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Schlagwort: winter

Hundewinter ~ K. A. Nuzum

Hundewinter ~ K. A. Nuzum

Ein Mädchen, Dessa Dean, sitzt an einem Tisch und macht Hausaufgaben. Mathematik übt sie täglich, indem sie sich selbst Aufgaben ausdenkt, auch das Fach Deutsch übt sie, in dem sie Wörter diktiert bekommt und selber Geschichten schreibt, und auch Geschichte wird gelernt.

Eigentlich ein ganz normaler Nachmittag in einem Leben einer fleißigen Schülerin, doch Dessa Dean sitzt in keiner warmen Wohnung, hat ihre Familie nicht stündlich um sich, bekommt kein Essen gekocht.

Sie lebt in einer Hütte am Wald, draußen liegt meterhoch der Schnee, der ihr im Winter den Weg zur Schule versperrt, ihre Mutter ist tot und ihr Vater ist im Wald jagen, damit Dessa Dean täglich für beide etwas kochen kann und vor allem etwas zu essen hat. Seit ihre Mutter auf tragische Weise ums Leben gekommen ist, auf tragische Weise in ihren eigenen Armen erfroren ist, geht sie keinen Schritt weiter als auf die Veranda vor dem Haus. Ihre Ohren werden schnell kalt, der Erfrierungsschmerz plagt sie, da diese damals fast abgefroren wären, und sie hat Angst, denn am Tag und in der Nacht suchen sie immer wieder die Albträume heim.

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Auch im August gibt es mal einen bitterkalten Nachmittag

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Es ist Sommer, ganz richtig. Es ist auch kein Hochsommer der eine Abkühlung in literarischer Form braucht, dennoch kommt hier eine winterliche Rezension. Mal etwas anderes und außergewöhnliches mitten im Jahr. Aber warum nicht, dachte ich mir und somit gibt es für euch einen heißen Buchtipp für die hoffentlich noch nicht bald wieder beginnenden kalten Jahreslesetage. Das Team Literatwo hatte wundervolle Lesestunden mit Gerard Donovan seinem Debüt, welches allerdings erst nach seinem Erfolgsroman „Winter in Maine“ in Deutschland veröffentlich wurde.

Es war warm, Kerzen brannten, es duftete weihnachtlich, meine Stimmung war froh, besinnlich und ich war ruhig und habe diese Zeit genossen.

„Richte das Teleskop aus.“

Von Zeit zu Zeit begab ich mich aber in die Kälte.
Draußen war es kalt, es schneite, die Temperatur sanken weiter und ich zitterte. Dieses Gefühl war mir aber auch ohne den Schritt nach draußen gegeben, denn, während ich laß, verstärkt sich dieses immer mehr. Gerard Donovan ließ mich auf seine zwei Hauptprotagonisten treffen. Diese sind der Lehrer und der Bäcker. Handlungsort ist ein Feld, auf dem der Bäcker graben soll. Er soll graben, und zwar ein tiefes Loch. Während er dies tut, werden immer mehr Menschen herbeigeschafft. Herbeigeschafft auf das Feld, den Schauplatz, auf dem sich Lehrer und Bäcker gegenüber stehen. Stumm hören die Menschen dem Gespräch zu, was langsam zwischen den beiden, an diesem bitterkalten Nachmittag entfacht. Es ist Bürgerkrieg, es ist kalt, die Stimmung unerträglich eisig. Und es wird etwas passieren, die Handlung an einem Ort, an dem nicht ausschweifend gehandelt werden kann, wird sich ausdehnen.

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