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Schlagwort: Aufbau Verlag

Realitätsgewitter

Realitätsgewitter ~ Julia Zange

Abgedrehter konnte das Realitätsgewitter zu Silvester wohl nicht sein. Okay, so krass wie Protagonistin Marla bin ich nicht, denn mein Vorsatz lautet nicht, meine Eltern ignorieren, aber ich lese gern krass und es ist immer wieder abgefahren, wenn sich der Zeitraum im Buch mit dem Zeitraum der Realität gleicht. Zumindest geht es mir so und aus diesem Grund habe ich die 152 Seiten wohl auch recht schnell inhaliert. Angestachelt hat mich zudem eine Leserin, die den Roman zu ihrem Flop 2016 zählt.

Nun hat sich das Realitätsgewitter ein wenig gelegt und ich habe Marla in Berlin zurück gelassen. Wie es ihr geht? Keine Ahnung, denn das erfahren wir Leser am Ende nicht wirklich. Ich hoffe aber, dass es ihr gut geht und sie endlich einen Stamm gefunden hat, an den sie sich lehnen kann.

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Wir kommen ~ Ronja von Rönne

Wir kommen ~ Ronja von Rönne
Wir kommen ~ Ronja von Rönne

Wir kommen (Aufbau Verlag) von Ronja von Rönne – ich habe da ein Foto vom Buch gesehen und dort eins und dort mal einen Kommentar und dort ein Freudenschrei der Vorfreude. Und ich? Wurde neugierig. Erst habe ich gedacht: „Das Cover macht neugierig – gepaart mit dem Titel“ – habe aber nicht weiter geschaut. Dann dachte ich: „Der Autorenname zieht Kreise – wer ist diese Ronja?“ – ich habe einen zweiten Blick geworfen. Und dann dachte ich: „Oh der Postmann.“ – und halte das Buch in der Hand.

So ist manchmal das Leserleben eben. Und dann? Hab ich mich kaum bremsen können mit dem Loslesen. Hab das Buch wahllos aufgeschlagen und mal hier und mal dort einen Satz gelesen – nein, eher konsumiert. Keine Ahnung was in mich gefahren ist, an dem Tag. Sowas hab ich nie vorher gemacht. Scheinbar hat mich Ronjas „Art“ dazu animiert. Ich folge ihr auf Instagram und habe mir ihre Bilder und vor allem ihre Worte unter den Bildern angesehen – studiert. Sie schreibt anders, sie ist anders, sie ist speziell und vielleicht doch ganz normal.

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Lady Africa: Die Frau, die den Himmel bezwang

Lady Africa ~ Paula McLain
Lady Africa ~ Paula McLain

„Du würdest nicht frei sein wollen, einfach für dich allein?

Um was zu tun?

Zu leben, denke ich. Deine eigenen Entscheidungen zu treffen oder auch Fehler zu machen, ohne dass dir irgendjemand vorschreibt, was du zu tun und zu lassen hast.“ (S. 163)

Dies sind für mich die wohl eindrücklichsten Worte der Helding Beryl Markham aus Paula McLains Roman „Lady Africa“. Es sind die Worte einer äußerst mutigen Frau, die trotz vieler Widrigkeiten, Schicksalsschläge, gescheiterten Ehen, sich nicht selbst verloren hat, die für sich und ihre Freiheit gekämpft hat.

Beryl Markham war mir bis zum Lesen des Romans kein Begriff, doch sie ist keine fiktive Romanfigur, sondern eine real existierende Person. 1936 überflog sie als erster Mensch non stop den Atlantik von England aus. Allein diese Tatsache spricht für ihre starke Persönlichkeit. Taucht man dann jedoch ein in den Roman von McLain lernt man eine äußerst facettenreiche und bewundernswerte Frau kennen. Aufgewachsen in Kenia lernt Beryl früh sich in einer Männerwelt zu behaupten. Ob sie als kleines Mädchen zusammen mit den Kipsigis-Jungen jagen geht oder später als erste weibliche Pferdetrainerin arbeitet, stets überschreitet sie eine bis dahin unsichtbare Grenze, doch nicht um zu beweisen, wie großartig sie ist, sondern einfach um frei ihre Entscheidungen zu treffen.

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Madame Hemingway ~ Paula McLain

Madame Hemingway ~ Paula McLain
Madame Hemingway ~ Paula McLain

Lebendig.

Paula McLain schreibt einfach authentisch! Warum ich dies sagen kann, obwohl ich Hemingway leider nicht persönlich kenne? Man nehme sich nach diesem Buch einfach seinen Roman Paris, ein Fest fürs Leben (rowohlt) zur Hand. In diesem trifft man viele Bekannte aus Madame Hemingway (Aufbau Verlag) wieder und erlebt ihn genauso, wie im genannten Buch. Sein Handeln, sein Denken, seine Art – diesmal aus einer anderen Sicht. Paula McLain beschreibt Hemingway genau wie er sich selbst beschreiben, sich selbst sehen und wahrnehmen würde.

Ein Buch das Literatwo begeistert hat!

Diese Worte verfasste ich vor knapp 5 Jahren. So lange ist es her, als ich gemeinsam mit Arndt in diesem Werk tauchte. Gemeinsam befanden wir uns zwischen den Seiten, gemeinsam tauschten wir uns aus und dieses Gemeinsame bildete die Grundlage für Arndts Worte über „Madame Hemingway“, die ich euch heute und hier nicht vorenthalten möchte:

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Madame Picasso ~ Anne Girard

Madame Picasso ~
Madame Picasso ~Anne Girard

Picasso – eine Liebe

Ich (Lesebienchen) gebe zu, ich bin eigentlich kein Leser, der nach Buchtitel auswählt. Tolle Cover wecken mein Interesse und natürlich der ein oder andere berühmte Autorenname, doch ein Titel hat mich bisher noch nie dazu bewogen, ein Buch sofort lesen zu wollen.

Und dann eines Abends am Telefon hörte ich die Frage: „Möchtest du das BuchMadame Picasso lesen?“

Ohne den Autor zu kennen oder das Cover zu sehen, entschied ich mich sofort, das Buch zu lesen, denn ein Name im Titel barg eine ungemeine Anziehungskraft in sich: Picasso.

Seit jeher interessiert mich dieser Ausnahmekünstler und zwar nicht, weil ich mich mit seiner kubistischen Malweise so sehr identifizieren könnte, sondern gerade weil sie mir sehr fremd ist. Ich bin Realistin und hab es gern, wenn ein Baum auch nach Baum aussieht und dennoch fasziniert mich dieser abstrakte Ansatz, die Wirklichkeit darzustellen. Keine Frage also, das Buch musste ich lesen, um mehr zu erfahren über den Maler, sein Leben und seine zwei Leidenschaften: die Malerei und die Liebe.

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Lauras Verschwinden im Schnee ~ Pasi Ilmari Jääskeläinen

Lauras Verschwinden im Schnee
Lauras Verschwinden im Schnee ~ Pasi Ilmari Jääskeläinen

Ganz eindeutig ist hier das Cover und das Wortspiel auf der Rückseite des Romans schuld, dass ich diesen Roman gelesen, überhaupt danach gegriffen habe. Der Titel verspricht bereits eine Menge Spannung und „Ein Spiel um Lesen und Tod“ ebenso. Ich mag den Schnee auf dem Cover und mit dem Roman kurz vor den Weihnachtsfeiertagen zu beginnen, war genau richtig. Das mich allerdings so ein gewaltiges und mystisches Werk erwartet und mich so zurücklässt, wie es mich eben zurückgelassen hat, hätte ich nie gedacht. Aber mal von vorn…

Ella ist 26 Jahre jung und ist zurück im finnischen Heimatdorf namens Hasenhausen. Als Vertretungslehrerin ist sie verwirrt, als sie über ein falsches Ende in einem Klassiker stolpert. Hilfe sucht sie bei einer Bibliothekarin. Aus der sich versprochenen Hilfe werden noch mehr Merkwürdigkeiten und statt eines klaren Lebens, tauchen immer mehr Nebelschwaden auf. Sie wird als 10. Mitglied in der Literarischen Gesellschaft aufgenommen, doch sie lernt die berühmte Autorin Laura Hermelin nur kurz kennen, denn sie verschwindet einfach so im Schnee. Spurlos…

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[Kalabrien] „Zwischen zwei Meeren“ ~ Carmine Abate

Literatwo: "Zwischen zwei Meeren" ~ Carmine Abate
Literatwo: „Zwischen zwei Meeren“ ~ Carmine Abate

Wollt ihr mit uns nach Kalabrien kommen?

Wenn es in Deutschland so langsam in Richtung kalte Jahreszeiten geht, lesen wir uns gern in den Sommer zurück. Lesebienchen und ich sind lesend nach Kalabrien gereist. Autor Carmine Abate hat uns in eine Welt Zwischen zwei Meeren (Aufbau Verlag) geführt und verzaubert. Setzt euch zu uns ans literatwoische Lagerfeuer und träumt mit uns mit…

Lesebienchen fragt ~ Binea antwortet

Ich liebe Abates Romane, weil man sie nicht nur lesen, sondern auch riechen, schmecken und fühlen kann. Wie siehst du das?

Ohja – vor allem riechen, schmecken und fühlen, wohl wahr. Das Salz der Meere habe ich auf den Lippen geschmeckt, ich habe die aromatische und sonnenverwöhnte Luft eingeatmet und die Sonne Kalabriens auf meiner Haut gespürt. Ich glaube nach dem Beenden des Romans habe ich ausgesehen, als ob ich im Urlaub war.

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