bücher kaufen zu fahren. Wie passend, dass sogar der 08. Oktober einen buchigen Namen trägt. Heute ist nämlich #WorldBookshopDay. Klingt modisch und darum gleich in Hashtagstyle.

Auf dem ersten Artikelbild könnt ihr die strahlende Buchhändlerin Annaluise Erler sehen. Yeah – genau wie im letzten Jahr, wurde die Buchhandlung Findus in Tharandt mit dem Buchhandlungspreis ausgezeichnet. In der Kategorie hervorragende Buchhandlung ist meine literatwoische Lieblingsbuchhandlung zu finden. Sagenhaft – ich freue mich von ganzem Herzen und wer schon einmal die heiligen Bücherhallen betreten hat, wird mir wohl zustimmen. Wer also in Dresden weilt, sollte einen Abstecher nach Tharandt einplanen. Es lohnt sich so sehr.

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Ein Mann und viel Leichtigkeit

Clara Maria Bagus schickt Leichtigkeit
Clara Maria Bagus schickt Leichtigkeit

Spontan und unerwartet, bekam ich vor ein paar Tagen ein Buch voller Leichtigkeit zugesendet. Der Postbote übergab mir ein Überraschungspaket. Ich musste es öffnen, um zu erfahren, wer mir über Amazon ein Buch zukommen lässt. Die Autorin höchst persönlich, wie ich schnell feststellte. Bevor ich allerdings öffnete, fragte ich in den sozialen Netzwerken, ob es anderen Buchliebhabern ähnlich ging und wie sie sich verhalten, wenn ungefragt Bücher eintreffen. Viele antworteten gleich, dass sie die Bücher hinten an stellen und meist nicht reagieren, da im Blog erwähnt wird, dass ungefragte Zusendungen ignoriert werden.

Als ich das Buch in den Händen hielt, habe ich mich schon gefreut, denn das Cover kam mir nicht unbekannt vor und ich muss gestehen, dass ich mit dem Roman schon selbst geliebäugelt habe. Die Worte der Autorin konnte ich nicht so stehen lassen und ich habe ihr eine E-Mail gesendet. Und dann wuchs die Neugierde auf den Inhalt und ich musste es einfach lesen.

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Nachtigall, ick hör dir trapsen

Die Nachtigall ~ Kristin Hannah
Die Nachtigall ~ Kristin Hannah

Ihr kennt die Redewendung mit der Nachtigall? Ich hatte keine Vorahnung, als ich mich in den Roman von Kristin Hannah begeben habe. Aber ihr habt eine Vorahnung, was ich gleich tun werde, richtig? Ich bin meiner inneren Lesestimme und dem Gesang der Nachtigall gefolgt und kann euch nur empfehlen, es ebenfalls so zu machen. Ihr werdet es nicht bereuen. Wer an der Nachtigall vorbei liest, dem ist nichts mehr zu empfehlen. Ja, so ist es!

Und ja, es geht um Krieg in diesem Roman. Aber ihr müsst keine Angst haben, dass ihr eine Geschichte erzählt bekommt, die euch langweilen oder ohne Emotionen zurück lassen wird. Garantiert nicht!

Lustig ist, dass ich diese ersten Sätze hier schrieb, als ich noch um die 170 Seiten vor mir hatte. Genau gestern Abend um die Zeit, ahnte ich noch nicht wirklich, was mir passieren wird. Obwohl der September schon fast um ist, habe ich nur in der Nachtigall lesend getaucht. Die mehr als 600 Seiten haben mich keinesfalls gelangweilt und ich habe sofort mit den Protagonisten sympathisiert und vor allem mitgefiebert, es lag schlicht und ergreifend an meiner persönlich nicht vorhandenen Lesezeit. Wenn ich aber die Nachtigall geöffnet habe, habe ich sie kaum zum Schweigen bringen können.

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Der Zirkus der Stille ~ Peter Goldammer

Der Zirkus der Stille ~ Peter Goldammer
Der Zirkus der Stille ~ Peter Goldammer

Habt ihr schon gesehen, dass der Zirkus in der Stadt ist? Auch buchig hat er Einzug in Dresden gehalten.  Allerdings handelt es sich um keinen normalen Zirkus, sondern um Der Zirkus der Stille (Atlantik) von Peter Goldammer. Vorhang auf? Manege frei? Seid ihr bereit?

Achtung, bitte nicht so drängeln, denn ganz so, wie ihr euch den Zirkus vorstellt, wird es nicht. Verabschiedet euch ganz schnell von den trubeligen Zirkusgedanken, denn wir ihr am Titel schon erkennen könnt, wird es eher still, als laut. Doch geht das überhaupt? Wird es Peter Goldammer schaffen, still zu faszinieren?

Im Mittelpunkt der Manege steht Thaïs Leblanc. Doch genau aus dieser Manege will sie ausbrechen. Ihr Ziel ist es, Abstand von der Großmutter Victoria zu bekommen, ihr Ziel ist die Normalität. Sie erhofft sich diese zu finden und zwar in der Großstadt Paris. Thaïs möchte ihre Liebe leben, Geld verdienen und genießen. Schon lange hat sie keine Eltern mehr und kommt gut in ihrem Leben klar. Die Nachricht, dass ihre Oma nun gestorben ist und sie verantwortlich für die Bestattung und den Nachlass ist, bringt den Takt ihres Lebens durcheinander. Lange hatte sie keinen Kontakt mehr zu ihrem einzigen noch lebenden Familienmitglied und nun ist auch kein Kontakt mehr möglich, außer an den Ort zu fahren, an dem sie die letzten Lebenszeiten verbrachte.

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Hool ~ negative Fasziniation

Hool
Hool – extrem

Hool

Es gibt Buchtitel, die provozieren einfach. Zumindest mich. Buchtitel wie Tu dir weh, Blutsbrüder oder eben dieser hier – „Hool“. Das Design in schwarz-weiß und die Schriftart verstärken die Provokation nur noch. Gut so, denn Bücher dürfen das und ich habe nicht lange standhalten können. Ich habe mich innerhalb kurzer Zeit durch den Roman gehoolt. Nicht weil er auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016 steht, sondern weil mich das Thema einfach interessiert. Ich bin der extremere Lesetyp und ich mag außergewöhnliche Bücher und ich bin Fußballfan und ich kenne so einige Geschichten aus meinem Umfeld zum Thema. Und genau aus diesen Gründen habe ich es gelesen. Vielleicht sogar ein wenig mitgehoolt…

Gleich auf der ersten Seite lese ich den Namen meiner Heimatstadt. Das bleibt wohl bei diesen Büchern nicht aus und gehört wohl auch dazu. Der wilde Osten. Doch Autor Philipp Winkler bleibt im Westen Deutschlands und beschreibt gleich zu Beginn den ersten Zusammenstoß zweier Fangruppen in einem abgelegenen Stück Wald. Hannover gegen Köln – Köln gegen Hannover. Die Gruppe um Axel ist eindeutig stärker. Axel ist der Anführer der Hannoveraner Hooligans und gleichzeitig der Onkel von Hauptprotagonist und Anführeranwärter Heiko Kolbe. Zähne werden herausgeschlagen, es wird getreten und geschlagen, es blutet, Ohnmachten sind nahe und am Ende liegen die Verlierer und die Gewinner stehen und eilen möglichst unbemerkt zurück in ihren Heimatort. Ein ganz normales Match. Ein Match, ein Wettkampf, ein Zeigen, ein Beweisen, ein Adrenalinrausch der bald wiederholt werden will, sobald die Blessuren verheilt sind.

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Wir Glücklichen ~ Amy Bloom

Wir Glücklichen ~ Amy Bloom
Wir Glücklichen ~ Amy Bloom

Wer das Cover sieht, denkt an Sommer, zwei Freundinnen und an lockerleichtem Inhalt, der sich wegliest, wie ein Tag am Strand. Oder irre ich mich? Sollte ich sagen: Vorsicht Coverfalle?

Das Buch trägt den Titel „Wir Glücklichen und ist aus der Schreibfeder von Amy Bloom. Immer wenn ich in der Buchhandlung um das Buch herumgeschlichen bin, habe ich mir gedacht, dass es für den Strand gut geeignet ist. Oder noch besser – fürs Lesen auf der grünen Wiese, gemeinsam mit einer Freundin. Sommer – Sonne – relativ leichter und schnell konsumierbarer Stoff. So jedenfalls meine Gedanken.

Zum Glück habe ich den Bloom-Roman nicht draußen begonnen, sondern an einem recht verregneten Sommertag, gemütlich auf dem Sofa. Das Buch benötigt eine ruhige Umgebung, in der man sich tief ins Thema fallen lassen kann. Ja, auch wenn es nach Hollywood geht

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