Die große Wörterfabrik – eine ganz persönliche Empfehlung

Eine Geschichte vom Wert der Wörter

Stell` Dir vor:

Es gibt ein Land, in dem die Menschen kaum reden. Ein Land, in dem die Menschen ihre Wörter erst kaufen müssen, um zu sprechen. Ein Land in dem man die gekauften Wörter zu sich nehmen muss, um sie in Sprache zu verwandeln. Ein Land, in dem besonders schöne Wörter schier unbezahlbar teuer sind. Ein Land, in dem nur die Reichen über die wirklich wichtigen Wörter verfügen.

Stell` Dir vor:

Man lebt in diesem Land und ist arm. Man lebt dort und kann nichts Schönes oder Wichtiges sagen. Man lebt und muss mit preiswerten Wörtern zurecht kommen oder gar in Armut schweigen. Man lebt dort und kann sich seine Sprache nicht leisten. Während die Reichen unbedacht die schönsten Wörter zu Floskeln machen.

Stell` Dir vor:

Man kann es sich nicht leisten, die schönsten Gedanken in die Welt zu schreien. Zu arm zum Sprechen.

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Adventskalender – mal anders…

Weihnachtskalender mit 24 Türchen, wo sich täglich ein Stück lecker Schokolade dahinter versteckt, hat doch jeder… Oder?

Dieses Jahr soll es mal was ganz anderes sein…was spannendes, zum Mitfiebern und zum Miträtseln.

Was das sein soll?

Ein Adventskalender-Weihnachtskrimi mit 24 Kapiteln.

Adventskalender-Weihnachtskrimi

Na wenn das mal kein besonderer, ausergewöhnlicher Weihnachtskalender ist. Und vor allem ist er in Buchform. Glaubt ihr nicht?

Na dann schaut mal, was es da vom ArenaVerlag tolles gibt.

Jedes Jahr gibt es einen spannenden Weihnachtskrimi vom Autor Jo Pestum, bei dem die Seiten noch verschlossen sind.

Dieses Jahr halte ich so einen Weihnachtskalender zum ersten Mal in der Hand und finde ihn optisch schon absolut klasse.

Ein wunderschönes gestaltetes Cover und zwischen den jetzt noch geschlossenen Kapitelseiten, befinden sich Zeichnungen von Lisa Althaus. (mehr …)

Ultimative beidseitige Rettung Teil 4

So, na endlich komme ich mal zu Wort.

Hallo erstmal, ich weiß ja nicht ob ihr es wusstet, aber ich bin der Dudu.

So richtig erwähnt wurde ich irgendwie noch nie, nur mal in so einem Newsflash am Rande und das soll sich ändern.
Also da bin ich! Ich bin seit der legendären Buchmesse in Frankfurt das offizielle Literatwoteammaskottchen von den beiden hier vom Blog. Also der Raily und die Bini haben mich sozusagen irgendwie von der Messe entführt und mitgenommen. Besser gesagt, sie haben mich gefragt, ob ich mitkommen will oder ob sie mich retten müssen. Retten mussten sie mich nicht, ich hab mich schnell überzeugen lassen und bei dem Angebot so schnell Karriere als Maskottchen zu machen, sagte ich nicht nein. Also bin ich nun hier und habe auch gleich was zu sagen.

Als erstes, es geht mir gut. Das ist wichtig und vor allem bei uns Tieren ist das wichtig, schließlich haben ja nicht alle das Talent und können schreiben und sich so für die Menschen bemerkbar machen. Sprechen kann ich auch nicht wirklich, aber immerhin kann ich mich so mitteilen. Und die anderen Pelzgesichter oder wir federleichten Federtiere, können das nicht und somit können die Menschen ja nicht immer zu 100% wissen, ob es uns gut geht. Lange Rede, kurzer Sinn, ihr wisst ja was der Bini auf der Messe mit ihrer Kamera passiert ist. Die ist ja zum Glück wieder da und darüber bin auch ich froh, schließlich war ich auch auf einigen Bildern drauf. Jedenfalls haben die Finder, die Anita und der Björn viel mit Tieren zu tun, wie ich erfahren habe und ihr hier auch schon gelesen habt. Außerdem gibt es ja aus dem Newsflash das eine Bild, was ich euch heute richtig zeigen möchte.

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Arno Strobel – Das Wesen – Die Team Rezension von Literatwo

„Gerade hatte die Tageszeit begonnen, die ich so liebte an den Sommer-monaten, diese Phase von vielleicht zwanzig Minuten, in der die herannahende Nacht mit immer neuen, hauchdünnen Schleiern aus Dunkelheit, die sie im Minutentakt über die Helligkeit legte, den Tag langsam herunterdimmte.“

Ein ungewöhnlich schöner Satz. Jedoch – ein eher untypisches Zitat aus einem Psychothriller.

Oder?

Uns ist diese Zeile tief im Gedächtnis geblieben – auch nachdem wir „Das Wesen“ von Arno Strobel gelesen haben, wird uns weiterhin sehr vieles aus dem Roman mit diesen Worten verbinden. Warum? Na ganz einfach, es waren die einzigen Zeilen im Buch, die uns eine Verschnaufpause eingeräumt haben, die uns einen Moment verweilen ließen, die uns eine Atempause verschafften und uns einen winzigen Augenblick der Ruhe gönnten. Deshalb sind sie uns so ans Herz gewachsen – diese Worte. Einfach so.

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Ulitmative beidseitge Rettung – Teil 3

Dienstag, zwei Tage nach der Messe.

Ich habe eine Email in meinem Postfach. Jemand hat zwei Nachrichten auf ihrem Facebookaccount hinterlassen, lautet der Inhalt. Ich nutze Facebook nicht wirklich oft, außer wenn mir wer auch immer eine Nachricht schreibt. Folgende  Nachrichten habe ich vorgefunden, eine vom Sonntag, dem Kameraverlustag und eine vom aktuellen Tag. Keine Ahnung warum ich über diese Mail nicht schon vorher gestolpert bin, aber wie gesagt, was auf Facebook vorgeht, interessiert mich oft weniger.

Also las ich folgende Zeilen:

Buchmesse Frankfurt Sonntag 10.10.2010

Hallo Bianca, kann es sein, dass du seit der Buchmesse irgendetwas vermisst? 😉
Falls ja melde dich bei uns, am besten per Tel. o. E-Mail. Du kannst auch heute abend noch bis 21:30Uhr anrufen. VG Anita & Björn

Hallo nochmal… 12.10.2010

Hallo, wir wollten nicht irgendwie blöd rüberkommen oder so… wir haben tatsächlich etwas gefunden auf der Buchmesse und gehen davon aus, dass es dir oder jemandem den du gut kennst gehört und würden es einfach nur gerne zurückgeben bzw. schicken. Wir sind keine verrückten Massenmörder oder so, nur zwei der wenigen ehrlichen Finder die dank Internet & Co ausfindig machen konnten wem der Gegenstand gehört.Wir haben den Gegenstand nicht ins Messefundbüro gebracht, da wir davon ausgegangen sind, dass jemand der sowas verliert nicht damit rechnet es zurückzubekommen und gar nicht beim Fundbüro anfragen würde. Die meisten Finder hätten sich vermutlich auch einfach nur gefreut und das Gefundene behalten… daher schreibe ich bisher auch noch nicht was wir gefunden haben, ich würde gern von dir oder dem der es verloren hat wissen was vermisst wird, damit wir halbwegs sicher sind es dem rechtmäßigen Besitzer zuzuschicken. Falls du dir sicher bist, dass weder du noch jemand anderes von lovelybooks irgendwas auf der Buchemesse verloren hat, sag doch einfach kurz per PN, Mail o.ä. Bescheid.

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Ultimative beidseitige Rettung – Teil 2

Sonntag, letzter Tag der Frankfurter Buchmesse.

Eigentlich wollten wir erst gar nicht zur Buchmesse, weil wir etwas über unsere Verhältnisse gelebt haben, doch als ich am Abend noch mal alles durchkalkulierte und da noch die Reserve von meinem Extra-Konto hab einfließen lassen, sagte ich zu Anita:

„Schatz, wir können doch zur Buchmesse, außerdem können wir ja Chrissie und Micha nicht alleine dahin lassen…“

Gesagt, getan, also Wecker gestellt, kaum gepennt und ab zur Buchmesse. Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere.

Wir saßen in der Bahn und da ich als bekennender IT-Freak meinen Laptop fast immer mit dabei hab, haben wir in der Bahn die Zeit totgeschlagen mit Oceans 12 auf DVDJ.

Vor der Festhalle wurden wir von einem jungen, offensichtlich frierendem Mädel angequatscht, ob wir schon Tickets für die Messe haben und ob wir nicht die Bildzeitung kaufen wollen, denn da wäre ja nen Gutschein drin für 2 zum Preis von einem.

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Unser Tolstoi… Eine Projektskizze – vielleicht sogar mehr als das!

Wo beginnt Zeitgeschichte und wo hört sie endgültig auf – wie kann man Trennlinien ziehen, die es augenscheinlich gar nicht gibt? Ist das Sterben von Zeitzeugen wirklich das Ende des zeitgeschichtlichen Direktbezugs? Ich glaube nicht. Mein Großvater war 14 Jahre alt, als der weltbekannte Schriftsteller Leo Tolstoi in Russland im Alter von 82 Jahren starb. Es war Schulgespräch, Lehrer haben geweint um diese Legende und die Welle der Trauer erreichte sehr schnell die Gestade des kaiserlichen Deutschlands.

Unvergessen blieb dieses Jugenderlebnis für meinen Großvater, der nur vier Jahre später und dann noch mal einige Jahre darauf in die Kriegsmühlen zweier Weltkriege geschleudert wurde, beide überlebte und mir bis zu seinem Tod im Alter von 92 Jahren seine Zeitgeschichte erzählen konnte.

Er also lebte, als Leo Tolstoi im Jahr 1910 seine letzten Atemzüge tat – mit 14 bekommt man das mit, erfährt man die Popularität und spürt die Betroffenheit der schulischen Umgebung. Es begann die Zeit ohne Tolstoi, die sehr schnell zur Zeit mit Tolstoi wurde, da seine Werke nun erst Recht gelesen werden mussten, sollten und auch noch durften. Davon hat mein Großvater erzählt. Und während er im zarten Jugendalter nicht ahnen konnte, welche Mühlsteine bereits langsam in Schwung kamen, um ihn zu zermalmen, da beendete eine Lungenentzündung das Leben eines großen Schriftstellers.

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Ultimative beidseitige Rettung – Teil 1

Sonntag, letzter Tag der Frankfurter Buchmesse.

Es ist gegen 10 Uhr, wir schlendern ganz gemütlich und mal ganz ohne Ziel durch die Hallen und denken etwas über diese wunderschöne Zeit nach und lassen den Messetrubel noch mal richtig auf uns wirken, schließlich sind am Sonntag die Menschenmasse da und stürmen die Verlagsstände. Auch wir haben doch noch ein Buch erstanden und schnell ab damit in den Rucksack. Also wie immer, eine Gangwand ausgesucht, Rucksack runter, Rucksack auf, Jacke raus und neben den Rucksack.

Rucksackpacken...

Kamera, die immer sorgfältig am Handgelenk befestigt ist ab und auf die Jacke drauf, Buch rein, Jacke wieder rein und Rucksack zu. So alles prima verstaut und weiter geht es. Jede Sekunde muss umfassend genossen werden, will genossen werden, denn diese  absolut Literatwoteammesse sollte ja bis zum Schluss wieder einmalig sein. Da ein neues Buch, dort ein Buch über welches wir schon oft redeten, dort ein uninteressantes, aber da, noch ein Schatz unter den Büchern. Und dann: Sag mal Arndt, wo ist meine Kamera? Um meinem Handgelenk war sie nicht mehr, ich musste sie genau dort liegengelassen haben, wo ich das Buch in den Rucksack gepackt habe. Eigentlich unvorstellbar, da die Kamera eigentlich an mein Handgelenk angewachsen ist und ich die immer sicher behüte und greifbar habe, für die ultimativen Schnappschüsse, die sich schon oft mehr als gelohnt haben.

Gerettetes Tageshighlight

Egal, es hilft alles nichts, die Kamera ist weg. Wir zurück geeilt, alle Gänge abgelaufen, die wir vorher  entlang gelaufen sind, Standmitarbeiter gefragt, Security befragt, Zettel mit Telefonnummer an der Gangwand, wo die Kamera gelegen haben muss, hinterlassen. Nichts, weit und breit nichts. Schwindelgefühl, Blässe im Gesicht, Übelkeit, denn das Herzstück neben den Büchern mit Fotos von einem unbezahlbaren ideellem Wert, sind weg. Es wäre ja nicht das Schlimmste gewesen, wenn es nur die Kamera gewesen wäre, die hätte man ersetzen können. Aber die Bilder waren einmalig und das tat weh, sehr weh. Also alles versucht und eine Kameravermisstenmeldung aufgegeben und gewartet, auf den erlösenden Anruf. Nichts, nada, kein Anruf, nichts. Unser Messetag sollte aber genossen werden, also haben wir uns beide versucht abzulenken, waren weiter auf Streifzug in den Hallen, aber mit Kameragedanken im Kopf. Welche Bilder waren drauf, was könnte man noch einmal hier fotografieren. Einzig „biniberuhigendes“ war, dass mir Arndt zumindest sein baugleiches Kameramodell zur Verfügung stellte, denn es war ein nacktes Gefühl an meinem Handgelenk. Ich war mir sicher, es fehlten zum Glück nicht alle Bilder, habe ich doch am Samstag Mittag die Speicherkarte gewechselt und diese sicher in der Kaserne zurück gelassen.

Gerettete magische Begegnung

Wenigstens etwas und ein weiterer Bonus war, dass wir täglich unsere  schönsten Erlebnisse bzw. Tageshighlights, die hier im Beitrag zu sehen sind, per E-Mail in Bildform zu Daniela ins Lovelybookshaus geschickt haben und somit die besten der besten Bilder auf dem Netbook gespeichert sind. Aber wie gesagt, ein kleiner Teil nur. Der komplette Samstag, an dem wir unsere Freunde aus ganz Deutschland und Österreich getroffen haben, waren weg. Diese hatten zwar auch eine Kamera dabei, aber manche mussten schon Nachmittags weg und einige den Abend früher beenden als wir und auch nach dem Freundetreff waren wir unterwegs und haben Bilder in der Stadt gemacht.  Außerdem gab es unter den Bildern einige Schätze, die wir für unsere Blogzukunftsplanung und ggf. mal für eine Rezension verwenden wollten. Wir waren also auch in Gedanken immer bei der Zukunft und Projekten die es vielleicht mal geben könnte. Alle Bilder spulten sich vor uns ab und dennoch dachten wir positiv,  denn wir waren bei den Erlebnissen dabei und haben diese schönen Momente als Bilder in unserem Kopf lebenslang gespeichert. Dennoch, der Verlust lies sich nicht abstreiten oder ganz wegwischen. Gegenseitige Spekulationen, gegenseitiges beruhigen, denn auf den Bildern waren wir selbst drauf. Unsere Namensschilder waren gut lesbar, das Prakticaschlüsselband um unserem Hals, es gab genug Hinweise auf die Kamerabesitzer. Wenn es ehrliche Menschen sind, mit etwas Geschick die Bilder zu sichten und Hinweise zu suchen, sollte es kein Problem sein uns zu identifizieren. Gegen Mittag haben wir dann die Messe verlassen und somit auch den „Kameraistwegallesdoofgedanken“ etwas verdrängt.

Zwei Optimisten unterwegs und die Sonne hat für uns weiter geschienen, was sonst, so sind wir eben. Die Literatwomesse ging zu Ende, aber die Sonne wurde mitgenommen, denn wir sind um vieles reicher, was den Verlust etwas minderte, etwas…

Und was dann passierte, bleibt mal gespannt.

Julia Freidank – hinter den Kulissen

Eine Lesung der besonderen Art - hier klicken und ritterlich auf zum Bericht

Erst einen Tag ist es her, gefühlte wenige Stunden nur, und doch gehört Julia Freidanks Lesung der „Gauklerin von Kaltenberg“ inzwischen der Vergangenheit an. Wenn man sich jedoch in der BUCHenau zu Fürstenfeldbruck ein wenig ruhig verhält und lauscht, dann kann man noch genau den Lärm eines Schwertkampfes vernehmen und dem Gesang einer großen Gauklerin lauschen. Zart wehen die Erinnerungen über den großen Platz vor der Buchhandlung meines Vertrauens – und auch hier, im Treffpunkt Wagner scheinen die Spuren der vergangenen Nacht nahezu beseitigt. Die Mitarbeiter tragen wieder ihre alltägliche Kleidung und haben den Habit des vergangenen Leseabends wieder abgelegt.

Der große Bericht zur Lesung ist bereits veröffentlicht und nicht alle Bilder konnten einen angemessenen Platz im Forum Lovelybooks finden. Deshalb eine kleine aber feine Auswahl der Ereignisse hinter den Kulissen exklusiv auf Literatwo;-))

Noch bin ich brav - aber gleich zieh` ich mein Schwert...
Buchhändler? Nein - sind wir nicht - ganz bestimmt nicht....
Signierstunde in bester Stimmung....
Und ich wusste von Anfang an, dass sie gefährlich ist;-))
Ein kampfloses aber würdiges Ende einer tollen Lesung...
Die Anspannung fällt ab - der Abend ist gelungen!

Fazit einer besonderen Lesung:
– Der Rezensent hat überlebt (einzig dank geschickter Fragestellung)
– Der dunkle Ritter nicht (dank leichtsinniger Kampftechnik)
– Die Buchhandlung steht noch, ein wenig ramponiert, aber sie steht
– Die Alarmanlage im Nachbargeschäft wurde zum Schweigen gebracht
– Herrn Kummers Kummer war schnell verflogen
– Die Autorin gaukelt weiter durch die Lande (bestimmt verfolgt von Literatwo)

FINIS