Ausflug mit Frau Runkenrettich ~ Christian von Aster

Christian von Aster? Nie gehört. – Das hat sich am 23.02.2019 geändert, denn beim Treff #bookmeetspizza hat sich die Edition Roter Drache vorgestellt. Da ich bekanntlich wenig mit Fantasy am Hut habe, hat Verleger Holger Kliemannel in seine Bücherkiste gegriffen und mir ein Kinderbuch in die Hand gedrückt. Das nenne ich mal flexibel. 😉

Und schon ging es für mich wenige Stunden später in die Gruft…

Im Dezember letzten Jahres war ich erst in der Gruft und zwar in Wien. Genau dorthin entführte mich Christian von Aster, gemeinsam mit Illustrator Dimitar Soykow jr.

Das Hauptziel des Klassenausfluges war allerdings nicht die Gruft, der kleine 8-jährige Egon Hölzl ist blöderweise aber in ebendiese durch den Lüftungsschacht gefallen. Der hätte nämlich mit einem Gitter abgedeckt sein sollen, war er aber nicht und Egon hätte eigentlich näher an der Gruppe sein müssen, war er aber nicht. Der Grund – der fiese Franzl Mayerhofer – Sitzenbleiber und Möchtegernbankräuber. Egon hält großen Abstand zu Franzl, denn dieser raubt gern seinen Geigenkoffer und noch schlimmer – er schneidet die Saiten der Geige durch.

Der Abstand könnte nun nicht größer sein, denn Egon ist in der Gruft, genauer bei der kleinen dicken Kati. Sie wohnt zusammen mit ihren Eltern unter der Kirche und die Torte, in der Egon landete, ist ihre Geburtstagstorte. Geburtstag in der Gruft? Ohne Freunde? Bei Mumien?

Ausflug mit Frau Runkenrettich ~ Christian von Aster

Warst du schon mal in einer Gruft? Egal ob ja oder nein – der Ausflug mit Egon ist ein echtes Erlebnis, nicht nur für kleine Leser, sondern auch für die großen, für Mumienfans, für Geigenspieler, für alle die gern kurz und gut unterhalten werden wollen.

Ich hatte wirklich meinen Spaß mit Egon und Kati, denn ich habe viel gelernt, viel gegrinst und am Ende habe ich mich über eine sogenannte Win-win-Situation gefreut. Eine richtig schöne und leicht gruselige Geschichte, die von Mobbing und Gerechtigkeit handelt. Es kommen aber auch Sargpolitur, die Kaiserin Sissi, ein Sargflicker und jede Menge Knochen darin vor. Die kleine Geschichte über tote Leute ist einfach geschrieben und wirklich liebevoll bebildert.

Die 40 Seiten haben mir nicht nur große Lesefreude bereitet, sondern mich ebenso zum Nachdenken gebracht.

Schaurig, humorvoll, lehrreich, liebevoll – perfekt zum Verschenken!

Eure
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