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[Hochzeit] #0815 – unser großer Tag

Foto: Theresa Engel
Foto: Theresa Engel

Kolumne #21: [Hochzeit] #0815- unser großer Tag

Vor einigen Tagen habe ich euch von meinem buchigen Junggesellinnenabschied berichtet. Heute möchte ich euch nun von einem wundervollen Tag erzählen, den ich wohl absolut zu den schönsten Tagen meines Lebens zählen kann. Er war einfach traumhaft. Selbst nach nun über 14 Tagen ist der Tag noch so präsent, als ob er erst gestern gewesen wäre. Er war einfach zu schön und genau so, wie wir zwei ihn uns erträumt hatten.

15.08.2015 – da war er also, der große Tag. Die Zeit raste nur so auf den bestimmten Tag zu, so fühlte es sich jedenfalls an. Anfangs oder besser gesagt, überhaupt, war ich in der Planungsphase oftmals zu tiefenentspannt und gab ab und an ganz entspannt den Spruch „hey…chill mal“ von mir ab, welcher auf der Gegenseite oft nicht so gut ankam. Warum eigentlich nicht? 🙂 Nur noch eine Woche…wir müssen noch dies, noch das und überhaupt – CHILL MAL… 🙂 (wir haben ALLES geschafft – war Frau klar *g*)

Am Mittwoch vor dem Samstag kam dann auch bei mir so langsam die Aufregung. Donnerstag sollte der Polterabend stattfinden und irgendwie merkte ich, dass mein inneres Gleichgewicht doch ein wenig ins Schwanken kam. Der Polterabend war einfach klasse, denn es kamen viele Freunde und Bekannte, die wir lange nicht gesehen haben. Es war ein sehr schönes Fest an einem herrlichen Sommertag und wir haben getanzt bis in die Nacht und  1 1/2 Stunden gekehrt…

Den Freitag nutzten wir für letzte kleine Erledigungen und versuchten den Tag wie einen Urlaubstag anzugehen. Die Hektik brach dann nach 17 Uhr aus. Wir trennten uns um diese Uhrzeit und prompt wurde das Ventil für die Heliumflasche gesucht. Ja, solche Probleme können auftauchen. Aber auch das Problem hat sich in Luft aufgelöst. Alles da, nur nicht dort, wo es gerade sein sollte. (wie kam das olle Ding eigentlich in den Korb zu den Getränken, welchen wir zum Kutscher fürs Bestücken der Kutschen brachten? 🙂 )

Die Nacht vor dem Samstag war für mich einfach grausam. Im Bett meines alten Kinderzimmers habe ich lange nicht geschlafen, zumindest nicht allein. Die Luft war schwül, die Feuerwehr fegte nachts durch die Straße und die Bettwäsche war einfach zu warm. (Irgendwie war die Biberbettwäsche draufgezogen – keine weiteren Fragen bitte und wenn nur an meine Mama 🙂 ). Der Morgen nahte und plötzlich blieb die Zeit stehen, so kam es mir vor. Es fühlte sich alles so langsam an. Frühstücken im Garten hinten in der Sitzecke, vorher aber noch die liebe Fotografin Theresa im Hotel abholen. Dann wurde es so langsam spannend, denn der Friseurtermin rückte näher. Theresa und ich sind also mit ein paar kleinen Sektflaschen los und dann wurden mir die Haare mit gefühlten dröfltausend Haarnadeln hochgesteckt. Frau Engel konnte es sich währenddessen nicht nehmen lassen, immer wieder mein Gesicht (welches schwitzte – ja, es war warm) abzutupfen und mich nebenbei etwas zu schminken. Meine Nägel wurden währenddessen auch noch mit Klarlack bemalt. Was der Mann wohl treibt? Brautstrauß holen, das Ventil der Flasche holen und umziehen muss er sich auch noch und achja, der Blumenschmuck fürs Auto, sollte auch noch angebracht werden.

Als wir vom Frisör zurück kamen, war das Auto fertig. Ein wunderschöner Strauß in rot-weiß. Diese Farben sollten die Grundfarben unseres Tages sein. Zudem war das Auto innen am Fenster mit den von mir gestrickten Herzkissen geschmückt. Süß! Der Mann war also da, hat alles geschafft und wird nun warten und hoffen, dass ich nicht tatsächlich im weißen Minikleid auftauche. Immer und immer wieder haben wir ihm erzählt, wie schön so ein Kurzkleid ist. Er hat sich natürlich das Gegenteil gewünscht. Er wollte gern eine Braut in einem schönen weißen Kleid. Was wir für einen Spaß hatten. Es hieß schließlich auch für mich, dass er im Schottenrock heiratet. Jeder wie er mag, ne? Der Überraschungsmoment sollte also wirklich erst am Tag der Tage sein – wir haben alles ganz klassisch gemacht (vorher getrennt schlafen, er suchte den Strauß aus, wir wissen nicht voneinander, was wir am Hochzeitstag tragen etc.)

Das Gute am Brautsein ist, dass man zu spät kommen kann bzw. das alle auf einen warten. Es fühlt sich einfach großartig an. Ja, es war richtig schön. Im geschmückten Auto ging es nun nach Moritzburg. Wir haben im Fasanenschlösschen geheiratet, was einfach eine gute Entscheidung war, um der sogenannten „Hochzeitsmassenabfertigung“, die in Dresden üblich ist, aus dem Weg zu gehen. Es hat sich so toll angefühlt, auf dem Beifahrersitz im Traumkleid zu sitzen, welches mich komplett umhüllte. Ein wenig eng war es, aber musste es ja irgendwie auch. Der Fahrer – mein Papa – er wurde nervös. Tatsächlich. Auf dem Rücksitz Fotografin Theresa und guter Freund Vinc, welcher dann die Aufgabe hatte, das Auto zum Gasthof zu fahren. Nun kam der Moment endlich – mein Papa führte mich den Weg zum Fasanenschösschen hoch. Schaulustige Freunde fotografierten uns. Alle geladenen Gäste hatte das Taxi pünktlich abgeliefert. Drinnen erlaubte er sich noch einen Scherz (Ist das hier die besagte Hochzeit? Oh, Moment, ich hole die Braut, vorher muss ich allerdings noch tanken), so ist er, mein Papa. Es war toll und jeder konnte sich denken, dass ich unten stehe. (Außer vielleicht die Standesbeamtin) Dann führte er mich die Treppe nach oben, wir verharrten einen Moment, damit der Bräutigam mich anschauen konnte. Leuchtende Augen – genauso, genauso…

Mein Papa übergab mich meinem zukünftigen Mann und dann ging die Zeremonie los. Dabei blickten wir durch das große Fenster aufs Moritzburger Schloss. Unsere Standesbeamtin hat persönliche Worte verwendet und hätte die Zeit nicht emotionaler gestalten können. Alles wurde gesagt und so wahnsinnig herzlich und frei und hach – ja, es war durch und durch schön. Der gesamte Ablauf war toll. Der Pianist spielte unsere Lieder und uns stand das Wasser in den Augen. Bei der Gratulation ist das Wasser dann übergeschwappt, aber dafür gibt es ja wasserfestes Mascara. (Danke Theresa). Wenn meine Mama gratuliert und das Wasser in den Augen stehen hat, wie soll ich da bitte den großen Stausee weiter aufstauen? Es war einfach so wunderschön – lachenweinen und das mit allen Anwesenden. Anschließend setzten sich unsere Gäste wieder, wir unterschrieben, genau wie unsere zwei Trauzeugen (Lesebienchen kennt ihr ja, meine Leselebensseelenfreundin) und machten ein paar Fotos. Die Ringe (ich liebe unsere Ringe) haben wir natürlich auch noch getauscht.

Anschließend standen alle Gäste Spalier und als mich mein Mann die Treppe hinab führte, begann es draußen Blumen zu regnen und Seifenblasen tanzten um uns herum. So wie wir es uns erträumten. Es war einfach wunderschön. Am Fasanenschlösschen konnte Theresa die Hochzeitsgesellschaft ablichten und uns zwei in Szene setzen. Der Sektempfang hat natürlich nicht gefehlt und unsere Gäste konnten sich während wir uns ablichten ließen, die Leuchtturmführung genießen und ein paar Häppchen zu sich nehmen.

Hoch zu Ross hieß es dann. Die Hochzeitskutsche wartete auf uns, wie auch zwei Kremser für Freunde und Familie. Die Fahrt war einfach herrlich und es war so schön, wie viele Leute sich mit uns freuten. Unser Ziel hieß Moritzburger Schloss, denn dort wollten wir die Tauben steigen lassen. Ich könnte hier schwärmen und schwärmen – meine Empfehlung: Hochzeitskutsche. Ein echter Traum. Es hat so wahnsinnig Spaß gemacht, darin zu sitzen, zu winken und ganz entspannt ein Radler zu genießen. (aus den stylischen Gläsern mit Schraubverschluss und Strohhalm, die aus dem NanuNana – voll genial). Am Schloss erwarteten uns dann die Hochzeitstauben. Ich persönlich bin nicht so verkitscht und romantisch, wie es hier klingt (scheinbar ja aber doch), muss aber sagen, dass es echt toll war, die Tauben fliegen zu lassen. Zu den Tauben wurde viel erzählt, wir steckten Wünsche an die Ringe an ihren Füßen und dann ließen wir sie fliegen. Die Schmucktauben zeigten sich in voller Pracht für Fotos. Grandios. Paul und Paula – ihr wart toll und das ihr uns mal schnell zeigen musstet, wie Liebe machen geht, war auch sehr passend. 🙂

Meine große Angst war, dass der Tag ins Wasser fällt. Gegen 15 Uhr kamen dann auch die versprochenen Gewitterwolken. Aber das Glück war uns hold. Wir konnten die Kutschfahrt bis zum Ende genießen. Am Gasthof angekommen, weinte dann der Himmel vor Freude. Da Regen im Brauthaar Glück bringen soll, musste ich natürlich ein paar Sekunden in den Regen. Der Guss war nach 20 Minuten vorbei und wir bekamen das beste Wetter zurück. Über 30 Grad, aber so wünschte ich es mir – lieber warm und schwitzen, als nass und kalt. In Dresden hat derweil ein Unwetter gewütet, wie wir am nächsten Tag anhand der entwurzelten Bäume sehen konnten – irre.

Die Hochzeitstorte bekam nun den großen Moment und alle konnten sich daran erfreuen. Diese sollte natürlich nicht normal sein. 2 Etagen Torte – verziert mit einer Straße und ganz oben das Motorrad mit Braut und Bräutigam und natürlich rundeten Bücher das Tortenbild ab. Unsere Leidenschaften – Motorrad und Literatur – vereint auf einer Torte. Wer die Oberhand beim Schneiden hatte? Keiner – denn wir schnitten so, dass unsere Handflächen genau gleich zueinander standen. Ha!

Bis uns das 3 Gang Menü erwartete, hieß es arbeiten. Wir mussten ganz traditionell einen Baumstamm sägen (wir haben eine ganze Weile gebraucht, da wir im Grund zweimal sägten – wer hat der kann – haha) und unsere Freunde ließen uns das Bettlaken mit Nagelscheren zerschneiden. Allerdings war auf dem Laken kein Herz, sondern ein Buch aufgemalt. Genial! Großen Dank an das Lesebienchen und ihre Mama – was für eine Überraschung.

Überhaupt steckte der Tag voller Überraschungen und auch tiefen Lebenseinschnitten, denn meine Mama log mich das erste Mal an. Sie führte mich ganz heimlich zum Auto mit dem Vorwand „Komm mal schnell mit, ich muss dir mal was zeigen.“ Ehe ich mich versah, wurde ich auf den Beifahrersitz befördert. Brautentführung hieß das Zauberwort und ich realisierte es erst, als ich sah wer am Steuer des Fluchtwagens saß und wer auf der Rückbank Platz genommen hatte. Ich habe es absolut nicht eher gemerkt – ja, so ist das, wenn die Tochter der Mutter immer blind vertraut. Es wurde auf dem Parkplatz am Schloss geparkt und ich durfte aussteigen. Meine Hilferufe „Hallo – das ist eine Brautenführung“ wurden von allen Touristen belächelt und mit „das haben wir uns jetzt schon gedacht“ kommentiert. Haha – sehr lustig. Es war ein großer Spaß und ich wurde von meinen 3 Entführern ins Cafe im Schloss gebracht. Dort sollte jeder das teuerste Getränk seiner Wahl bestellen, schließlich war man guter Dinge, dass der Bräutigam die Braut auslöst. Der Mann kam (schon bei der 2. Getränkerunde, was von den Entführern ein wenig bedauert wurde) und holte mich ab. Es war einfach grandios zu hören, wo er mich suchte, dass er erst Geld sammelte und wie er dachte, als ich einfach weg war. Spitze – danke für die Entführung, ihr Lieben. Damit hat keiner von uns gerechnet.

Meinen Wunsch (der Mann wollte kein Aschenbrödellied bei der Trauung, auch nicht beim Rausgehen – tse!) bekam ich dann auch noch erfüllt. Mein Mann sollte den Entführern trauen und mich noch einmal kurz alleine lassen. Die Entführer brachten mich ein Stück ums Schloss herum, an die große Freitreppe (Aschenbrödelschuh) und Vinc nahm mich an den Arm. Er führte mich die Treppe herunter und als wir ein Stück gingen (das Aschenbrödellied erklang), sah ich ihn, meinen Mann, unten stehen, er erwartete mich. Wahnsinnig emotional und romantisch – dieses Gefühl…

Zurück im Gasthof konnten dann alle ihren Hunger stillen und es wurde natürlich über die Entführung gesprochen. Der Abend wurde durch und durch zelebriert und auf einmal kam es zum großen „Brautpaar-Schrei“ und es wurde geklatscht. Dies sollte immer weiter gehen, sobald Brautpaar gesagt wurde, wurde geklatscht und gejubelt. Es war herrlich, was haben wir gelacht. Das Essen war fabelhaft und die Stimmung ausgelassen herzlich.

Mein Papa hielt eine beeindruckende Rede, in der er viele unserer besonderen Momente hervor hob und die Übergabe einiger Geschenke integrierte. Einfach bombastisch und lustig und wundervoll. Unsere Freunde hatten ein Spiel vorbereitet, in dem wir uns 3 Schlüssel zur Schatztruhe verdienen konnten. Wir haben sie uns verdient und zwar beim Puzzle von einem Liebe ist…Spruch, beim Bettlaken auf A4 falten (der Mann mit Grillzange, einhändig und ich in übergroßen Arbeitshandschuhen) und beim Fragen beantworten, natürlich Rücken an Rücken und jeder mit Braut- und Bräutigamschuh in der Hand. 14 von 20 Übereinstimmungen – herrlich – wir waren gut. Und es ging weiter mit den Geschenküberraschungen – jede war einzig und grandios.

Unsere DJ-Wahl hätte nicht besser sein können, denn das musikalische Programm war einfach grandios. Nach dem klassischen Walzer ging dann die Party ab und wir tanzten bis uns die Füße schmerzten. Davor allerdings ließen wir noch 30 rote Herzluftballons steigen. Gegen Mitternacht habe ich den Brautstrauß geworfen. Die beste Fotografin der Welt (eine bessere hätten wir nicht haben können), Theresa, hat ihn gefangen. Und nachdem der Mann mir mit den Zähnen das Strumpfband ausgezogen hat, hat er es ebenso geworfen. Unser Trauzeuge Andy hat es gefangen. Wir freuen uns schon auf die zwei Hochzeiten. 🙂

Und dann gegen 3 Uhr? Schlafen? Nein – denn unser Zimmer im Hotel wurde natürlich von unseren Freunden verziert. Konfetti, Luftschlangen und ein Bett ohne Lattenroste. Na klar, warum auch nicht. Wir hatten also noch so einiges zu tun in der Hochzeitsnacht, aber genauso sollte es doch sein.

Wir haben einen Tag erlebt, von dem wir wohl noch Ewigkeiten sprechen werden – er hätte für uns nicht schöner sein können. Den Tag danach haben wir ebenso schön ausklingen lassen, mit unseren Freunden und dem Auspacken der Geschenke und lesen der über vielen Glückwunschkarten – DANKE – DANKE – DANKE!

Traut euch – sagt JA!

P.S. Nun fiebern wir gespannt den Bildern entgegen, die wir in den nächsten Tagen vom keinesfalls 0815-Tag zu sehen bekommen. Vielleicht gibt es in den nächsten Tagen ein kleines Bilderupdate für euch…

Eure

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[LBW 29] Gedankenquälerei – Worträtsel

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Buchwoche 29 +++ Stephen King +++ Flow-Ferienbuch +++ Hunkemöller +++ Hochzeit +++ Gedankenquälerin Worträtsel

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Heute gibt es mal ein kleines Rätsel am Ende des Artikels. Ich gebe euch einige meiner tiefsten Gedanken preis und dann dürft ihr rätseln und gespannt bleiben, welche Überraschung auf euch wartet…

Viel Freude beim Lesen!

Montag

Manchmal fliegt die Zeit nur – kennt ihr ja. Aus diesem Grund gab es jetzt länger kein intensives Treffen mit meiner besseren Buchhälfte. Aber das heißt nicht, dass wir wenig Kontakt haben. Dennoch lässt es sich live und in Farbe natürlich besser über die aktuellen Bücher plaudern, wir haben also einen schönen buchigen Abend verbracht und sind gegenseitig wieder Buch-up-to-date. Wenn die Hälfte zurück aus dem Urlaub ist, geht es mit ihrer Klassiker-Serie weiter. Lesebienchens Klassikerecke wird dann also wieder befüllt und gleich doppelt.

Auf Facebook gibt es immer mal wieder merkwürdige Zeiten, so wie letzten Montag. Ich habe ein kleines, vielleicht ein wenig zurückhaltendes Gewinnspiel gestartet und euch gefragt:

Du willst „King“ lesen?

Du kannst „King“ lesen.

Du musst mir nur sagen, warum?

„Doctor Sleep“ wird bald bei dir wohnen…

Es hat sich niemand gemeldet und nun frage ich mich – gibt es noch Stephen-King-Leser? Kennt ihr den Roman schon alle? Keiner wollte den Roman – ok – dann wandert er in die Dresdner Lesezelle.

Dienstag

Lange habe ich es für mich behalten müssen und können, lange ist die Anfrage vom Flow-Magazin her und nun kam endlich der Tag der Tage. Ich hatte es beinahe schon vergessen, irgendwie. Das Flow-Ferienbuch ist erschienen und ich darf mit drin sein. Auf Seite 156 gibt es ein paar Zeilen über Literatwo zu lesen. Guckt mal oben durch die Galerie, ich habe euch den Ausschnitt mal fotografiert. Ich freue mich einfach sehr drüber und mache jederzeit gerne mit und mein 365-Tage-Projekt pflege ich ohnehin immer weiter. Ich liebe es einfach!

Mittwoch

Mittwoch war ein übervoller Tag. Arbeiten und dann wieder einiges Planen wegen der Hochzeit. Es ist so herrlich, nach dem Job noch nach Moritzburg zu fahren, vor allem wenn die Sonne noch so schön scheint und der anschließende Sonnenuntergang einfach malerisch ist. Es wird eine Hochzeitskutsche geben und Blumen sollen natürlich das Auto und den Feiersaal schmücken, also heißt es Absprachen treffen. Mit Terminen die mal schnell platzen, muss gerechnet werden, aber wenn ein Termin platzt, knallt meist gleich ein neuer spontaner Soforttermin auf – also hat sich die Fahrt so oder so gelohnt.

Ich liebe es abends auf Balkonien zu sitzen und zu lesen und ich hätte nie, nie, nie gedacht, dass ich nach diesem Tag noch fähig sein werde, ein paar Seiten zu lesen. Natürlich habe ich nie daran geglaubt, die noch knapp 150 Seiten in „Girl on the Train“ zu verschlingen. Wie denn auch, mit Augen auf halbzu…

Aber ein gutes Buch ist ein gutes Buch, wenn es dich mit einem Schlag wach macht und dir beweist, dass du natürlich noch die restlichen Seiten verschlingen kannst und zwar in Rekordzeit.

Donnerstag

Die Überraschungspost vom Mittwoch habe ich mir erst am Donnerstag näher anschauen können. Wie ihr gesehen habt, hat mich ein Buchpäckchen erreicht, was nur so von Liebe glühte. Na, ich bin wirklich auf Wohin du auch gehst (Fischer) von Leisa Rayvens gespannt. Die Aufmachung lässt vor Liebe glühende Zeiten erwarten.

Obwohl auch dieser Tag einfach voll war, einkaufen muss man ja auch und lecker essen sowieso, habe ich noch Zeit gefunden, um zum nächsten Werk zu greifen. Zuvor habe ich allerdings noch Worte zum vorherigen Roman niederschreiben müssen.

Schizo – Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbsthat mich sofort gepackt. Ich musste gleich erstmal die ersten 60 Seiten am Stück verschlingen und dann versuchen zu atmen und darüber nachzudenken. Wow – Miles du wächst mir ans Herz…

Freitag

„Girl on the Train“ hat mich gepackt und ich musste dringend meine Gedanken nicht nur in einer Email, sondern auch in einem Artikel freien Lauf lassen. Bevor es also zum Treffen mit den ehemaligen Kollegen ging, um einen lustigen Sommerabend zu verbringen, habe ich noch schnell einen Artikel veröffentlicht, um euch noch eine große Empfehlung vor dem Wochenende auszusprechen. Dies fiel mir ziemlich leicht und an dieser Stelle lade ich euch erneut ein, zu mir in den Zug zu kommen.

Setzt euch zu uns…

Samstag

Post abgeschickt – endlich. Zwei Karten, eine Buchsendung und ein Paket. Es werden sich wohl in der kommenden Woche mindestens drei Menschen freuen und das fühlt sich sehr gut an.

Lese und lebe und versuche beides zu vereinen. Das geht, auch wenn es dann 2 Uhr nachts ist, aber es geht. Wer braucht schon Schlaf, wenn man wach sein kann?

Ich habe nun mein Outfit so relativ komplett. Die BH-Frage ist nun geklärt und es ist nicht einfach, genau DEN EINEN zu finden, der an dem Tag angemessen ist und so genial passt. Wer hätte das gedacht, aber ich bin auch kein Mädchen im Sinne von Mädchen, was sich im Dessousgeschäft herumtreibt und ständig neue Wäsche trägt. Gestern habe ich dann mal erlebt, wie sich so die richtigen Mädchen fühlen. Ich muss schon wieder grinsen. Ich mag ja kein rosa und pink und dann wird mein wunderschöner BH in Seidenpapier eingewickelt und ich bekomme den in eine rosa Tasche mit Schleifchen verpackt. Mein erster Besuch bei hunkemöller hatte schon was 🙂 Ich habe dann dennoch nicht die Tasche vor mir her getragen und auch kein geheimnisvolles Gesicht aufgesetzt. Grins…

Strümpfe habe ich nun auch und zwei Strumpfbänder. Mir fehlt aber noch irgendwie eine Tasche…

In den Thalia musste ich natürlich auch noch schnell, ist ja klar. Auch wenn ich nur ein Foto der Bestsellerwand gemacht habe – ich war drin. 🙂

Sonntag

Planen, planen, planen – die Hochzeitsmenükarten sind fertig und die Absprache mit dem DJ ist auch erledigt. Moritzburg – du bist echt eine traumhafte Stadt, muss ich mal sagen.

Ansonsten war für heute der große Schritt geplant – Motorrad fahren, aber…trotz Hilfe von allen Seiten, das Baby wollte nicht anspringen und nun wird ein neuer Tag kommen. Der richtige Tag – aber drauf sitzen geht ja immer. 🙂

Kolumne #17: Gedankenquälerin

Gestern in der Nacht habe ich lange darüber nachgedacht und einem sehr wichtigen Menschen davon erzählt, dass ich wohl eine Gedankenquälerin bin. In einem bestimmten Buch habe ich den Begriff zum ersten Mal gelesen und eine Gänsehaut bekommen, als ich die folgenden Zeilen las:

„“Gedankenquälerin“ nannte Helena mich, wenn ich ihr erzählte, was mir vor Augen stand, ohne dass ich es wollte. Wie Mama bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, und ein Polizist klingelte an unserer Wohnungstür, überbrachte mir die Nachricht, und ich brach auf der Schwelle zusammen. Das Internat, in das ich dann geschickt wurde, lauter reiche Kinder und ich als arme Waise, immer allein am Tisch, und keine Helena da. Dass mir manchmal auch ihr Tod passierte, erzählte ich ihr nicht.“ … „Dabei hatte ich echt genug andere Probleme, über die ich nachdenken musste.“

Das Wort Gedankenquälerin habe ich tief verinnerlicht und es ist einfach passend. Seit zwei Jahren habe ich bestimmte Ängste, seit einem schlimmen Unfall und manchmal toben in meinem Kopf nur grausame Schreckensszenarien. Es ist inzwischen besser, ja, und doch gibt es die Tage, an denen die Gedankenpferde im Galopp durch mein Hirn toben und mich einfach ärgern. Ich kann die Welt nicht retten, ich kann nicht immer und ständig bei den Menschen die ich liebe sein, nur um irgendwie was auch immer zu verhindern. Jeder ist für sich verantwortlich und gegen das Schicksal und gegen Unfälle sind wir alle recht machtlos, aber die Angst kann ich nicht abschalten, ich kann aber lernen mit ihr zu leben. Aus diesem Grund muss ich mich ihr stellen und ich stelle mich ihr. Tiefpunkte gehören dazu, aber so ist es eben, wenn du einmal im Leben kurz davor bist, einen Menschen zu verlieren und dir die Polizei diese Botschaft bringt. Aber – die Welt dreht sich weiter, wir leben alle weiter und wir wollen leben und genießen und Spaß haben und nicht immer nur daran denken, was könnte wo wann sein und überhaupt. Die Zeilen allerdings haben mein Inneres gespiegelt, was mich ab und an einfach mal so überkommt.

Leben eben – wie ich immer so gern und am liebsten locker und leicht sage…

1~ 2 oder 3
1~ 2 oder 3

Gedankenquälerin – rätselt mit…

Gedankenquälerin – sagt euch das Wort etwas? Während ich gegen 2 Uhr auf dem Fußboden in der Küche lümmelte, von Werken umgeben, kam mir die Idee euch einfach mal ein kleines Rätsel aufzugeben. Ihr habt das Foto mit den drei Werken schon entdeckt. Das Zitat aus der heutigen Kolumne stammt aus einem Roman, den ich logischerweise schon gelesen habe. Vorgestellt habe ich diesen hier auf Literatwo allerdings noch nicht. Mit diesem Hinweis müsstet ihr nun nur noch zwei Bücher in die engere Wahl schließen und seit der richtigen Antwort ein Stück näher. Mehr möchte ich nicht verraten, denn ihr sollt ein wenig knobeln. Oder soll ich euch noch verraten, auf welcher Seite ihr das Zitat findet? Okay – es steht auf Seite 74 im Buch.

Wer errät, in welchem Roman das Zitat ist und von der Losfee ausgelost wird, darf sich auf eine buchige Überraschung freuen. Habt ihr Lust?

Dann knobelt und schreibt mir die Lösung bis zum Donnerstag (23.07.) per Email an literatwo@aol.de und hinterlasst einen Kommentar. Im Kommentar vermerkt ihr bitte den 4. Buchstaben des Titels. Alles klar? Dann kann es ja losgehen. Viel Freude!

Danke für euch!

Eure

[LBW 17 – 22] Urlaub, Bücher und mehr

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Buchwoche 17 bis 22 +++ Urlaub +++ mein Leben, die Bücher und ich und alles was dazugehört, um glücklich zu sein +++

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN (heute ist zwar Montag, aber hey…)!

Heute weiche ich mal völlig von den bisherigen LBWs ab und schreibe einfach mal frei von der Leber weg. Habt ihr euch schon gefragt, was ich eigentlich so treibe? Eigentlich kommt sonntags eine Wochenzusammenfassung – nicht nur literarisch, sondern auch privat – eine Mischung aus meinem Leben eben. Nun habe ich mich seit Wochen nicht gemeldet. Einige von euch haben dies bemängelt, andere haben gewusst, wo ich bin, was ich so treibe und andere von euch haben sich vielleicht gedacht – endlich mal ein paar Wochen Ruhe, jetzt, wenn so viele Wochenrückblicke aus den Blogböden schießen. Aber das schöne an diesen ist eben, dass definitiv keiner gleich ist. Das ist doch herrlich. Ich selbst lese mich gern durch diese Beiträge und mag gern hinter die literarischen Kulissen schauen. Aber auch literarisch sind diese Beiträge meist einzig, denn täglich passiert uns Büchermenschen wohl irgendwas, was beeindruckt, Spuren hinterlässt, aber dennoch den Sprung in einen eigenständigen Artikel nicht schafft. Darum hier hin, da haben alle was davon und gleichzeitig ist der Rückblick ein wunderbares Tagebuch. Genug über meine Ansichten zu Rückblicken geschwafelt, weiter im Text…

Die letzten Wochen waren turbulent, was natürlich nicht schlecht ist – ganz im Gegenteil. Auch literarische Erlebnisse gab es ohne Ende, aber alle hier aufzuzählen würde hier und jetzt keinen Sinn ergeben. Einige davon habe ich vielleicht sogar schon wieder vergessen. Na, sowas – die Dame wird alt? Tja, so könnte man sagen. Brrr…mich schüttelt es gerade – Dame – klingt ja uralt. In der Zwischenzeit bin ich 30 Jahre jung geworden. Ganz ehrlich? Es fühlt sich nicht anders an und doch habe ich ein Problem mit meinem Alter. Schrecklich albern? Mag sein, aber so ist es – fragt nicht nach näheren Gründen, denn die gibt es nicht. Innerlich werde ich wohl nie erwachsen, ja, denn dazu habe ich einfach keine Zeit. Das Leben rennt und dreht und ich werfe mich immer wieder in die Wellen und genieße die Strömung oder lasse mich eben gern mal an den Rand treiben, um zu beobachten, kurz zu verschnaufen (alt eben!) oder um einige buchige Seiten zu konsumieren.

Die letzten Wochen waren nicht nur mit Arbeit gefüllt, nein, auch mit vielen schönen Begegnungen mit Freunden, der Familie und neuen Menschen. Neue Menschen sind Menschen, die man vielleicht kennt, aber nicht richtig und dann näher kennenlernt, lieben lernt, zu schätzen weiß und einfach gern mit ihnen zusammen ist. Aber neue Menschen bringen auch das Leben durcheinander, da gewohnte Lebensbahnen sich verändern. Schlimm? Quatsch. Oder wie geht es euch? Fallt ihr gern aus dem Rahmen und geht neue Wege oder wollt ihr am liebsten immer in den gleichen Kreisen eure Lebensbahnen ziehen?

Zudem gab es jede Menge Feierlichkeiten. Vielleicht sollte ich jetzt nicht erzählen, dass auch diese Nacht von wenig Nachtschlaf geprägt war, aber hey, es war „leider geil“ und ich bin eben doch noch in der Lage, ganze Nächte durchzutanzen, einfach zu feiern. Das muss ich schließlich immer mal testen, bevor irgendwann die Erkenntniss kommt, dass es nicht mehr geht. Grins.

In diesem Jahr ist die Zahl „null“ im Geburtsjahr scheinbar „in“. Hast du vielleicht auch eine Null in deinem Alter? Oder bist du eine Null? Scherz. Nicht nur ich, sondern mein liebster Opa hat eine bekommen und ist stolze 80 Jahre jung. Das müsst ihr euch mal überlegen, Wahnsinn, oder? Was er schon alles erlebt hat und überhaupt. Wow. Meine liebste Mama hat nun auch eine null – sie ist jetzt knackige 50 und wenn ich knackig sage, meine ich das auch so. Eine bewundernswerte Frau, so flippig und cool und einfach grandios – meine Handarbeitsfee. Meine Fast-Schwiegermama wird bald 60 Jahre jung. Außerdem gibt es bald noch ein großes Fest – wir heiraten, aber das wisst ihr vielleicht schon. Der Tag rückt immer näher und es fühlt sich gut an, es kribbelt und mich durchströmt ein dickes Liebesband, wenn ich daran denke. Mein Kleid habe ich jetzt auch. Es war Liebe auf den ersten Blick und wenn Mama und die Leseseele mich nur angucken und ich in ihren Augen erkenne, dass sie hin und weg sind und ich ebenso – na, dann ist es doch genau DAS. Richtig? Also heirate ich in einem scharfen Minikleid. Fast. Haha. Zum Kleid an sich gibt es viele „Insiderscherze“ und es wird damit auch noch über zwei Monate weiter gehen. In den Bildern gibt es ein „Stück“ des Kleides zu sehen, aber wenn ihr wollt, bekommt ihr irgendwann dann ein Foto des großen Tages zu sehen. Unsere Ringe sind auch schon fertig und es war ein sagenhaftes Gefühl, diese zum ersten Mal „anzuprobieren“. Jetzt fehlt nur noch der letzte Schliff namens Gravur, aber dies geht super fix. Noch einige Details sind zu klären und es gibt noch allerhand vorzubereiten, aber es wird…

Wer von euch trägt eine Null im Alter – wer heiratet? Was für ein aufregendes Jahr 2015. Irre.

Heute vor zwei Wochen war ich im Urlaub. Herrlich – schon alleine das Wort – URLAUB. Nun hat mich der Arbeitsalltag wieder, aber hey, der nächste Urlaub ist schon fest im Visier. Wir schwimmen auf der Urlaubswelle und die eine Woche war einfach sagenhaft entspannend. Wir waren mal „nur“ zu zweit weg, was in den letzten Jahren recht selten war, denn wir sind gerne im „Rudel“ unterwegs. Es macht einfach richtig Spaß mit Freunden zusammen zu verreisen, auch sonst ist immer mal jemand da, manche scherzen schon und nennen unsere Wohnung „WG“. In der Urlaubszeit haben wir unsere Wohnung in „gute Hände“ übergeben und haben uns ins Nachbarland, namens Niederlande, begeben. Auf der Hinreise sind wir noch bei unseren lieben Freunden im „wilden Westen“ vorbei. Rotterdam hieß unser erstes Ziel. Wir waren erst skeptisch, vor allem, als wir das Auto in der großen Tiefgarage abgestellt haben. Ein lustiges Viertel hat uns Bedenken gemacht, aber nach wenigen Metern zu Fuß, haben wir das Stadtflair verinnerlicht und uns willkommen und auch „angekommen“ gefühlt. Rotterdam ist eine sagenhaft schöne Stadt, nicht nur die Architektur hat uns begeistert, auch die Menschen an sich. Vor allem die große Stadthalle bzw. Markthalle und die Bibliothek haben uns mehr als beeindruckt. Wahnsinn, echt der Wahnsinn. Zwei Tage haben wir zu Fuß die Stadt erobert und wir haben es uns so richtig, richtig gut gehen lassen. Unser Zimmer war sehr günstig und praktisch und vor allem zentral. Es war so herrlich, nachts bzw. am Abend durch die Straßen zu ziehen, in Cafés die Seele baumeln zu lassen und die Rotterdamer Einwohner zu beobachten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir haben gelernt, dass es in einem großen Chinarestaurant sehr einheimisch zu geht und wir haben zum ersten Mal eine „überfahrene Ente“ gegessen. Wir lachen darüber noch heute und haben echt unvergessliche Erlebnisse gehabt. So soll es ja auch sein.

Die nächste Stadt, die wir eroberten, trägt den Namen Amsterdam. Die Niederlanden sind einfach grandios. Schon der Weg dahin, am Hoek van Holland vorbei – Strand, Sonne, Meer – hätte nicht entspannter sein können. Ein Besuch am Kurhotel in Scheveningen MUSSTE sein, da ich dort vor 15 Jahren schon war. Gleiche Stelle, ähnliches Bild. Gut essen waren wir an der Küste in Katwijk. Es wird überall etwas in unserer Landessprache gesprochen, ansonsten verstehen alle, aber wirklich alle Altersklassen ab ca. 10 Jahre die englische Sprache. Hut ab. Mit dem Auto ist Holland auch super entspannend. Dort gibt es keine Raser, keine Drängler, wenige Ausnahmen schon, aber es fährt sich völlig anders, als bei uns. Viel Land, weite Sicht und breite Straßen – gegenseitige Rücksichtnahme und einfach alles ganz entspannt. Das geht regelrecht ins Gaspedal über – man glaubt es kaum. In Amsterdam allerdings ist alles anders. Da spürt man gleich, dass hier das Leben tobt. Die Fahrradfahrer sind an der Macht, als Autofahrer bist du der letzte, aber sowas von. Aber irgendwie genial. Schlecht wurde uns gleich zu Beginn, denn 50€ fürs Auto die Nacht *schluck*. Aber es gibt P+R und da zahlt man ganze 3€ für 3 Nächte. IRRE. Das Hotel war spitze und ich habe beim Buchen nicht gemerkt, dass ich es so gut getroffen hatte. Überall war alles ausgebucht, klar, wenn man auf den letzten Drücker wartet, aber dies war der fehlenden Kreditkarte geschuldet, die man nun eben zum Buchen braucht. Unsere Wohnung war direkt über PRADA. Überhaupt sind wir auf der Königsstraße von Amsterdam gelandet und konnten unser Glück kaum fassen. Ein Schnäppchen und dann noch in der sicheren Straße in der sich ein Modelabel ans andere reiht. Uff. So viel Luxus und wir mittendrin, ein neuartiges Gefühl. Neben unserer Tür zum Fahrstuhl hing ein Kleid wie aus dem H & M, aber mit vierstelliger Zahl dran – hui…das Armband für 200€ konnte ich mir auch nicht leisten, aber was solls. Lach. Wir haben über PRADA gewohnt und es hat sich herrlich angefühlt. Ins Schaufenster von Louis Vuitton konnte ich aus der dritten Etage gucken und gegenüber bei Lacoste parkte ein Porsche. Die Stadt ist ebenso sagenhaft, wie Rotterdam, aber noch einen Zacken schärfer. Wir haben uns durch die Stadt schippern und uns dabei die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Die Hausbooten waren schön anzusehen und wir haben uns eins erträumt. Die Grachten sind so herrlich und mit so einem 24 Stunden Ticket kann man die Stadt wunderbar kennenlernen und immer wieder neue Ecken entdecken. Auch zu Fuß waren wir unterwegs, natürlich auch im Rotlichtviertel und es kam wie es kommen musste, ihr wisst schon, alles ganz legal und überall könnt ihr es riechen. Das war schon alles sehr abgedreht und doch auch chillig, wenn du auf einer Bank sitzt und überall Pärchen auf den Wiesen liegen und immer mal eine Wolke an dir vorbeizieht und du denkst: aha…und versuchst zu orten… Alles ganz normal dort und super entspannt.

Bücherläden konnte ich viele entdecken. Die Mitbringsel hatten es aber in sich, da gibt es keine Lesezeichen für 2 bis 3 €. So ist es eben, aber die Geschäfte waren richtig gemütlich. Ins Anne Frank Museum habe ich es nicht geschafft, der Andrang war so groß, dass das Ende der Besucherschlange kaum auszumachen war. Damit hätte ich nicht gerechnet, aber wir werden wieder nach Amsterdam kommen. Der Besuch im Hard Rock Shop war Pflicht, wer uns kennt, weiß dies. Zum Hotelzimmer gibt es auch eine kleine Story, denn aus der Buchungsbestätigung war nicht ersichtlich, dass wir NIEMANDEN dort antreffen werden, sondern alles anhand von Codes geöffnet wird. Einmal klingeln, die nette Dame an der Gegensprechanlage aus dem Hauptsitz antwortet und gibt Hinweise, eine Email kommt an und schwupps die wupps, bekommt man die Tür auf, gelangt in den Fahrstuhl und öffnet die Zimmertür mit einem 10stelligen Nummerncode. Wir haben also allerhand erlebt und viel Neues kennengelernt. Das Nachtleben von Amsterdam ist genauso lebens- und erlebenswert wie das Tagleben und einfach spannend und entspannend. Ich bin verliebt in die Stadt und habe richtiges Fernweh. Drei Tage sind eben drei Tage und auch diese enden mal. *schnief*

Weiter ging es nach Hamburg. Vorher sind wir aber noch ans Ijseelmeer. Auf dem Weg ging es an vielen Weiden und Gewächshäusern vorbei. Holland hat so viel Natur zu bieten, so viele ruhige Plätze, so malerische Orte – hach. Ein Traum von Land. Wir waren einfach beeindruckt und mussten an die USA denken. Wir sind zu dem Fazit gekommen, dass die USA wie Niederlande ist bzw. die Niederlande ein Stück USA. Wir haben viele Parallelen ziehen können.

In Hamburg standen wir lange im Stau, aber an einem Freitag um die Feierabendzeit ist das wohl kein Wunder. So gab es ein Stück Hamburg-Perle in Zeitlupe, bevor wir auf die Familie trafen und uns einen schönen Abend im Restaurant machten. Der Samstag stand im Zeichen von Großeltern = Miniaturwunderland, wir anderen = HSV : Schalke. Das Spiel an sich war schwach und meine direkte Meinung werde ich hier nicht verkünden, aber einige Szenen waren „wunderlich“. Mit Dynamo konnte der HSV in Sachen Stimmung nicht mithalten. Die kam nur nach einem Tor auf und hielt gerade mal 10 min an. Schalke allerdings war durchweg zu hören. Das Stadion ist grandios und die HSV FANs sind nett, wir konnten viele fußballerischen Gespräche führen.

Der Sonntag führte uns dann wieder ganz gemütlich nach Dresden zurück. Allerdings ging es erstmal auf die Autofähre in Glückstadt und natürlich mussten wir noch mein Bruderherz besuchen, welcher das Pfingstfest der Feuerwehr begleitete. Sehr süß seine „Kinderflämmchen“ zu sehen. Ganz stolze kleine Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen. Herrlich.

Ob ich im Urlaub auch gelesen habe? Für buchige Worte war viel Zeit und zwar gemeinsam. Ich habe im Auto angefangen ein wenig laut vorzulesen, was ich dann nicht wirklich bereute, aber mir schon ein wenig an die Stimme ging. Knappe 300 Seiten sind schon eine Herausforderung (mit Betonung und immer mal etwas Lauter, versteht sich) und allein heimlich weiter lesen, ging natürlich nicht. Mein Zuhörer und Mitfieberer hing an meinen Worten und aufmerksam an meinen Lippen, ich konnte kaum Pause machen. Der Roman war einfach zu gut. Ein wunderschönes Erlebnis, einfach richtig, richtig schön.

Stimmt – ich wollte euch sagen, welcher buchige Stoff mich im Urlaub begleitete. Guckt doch mal im 365-Tage-Projekt – da habe ich bildlich dokumentiert und ihr findet jeweils die ersten gelesenen Sätze des Tages.

Buchige Post hat mich in meinem Dresdner-Buchreich erwartet und ein paar weitere Geburtstagsgeschenke. Mein Kumpel und Nachbar hat mir eine Geschichte geschrieben, über die komme ich immer noch nicht hinweg. Er hat sagenhaftes Talent und mich total begeistert und ich finde noch keine Worte, so überwältigt bin ich von diesem Geschenk. Er hat eigentlich nie mit Literatur zu tun, aber eine blühende Fantasie. Überhaupt habe ich so liebe Worte von euch, meinen Freunden und meiner Familie bekommen – ich bin tief dankbar und strahle immer noch übers ganze Gesicht. Ihr seid GOLD.

Passt auf euch auf, danke fürs Lesen und Bilder gibt es gleich zu Beginn 🙂

Danke für euch!

Eure