Kategorie: Lebensnews – Team Literatwo

Frankfurt 2012 – Final Countdown…

Partnertausch…

Fünf Tage Buchmesse mit uns gehen nun leider zu Ende. Fünf Tage voller Freude, Leidenschaft zur Literatur und genialen Gesprächen mit Verlagen, Autoren und unseren Freunden. Wir haben jeden dieser Tage in vollen Zügen genossen und blicken am heutigen Abend emotional auf all diese gemeinsam verbrachten Sekunden zurück. Aber wir schauen nicht nur zurück, sondern auch nach vorn, denn jedes Ende hat auch einen neuen Anfang und schriftgut-Zeiten in Dresden stehen bevor.

Die fünf Tage haben viel in uns bewegt und auch äußerlich ist uns diese Veränderung anzusehen. Ob positiv oder negativ, sollte in diesen beiden besonderen Fällen jeder selbst entscheiden. 🙂

Und doch… Literatwo bleibt und ist Literatwo. 

Literatwo verleiht Flügel… Zoran Drvenkar

Besonders unsere Interviews vom Samstag bleiben uns in tiefer Erinnerung. Das erste mit dem letzten Engel, öhm Zoran Drvenkar hat uns förmlich Flügel verliehen. In einem humorvollen, kontroversen, erhellenden und flatterhaften Gespräch haben wir Zoran auf den Autorenzahn gefühlt und ihm ist es immer wieder gelungen, uns die Bloggerflügel zu stutzen.

Ein ausführlicher Bericht folgt natürlich, wenn wir uns von diesem Interview erholt haben. Ihr wisst schon, Flügel putzen, Blut abwischen und so weiter…

Die LEGENDäre Marie Lu im Gespräch mit Literatwo

Hello Marie Lou…öhm Marie Lu – nice to meet you natürlich! So begannen wir im ruhigen Bauch des Loewe Verlagsstandes unser Interview zu ihrem dystopischen Jugendbuch Legend. Der Himmel ist nicht gefallen, sondern er hat sich uns geöffnet und erhellt. Die sympathische US-amerikanische Autorin mit chinesischen Wurzeln hat uns alle Hintergründe vor Augen geführt, die für ihren Roman ausschlaggebend waren.

Auch hier vertrösten wir euch auf später, aber macht euch darauf gefasst, es wird eben legendär.  

Medizin für das Bibliomanie-Treffen… absolut wirkungslos!

Nachdem beide Autoren ihre Bücher für unsere Leser signiert hatten, konnten wir uns endlich zur Therapie-Sitzung begeben. Eigentlich waren wir der Meinung, die richtige Medizin im Gepäck zu haben, um Menschen von der Bibliomanie zu erlösen, doch dies haben wir vollkommen falsch eingeschätzt.

„Mein Schatz“ – „Oh wäre das schön, dieses Buch bei mir im Buchregal zu finden“ – „Genial – kann ich das haben?“

Dies ist nur ein kleiner Auszug unseres Treffens und der Aussagen der Teilnehmer, die sich auf diese Sitzung speziell vorbereiten sollten. Ein Schlag ins Wasser, wir hätten es uns denken können.

Die bibliomanische Heuschreckenplage hat zugeschlagen und wir waren froh, dass unsere Rucksäcke nach diesem Treffen noch da waren 😉

Literatwo-Autorenteam

Wenn uns unsere piepmama ruft, sind wir natürlich an Ort und Stelle. Gut so, denn was uns erwartete, erfreute uns ungemein. Zum ersten Mal konnten wir uns nicht  nur als Bloggerteam auf der Messe präsentieren, sondern auch als Autorenteam. Am Stand des piepmatz Verlages von Sandra Vogel, in bester Halle 3 Lage, fanden wir die Bücher mit unseren Kurzgeschichten.

Kann ein Buchmessebesuch schöner enden? 

Mit einem dicken Lächeln im Gesicht genießen wir unseren persönlichen Messeausklang, haben Herz und Hirn voller neuer Ideen und freuen uns darauf, euch bereits in den nächsten Tagen ausführlich darüber zu berichten.

Danke fürs Lesen, Danke fürs Mitfliegen, Danke für alles und euch.

Eure beiden 😉 

Bookfaces 2012 – Literatwo

Bookfaces  – Ein Mensch, ein Wort, ein Foto. So heißt die beliebte Aktion während der Frankfurter Buchmesse, bei der Aussteller, Medienvertreter und Büchermenschen in einem ganz privaten Fotoshooting für das Projekt und die Ewigkeit festgehalten werden.

Für uns musste das Motto natürlich ein wenig angepasst werden. Zwei Menschen, ein Wort, ein Foto.

Bookfaces 2012 – wir machen jetzt nicht viele Worte – wir sind einfach nur stolz, Teil dieses Projektes zu sein und wir finden uns auf unserem Foto so sehr wieder.

Das ist Literatwo und so wird es immer bleiben.

Bianca Raum und Arndt Stroscher – Literatwo

Buchmesse Frankfurt 2012 – gestern und heute

Wir wieder – klingt komisch, is aber so…

Heute öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten für die Besucher aus aller Welt, die nicht zum sogenannten Fachpublikum gehören und es wird wohl wieder richtig voll werden. Wir haben auch so einiges vor am heutigen Tag. Interviews mit Zoran Drvenkar und Marie Lu, ein Treffen mit unseren Lesern und einfach einen wundervollen Messetag verleben… das steht auf unserem Plan.

Halle 4.1 – Ein Rotring Stift gegen eine Zeichnung…. fein…

Solltet ihr die Möglichkeit haben, in den nächsten beiden Tagen die Halle 4.1 zu besuchen, dann nutzt die Gelegenheit, am „What`s in your Bag“ – Stand vorbeizuschauen. Ein Gewinnspiel wartet auf euch. Zeichnet den Inhalt eurer Tasche und nehmt an einer Verlosung teil. Darüber hinaus dürft ihr den Stift, mit dem ihr zeichnet auch noch behalten.

Und das sind die guten alten Rotring-Stifte, die nun wirklich nicht überall preiswert zu haben sind… Wir haben mitgemacht und seitdem hat Literatwo auch wieder zwei neue identische Stifte im Büro…

Frankfurt – Das Haus der verlorenen Düfte…

Uns ist nicht nur Hören und Sehen vergangen, nein auch atemlos standen wir vor dem ein oder anderen Stand. Steidl hat zum Beispiel unter der Überschrift „Paper Passion“ sogar ein literarisches Parfum am Stand, das durch seine Präsentation besticht.

Wundervoll in einem kleinen Buch eingebettet, liegt der Flacon sehr gut in der Hand und ist wohl das perfekte Geschenk für Buchliebhaber. Als Bianca das kleine Fläschchen allerdings öffnete und ihre zarte Nase in Kontakt mit dem Parfum kam, da…. naja, da ist ihr fast das Riechen vergangen. Der Duft ist schwer zu beschreiben, also versucht es doch einfach selbst 😉

Literaturnobelpreis 2019… die Nominierten…

Unversehens stolpert man auf der Messe natürlich auch in einen Pulk aufstrebender Jungautoren, die in eigener Sache unterwegs sind und wenn man ihnen die Frage nach dem Nobelpreisträger 2019 stellt, dann entbrennen heftige poetische Wortgefechte und Überlegungen, wer denn wohl welches Abendkleid anziehen soll.

Merkt euch den Tintenzirkel gut – die werden noch von sich reden machen und vielleicht haben wir auf diesem Bild neben unserem Facebook-Freund Markus Heitkamp sogar die mehr als hoffnungsfrohe zukünftige Siegergeneration abgelichtet. Wir drücken Daumen.

Die Mark Twain- – Lesung mit Harry Rowohlt… ein Ereignis

Der gestrige Abend stand unter dem Zeichen von Mark Twain. Die atmosphärische Lesung mit Harry Rowohlt war ein absolutes Muss. Mit Grabesstimme hat er den legendären Schriftsteller wieder zum Leben erweckt. Und genau dieser hatte verfügt, dass seine Autobiografie erst 100 Jahre nach seinem Tode publiziert werden darf.

Spannend und geheimnisvoll ist das schon – literarisch besonders unterhaltsam aber auch, da die Text eine Vitalität ausstrahlen, die man heute nur noch manchmal findet.

Und während ihr nun auf dem Weg nach Frankfurt seid, werden auch wir unsere sieben Sachen packen und uns ins Getümmel stürzen. Bis gleich, wir haben viel zu erzählen, viel für euch dabei und freuen uns auf einen turbulenten Tag!

Literatwo pur: Die ganze Wahrheit

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit… Literatwo

Die Vorgeschichte dürfte eigentlich als bekannt vorausgesetzt werden. Literatwo verbrachte anlässlich des Literaturfestes in Meißen einige „arbeitsreiche“ Tage in der kleinen Büchermetropole an der Elbe.

Als offizieller Literaturfestblog wurden wir auf der Hompepage des Veranstalters aufgeführt und während unseres Aufenthaltes vor Ort entstanden unsere Berichte im gemütlichen Wohnzimmer von Literatwo, sowie fast stündlich aktualisierte Impressionen auf unserer Facebookseite.

Nun ist es allerdings mal an der Zeit, mit dem Gerücht aufzuräumen, dass ein Literaturfest für ein Blogger-Duo einem mehrtägigen Urlaub gleichkommt. Es könnte der Eindruck entstehen, wir hätten dort Spaß gehabt und uns lediglich sanft von einer lustigen Lesung zur nächsten treiben lassen und die restliche Zeit gemütlich auf der Terrasse eines zentral gelegenen italienischen Restaurants verbracht. Gelächter….

Immer nur lächeln… ja das ist professionell – Literatwo

Mit dieser Schieflage möchten wir aufräumen und das Bild von Literatwo in diesen Tagen gewaltig gerade rücken. Wir sagen nur: Ein Literaturfest ist kein Ponyhof und wir haben eindeutige Beweisphotos, wie hart sich unser Bücheralltag dort gestaltet hat. Diese Photos sind natürlich nicht von uns – sonst hätten sie ja keinerlei Beweiskraft. Organisatoren und Presseteams haben uns immer wieder mal erwischt und in tiefer Arbeit versunken abgelichtet.

Natürlich wirken die Bilder vielleicht doch recht entspannt, aber ihr könnt uns glauben, dass wir bereits so viel Erfahrung gesammelt haben, dass wir selbst in den heißesten Phasen unserer harten Arbeit noch relativ locker aussehen können. Deshalb zeigen wir sie absolut ungeschönt, damit ihr es euch gut überlegen könnt, bevor ihr euch selbst einmal in einen solchen Trubel stürzt.

Fotoshooting in schwindelerregender Höhe… Literatwo

Ihr könnt diese ernst gemeinte Warnung natürlich in den Wind schlagen und weiterhin auf eurer Sichtweise bestehen, dass wir echt schöne und entspannte Tage in Meißen hatten. Aber nun mal unter uns:

Möchtet ihr gerne ohne Sicherung auf einer Burgmauer sitzen, ein Photoshooting der Sächsischen Zeitung über euch ergehen lassen und in gewagtesten Posen mehrere hundert Meter über dem gähnenden Abgrund der mittelalterlichen Stadt hoffen, nicht beim allerschönsten Schnappschuss abzustürzen?

Da stehen wir mal wieder Rede und Antwort….

Wollt ihr wirklich in einem Interview mit ebendieser Zeitung so sehr auf den Zahn gefühlt bekommen, dass es euch die Sprache verschlägt und zumindest eine Hälfte von Literatwo sich schon verzweifelt auf die Zunge beißt, um die andere Hälfte mit ihren Antworten nicht an die Wand zu reden?

Wollt ihr das wirklich?

Und die bessere Literatwo-Hälfte beißt sich lieber auf die Zunge…

Wollt ihr wirklich im Straßencafé sitzen und erleben, wie hartnäckig das Internet sein kann, wenn man versucht ein kleines Bild auf die eigene Facebookseite zu stellen?

Da können schon mal Stunden ins Land gehen, und da nur besagte weibliche Hälfte von Literatwo ein Smartphone besitzt, ist die im Hintergrund zu sehende männliche Hälfte in dieser Zeit zum Nichtstun und Nachdenken verurteilt. Nicht schön das… glaubt uns einfach!

Smart mit Phone… Binea

Selbst die im aktuellen Newsletter des Literaturfestes abgedruckten Photos von Literatwo, die das SZ-Interview mit uns stilsicher untermalen, lassen deutlich erkennen, unter welcher inneren Anspannung wir pausenlos standen.

Mal ganz ehrlich? Das Bloggerleben ist kein Zuckerschlecken, die Tage sind entbehrungsreich und die wenigen Pausen dienen im Endeffekt nur der Aufnahme von neuem Lesestoff. Ein dramatischer Teufelskreis, in dem wir uns seit genau zwei Jahren befinden.

Ein Interview und Literatwo hoch konzentriert…

Tja… wir können nur hoffen, dass ihr endlich erkennt, wie schwer wir es haben und es wäre schön, wenn wir zumindest für ein paar Minuten in eurem geneigten Mitleid baden könnten. Das gäbe dann wieder so viel Kraft, dass wir einfach weitermachen könnten. Koste es was es wolle…. Ohne Rücksicht auf unsere Gesundheit und unsere Nerven.

Ja – so sind wir… toll, gell  😉

Klar – wir kommen wieder… trotzdem es soooo stressig war…

Presseschau – Das Literaturfest Meißen und Literatwo

Literatwo in den Schlagzeilen…

Das Literaturfest Meißen mag seit gestern, zumindest für das Jahr 2012, Teil der Literaturgeschichte sein, heute jedoch beschäftigen sich natürlich im Schwerpunkt lokale Printmedien mit dem buchigen Ereignis in Sachsen.

Unser kleiner Pressespiegel zu den vergangenen Tagen war in mehreren Artikeln und täglichen Zusammenfassungen hier auf Literatwo zu lesen, und heute werfen wir einen ausführlichen Blick in die SZ, die Sächsische Zeitung.

Literatwo im Gespräch mit Journalisten der SZ

Unser persönlicher Abschiedsgruß an die malerische Literaturmetropole an der Elbe war ein Exklusivinterview mit Ulf Mallek und Ines Mallek-Klein von der SZ und wir waren natürlich sehr erfreut, dieses Interview bereits in der heutigen Ausgabe der SZ zu finden. Eigentlich sind wir es gewohnt, die Fragen zu stellen – hier wurde der Spieß ganz einfach umgedreht.

Das Ergebnis unserer „Vernehmung“: 

(Eine kleine Anmerkung in eigener Sache zum Interview sei gestattet: Bianca ist Betriebswirtin in Festanstellung bei Praktica, ich selbst bin Berufssoffizier und die Figur des "Mr. Rail" stammt aus dem Roman "Land aus Glas" von Alessandro Baricco, der durch "Seide" weltberühmt wurde.)

Wir finden uns in dem Interview in inhaltlicher Hinsicht zu 100 Prozent wieder. Wir haben uns gerne mit Literatwo in den Dienst des Literaturfestes gestellt und die Zeit in Meißen mehr als genossen. Dieser Artikel in der SZ bedeutet uns wirklich sehr viel!

Darüber hinaus gibt es allerdings noch viele Schlagzeilen, die heute in der SZ um die Gunst der Leser wetteifern. Auch hier wird der Vergleich zwischen Public Viewing zur Fußball EM und dem Public Reading in Meißen angestellt und der neue Besucherrekord zeigt deutlich, dass dieses Literaturfest wirklich keine Konkurrenz zu scheuen hat.

Mehr als 17000 Besucher – eine stolze Bilanz im kleinen Elbestädtchen und die überaus positive Resonanz der Gäste war während der gesamten Veranstaltung deutlich spürbar. Bundesverteidigungsminister und Schirmherr des Meißner Literaturfestes Thomas de Maizière begeisterte seinserseits mehr als 500 Zuhörer mit seiner Lesung zu „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“ von James Krüss.

Hatte de Maizière noch im letzten Jahr die „Drei Musketiere“ gelesen, so bewies seine aktuelle Titelauswahl, dass man als Politiker keinesfalls sein Lachen verlieren muss, wenn man auch noch so streitbar und standhaft ist. Seine Lesungen scheinen immer wieder auch ein Spiegelbild der aktuellen Ereignisse in seinem Politikerleben zu sein und so stellen wir auch hier fest, dass dieses ganz besondere Leseleben sehr eng mit dem realen Alltag verbunden scheint.

Gut zu wissen, dass der Minister sein Lachen nicht verliert, da er ja auch der Schirmherr der Initiative Lachen helfen e.V. ist, die wir Literatwos ebenfalls unterstützen… 😉

Die Auflösung unseres Gewinnspiels…

Zum Ende bleibt uns nur noch, die Chronistenpflicht zu erfüllen, unser Gewinnspiel aus dem Artikel Wanderer, kommst du nach Meißen aufzulösen und die glücklichen neuen Besitzer des Romans Sehnsucht nach Sansibar von Micaela Jary bekanntzugeben.

Unsere Frage lautete: “Meißen oder Sansibar – wo wärt ihr am Wochenende lieber – und warum?”

Die glücklichen Gewinner und ihre Antworten sind:

Britta Koch

„Hmmm… wird erwartet, dass ich Meißen sage, um überhaupt in die nähere Auswahl der Gewinner zu kommen? Wenn ich auf Wunsch gebeamt würde, würde ich mich für Sansibar entscheiden. Erstens, weil ich vermute, dass das Wochenende dort wärmer wird als hier (oder in Meißen) und zweitens, weil die Wahrscheinlichkeit, irgendwann nach mal nach Meißen zu reisen, ungleich höher ist, als die Reise nach Sansibar.“

Mella Eckstaller

„Dieses Wochenende in Meißen, weil Sansibar nicht wegläuft und in Meißen bestimmt ein einmaliges Erlebnis wird. Ansonsten aufgrund Wetter eher Sansibar.“ 😉

Literatwo gratutliert von Herzen und wünscht viel Lesevergnügen mit dem historischen Bestseller aus dem Hause Jary!

Wir sehen uns 2013, wenn es  wieder heißt: „Wanderer, kommst du nach Meißen.“

Literaturfest Meißen… Ausklang…

Sonntag – leider unser letzter Tag auf dem Literaturfest Meißen und auch das Fest endet heute. Leider. Gern hätte es ewig dauern können. Aber wir heben unsere Stimmung mit der Vorfreude auf das nächste Jahr.

Unser viertes Literaturfest in Meißen wird kommen, wir sind mit dabei und ihr auch. Bis dahin wird es wieder viele News geben, wir werden noch einiges über Meißen zu berichten haben und wieder rechtzeitig ankündigen, wenn die Festtore geöffnet und wir vor Ort in der Elbestadt sein werden.

Auch heute sind wir wieder gemütlich in den Tag gestartet und haben uns von einer Lesebühne zur anderen treiben lassen.

„Katharsia“ wird über den Dächern Meißens lebendig

Das große Tagesziel war die Lesung von Jürgen Magister.

Er begeistert uns immer wieder mit seinem Roman „Katharsia“ und wir haben es genossen ihn daraus vorlesen zu hören. Seine Lesung war sehr gut besucht, die Burgterrasse ist ein mehr als schöner Leseplatz. Eine traumhafte Kulisse, eine wahnsinnig schöne Aussicht über die Stadt und dazu noch aus einer wahrlich fantastischen Geschichte zu hören, lässt die Literaturherzen höher schlagen.

Sächsische Zeitung interviewt Literatwo

Eine grandiose Anfrage ereilte uns heute Mittag. Die Sächsische Zeitung, Herr Ulf Mallek, äußerte den Wunsch, ein Interview mit uns führen zu können.

Eigentlich führen wir immer die Interviews mit Autoren, doch in Meißen kann auch ganz leicht der Interview-Spieß herum gedreht werden. Bei diesem Angebot konnten wir natürlich nicht nein sagen und wir waren sehr überrascht, ein dreiköpfiges Presseteam, inklusive Fotograf, vorzufinden. Ein schönes Gefühl plötzlich im Blitzlichtgewitter über den Dächern der Stadt zu stehen.

Wir sind auf das Ergebnis gespannt und werden es euch bald präsentieren können, denn das Interview wird wohl schon morgen in der Sächsischen Zeitung erscheinen. Ein weiterer ganz spontaner Tageshöhepunkt, den wir natürlich mit viel Freude genossen haben und viel über unseres literatwoisches Bücherleben erzählen konnten.

Abschied aus Meißen – Vorfreude auf 2013 – wir kommen wieder!

Farwell to Meißen…auch wenn die Leselichter nun ausgehen, werden wir nächstes Jahr wieder gemeinsam mit den Organisatoren die Literatur ans Licht bringen.

Wir haben diese drei Tage mehr als genossen und sagen an dieser Stelle noch einmal herzlich Danke! Danke an das ganze Organisationsteam, Danke an die Autoren, Freunde, neue Bekanntschaften und Danke an die Stadt Meißen. Es war uns eine Ehre Literaturfestblog zu sein!

Es war ein Fest der Literatur und Literatwo hat sich wie immer sehr Zuhause gefühlt – kann es was schöneres geben?

Bis gleich…Literaturfest Meißen 2013.

P.S. Gerade erreicht uns noch die erfreuliche Nachricht, dass mit 17.000 Besuchern ein neuer Rekord für das Literaturfest Meißen aufgestellt wurde. (Das ist der Beweis, dass sich Public Reading gegen Public Viewing deutlich durchsetzen kann.)

Unser zweiter Tag in Meißen…

Wir schreiben den Samstag, den 09. Juni und Literatwo streift weiter durch die Gassen der traumhaft schönen Altstadt von Meißen. Einen Blick hinter die Kulissen haben wir heute schon auf unserer Facebook-Seite gewährt und alle fleißigen Helfer beim Aufbau der Leseplätze beobachtet, während wir im Schweiße unseres Angesichts bereits sehr fleißig…. öhm… frühstückten 😉

Meißen hat sich auf den heutigen Tag besonders vorbereitet. Die Wettergötter wurden gnädig gestimmt, die Stadt ist voller Lesefreunde, die Autoren finden sich zu ihren Lesungen ein und ein ganz klein wenig merkt man auch die Vorfreude auf das Public-Viewing am heutigen Abend. Aber vorher steht das Public Reading im Mittelpunkt.. und ein ganz besonderer Spaten….

Liegst du noch oder liest du schon? Der Lesespaten…

Wie in jedem Jahr, so ist auch diesmal der Lesespaten Verlag mit einem mehr als umfangreichen „Non-Book-Sortiment“ zu Gast beim Literaturfest Meißen. In bester Lage auf dem malerischen Marktplatz lässt das vielfältige Sortiment die Herzen der Lesemenschen höher schlagen. Vom Lesezeichen bis zum Bücher-Ohrring, von der Sprüchetüte bis zum Lesefreunde-Hut – kein Wunsch bleibt offen und inzwischen sind auch die großen Medien auf den „kleinen“ Stand aufmerksam geworden.

Am Dienstag, den 2. Juni 2012 könnt ihr euch alle um 19:50 Uhr in der Sendung „Einfach genial“ auf MDR davon überzeugen, welche Erleichterung der Lesespaten für bibliophil veranlagte Menschen mit sich bringen kann. „Liegst du noch oder liest du schon?“ – so könnte die Frage lauten und in einem literatwoischen Selbstversuch haben wir auf dem Marktplatz in Meißen schon ein wenig für Aufsehen gesorgt.

Fazit: Es liegt sich gut, es liest ich noch viel besser und an sonnigen Strandtagen kann der Lesespaten eine wahre Lebenshilfe sein. Das Umblättern erfordert zwar ein wenig Geschick, aber auch Freunde von E-Book-Readern werden dem Spaten positive Seiten abgewinnen können, da man das Umblättern ja automatisch auf eine feste Zeit programmieren kann. Das löst jedes Umblätterproblem 😉

Grimms Briefchen statt Grimms Märchen… politisch und gut…

Der Themenberich „Brüder Grimm“ begleitet die Besucher des Literaturfestes zu vielen Leseplätzen, aber ganz besonders interessant fanden wir den Vortag zu den Briefen, Reden und Schriften von Jacob Grimm. Dr. Volker Külow hatte sich mit vielen Unterlagen gewappnet und zeigte dem interessierten Publikum die andere Seite der „Märchenonkel“.

Die erste Deutsche Nationalversammlung – eine Vielzahl von Anträgen von Jacob Grimm im Kampf um die rechtliche Gleichstellung aller Bürger und seine Briefwechsel mit Verlagen und bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit ließen ein lebendiges Bild einer schillernden deutschen Literaturpersönlichkeit entstehen.

Wir mussten ununterbrochen an unseren Artikel über Günter Grass denken. Unter dem Titel Muss man erst sterben in diesem Land? warfen wir unseren literatwoischen Blick auf sein Buch zu diesem Thema: „Grimms Wörter – Eine Liebeserklärung“

Vorleser Dirk Salomo vom Dresdner Buchverlag

Zum Ausklang eines mehr als gelungenen Literaturfest-Samstags gesellten wir uns dann noch zu den vielen Zuhörern auf der sogenannten Fantasy-Leseinsel unterhalb der Meissner Albrechtsburg. Vorleser Dirk Salomo begeisterte mit sonorer Stimme und guter Intonation bei seiner Interpretation des Buches „Runenzeit“ von Mark Bredemeyer.

Langobarden, Römer, Schlachtenschreie, Alarmrufe und das legendäre griechische Feuer verwandelten die Burgterasse zu einem lebendigen historischen Romanschauplatz. Das Buch aus dem Dresdner Buchverlag reiht sich nahtlos in die großen Geschichten dieses Literaturfestes ein und die Zuhörer danken es mit viel Applaus.

Weitere Tagesimpressionen haben wir euch ja im Verlauf des Tages bereits auf unserer Facebookseite präsentiert. Mit dem Autor und Musiker Myk Jung haben wir am Rande seiner wahnsinnig interessanten Lesung zu einer Herr der Ringe – Persiflage ein kleines gemeinsames Projekt in „trockene Tücher“ gebracht… Ihr dürft gespannt sein 😉

Uns bleibt jetzt nur noch, unsere in weiser Voraussicht reservierten Plätze auf der Burgterasse einzunehmen und gemeinsam mit Peggy und Dirk Salomo der Deutschen Nationalmannschaft die Daumen zu drücken… Bis morgen, dann wieder… 😉

Unser erster Tag in Meißen…

Literatwo ist angekommen, unser erster Tag in Meißen. 

Ein schönes Gefühl wieder da zu sein, unser drittes Literaturfest Meißen in der historischen, verträumten Elbestadt. Zuerst erkundeten wir ganz gemütlich die Lesungsorte und schauten uns um. Mit der Zeit füllte sich die Stadt und aus allen Gassen strömten die Zuhörer herbei. Gleich unser erster Tag bescherte uns zwei dicke Überraschungen.

Iny Lorentz mit Fantasy-Debüt als Sandra Melli

Das beliebte Autorenpaar Iny Lorentz, bestsellerweit bekannte Verfasser historischer Romane, präsentierte sich heute von einer ganz anderen Seite. Sie stellten ihrem Publikum die fantastische Lorentzseite vor, welche sich ab sofort Sandra Melli nennt. Das Fantasydebüt unter diesem Pseudonym verspricht viel Potenzial.  Sie verrieten bevor sie mit dem Lesen begannen, dass sich die Reihe „Stern der Göttin“  auf vorerst 6 Bände erstrecken wird, aber beim Schreiben wissen beide nie was passiert, es könnten gegebenenfalls auch ein paar mehr werden.

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„Fünf“ – der Geocaching-Thriller aus Sicht des „Herrn der Koordinaten“

Das Geocaching in "FÜNF" von Ursula Poznanski im Visier
Das Geocaching in „FÜNF“ von Ursula Poznanski im Visier

Ein tödliches Spiel, Koordinaten des Grauens, ein Outdoor-Leichenteil-Puzzle, eine dunkle Spur in die Vergangenheit und ein GPS-Gerät als einzige Chance, der Fährte des Serientäters zu folgen.

„Fünf“ – Der Geocaching-Thriller von Ursula Poznanski hat uns an die frische Luft gebracht und in Dramaturgie und Charakterzeichnung überzeugt. Viele Geschichten verlieren sich im Lauf der Jahre – sie verschwinden inhaltlich im Einheitsbrei der Unterhaltungsliteratur. „Fünf“ wird nicht verschwinden. Die „Zutaten“ des Thrillers haben sich eingeprägt… das Motiv des Täters, seine perfide und intelligente Vorgehensweise und das Geocaching als zentrales Element des Plots.

Hier geht es zu unserer Buchvorstellung: Fünf von Ursula Poznanski

Mit einem Klick zur Buchvorstellung auf Literatwo...
Mit einem Klick zur Buchvorstellung auf Literatwo…

Es war unser erster Geocaching-Roman und wir haben uns natürlich gefragt, wie die große Gemeinde der Geocacher mit einem solchen Buch umgeht, wie man es liest und bewertet. Auf der Buchmesse in Leipzig ergab sich die Chance, diesen Fragen fundiert auf den Grund zu gehen.

Hier ist sie nun: Die Expertenmeinung zum Buch – der Blick auf die Koordinaten des Romans und niemand Geringerer als der Schriftsteller und Journalist Markus Gründel (in Fachkreisen oft „Geocaching-Papst“ genannt), Verfasser der Cacher-Bibel Geocaching – Basiswissen für draußen (erschienen im Conrad Stein Verlag) und selbst leidenschaftlicher Leser guter Bücher, „cacht“ sich „Fünf“.

Wir sagen schon jetzt TFTH (Thanks For The Help)…

Markus Gründel navigiert uns durch "FÜNF" von Ursula Poznanski
Markus Gründel navigiert uns durch „FÜNF“ von Ursula Poznanski

Ursula Poznanski gibt im Thriller „Fünf“ viele Ortsbeschreibungen nebst Koordinaten an, da hat man als Cacher natürlich nichts Eiligeres zu tun, als sich diese in Google-Maps und der GPS-Software/Karte anzuschauen und zu kontrollieren, ob die auch passen können – ich habe mir zusätzlich angeschaut ob (zu dem Zeitpunkt) auch entsprechende Caches auf www.geocaching.com (der größten Plattform) gelistet sind, was nicht der Fall war und somit nochmals positiv zu bemerken ist.

Die Orte passen auch super zu den Beschreibungen im Buch, was sie im Nachwort bestätigt und einräumt, dass sie für den ersten Fundort eine Felswand um 200m „verschieben“ musste, aber das finde ich absolut okay.

Fatal wäre es, wenn die Koordinaten eben irgendwo in Österreich wären, also die Wiese läge mitten im See oder auf der Autobahn… Irgendwo hat sie auch eine Brücke über die Autobahn benannt/mit Koordinaten versehen, was auch wieder passt.

Fazit: super sauber ausgearbeitet, man merkt schon, das sie selbst cacht.

Markus Gründel: Geocaching-Romane auf dem Prüfstand
Markus Gründel: Geocaching-Romane auf dem Prüfstand

Sehr gut haben mir auch die Rätsel gefallen. Bei einem anderen aktuellen Thriller mit Geocaching-Schwerpunktmit namens Todesfinal hat  sich der Autor einfach der „One-Time-Pad-Methode“ bedient, d.h. man hat:

  1. den zu verschlüsselnden Text, 
  2. den Schlüssel, was 
  3. den verschlüsselten Text ergibt.

Damit kann mal praktisch alles verschlüsseln, wie man lustig ist und der Leser kann es meist nicht nachvollziehen, lediglich die Zeichenlänge der ver- und der entschlüsselten Botschaft müssen gleich sein, und wenn der Schlüssel nicht als Text angegeben wird, kann man alles machen – das fand ich bei „Todesfinal“ langweilig bzw. „sich einfach gemacht“.

Die Rätsel von Ursula Poznanski sind komplett nachvollziehbar und immer etwas anders gelagert – auch da sieht man meines Erachtens. dass sie cacht, denn jeder Cacher, der das Buch liest und „was auf sich hält“ wird die ganzen Geocaching-Details nachvollziehen und würde in den einschlägigen Foren sofort losmeckern, wenn im Buch was nicht stimmt.

Die Geocaching Community hat bei "FÜNF" nichts zu meckern...
Die Geocaching Community hat bei „FÜNF“ nichts zu meckern…

Was die Handlung betrifft, war ich in den Bann gezogen, hätte mir etwas weniger von der verkorksten Situation Beatrix und dafür mehr von Florin und Stefan gewünscht – aber war so auch absolut Top zu lesen.

Jetzt will ich über den Inhalt nicht mehr verraten 😉

…außer, dass es bis zum Schluss spannend bleibt und insgesamt sehr schlüssig ist – ohne (auch das ist für die Szene immer sehr wichtig) das sich jemand aus der Szene bzw. die Szene selbst in irgendeiner Form lächerlich gemacht, oder falsch dargestellt fühlen kann.

An einigen Stellen musste ich auch schmunzeln, wo es um die „Datenanfragen“ bei www.geocaching.com und deren breitwillige Kooperation ging – hab ich mir so gedacht, „welch eine Werbung, ob Groundspeak wohl was investiert hat, um so dargestellt zu werden?“ 😉

Superbuch, volle 5 Sterne!

Experte - nicht nur auf seinem Gebiet: Markus Gründel...
Experte – nicht nur auf seinem Gebiet: Markus Gründel…

Dieser tiefe Einblick verleitet uns schon fast, selbst einen Account bei www.geocaching.com anzulegen und uns auf die Suche nach den Cahces dieser Welt zu begeben. Wir haben uns ein wenig mit der Sprache der Szene vertraut gemacht und laufen dank des „Gründels“, wie das Buch unseres Gastjournalisten liebevoll genannt wird, nicht mehr als Muggles durch die Welt. (Ihr habt richtig gelesen – Unwissende werden in der Szene mit diesem Harry Potter Begriff bezeichnet).

Markus Gründel liest gerade den Thriller „Knochenfinder, einen weiteren Roman mit Geocaching-Hintergrund. Wohl ohne Koordinaten, denen man folgen kann, aber scheinbar ein durchaus lesenswertes und spannendes Buch – nicht nur für Fans der Szene.

Wenn ihr nun Lust bekommen habt, „Fünf“ zu lesen, dann wisst ihr was ihr zu tun habt. GPS-Koordinaten des nächsten Buchladens eurer Wahl eingeben und los geht’s zur wilden Jagd…

Wenn ihr mehr zum Thema Geocaching wissen wollt, dann empfehlen wir euch Den Gründel und mit ein wenig Glück könnt ihr ihn heute noch gewinnen. Schaut einfach bei Facebook auf der Seite der „Outdoor-Verlage“ vorbei. Dort könnt ihr ein Bild finden, das zu diesem Artikel passt und wenn ihr dort beschreibt, was euch an der Welt der Outdoor-Koordinatenjagd fasziniert, dann besteht die gute Chance einen echten „Gründel“ zu gewinnen…

Mit einem Klick zu den Outdoor Verlagen…

TFTC (Thanks For The Cache) 😉

Mister Pip weckt Große Erwartungen!

„Große Erwartungen“ mit Mister Pip und „Mister Pip“ über Mister Pip…

Mister Pip – wer ist Mister Pip?

Was hat Charles Dickens mit diesem Buch zu tun, zumal der Autor von „Mister Pip“ Lloyd Jones ist?

Zwischen diesen beiden Autoren ist ein dickes Wortband verknüpft, denn Pip ist eine dickens`sche Romanfigur aus „Große Erwartungen„. Literatwo hat sich in der Weihnachtszeit Charles Dickens zugewendet und zudem haben wir im Feburar seinen 200. Geburtstag gefeiert.

Mr. Rail hat sich tief in Große Erwartungen hineinfallen lassen und immer und immer wieder haben wir über dieses großes Werk gesprochen. Der zusätzliche Tiefgang wird durch Gespräche und das darüber Schreiben erzeugt und im Fall „Mister Pip“ gab das Schreiben den Ausschlag.

Mandy Ehrentraut hat auf Facebook mit uns Kontakt aufgenommen, als sie sah, dass Mr. Rail Große Erwartungen liest und empfahl uns beiden, unbedingt in Mister Pip einzutauchen. Sie selbst hat im Roman von Jones einen wahren Buchschatz entdeckt und nach diesem Roman die Lust verspürt sich bald in Große Erwartungen zu begeben, um Pip wieder zu treffen.

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