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Schlagwort: Literatur

Bestseller ~ Beka Adamaschwili

Bestseller ~ Beka Adamaschwili

Verzeih mir dieses dicke Grinsen im Gesicht, aber der Bestseller von Beka Adamaschwili hat mir so einiges abverlangt und entspricht nicht im Geringsten meinen ursprünglichen Erwartungen. Dennoch ein dickes Grinsen. 🙂

Kennst du das, wenn du dich zwischen den Seiten fallen lassen willst, die Seiten aber gar nicht dafür gemacht sind? Der Roman ist überhaupt kein richtiger Roman und trotzdem bin ich recht angetan. Ich erzähl dir gern warum, erst aber noch ein wenig Kummer und augenzwinkernde Kritik.

Du kennst das oder? Das Leben ist laut und du willst einfach nur richtig gut unterhalten und in eine Geschichte tief reingezogen werden? Lieber die Probleme und Sorgen von Romanpersonen aufgabeln und eine große Runde raus aus der fordernden Realität?! Klar, da ist „Bestseller“ (Voland & Quist) bestimmt gut, so war mein Gedanke.

Schließlich geht es um einen jungen Schriftsteller, mein Alter, nur das er sich das Leben nehmen möchte und es auch tut. Ohne lange zu zögern reist er an seinem Geburtstag nach Dubai und springt von einem Hochhaus. Kurzer Prozess. Tot. Fertig. Aus die Maus. Endlich hat er sein Zeil erreicht – berühmt werden, nach einem tragischem Tod. Schließlich gibt es wahnsinnig viele Autoren, die zu Lebzeiten noch nicht so befeiert wurden, wie nach dem Ableben.

Literatenhölle statt Bestsellerhimmel

Pierre Sonnage ist sich sicher gewesen, in den Bestsellerhimmel zu kommen. Das mit dem Tod hat geklappt, allerdings ist aus dem Bestsellerhimmel die Literatenhölle geworden. Nunja, kann eben passieren. Was ist heutzutage schon sicher. Ich sag mal so: Pech gehabt. Doch dann geht es so richtig los, denn er trifft Autoren-VIPs (Conan Doyle, Orwell, Shakespeare, Saint-Exupéry etc.) wohin das Auge reicht. Und er erfährt, warum er überhaupt in der Hölle gelandet ist. Doch damit nicht genug, denn er muss Rätsel lösen, die ihm von der Machart her aus seinen eigenen Romanen bekannt sind. In der Hölle wird eben jeder Autor bestraft und zwar damit, womit er im Leben seine Leser gestraft hat. Logisch?

Bestseller ~ Beka Adamaschwili

Doch wir treiben uns nicht nur lesend in der literarischen Hölle herum, sondern springen ab und an zu Lucy. Mit ihr hat Pierre als er noch lebte eine zaghafte Verbindung geführt. So bekommen wir Leser das Leben und das Leben nach dem Leben von Hauptprotagonist Pierre Sonnage verknüpft. Ein amüsanter Wechsel, der von Ironie und Wortwitz durchzogen ist.

Bestseller

Wer denkt, dass Autor Beka Adamaschwili mit dem Plot und den Figuren schon zufrieden ist, denkt falsch. Als ob die literarische Krönung noch nicht ganz perfekt ist, lässt er den Autor selbst noch ein wenig mitmischen. Er bringt sich ins Geschehen ein, ihm unterlaufen Fehler und er gibt gern wissend seinen Senf in Fußnoten dazu. Manch ein Leser findet diese störend, so ging es mir anfangs, aber hier sei gesagt, dass diese keinesfalls zu ausladend sind und gern das Leserlächeln auffrischen.

„In der Bibliothek der toten Bücher befanden sich hauptsächlich Bücher, deren Lektüre die Leser nach der Hälfte aufgegeben hatten.“ (Seite 115)

Zudem gibt es Zitate und auch Illustrationen, kursiv gedruckte Briefe, 10 Gebote und auch Bildtafeln zu finden und der 172 Seiten umfassende Roman ist recht luftig gestaltet. Rundum ein kleines schmales Meisterwerk für Literaturliebhaber die gern auf Buch-Überraschungseier stehen, gut unterhalten, gleichzeitig aber auch gefordert werden wollen.

Den gewünschten Roman hat mir der georgische Autor Adamaschwili nicht beschert, dennoch überzeugt und darin bestätigt, dass aus Georgien gute Literatur stammt. Ihr wisst ja, dass ich Fan von Nino Haratischwili bin. 😉

Literarischer kann ein Buch wohl kaum sein. Ein Literaturfest für Liebhaber der gedruckten Seiten – ein vergnügliches Spiel mit der Literatur und ihren Facetten. Unterhaltsam durch und durch, eben kein richtiger Roman, dafür viel Spaß, Ironie, Wortwitz, klassische Autoren, literarische Hintergründe und Begebenheiten.

Kurz: herrlich und gut zum Verschenken geeignet.

Eure
Bestseller ~ Beka Adamaschwili

[LBW 31] Junggesellenabschied

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Kolumne #19: #Junggesellenabschied

Gestern war es dann soweit und ich war an der Reihe. Junggesellinnenabschied – so lautete der Tagesplan. In mir brodelte die Neugierde und die Freude, aber vor allem die Ungewissheit, welche mich in große Aufregung versetzte. Wer wird kommen? Vor allem aber, wann werden die Mädels kommen? Was werde ich machen müssen? Die Zeit verging und verging nicht, dann aber hörte ich aufgeregtes Geplapper. Die Mädels rückten an, die Zeit lief und lief, aber es wurde nicht geklingelt. Also weiter warten und die Ohren spitzen…#spannung

12.30 Uhr – endlich. Der Schlüssel drehte sich im Schloss, die Trillerpfeife begann zu lärmen und sechs Mädels stürmten die Wohnung. Allen voran meine beste Freundin, hier als Lesebienchen bekannt. Nein – ich musste kein pinkfarbiges Shirt anziehen oder so eine glitzernde Krone auf dem Kopf tragen, sondern ich bekam eine Buchkette um den Hals. Buchig sollte der Tag werden, aber das heißt ja nicht, dass es langweilig wird und wir verrückten Hühner können auch buchig albern sein. Oh ja, auf jeden Fall. Buchig dekoriert ging es nun los. Auf dem Weg zur Straßenbahn wurde mir schon gesagt, dass ich bis dahin geführt werde, dass ich dann allerdings selbst die weiteren Ziele herausfinden muss.

Ich als orientierungsloses weibliches Wesen (ja, ihr könnt mich irgendwo absetzen und ich werde nicht wieder zurück finden) wurde also vor große Herausforderungen gestellt. In der Straßenbahn bekam ich einen Zettel mit dem Cover vom Werk „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner. Ich dachte so: „Gut, dass kenne ich, was soll ich erzählen?“ Ha – schon ging es los, denn ich sollte sagen, wie die Zwillinge heißen. „Lotte…ähm…ähm…und…ähm…wie heißt die andere…waaahhh…helft mir.“ Voll peinlich, oder? Ich hatte das totale Überforderungsblackout. Aber die Mädels sind ja alle so gnädig und haben eine kleine Hilfestellung gegeben. Louise! Stimmt. Auf die Straße mit dem Namen Louise sollte ich die Mädels nun führen und auf dieser Straße sollte ich nach einem Hund Ausschau halten. Den sollte ich dann streicheln. Ahja…na prima, also los. Die Straße habe ich dann so, sagen wir mal „fast alleine“ gefunden. Nur in der Neustadt gibt es viele Hunde und wir standen ungefähr in der Mitte der Louisenstraße. Nach rechts? Eher nach links? Die glückliche Fügung ließ mich nach rechts gehen und es dauerte überhaupt nicht allzulange, da sah ich den Hund.

Kalter Hund – davor ein Dackel. Was für ein einladendes Cafe. Herrlich. Also sind wir herein und was sehe ich da? Einen liebevoll gedeckten Tisch für ein spätes Frühstück mit Sekt, hausgemachter Marmelade, natürlich Kaffee und einer reichlichen Auswahl an Wurst und Käse, wie auch Joghurtleckereien. Wie schön. Die Entspannung lag in der Luft und wir haben es uns richtig schmecken lassen und gequatscht ohne Ende. Es gibt ja ständig zu erzählen, vor allem wenn man sich nicht so oft sieht und, na ihr wisst schon. 🙂  7 Mädels an einem Tisch, da ist wirklich was los und die 4 Mädels die leider absagen mussten, dürfen sich ein wenig ärgern. Ich war natürlich auch ein wenig traurig, aber wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Im Herzen wart ihr dabe.

Als wir uns die Bäuche gefüllt hatten und der Dackel ausreichend gestreichelt wurde, ging es weiter. Meine nächste Aufgabe stand an. Jetzt hieß es: „Lies aus dem Werk „Als ich ein kleiner Junge war“ von Erich Kästner (logo!) die gekennzeichneten Textstellen laut vor. Führe uns anschließend an den Ort. Zudem ziehe ein Los und erfülle die Aufgabe.“ Aha…nun gut. Also laß ich auf offener Straße mitten in der Dresdner Neustadt vor, was Kästner schrieb. Ziel: die Mauer am Albertplatz über die Käster drüber schaut. Aufgabe: in der Luft. Also los – aber vorher noch mit allen in den Fotoautomaten, ein lustiges Gruppenbild schießen und natürlich noch einen Sekt für den Weg holen.

Die Sonne lachte, wir grinsten mit und schon standen wir vor der Mauer. Nun musste ich also noch einen schönen Mann finden, der uns verrückten Hühner fotografiert. Bei den Ansprüchen der Mädels war das nicht so einfach, da auch nicht wirklich viele hübsche Männer an unserem Platz vorbei kamen. Aber letztendlich habe ich einen gefunden und das Foto war im Kasten. Das mit dem gemeinsam ganz hoch in die Luft springen, üben wir aber noch einmal. 🙂 Kästner schreibt von Georgentor…also los, über die Hauptstraße zum goldenen Reiter, über die Augustusbrücke und zum Tor. Was hatten wir für einen Spaß. Und mein Los? Daumen hoch – hieß die Fotoaufgabe, die auf jeden Fall machbar sein sollte. Ein hübscher Mann – wir nehmen mal einen mit vielen Tattoos – wurde gefunden und der hatte mächtig Spaß, genau wie seine Begleiterin. Als Danke habe ich die zwei vorm Fürstenzug abgelichtet. Das Geniale ist, wie immer alle Menschen gucken, wenn eine Gruppe Mädels durch die Straßen zieht und jede Menge Spaß hat. Ich liebe es.

Fall ihr euch jetzt fragt, warum ich hier keine Bilder des gestrigen Tages zeigen konnte, sondern nur die normalen von dieser Woche – ich durfte mein Handy nicht benutzen und die Bilder darf ich noch nicht bekommen. Ich muss mich also gedulden, ihr auch. 🙂

Ziel 3: Der Zwinger. Aufgabe: von hinten. Na, das ist ja auf jeden Fall mal genial lustig und da hatte ich schon eine Idee im Kopf. Also ihr wisst ja wie ich bin – schüchtern, zurückhaltend, in mich gekehrt und alles drum und dran. *okayichglaubesselbstnicht* – und diese Aufgabe löste witzige Gedanken in mir aus. Fotogedanken natürlich. Im Zwinger dann wieder die Suche nach dem perfekten Fotografen. Er musste wie gesagt super hübsch sein, Figur haben und uns allen gefallen. Das Schicksal meinte es gut mit uns und schickte einen netten Engländer um die Ecke. Die Mädels sabberten schon und zogen den Moment ein wenig in die Länge. Mindestens zwei verschiedene Bilder sollten es werden. Einmal alle von hinten, also in einer Reihe mit Po raus – ihr wisst schon…und einmal alle den wohlgeformten Hintern in die Kamera und frech über die Schulter gucken. Yes – läuft 😉

Nun stand im Kästner-Werk „Muse Thalia“ – aha, na dann mal los, wo das große Buchgeschäft ist, weiß ich aber ganz genau. Ha! Wir schlenderten also weiter ganz gemütlich durch die Stadt und ich überlegte schon, wie die Aufgabe: auf den Arm nehmen – umgesetzt werden kann. Da der Thalia allerdings in der Mitte von zwei großen Straßen ist und die Fußgänger sich kurzzeitig stauen und bei grün plötzlich ganz schnell auf der anderen Seite sind, ist das dort mit dem Fototypen nicht gerade einfach. Er musste ja hübsch sein. Sobald ein hübscher gesehen wurde, schaltete die Ampel auf grün und schwupps war der schöne Mann weg. Hm…Also vielleicht doch einen nicht ganz so schönen Fotografen? Also bin ich fix zu einem jungen Mann hin und der war mehr als schüchtern. Er fragte sogar seine Freundin, ob er das mal machen kann. Ich musste sowas von lachen. Herrlich. Aber richtig herrlich. Ich vertraute den Mädels meinen Körper an und legte mich in einem Meter Höhe, in ihre Arme. Vertrauen pur. Die hätten mich ja auch einfach mal alle fallen lassen können. Hihi.

Tadaaaa…nun hatte ich alle vier Aufgaben erfüllt. Und nun? Hoffentlich nix schweres oder peinliches. Blamieren wollte ich mich nicht wirklich. Lesebienchen steckte mir ein neues Los zu und auf dem konnte ich erlesen, dass ich im „edc-Store“ shoppen darf. Ein Teil meiner Wahl sollte ich mir aussuchen. Was echt jetzt? Ist ja genial. Wisst ihr wie lustig es ist, mit den Mädels durch die Altmarktgalerie zu ziehen und den edc zu stürmen? Ich habe letzten Donnerstag einen Rock gesehen und genau den wollte ich gern haben. Lustig ist, wenn es nur noch genau einen Rock, in genau der kleinsten Größe gibt und er passt wie angegossen. Wie genial, genial, genial. Die Mädels konnten natürlich auch noch das ein oder andere Teil finden. Wenn schon – denn schon.

Nach dem Ausflug in den Klamottenladen ging es geheimnisvoll weiter. Tuschelnde Mädels. Sowas kann ich ja leiden, grins. Also ab in die Straßenbahn und zurück zum Goldenen Reiter. Die Stufen zu den Elbwiesen herunter und spazieren. Wir genossen es in der Wärme an der Elbe entlang zu schlendern und das grandiose Stadtpanorama anzusehen. Der dort aufgestellte Rahmen, durch welchen man den berühmten Canaletto Blick hat, diente uns für schöne und lustige Bilder. Was hatten wir für Spaß. Details muss ich euch allerdings an dieser Stelle verschweigen. Denkt euch jede Menge Blödsinn und nicht jugendfreies Zeug 🙂

Und dann hinter der Hecke an der Mauer: ooooohhhhhh wie schöööööön. Männliche Wesen (liebevoll von uns auf den Namen: die Stadtreinigung) getauft, haben uns ein Picknick angerichtet. Ich wollte schon immer mal an der Elbe sitzen und picknicken. Wie genial, wie genial und lauter leckere Sachen. Hackbällchen, Nudelsalat, eine Lachs Tarte, Tiramisu, Muffins und Obst-Wurst-Spieße. Soooo lecker. Wir ließen es uns schmecken und quatschten und lachten was das Zeug hält. Wir beobachteten die Leute um uns herum und ließen uns von einem Vogel ankacken, wie auch von einer Wespe stechen. Es war also alles dabei und wir ließen es uns richtig gut gehen. Bücher waren immer und immer wieder ein Thema, logo – was?

Einfach alles stehen und liegen lassen und weiter ziehen? Ja, dies war dank der „Stadtreinigung“ möglich. Das Ziel musste ich allerdings benennen. Dies war recht einfach, nachdem ich die Papierschnipsel zusammen gepuzzelt hatte. Aha: Findus. Findus? Da fällt mir doch glatt die Buchhandlung Findus in Tharandt ein. Meine Blog-Herzens-Buchhandlung. Wir werden für einige Stunden in der Buchhandlung eingeschlossen. Nur wir Mädels – ganz allein im großen Bücherreich. Wie schööööön. Der Weg dahin führte aber erst über Starbucks. Lecker. Lange habe ich keinen Vanilla Latte mit Strohhalm (ihr kennt ja meine Macke) getrunken. Dann kam auch noch ein Riesenpenis durch den Dresdner Hauptbahnhof. Ja, ihr habt richtig gelesen. 🙂 Bini und der Riesenpenis – ein Foto musste her, da bin ich mir doch nicht zu schade. Na, prima. Sehr spaßig, denn auch er heiratet am selben Tag wie ich, allerdings in Chemnitz. Nun denn – alles Gute. Eine Zugfahrt die ist lustig, ab nach Tharandt mit der Bahn.

Dort im idyllischen Ort angekommen wurde mir eine Flasche Kontrasecco mit einem Lesezeichen – genau für den Tag passend – von der Inhaberin meines Lieblingsbuchladens überreicht. Wie schön. Frau Erler stellte sich vor, denn noch nicht alle Mädels waren in diesem Schmuckstück von Buchladen. Ihr Reich ist einfach traumhaft und dann waren wir allein. Ein Kühlschrank voller Getränke, Knabberzeugs und viele, viele Bücher und buchiges Zubehör. Ihr könnt euch vorstellen, wie der Abend dann verlief?

Jeder musste gucken, zuhören, blättern, drehen, wenden, lesen – hach – einfach herrlich. Unsere buchigen Herzen überschlugen sich förmlich. Es wurde empfohlen und abgeraten und ausgesucht und überhaupt. Es war durch und durch schön, bis sich eine fiese Erkältung in mir ausbreitete. Ich bekam olle Halsschmerzen und aus dem geplanten tanzen gehen, wurde nix. Leider. Aber wir waren alle ein wenig durch (so ist das dann, wenn eine 3 beim Alter vorne steht) und haben glücklich auf den tollen Tag zurück geblickt. Tanzen gehen und das Sektfrühstück danach holen wir auf jeden Fall nach.

Eine große Überraschung gab es noch zum Schluss, obwohl sich der Tag so schon wie Geburtstag und Weihnachten zusammen anfühlte. Ich bekam eine wundervolle buchige Karte auf der alle unterschrieben haben und eine große „B“ Buchstütze – wie Buch bzw. Bianca 🙂

Mädels – ihr wart einfach grandios und habt mir einen unvergesslichen Tag geschenkt. Fühlt euch alle ganz doll gedrückt und geküsst. Die Organisation hätte nicht besser sein können – ihr habt mich einfach glücklich gemacht und alle meine „Nerven“ getroffen. Ich bin immer noch total begeistert. Wahnsinn!

P.S. Am 15.08.2015 war es soweit – HIER könnt ihr nachlesen. 🙂

DANKE – DANKE – DANKE!

 

Danke für euch!

Eure

[LBW 30] Leidenschaft…

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Heute mal ganz anders…

Kolumne #18: Leidenschaft

Als sie den Fahrtwind spürte, fühlte sie sich frei. Sie fühlte sich angekommen und sicher, wie in einem Hafen. Die kalte Fahrtluft erreichte ihre verschwitzte Haut. Zwar nur durch die Lüftungsschlitze in der angeblich atmungsaktiven Motorradkombi, aber sie kam an. Sie kühlte und erfrischte. Es fühlte sich gut an. Sie sagte zu ihm: „Los, und jetzt zieh mal richtig auf.“ – Worte die sie lange nicht aussprechen konnte, da sie seit zwei Jahren auf keinem fahrenden Motorrad mehr gesessen hatte. Erst vor kurzer Zeit hat sie sich getraut, auf einem Motorrad zu sitzen, probiert, ob sie es halten kann, es vom Seitenständer genommen. Eine vorsichtige Annäherung. Erst letzte Woche folgte der zweite Versuch, das zweite vorsichtige Testen. Daraufsetzen, hin und her rollen, das Gefühl zu bekommen, 250 kg unter sich zu haben, die auch kippen können, wenn die Balance nicht vorhanden ist.

120 km/h nach zwei Jahren – für sie und für ihn. 120 km/h die so viel bedeuten. Leidenschaft trifft Angst – Leidenschaft verdrängt Angst – Angst fährt mit, aber sie muss lernen sich unterzuordnen. Es kann immer etwas passieren und es ist passiert, aber jetzt ist alles wieder gut. Das Leben läuft weiter, die Welt dreht sich und die gemeinsame Leidenschaft soll aufflammen. Die Flammen sind nie weg gewesen, der Gedanke an die frühere Zeit war nie ausgedacht.

Lange Zeit war klar, der Tag rückt näher. Der Tag an dem sie sich der Angst stellen muss und vor allem will. Mehr muss als will – das Will tauchte immer wieder ab, hatte es schwer, sich ans Tageslicht zu kämpfen. Immer wenn sie ihn ansah, leuchteten seine Augen. Er will, er sehnt sich danach, er möchte probieren, ob er es noch kann. Seit zwei Jahren und einem halben noch obendrauf, sehnt er sich nach diesem Moment. Der Moment des Startens, des Fahrens, des Testens, ob es seine Handgelenke mitmachen, ob es sein Körper, der zwar noch viele Spuren und Narben des Unfalls trägt, aushält. Die Belastung analysieren und den Genuss des Zweirads leben. Hoffnung – es wird klappen, der Tag muss kommen.

Der Tag stellte sich als der 25.07.2015 heraus. Eigentlich sollte es schon unter der Woche sein, doch die Temperaturen sahen kein Kradfahren vor. Es war einfach zu heiß und eben diese Hitze war ihr Schutzschild. Das Schutzschild unter dem sie ihre Angst verstecken konnte. Sie wollte es und doch. Das Versprechen es am Wochenende zu probieren, war nie gelogen und wäre es nicht so heiß gewesen, hätte sie es eher eingelöst. Der Schritt sollte gemeinsam gewagt werden und dann war er da, der Moment.

Er fuhr. Er fuhr und er strahlte vor Glück. Sein Körper machte mit, er hält es aus, es funktioniert. Seine Augen schlugen Purzelbäume vor Freude. Und sie setzte sich hinten drauf, fragte gefühlte tausend Fragen, ob es wirklich geht, ob sie sich genau so festhalten kann, ob er es wird halten können, mit ihr, dem Mehlsack hinten drauf. Es funktionierte. Auch in den Kurven, die ihr immer und immer wieder Bauchschmerzen bereiten. Unbegründete Bauchschmerzen, die Panik auslösen, unbegründete Panik, die auf einmal da war. Sie fuhren langsam durch die Stadt, ins Gewerbegebiet. Und dann hatte sie alleine die Maschine unter sich. Er sollte neben ihr bleiben. Beide Beine auf dem Boden, starten, den Motor aufheulen lassen. Und dann von N in den ersten Gang. Das Geräusch des Einlegen des Ganges, ist Musik in ihren Ohren. Sie mag dieses Gefühl. Losrollen, einfach mal losrollen, nur mit der Kupplung spielen. Der erste Moment seit 2012. Unsicherheit. Freude. Eine unbeschreibliche Mischung und das Kraftpaket unter ihr. 50 kg sie, 250 kg es. Auf die Technik kommt es an und wenn es fährt, fährt es.

Er sollte immer noch neben ihr bleiben, sollte ihr redende Sicherheit geben. Sie wollte testen, was passiert, wenn sie ausgeht. Kann sie den Ruck abfangen. Ja, sie kann. Kann sie es ein zweites Mal? Ja, auch das klappt. Okay, dann mal los. Grundfahrübungen, vor allem den Lenker eingeschlagen. Kreise. Fahr Kreise. Sie fährt Kreise. Mit großem Respekt. Doch das Spiel aus Kupplung, Gas und Balance gelingt. Erst ein Kreis. Pause. N-Stellung. Ein zweiter Kreis. Pause. N-Stellung. Die Hände beginnen sich daran zu gewöhnen, an die merkwürdige Haltung. Die Handgelenke spüren die Kraft. Die ständige Anspannung, das ständige Loslassen. Die Sicherheit kommt, nicht gleich, aber sie kommt. Sie wartet im Hintergrund auf den Moment, in dem sie es schafft, mindestens drei Kreise hintereinander zu fahren. Es geht und dann, einfach raus aus dem Kreis, den Berg hoch und das nicht nur im ersten Gang, sondern im dritten. Hochschalten, gucken, fahren, genießen. Oben angekommen, der Blick zurück. Zu ihm. Er freut sich, er ist stolz, was er auch signalisiert. Sein Stolz und mein Stolz vermischen sich. Und nun?

„Dreh einen Kreis und komm zu mir zurück.“ Gesagt, getan. Jetzt ist sie da, die Sicherheit. Und es macht so viel Spaß, es ist einfach so schön. 60 km/h für den Anfang, mehr ist auf dieser Strecke nicht möglich. Für heute ist es gut. Ich bin gefahren, er ist gefahren, wir sind gefahren.

Der große Schritt ist gegangen, besser: gefahren. Ab jetzt ist die große Angst weg, die Leidenschaft soll in den Vordergrund und sie kommt. Nass geschwitzte Sachen, das Shirt klebt auf der Haut, aber die Freude ist übermächtig und es fühlt sich so gut an. So gut.

Allzeit gute Fahrt und die Bilder der Woche findet ihr oben in der kleinen Diashow. Passt auf euch auf! Immer!

Danke für euch!

Eure

[LBW 29] Gedankenquälerei – Worträtsel

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Buchwoche 29 +++ Stephen King +++ Flow-Ferienbuch +++ Hunkemöller +++ Hochzeit +++ Gedankenquälerin Worträtsel

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Heute gibt es mal ein kleines Rätsel am Ende des Artikels. Ich gebe euch einige meiner tiefsten Gedanken preis und dann dürft ihr rätseln und gespannt bleiben, welche Überraschung auf euch wartet…

Viel Freude beim Lesen!

Montag

Manchmal fliegt die Zeit nur – kennt ihr ja. Aus diesem Grund gab es jetzt länger kein intensives Treffen mit meiner besseren Buchhälfte. Aber das heißt nicht, dass wir wenig Kontakt haben. Dennoch lässt es sich live und in Farbe natürlich besser über die aktuellen Bücher plaudern, wir haben also einen schönen buchigen Abend verbracht und sind gegenseitig wieder Buch-up-to-date. Wenn die Hälfte zurück aus dem Urlaub ist, geht es mit ihrer Klassiker-Serie weiter. Lesebienchens Klassikerecke wird dann also wieder befüllt und gleich doppelt.

Auf Facebook gibt es immer mal wieder merkwürdige Zeiten, so wie letzten Montag. Ich habe ein kleines, vielleicht ein wenig zurückhaltendes Gewinnspiel gestartet und euch gefragt:

Du willst „King“ lesen?

Du kannst „King“ lesen.

Du musst mir nur sagen, warum?

„Doctor Sleep“ wird bald bei dir wohnen…

Es hat sich niemand gemeldet und nun frage ich mich – gibt es noch Stephen-King-Leser? Kennt ihr den Roman schon alle? Keiner wollte den Roman – ok – dann wandert er in die Dresdner Lesezelle.

Dienstag

Lange habe ich es für mich behalten müssen und können, lange ist die Anfrage vom Flow-Magazin her und nun kam endlich der Tag der Tage. Ich hatte es beinahe schon vergessen, irgendwie. Das Flow-Ferienbuch ist erschienen und ich darf mit drin sein. Auf Seite 156 gibt es ein paar Zeilen über Literatwo zu lesen. Guckt mal oben durch die Galerie, ich habe euch den Ausschnitt mal fotografiert. Ich freue mich einfach sehr drüber und mache jederzeit gerne mit und mein 365-Tage-Projekt pflege ich ohnehin immer weiter. Ich liebe es einfach!

Mittwoch

Mittwoch war ein übervoller Tag. Arbeiten und dann wieder einiges Planen wegen der Hochzeit. Es ist so herrlich, nach dem Job noch nach Moritzburg zu fahren, vor allem wenn die Sonne noch so schön scheint und der anschließende Sonnenuntergang einfach malerisch ist. Es wird eine Hochzeitskutsche geben und Blumen sollen natürlich das Auto und den Feiersaal schmücken, also heißt es Absprachen treffen. Mit Terminen die mal schnell platzen, muss gerechnet werden, aber wenn ein Termin platzt, knallt meist gleich ein neuer spontaner Soforttermin auf – also hat sich die Fahrt so oder so gelohnt.

Ich liebe es abends auf Balkonien zu sitzen und zu lesen und ich hätte nie, nie, nie gedacht, dass ich nach diesem Tag noch fähig sein werde, ein paar Seiten zu lesen. Natürlich habe ich nie daran geglaubt, die noch knapp 150 Seiten in „Girl on the Train“ zu verschlingen. Wie denn auch, mit Augen auf halbzu…

Aber ein gutes Buch ist ein gutes Buch, wenn es dich mit einem Schlag wach macht und dir beweist, dass du natürlich noch die restlichen Seiten verschlingen kannst und zwar in Rekordzeit.

Donnerstag

Die Überraschungspost vom Mittwoch habe ich mir erst am Donnerstag näher anschauen können. Wie ihr gesehen habt, hat mich ein Buchpäckchen erreicht, was nur so von Liebe glühte. Na, ich bin wirklich auf Wohin du auch gehst (Fischer) von Leisa Rayvens gespannt. Die Aufmachung lässt vor Liebe glühende Zeiten erwarten.

Obwohl auch dieser Tag einfach voll war, einkaufen muss man ja auch und lecker essen sowieso, habe ich noch Zeit gefunden, um zum nächsten Werk zu greifen. Zuvor habe ich allerdings noch Worte zum vorherigen Roman niederschreiben müssen.

Schizo – Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbsthat mich sofort gepackt. Ich musste gleich erstmal die ersten 60 Seiten am Stück verschlingen und dann versuchen zu atmen und darüber nachzudenken. Wow – Miles du wächst mir ans Herz…

Freitag

„Girl on the Train“ hat mich gepackt und ich musste dringend meine Gedanken nicht nur in einer Email, sondern auch in einem Artikel freien Lauf lassen. Bevor es also zum Treffen mit den ehemaligen Kollegen ging, um einen lustigen Sommerabend zu verbringen, habe ich noch schnell einen Artikel veröffentlicht, um euch noch eine große Empfehlung vor dem Wochenende auszusprechen. Dies fiel mir ziemlich leicht und an dieser Stelle lade ich euch erneut ein, zu mir in den Zug zu kommen.

Setzt euch zu uns…

Samstag

Post abgeschickt – endlich. Zwei Karten, eine Buchsendung und ein Paket. Es werden sich wohl in der kommenden Woche mindestens drei Menschen freuen und das fühlt sich sehr gut an.

Lese und lebe und versuche beides zu vereinen. Das geht, auch wenn es dann 2 Uhr nachts ist, aber es geht. Wer braucht schon Schlaf, wenn man wach sein kann?

Ich habe nun mein Outfit so relativ komplett. Die BH-Frage ist nun geklärt und es ist nicht einfach, genau DEN EINEN zu finden, der an dem Tag angemessen ist und so genial passt. Wer hätte das gedacht, aber ich bin auch kein Mädchen im Sinne von Mädchen, was sich im Dessousgeschäft herumtreibt und ständig neue Wäsche trägt. Gestern habe ich dann mal erlebt, wie sich so die richtigen Mädchen fühlen. Ich muss schon wieder grinsen. Ich mag ja kein rosa und pink und dann wird mein wunderschöner BH in Seidenpapier eingewickelt und ich bekomme den in eine rosa Tasche mit Schleifchen verpackt. Mein erster Besuch bei hunkemöller hatte schon was 🙂 Ich habe dann dennoch nicht die Tasche vor mir her getragen und auch kein geheimnisvolles Gesicht aufgesetzt. Grins…

Strümpfe habe ich nun auch und zwei Strumpfbänder. Mir fehlt aber noch irgendwie eine Tasche…

In den Thalia musste ich natürlich auch noch schnell, ist ja klar. Auch wenn ich nur ein Foto der Bestsellerwand gemacht habe – ich war drin. 🙂

Sonntag

Planen, planen, planen – die Hochzeitsmenükarten sind fertig und die Absprache mit dem DJ ist auch erledigt. Moritzburg – du bist echt eine traumhafte Stadt, muss ich mal sagen.

Ansonsten war für heute der große Schritt geplant – Motorrad fahren, aber…trotz Hilfe von allen Seiten, das Baby wollte nicht anspringen und nun wird ein neuer Tag kommen. Der richtige Tag – aber drauf sitzen geht ja immer. 🙂

Kolumne #17: Gedankenquälerin

Gestern in der Nacht habe ich lange darüber nachgedacht und einem sehr wichtigen Menschen davon erzählt, dass ich wohl eine Gedankenquälerin bin. In einem bestimmten Buch habe ich den Begriff zum ersten Mal gelesen und eine Gänsehaut bekommen, als ich die folgenden Zeilen las:

„“Gedankenquälerin“ nannte Helena mich, wenn ich ihr erzählte, was mir vor Augen stand, ohne dass ich es wollte. Wie Mama bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, und ein Polizist klingelte an unserer Wohnungstür, überbrachte mir die Nachricht, und ich brach auf der Schwelle zusammen. Das Internat, in das ich dann geschickt wurde, lauter reiche Kinder und ich als arme Waise, immer allein am Tisch, und keine Helena da. Dass mir manchmal auch ihr Tod passierte, erzählte ich ihr nicht.“ … „Dabei hatte ich echt genug andere Probleme, über die ich nachdenken musste.“

Das Wort Gedankenquälerin habe ich tief verinnerlicht und es ist einfach passend. Seit zwei Jahren habe ich bestimmte Ängste, seit einem schlimmen Unfall und manchmal toben in meinem Kopf nur grausame Schreckensszenarien. Es ist inzwischen besser, ja, und doch gibt es die Tage, an denen die Gedankenpferde im Galopp durch mein Hirn toben und mich einfach ärgern. Ich kann die Welt nicht retten, ich kann nicht immer und ständig bei den Menschen die ich liebe sein, nur um irgendwie was auch immer zu verhindern. Jeder ist für sich verantwortlich und gegen das Schicksal und gegen Unfälle sind wir alle recht machtlos, aber die Angst kann ich nicht abschalten, ich kann aber lernen mit ihr zu leben. Aus diesem Grund muss ich mich ihr stellen und ich stelle mich ihr. Tiefpunkte gehören dazu, aber so ist es eben, wenn du einmal im Leben kurz davor bist, einen Menschen zu verlieren und dir die Polizei diese Botschaft bringt. Aber – die Welt dreht sich weiter, wir leben alle weiter und wir wollen leben und genießen und Spaß haben und nicht immer nur daran denken, was könnte wo wann sein und überhaupt. Die Zeilen allerdings haben mein Inneres gespiegelt, was mich ab und an einfach mal so überkommt.

Leben eben – wie ich immer so gern und am liebsten locker und leicht sage…

1~ 2 oder 3
1~ 2 oder 3

Gedankenquälerin – rätselt mit…

Gedankenquälerin – sagt euch das Wort etwas? Während ich gegen 2 Uhr auf dem Fußboden in der Küche lümmelte, von Werken umgeben, kam mir die Idee euch einfach mal ein kleines Rätsel aufzugeben. Ihr habt das Foto mit den drei Werken schon entdeckt. Das Zitat aus der heutigen Kolumne stammt aus einem Roman, den ich logischerweise schon gelesen habe. Vorgestellt habe ich diesen hier auf Literatwo allerdings noch nicht. Mit diesem Hinweis müsstet ihr nun nur noch zwei Bücher in die engere Wahl schließen und seit der richtigen Antwort ein Stück näher. Mehr möchte ich nicht verraten, denn ihr sollt ein wenig knobeln. Oder soll ich euch noch verraten, auf welcher Seite ihr das Zitat findet? Okay – es steht auf Seite 74 im Buch.

Wer errät, in welchem Roman das Zitat ist und von der Losfee ausgelost wird, darf sich auf eine buchige Überraschung freuen. Habt ihr Lust?

Dann knobelt und schreibt mir die Lösung bis zum Donnerstag (23.07.) per Email an literatwo@aol.de und hinterlasst einen Kommentar. Im Kommentar vermerkt ihr bitte den 4. Buchstaben des Titels. Alles klar? Dann kann es ja losgehen. Viel Freude!

Danke für euch!

Eure

[LBW 28] Woher kommst du und wo willst du hin?

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Buchwoche 28 +++ Buchpost +++ Buchwerbung in Dresden +++ Stöberzeit +++ wo willst du hin?

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Habt ihr einen schönen Nachmittag und genießt die warmen Sonntagsstunden? Bis eben habe ich auf Balkonien gelesen und nun gibt es einen Rückblick für euch – wie immer nicht nur buchig.

Viel Freude beim Lesen!

Montag

Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan habe ich von meiner Arbeitskollegin zurück bekommen. Sie liebt das Buch genauso sehr wie ich und wir konnten uns sehr gut darüber unterhalten. Die Gedanken überschlagen sich förmlich dabei, wenn überlegt wird, ob wir vielleicht auch ab und an von „A“ besucht werden. Der Roman könnte real sein. Kennt ihr ihn? Wenn nicht, dann lohnt sich ein Blick in den Artikel.

Als ich die Wohnung betrat, strahlte mich ein großes Buchpaket an. Es ist da- HURRA. #Liesdichweg hat mir Glück gebracht und ich durfte mich über 5 neue Bücher freuen. Es ist schon sagenhaft genial, wenn davon 3 genau ins Leserherz treffen. Die drei tagen die Titel Bist du noch wach? von Elisabeth Rank; Margos Spuren von John Green undGirl on the Train von Paula Hawkins. Ich habe euch die Titel gleich mal verlinkt. Ranks Werk wollte ich schon lange habe, Wahnsinn, hat hier das Universum was geahnt? Mal sehen, wenn ich es endlich lesen werde. Auf das Werk von John Green bin ich sehr gespannt, denn Das Schicksal ist ein mieser Verräter hat mich damals wirklich berührt, wie ihr lesen könnt, und ich sag nur: Okay…

Dienstag

Am Montag wollte ich ein neues Werk beginnen und entschied mich am Dienstag, nachdem ich eine große Runde in der Flow gelesen habe, für Buch Nr. 3 und zwar „Girl on the Train“. Nun stecke ich mittendrin und kann kaum aufhören zu lesen.

Mittwoch

Buchpost ereilte mich am Mittwoch und zwar aus dem Hause FISCHER – KJB. Der Roman ist aus dem Kinder- und Jugendbuchbereich und trägt den Titel „Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens„. Geschrieben ist es von Sarah Moore Fitzgerald und ich glaube, die Äpfel werden mich ins Herz treffen. Ich bin gespannt. Der Titel ist allerdings wahnsinnig lang, ich taufe es auf den Namen „Apfelbuch“. So! 🙂

Zum Lesen bin ich recht wenig gekommen, denn ich war mit meinem Bruder und meiner Ma shoppen – die Hochzeit naht und es wurde Zeit für einen Anzug und ein Paar Schuhe. Ich habe viel im Männerankleiden vom netten Verkäufer aus dem P&C in DD gelernt. Der Anzug sieht super aus, mein Bruder kann also dran teilnehmen. Lach. Ich hoffe der Mann wird noch besser aussehen. 🙂

Donnerstag

Am Montag konntet ihr den Rückblick lesen und aus diesem Grund entschied ich mich für den Donnerstag als Artikeltag. Welcher Roman euch erwartet hat?Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb von Tanya Stewner natürlich. Ich versuche immer noch die Zeit anzuhalten…

Freitag

Ich schreibe immer noch zu wenig Karten und Briefe, aber die liebe Moni ist mein Gegenteil und ich durfte mich schon wieder über eine Karte freuen. Sooo schön – immer und immer wieder und der Fußballspruch ist einfach genial. Überhaupt sind die Karten vom Diogenes Verlag spitze!

Wochenende – Heimfahrt und was sehe ich? Vier große Plakatwände auf dem Langen Weg in Dresden mit – man höre und staune – BUCHWERBUNG. Herzsammler von Stefan Anhem wird groß angekündigt. Supergenialomatik – echt! Ich dachte so: „Buchwerbung in Dresden und gleich den ganzen Weg entlang gefplastert? Sind wir in München? Sehr genial – richtig klasse.“ Auch wenn ich den Roman nicht lesen werde, da er gerade nicht in meinem „Schwerpunktgenre“ liegt – ich finde es toll und musste dies auch gleich auf allen Kanälen verkünden. Ullstein schrieb mir dann direkten Dank über Instagram. Sehr schön. Gerne doch!

Samstag

Ohrwurm eingefangen: „Make Believe“ von Thermostatic. Kommt besonders im Auto gut durchs Ohr.

Zeit zum Stöbern habe ich mir genommen und zwar war ich mal wieder ausgiebig blubbernde Anka-Videos gucken. Ihr Auspackvideo fand ich wirklich sehr süß und eine eigenen Blogtasse ist eine spitzenmäßige Idee. Guckt mal hier: Nicht mehr alle Tassen im Schrank…

Und ich war endlich mal wieder ausgiebig im Bücherkaffee gucken und besonders heute lohnt sich ein Blick mit Kaffee in der Hand, denn das Team stellt Lesetipps zum Sonntag vor. Also Wunschliste und Stift parat legen und los gehts…

Buchpost gab es auch und ich hätte auf Balkonien fast das Klingeln der lieben Postfrau überhört. Na, sowas aber auch. Ich hätte ein Werk verpasst, auf welches ich schon wahnsinnig gespannt bin. Liebe ist was für Idioten. Wie mich. Der Titel ist doch einfach genial und ich denke schon jetzt, dass ich mit Sabine Schoders Debüt wundervolle Lesestunden haben werde.

Sonntag

„Girl on the Train – Girl on the Train – Girl on the Train“ – LESETAG – mehr gibt es nicht zu sagen, ich komme kaum aus dem Werk raus. Wahnsinnig spannend, aber ich bin heute voll müde und platt – fragt nicht warum – aber einige Seiten werde ich wohl gleich noch schaffen…

Kolumne #16: Woher kommst du und wo willst du hin?

Diese Frage habe ich mir diese Woche immer mal wieder gestellt und zwar auf dem Hin – und auf dem Rückweg zur Arbeit. Ca. 30 Minuten fahre ich von meiner Haustür bis zur Firmatür und das meist zur gleichen Zeit. Ob fünf Minuten eher oder später, ganz egal, denn ich treffe zwei Autos regelmäßig. Ein ganz bestimmter VW und ein sehr auffälliger Audi kommen mir täglich entgegen. Wir haben also scheinbar die gleiche Startzeit. Aber wo fahrt ihr zwei hin und wo kommt ihr her? Fahrt ihr auch ca. 30 Minuten oder seid ihr vielleicht gerade erst gestartet und wenige Minuten später am Ziel? Könntet ihr eure Strecke vielleicht sogar mit dem Fahrrad zurück legen? Diese Fragen toben durch meinen Kopf. Klingt komisch, ist aber so. 🙂

Wir treffen alle Menschen die wir nicht kennen und doch irgendwie kennen und das sogar täglich. Arbeiten die zwei Typen an einer Maschine oder im Büro? Oder fahren sie vielleicht überhaupt nicht auf Arbeit, sondern irgendwo anders hin, vielleicht zur Freundin? Ich gehe stark davon aus, dass die beiden natürlich in eine Firma fahren. Wo fahrt ihr denn hin, frage ich mich? Fällt euch mein nicht weniger dezentes Auto eigentlich auch auf? Sollten wir uns ab morgen grüßen?

Ich finde den Gedanken einfach genial und möchte zu gerne wissen, ob es den beiden ähnlich geht. Oder nehmen die ihr Umfeld – den Gegenverkehr – überhaupt nicht wahr? Vielleicht arbeiten die beiden in der Nähe von meiner Wohnung und ich arbeite in der Nähe von deren Wohnungen? Wäre das nicht irre? Könnte man da nicht gleich die Arbeit tauschen, um Weg und Zeit zu sparen? Wäre das nicht witzig?

Ich mag diese Denkansätze/Fragen und spätestens morgen früh, treffe ich VW und Audi wieder und überlegt, einfach zu wenden und hinterher zu fahren. Dann wüsste ich mehr, aber will ich das oder frage ich mich einfach weiterhin? 🙂

Habt ihr auf eurem täglichen Arbeitsweg ebensolche Menschen getroffen, mit denen ihr eine Art Wochenrhythmus teilt? Denkt ihr ähnlich verquert? Über eure Antworten würde ich mich sehr freuen.

Danke für euch!

Eure

[LBW 27] Sommer! Es ist so schön hier…

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Buchwoche 27 +++ Buchgewinn +++ Buchohrringe +++ Strandkorb +++ Badetag +++ Es ist so schön hier…

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Ha! Erwischt, denn es ist ja schon wieder Montag. Den ersten Tag der neue Woche haben wir wohl nun alle hinter uns und können die freie Zeit genießen. Ich verbringe diese heute schreibend, in dem ich euch von meiner letzten Woche berichte. Es gibt wieder einige Bilder für euch und natürlich meine nicht nur literarischen Erlebnisse. Lasst mir gern einen Kommentar da, ich freue mich drüber. 🙂

Viel Freude beim Lesen!

Montag

Der Montag begann mit einem Ohrwurm – schon seit dem Urlaub habe ich „Riva“ von Klingande im Kopf. Ich mag das Lied sehr. Kennt ihr es? Hört mal rein und ohrwurmt einfach mit.

Im Urlaub habe ich beim Thalia – Buchbild #liesdichweg mitgemacht und konnte kaum glauben, dass ich gewonnen habe. Spontanität ist manchmal alles und ich bin gespannt, wenn das Buchpaket eintrifft. Ich mag damit jemanden überraschen, die Gute weiß nur nicht, dass ich sie meine. Eine liebe Bekannte/Blogleserin hat ebenso mitgemacht und es geht ihr momentan nicht so gut, vielleicht kann ich sie damit kurzfristig überraschen.

Dienstag

Habt ihr schon von Tanya Stewners Werk „Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb“ gehört? Als ich in den Roman eintauchte, musste ich gleich an die Kids vom Kinderheim St. Alban denken, in welchem Arndt regelmäßig literarische Abende veranstaltet. Ich stelle euch das Werk bald vor, denn meine Begeisterung muss raus und ich denke, den Jugendlichen könnte es sehr gefallen. Würde ich um die Ecke wohnen, würde ich es wohl selbst vor Ort vorstellen.

Lass den Dienstag freakig werden, dachte ich mir und somit gab es für euch einen Artikel zu lesen. Kathrin Schrockes Freak City habe ich euch vorgestellt. Ein Werk, welches ihr euch nicht entgehen lassen sollt.

Und sonst? War ich mal ein wenig im Nachbarland unterwegs. Ein kleiner Ausflug über die deutsche Grenze hinaus, fühlt sich immer wieder wie Kurzurlaub an.

Mittwoch

Späte Geburtstagsgeschenke sind einfach genial. Meine Freundin war endlich wieder im Lande und schenkte mir einen Reiseführer für Neuseeland und ich bekam ein richtig tolles buchiges Geschenk. Blättert euch mal durch die Bilder. Ihr werdet ein grünes Notizbuch mit weißen Punkten (ich liiiiiebe Punkte) finden. Aber das Notizbuch ist nicht nur ein Notizbuch, sondern mehr als besonders, denn in seinem Inneren verbirgt es einen Schatz für die buchigen Ohren. Mein lieber ehemaliger Kollege und sehr guter Freund hat sich ins Zeug gelegt und gebastelt. Zwei wunderschöne Ohrringe (auch gepunktet!!!) schlummern nun zwischen den Seiten und sind sicher verwahrt. Sind die nicht genial? Überhaupt ist die Idee an sich grandios. Mal sehen, wenn die „Tragepremiere“ stattfindet. Ich strahle immer noch übers ganze Gesicht. Einfach Bombe! Tausend DANK – du hast genau meinen Nerv getroffen.

Donnerstag

Im Strandkorb lesen? Herrlich, ganz egal, ob an der Ostsee oder in der Kleinstadt um die Ecke. Während der kleine Mann des Hauses ruhig schlummerte, habe ich mich in den Strandkorb verzogen und in meinem aktuellen Werk weiter gelesen. So macht das Aufpassen aufs Kind doppelt viel Freude. Eine ganze Zeit konnte ich in der Sonne lesen. Mit den Augen im Werk und mit den Ohren beim Babyphone, bis der Vater des Kindes vom Termin zurück kam. Mein Geburtstagswunsch Strandkorb hat sich noch mehr verfestigt. Ich muss jetzt nur mal gucken, wo es welchen gibt und mich dann endlich entscheiden, bevor sich die Strandkorbsaison dem Ende hin neigt…

Freitag

Fri-Fra-Freitag – ich liebe diesen Tag. Auch wenn er tagsüber sehr zäh ist, zum Abend wird er grundsätzlich locker leicht und fluffig. Der Sommer ist da und somit lohnt es sich nach der Arbeit schnell auf Balkonien zu fahren, denn bis 17 Uhr gibt es noch Sonne. Eine ganze Weile bin ich dann im Roman versackt. Anschließend ging es raus an die Luft. 🙂

Samstag

Motorradhelmkauf, Einkauf, Steuererklärung und dann endlich – BADEN.

Sonntag

Badetag der 2. Einfach mal raus, aus der Stadt und mit dem Mann und den Kumpels an den Senftenberger See. Wie herrlich ist das denn gewesen. Der Tag schreit nach einer Wiederholung. Der Rücken zwar im Moment nicht, aber bald wieder. Gut gebräunt, im Wasser ausgetobt und am Wiesenstrand geschmökert – das ist Leben. Fast völlig offline ist es immer wieder erstaunlich, dass das Online danach immer noch existiert. Lach.

In der Stadt ist mir zum ersten Mal die buchige Straßenbahnhaltestellenwerbung aufgefallen. Früh fragte ich euch noch: Kennt ihr Con Crafter? Viele hilfreiche Antworten gab es und scheinbar kenne nicht nur ich ihn nicht. 🙂

Am See habe ich mal nicht in einem Roman gelesen, sondern in der aktuellen Ausgabe der Flow geschmökert. Sehr entspannend.

Kolumne #15: Es ist so schön hier!

„Es ist so schön hier“, sagte ein kleines ca. vierjähriges Mädchen zu ihrem Papa, als sie am Badesee zum Wasser spazierte. Und wie Recht sie hat. Die kleinen Dinge im Leben machen das Leben lebenswert. Wir sollten viel öfter die kleinen Dinge wahrnehmen. Den flinken Fisch im Wasser, die warme Wiese unter den nackten Füßen, die angenehme Sommerluft, das Zwitschern der Vögel, die kleine Eidechse auf dem Stein am Ufer, die nervige Ameise auf der Decke. Warum hetzen, wenn in der Langsamkeit die Entspannung wohnt?

Der Satz des Mädchens hat mich innehalten lassen. Sie hat mein Denken in eine andere Richtung gedreht und ich schaltete gleich noch zwei Gänge runter, obwohl ich schon im Ruhemodus war. Einfach mal da sitzen und nichts tun, einfach mal die Gedanken anhalten oder auf neue Denkbahnen schieben. Wann habt ihr das zum letzten Mal gemacht? Habt ihr schon vor einem See gestanden und gesagt: „Es ist so schön hier“?

Den Sonntag habe ich aus diesem Grund gleich zum Anlass genommen, nicht zu denken „ich muss noch, ich möchte noch, es ist Zeit für…“. Wie wäre es einfach mal das zu machen, was gerade ansteht? Baden, lachen, Spaß im Wasser haben. Ich liebe die Literatur und erzähle euch gerne, was ich gelesen habe, versuche auf buchigen Events dabei zu sein und lasse mich sonntags gern in den Wochenartikel fallen. Aber manchmal kann man PC und Sonne einfach nicht miteinander verbinden. Muss man denn PC und Sonne verbinden? Nein – absolut nicht, denn warum unbedingt in Muster verfallen, wenn doch am nächsten Tag ebenso Zeit ist? So habe ich gedacht und es mir weiterhin gut gehen lassen. Wasserschlachten standen auf der Tagesordnung, ein Bier am See auf dem Strand, viel mit Mann und Kumpels lachen und jede Menge Spaß haben. Von Boje zu Boje schwimmen und fast untergehen, im flachen Wasser angetaucht und auf die Schultern gehoben werden, eine große Runde schmökern, ein wenig einschlafen und anschließend andere Badegäste betrachten und sich ein wenig über deren Verhaltensweisen amüsieren.

Anschließend im Stau stehen, Eis essen, laut Musik hören und andere Autofahrer und Autos begutachten. Hey – das Leben ist schön und vor allem ist es schön, die Momente zu leben, ohne Hintergedanken im Kopf, was es noch zu tun gibt.

Was habt ihr gemacht? Konntet ihr den herrlichen Sonnentag genießen?

Danke für euch!

Eure

[LBW 25 + 26] Urlaub – Bücherempfehlungen

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Buchwoche 25 + 26 +++ sonnige Urlaubsseiten +++ Sommerempfehlungen / Bücherempfehlungen +++ Klassik +++ Rowohlt +++ Hochzeitstorte +++ Wichtelpaket +++ u.s.w.

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Warum nur über eine Woche schreiben, wenn ich auch über zwei Wochen schreiben kann? Ihr habt es vielleicht mitbekommen, aber ich hatte eine Woche Urlaub und war an der schönen Ostsee – es war herrlich und auch buchig gibt es einige Neuigkeiten und natürlich erfahrt ihr auch, was ich in der Vorurlaubswoche erlebt habe. In der kommenden Woche werde ich wieder aktiver sein und es wird ein paar Artikel mit sommerlichen Lektüreempfehlungen geben. In der Kolumne gibt es schon einen kleinen Ausblick, denn dazu wurde ich heute animiert.

Viel Freude beim Lesen!

Montag

Klassik – einfach klasse…so sagt es das liebe Lesebienchen und hat euch einen klassischen Mai-Artikel vorgestellt. Sie hat es zwar erst im Juni geschafft, aber geschafft, ist geschafft. Also schaut mal vorbei ihr Klassik-Herzen.

Buch und Auto – funktioniert das? Zumindest, wenn man nicht selbst fährt. Einigen wird allerdings schlecht, beim Lesen im Auto. Ich gehöre zum Glück zur Sorte der „ImAutowunderbarlesenKönnerinnen“ und habe dies natürlich ausgiebig getan. Zumindest am ersten Urlaubstag auf der Fahrt an die Ostsee.

Auf der Fähre liest es sich mindestens genauso gut und nicht nur die Bücher waren froh, endlich im Urlaub zu sein…Hallo Ostsee…hallo Rügen…hallo Göhren.

Dienstag

Am Dienstag der 25. Kalenderwoche des Jahres 2015 ereilte mich die Botschaft: Harry Rowohlt ist tot…

Wie ein Pfeil bohrte sich die Nachricht in mein literarisches Herz und mein Hirn überschlug sich, denn meine Gedanken wirbelten zum letzten Treffen mit ihm in Leipzig, seine Stimme zog durch meinen Kopf und ich schwelgte sofort im Artikel: Harry Rowohlt liest…welchen Arndt gefühlvoll verfasste. Harry…pass auf dich auf!

Die Überraschung des Tages kam von meiner Mama, denn sie ließ mich wissen, dass sie Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe von A.J. Betts gelesen hat. Schon vor langer Zeit habe ich es ihr ausgeliehen, mit dem Hinweis es bitte bald zu lesen und nun hat sie es getan und ist genauso begeistert und gerührt. Wer das Werk noch nicht kennt, sollte unbedingt in den Artikel klicken, ich habe euch oben den Titel verlinkt, denn diesen Roman solltet ihr nicht überlesen. Ich lege ihn euch heute noch einmal ans Herz.

An der Ostsee habe ich ein paar Sonnenstrahlen zwischen den Regenschauern erhaschen können. Ich habe mich gemütlich in die Lichtung vorm Bungalow gesetzt, gelesen und nebenbei Kirschen gegessen. Wer sich das Bild anguckt, kann meine neuen Schuhe bewundern. Ich hasse es, Schuhe zu kaufen und musste den Moment nutzen, denn dieses Paar hat mich direkt angesprungen…

Später habe ich noch am Strand lesen können, dazu gab es ein „Urlaubsfeierabendbier“ – herrlich…ach Ostsee, ich vermisse dich…

Mittwoch

Ich bin ja gern ein wenig verrückt und am Mittwoch konnte ich mich mal wieder spontan ausleben. Habt ihr schon mal eine Buchstraße gesehen? Bzw. eine Buchzone? Ich habe mal schnell eine Straße in Binz auf Rügen dazu umfunktioniert, wie ihr auch dem Foto sehen könnt. Hat Spaß gemacht und die Blicke der Leute sind einfach köstlich gewesen. Buch und ich haben überlebt, es hat uns kein Auto erfasst. Alles gut gegangen. 🙂

Donnerstag

Der 18. Juni stand im Zeichen der Hochzeitstorte. In Gedanken haben wir sie schon längst fertig gehabt, allerdings wusste davon die Konditorin noch nichts. Also hieß es: Kopfbilder an einen Konditor-Kopf übertragen. Ihr könnt euch denken, dass auf der Torte mindestens ein Buch zu finden sein muss? Klar, oder? Aus den Gedanken wird nun im August Realität, denn der Wunsch lässt sich umsetzen. Sehr gut. 🙂

Wenn die Bäckerschlange im Regenbogencamp mal wieder länger ist – lies ein Buch. So machte ich mich mit Roman in der Hand auf zum Brötchenkauf. Es hat sich gelohnt, denn sechs Seiten konnte ich verschlingen. Blicke waren natürlich garantiert, auch schon auf dem Hinweg, denn beim Laufen kann ich mindestens so gut lesen, wie beim Sitzen. Sag ich jetzt mal so…

ME-Tisch-Stöbern hieß es, aber dieser war nicht wirklich schön, denn viele Bücher lagen lieblos übereinander, aber das ist wohl eben das ME-Schicksal der Bücher. Traurig, aber wahr…

Freitag

Freitage können auch Sonnentage sein, dank der lieben Sonne. Ich konnte richtig schön am Strand lesen und mich in der Sonne aalen. Eis essen gehört zu Sonntagen natürlich auch dazu. Seele baumeln lassen, zwischen den Seiten versinken, genießen – der Tag stand im Zeichen der Tiefenerholung und zur Abkühlung ging es in die 15 Grad „warme“ Ostsee. Herrlich, denn wenn man einmal drin ist, fühlen sich die 15 Grad viel, viel wärmer an – wirklich!

Samstag

Häkeln – das Fieber hat mich wieder. Vor einer Woche habe ich begonnen, meine Decke weiter zu behäkeln. Dank des Urlaubes ist sie nun auch weiter gewachsen. Zum Zudecken reicht sie natürlich noch lange nicht, aber immerhin habe ich knappe acht Zentimeter verlängert. Fragt mich jetzt nicht, wie breit sie ist. Ich glaube knappe 2 Meter, denn sie soll ja auch wärmen…ich sag immer gerne: Fertigstellung ca. im Jahr 2016.

Einen wunderschönen Buchladen habe ich am Samstag in Baabe besuchen können. Im letzten und auch im vorletzten Jahr hatte ich immer Pech, denn ich kam genau während der Nicht-Öffnungszeiten im Laden vorbei und musste mir die literarische Nase an den Fensterscheiben platt drücken. Nun kam endlich der Moment und die Türen waren offen und ich konnte endlich das heilige Reich der Inhaberin Manuela Dreyer. Schnell kamen wir ins Gespräch und warfen uns Buchtitel um die literarischen Ohren. Ich konnte mir zwar nicht schon wieder ein Buch kaufen, aber ich habe schöne Postkarten mitgenommen und den kleinen Maulwurf als Lesezeichen. Den aus Holz – kennt ihr den?

Jetzt guckt euch mal die Fotos an, die ich für euch imBeiboot gemacht habe. Sobald ihr auf Rügen seid, müsst ihr dort vorbei gehen. Für heute empfehle ich euch eine Onlineschlenderrunde

Sonntag

Ich habe mich vor einiger Zeit zum Midsommar-Wichteln eingetragen und schon lange ein kleines Paket beherbergt und freudig darum herum gehüpft und gesprungen und habe es dann einfach als Selbstschutz vor vorzeitigen Auspacken in eine Ecke gestellt. So stand es und stand es und dann kam er endlich, der Sonntag – der Auspacksonntag.

Peinlicherweise habe ich nicht mehr daran gedacht, aber mein Wichtelkind – Somaya – hat mich dran erinnert, in dem sie mich auf Facebook verlinkt hat. Sie hat sich wahnsinnig über mein Päckchen gefreut, was mich natürlich sehr gefreut hat. Daraufhin habe ich schnell mein Paket ausgepackt und habe mich ebenso gefreut, denn meine Wichtelmama hat mich wirklich überrascht. Ich habe gleich einen Bericht darüber schreiben müssen, welchen ihr hier findet: Ich packe aus.

Nun bin ich von der See zurück und die Arbeitswoche wird mich morgen wieder mit Freude begrüßen.

Allerdings ist der Fernwehschmerz verkraftbarer, wenn daheim Postkartengrüße warten und die Sonne kräftig auf Balkonien strahlt.

Kolumne #14: Bücherempfehlungen – es ist Sommer!

Die liebe Mara von Buzzaldins Bücher hat mich mit ihrem Artikel heute inspiriert. Bevor ihr hier weiter lest, solltet ihr mal bei ihr vorbei gucken. Sie hat literarische Schätze für den Sommer für euch ausgegraben und wirft einen Blick in die Literaturbeilage der ZEIT.

Ich bin nun ebenso eine kleine Runde durch die sommerlichen Romanvorstellungen auf Literatwo gewandert und bin bei folgenden Werken hängen geblieben:

Sommer, Sonne, Strand und Erholung – ihr sucht Lektüre die sich schnell liest, bei der man richtig gut abschalten kann und nicht zu viel denken muss? Vielleicht sogar mit Happy End? Ich habe es zwar noch nicht vorgestellt, aber vorgestern beendet: „Aprikosensommer“ von Deniz Selek. Meine ausführliche Besprechung werdet ihr in den nächsten Tagen auf Literatwo finden.

In folgenden Artikeln dürft ihr aber gleich stöbern gehen, denn die Ferien-Urlaubs-Zeit steht vor der Tür und in den nächsten Tagen werden sicher einige Buchhandlungen gestürmt. Online shoppen ist natürlich auch jederzeit möglich, vor allem im „Beiboot“ oder bei meiner Haus und Hof Buchhandlung Findus.

Der Geschmack von Sommerregen ist das ultimative Urlaubsbuch. Überhaupt kann ich euch Julie Leuzes Bücher nur ans Herz legen. Ich habe jedes einzelne genossen und kann mich gut an diese Lesezeit erinnern.

Fahrt ihr vielleicht nach Finnland? Lesebienchen hat euch Sommerbuch von Tova Jansson ans Herz gelegt. Lasst euch „finnisch“ verführen…

Passender könnte der Titel Der Sommer hat lange auf sich warten lassen nicht sein, denn der Sommer beginnt wohl erst nächste Woche. Ich bin zwar nicht ganz von Melitta Brezniks Werk überzeugt und doch hat es Spuren bei mir hinterlassen. Wagt den Schritt in tiefe Literatur…

Zwar nicht richtig sommerlich, aber mit Sommer im Titel und weil es eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist, empfehle ich „Und in mir der unbesiegbare Sommer“ von Ruta Sepetys. Ihr solltet es nicht am Strand lesen, aber vielleicht am Abend, wenn es etwas ruhiger ist und ihr die Tiefe sucht und richtig abtauchen wollt. Bewegend!

Tief, anspruchsvoll und trotzdem leicht: Ein Sommer aus Stahl von Silvia Avallone. GRANDIOS – mehr kann ich nicht sagen. Ich habe zwischen den Seiten gelebt!

Fantastisch und nass wird es in Atlantia von Ally Condie. Habt ihr Lust zum Abtauchen?

Um beim Thema Meer und Wasser zu bleiben…Zwischen zwei Meeren beinhaltet viel Urlaub, viel literarischen Tiefgang, viel Seeluft – lest selbst, ihr werdet darin Erholung ohne Ende finden.

Zum Träumen sollte viel Zeit im Urlaub sein. Kerstin Gier verschafft euch Träume ohne Ende. Ich habe am Strand doppelt so gut träumen können:Silber…

Welche Sommertipps habt ihr? Lasst doch ein paar buchige Kommentare da, wenn ihr mögt.

Danke für euch!

Eure

[LBW 24] Literatur du Perle

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Buchwoche 24 +++ Bücher +++ neue Werke +++ Postmann-Postfrau-Nachbarn +++ Schuhe +++ Kosmetik +++ Ausflugszeit +++ Literatur du Perle

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Literatur du Perle – versüßt mir täglich meinen Tag. Kein Tag ohne literarische Begebenheiten, Gedanken, Erlebnisse – kein Tag ohne einen Satz gelesen zu haben. Ich glaube wir mögen uns, du Perle der Entspannung und der Abenteuer.

Es ist Sonntag und Rückblickzeit und der Titel der KW 24 schoss mir quer ins Hirn. Oder besser: er perlte… 🙂

Montag

Regen. Bäx. Liegenbleiben. Nixtunaußerlesen. Lasstmichliegen.

Diese Gedanken rollten mir gleich nach dem Aufwachen durch den Kopf und abends ging es gleich weiter. Es regnete und dieses Plätschern ist nicht förderlich für die Müdigkeit. Aber Regenwetter ist Lesewetter und wenn die Geschichte fesselt, dann kann auch der Regen nichts bewirken. Geht es euch auch so? Zumal es ab und an sogar noch schöner ist, eingekuschelt zu lesen, wenn es draußen so hässlich ist, als in der prallen Sonne. Ich habe es mir jedenfalls mit Buch gemütlich gemacht und bin zwischen den Seiten abgetaucht.

Dienstag

ENDLICH. Lange habe ich diesem Tag entgegen gefiebert und eigentlich wollte ich euch diese Botschaft schon viel eher mitteilen, aber…manchmal ist es, wie es ist und am Dienstag war es nun soweit. Auch ohne Startseitenartikel habt ihr mitbekommen, dass es eine neue „Seite“ auf Literatwo gibt. Ihr Name ist Buchhandlung Findus & Literatwo und wenn ihr euch dort umseht, steht ihr direkt in meiner Herzensbuchhandlung. Wer noch nicht geguckt hat, sollte gucken gehen. Ich bin wahnsinnig stolz auf unsere gemeinsame Buchhandlung-Blog-Herz-Verbindung und freue mich auf neue Projekte und spannende literarische Zeiten.

Mittwoch

In der Sidebar hat sich auch etwas geändert, denn ihr findet jetzt das Logo der Buchhandlung Findus in der rechten Spalte. Der Mittwoch war sonst recht ruhig, ich habe ein paar Bilder für noch ausstehende Artikel gebastelt und ich habe in wenig in der Flow geblättert. Das 10. Magazin durfte ich am Dienstag in meinem Briefkasten vorfinden. Der erste Blick ist mal wieder vielversprechend, ich glaube ich muss bald darin versinken und vielleicht schaffe ich es ja dann, euch das Magazin mal richtig ausführlich vorzustellen.

Donnerstag

Da der Regen immer wieder mal zurück kehrt, aber auch die Sonne alles gibt, dachte ich mir so, dass ich mit Julia ein Lagerfeuer veranstalte, bei dem es um Wasser geht. Klingt logisch? Ist auch so. Am Donnerstag haben wir euch beide an unserem ausführlichen Gespräch über Atlantia von Ally Condie teilhaben lassen.

Und sonst? Highlight der Bücherzugänge? Der neue Kai Meyer ist eingetrudelt und ich muss sagen, ein wenig Herzklopfen hatte ich schon, aber ich bin auch ein kleines bisschen skeptisch – warum kann ich nicht sagen, es ist so, aber die Lesevorfreude ist noch größer. Ich versuche ein wenig dieser großen Hypewelle zu entschwinden – ich mag Literatur und ich mag auf die Welle erst aufspringen, wenn ich das Werk gelesen habe und überzeugt bin. Lesen wir mal…

Freitag

Der Freitag war ruhig, was die Literatur betrifft. Ich kann aber verkünden, dass die liebe Postfrau ein Geschenk-Paket gebracht hat. Ich blöde Nuss habe mich über den Absender gewundert und Gedanken gingen mir durch den Kopf wie „Geburtstag ist nun fast zwei Monate her“ und dann machte es DINGDONG im Kopf und ich klatschte mir gedanklich die Hand an die Stirn. Lovelybooks-Wichtelpaket!!! Alles brav zu lassen und nicht auspacken. Der 21. Juni wird kommen und dann bekommt auch ihr verraten, was im Paket sein wird.

Samstag

Was für ein herrlicher Tag. Wenn du früh im Szeneviertel Dresdens – in der Neustadt frühstückst – mit Mann und der lieben Freundin und bald Hochzeitsfotografin Theresa – dann geht es dir gut. Gemeinsam sind wir in den Tag gestartet und haben gut gestärkt die Reise nach Moritzburg angetreten. Bei herrlichem Sommerwetter haben wir die Gegend genossen, Brautpaare beobachtet, den Schlosspark erkundet und natürlich den Schuh vom Aschenbrödel anprobiert, der mal wieder nicht gepasst hat. Was hatte die Gute auch für eine komische Fußform. Tse…aber wir haben die Zehen und Fersen drangelassen und sind später selbst zum Schuhkauf übergegangen, wenn der eine goldene schon nicht mit will. Einer hätte uns ja sowieso nicht wirklich weit gebracht und ein berittener Prinz war nicht in Sicht.

In Dresden die Seele baumeln lassen und ab und an ein paar Geschäfte stürmen, Starbucks-Kaffee trinken und über das Leben plaudern. Solche Tage sind traumhaft. Ich selbst allerdings musste mal mein „Hassthema“ angehen und ohne die liebe Theresa hätte ich wohl immer noch keine Schuhe, denn sie hatte den ultimativen Glücksgriff. Leute – ich habe endlich meine Hochzeitsschuhe – endlich. Zudem habe ich auch noch ein paar Ballerinas gefunden – wahnsinn. Zwei paar Schuhe an einem Tag – nun muss ich üben und laufen und laufen und laufen, aber ich werde das irgendwie hinbekommen. Wisst ihr das es einfach lustig aussieht, wenn man in kurzen Hosen und Probiersocken schöne weiße Pumps anzieht?

Anschließend hat sich die liebe Theresa ihrer MAC-Sucht hingegeben, ich verrate aber nicht, wie der Einkauf ausgegangen ist. Währenddessen habe ich mich einer Beratung unterzogen. Kennt ihr KIEHL´S? Ich habe heute die Proben getestet und bin sehr angetan, eben weil ich eigentlich keine Creme oder Pflege nehme, da meine Haut sehr schwierig ist und ich nicht viel vertrage. Jedenfalls ist die Marke kein Schnäppchen und ich überlege, ob ich es mal wage und mich bzw. meine Haut verwöhne. Habt ihr Literaturmenschen Erfahrungen mit „Kiehl´s“?

Könnt ihr euch vorstellen, dass wir in keinem BUCHLADEN waren? Ich mir auch nicht. 🙂

Sonntag

Sonnenlesennixtun…

Kolumne #13: Postmann

Wenn der Postmann dreimal klingelt, dann sollte die Lesefrau auch daheim sein. Der Postmann kommt aber grundsätzlich nicht, denn es ist eine Postfrau und die liebe gute fleißige Frau kommt immer dann bei mir vorbei, wenn ich nicht da bin. Es gibt selten eine Chance meine Briefe und Pakete persönlich entgegen zu nehmen. Aber wie auch, wenn Frau doch arbeiten muss und nicht so da sein und lesen kann, wie sie mag. Diese Woche war eine sehr extreme Woche, denn die Postfrau hat nicht nur dreimal geklingelt, sondern gefühlte 30 Mal. Ich durfte mich diese Woche über viele verschiedene Briefe freuen – Rechnungen waren auch dabei, okay, so ist es eben – aber auch Buchsendungen und Pakete.

Mein Poststelle ist nicht weit entfernt, aber wenn ich nicht da bin, bedeutet das, wie für euch auch, einen ganzen Tag warten. Es ist doch viel schöner, wenn das Paket gleich da ist und aufgefetzt (ja, ich fetzte die oft gern auf) werden kann. Herrlich. Dann nehme ich meist meinen Schatz und setze mich ein paar Minuten in Ruhe damit auf den Balkon oder aufs Sofa und begutachte, welchen Stoff ich bald konsumieren kann. Ein schönes Gefühl und doch immer ein kleiner Pakt mit dem SUB-Gewissen, aber hey…so ist das literarische Leben.

Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ich froh bin, über meine lieben Untermieter. Wir haben uns diese Woche täglich gesehen, denn die liebe Frau B aus der Straße R merkt immer genau, wenn mein Auto vorfährt und fängt mich stellenweise sogar auf Balkonien ab. Letztens hat sie sich so weit über die Brüstung gebeugt, dass das Paket fast mit ihr zusammen in meine Arme gefallen wäre. Herrlich. Wenn ich mal Rentner bin, werde ich genauso – ich fange alle Postmänner und Postfrauen dieser Welt ab und erspare meinen Mitbewohnern im Haus den lästigen Gang zur Postfiliale. Denn diese ist entweder zu oder überfüllt und das Warten bis zum nächsten Tag ist auch nicht wirklich pralle.

Ich danke meinen Nachbarn sehr dolle dafür, dass sie so aufmerksam sind und so verdammt freundlich und mein „Laster“ mit ihrer Paketabfanghilfe unterstützen. Wenn die wüssten, wie gefährlich die unter mir leben. Okay – die Wände waren schon immer schief und der Fußboden hängt doch schon immer durch…ähm…oder? 🙂

Auf weiterhin gute Nachbarschaft.

Danke für euch!

Eure

[LBW 23] Literarische Überraschungen

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Buchwoche 23 +++ Überraschungen +++ Bücher +++ neue Werke +++ eine Frage die beschäftigt +++ Lesestoff +++ Sommer, Sonne, Entspannung

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!

Der letzte Rückblick wurde sehr lang, denn es gab richtig viel zu erzählen. Es tat gut über den Urlaub zu schreiben und jetzt versuche ich, mich gedanklich in der letzten Woche herum zu treiben. Nach dem gestrigen Sommertag ist es heute ein wenig kühler und diese Kühle nutze ich jetzt, um klare Gedanken in den literarischen Kopf zu bekommen.

Montag

Der erste Tag der Woche läuft meistens etwas schleppend an. Warum wohl? 🙂 Der Wochenstart ist eben nicht einfach, aber mit guter Literatur im Gepäck kann nicht viel schief gehen. Lesend habe ich mich in „Hellwach“ von Hilary T. Smith getümmelt. Protagonistin Kiri ist mir gleich ans Herz gewachsen und ihre innere Unruhe ist vollkommen auf mich übergesprungen und ich fühlte mich mindestens so hellwach wie sie. Bald erzähle ich euch mehr vom Werk. Da fällt mir ein, dass ich doch das 365-Tage-Projekt updaten muss. Wenn ihr jetzt den Link anklickt, ist es aktualisiert. Hoffe ich doch. 🙂

Dienstag

Wisst ihr, was literarische Folter ist? Literarische Folter ist, wenn du dir die letzten Seiten eines Werkes bis zum nächsten Tag aufhebst. Was habe ich nach der Arbeit also getan? Auf kürzestem Weg bin ich nach Hause, habe meine Schuhe von mir geschleudert, die Tasche in die Ecke gepackt, einen Kaffee gemacht und bin ins Werk getaucht. Die letzten 10 Seiten von „Hellwach“ habe ich innerhalb weniger Minuten verschlungen und dann habe ich vor mich hin geguckt und geguckt und geguckt und den literarischen Stoff verdaut.

Kopf frei bekommen geht dann wie folgt: ein kleiner Ausflug ins Nachbarland namens Tschechische Republik, Feierabendsonne genießen und ein neues Werk auswählen, was mindestens genauso berührt und fesselt. Hat wunderbar geklappt.

Mittwoch

Zwei buchige Überraschungen haben im Briefkasten geschlummert, als ich von meinem Arbeitsplatz kam. Arndt hat mir Maria Christina – Tagebuch einer Tochter zurück geschickt. Wisst ihr noch? Das rosafarbene Werk von dem ich so schwärmte, obwohl ich überhaupt kein rosa mag? Ich empfehle es euch gleich heute noch einmal. Stöbert mal durch meinen Artikel, es lohnt sich sehr. Nur keine Angst vor der Farbe. 🙂 Jetzt steht das wundervolle Stück Literatur wieder im Dresdner Regal und mischt die anderen Werke durch seine Farbe kräftig auf. Bücher bringen Farbe ins Leseleben. Richtig?

Zudem zog ein Werk ein, welches ich immer noch skeptisch betrachte. Keine Ahnung warum es sich in die literatwoische Villa verirrt hat, aber es ist eben hier gelandet und ich stelle es euch kurz vor, vielleicht fühlt sich der ein oder andere von euch gleich angesprochen und mag mir das mitteilen – Lesewege sind immer anders und vielleicht findet das Werk seinen Traumbesitzter. Es handelt sich um Spiel der Zeit aus dem Heyne Verlag. Ich habe es euch mal verlinkt. Für mich ist es leider nix.

Was ich sonst noch am Mittwoch getrieben habe? Ich habe einen kleinen Gewaltmarsch in guter Gesellschaft vollzogen. 6 km in Schuhen die eigentlich nicht reiben. Eigentlich ist eben eigentlich und ich hatte schön blutige Fersen. Nunja, aber der Spaziergang war schön und ich hatte ein Ziel: Wichteleinkauf. Bei Lovelybooks habe ich mal wieder mitgemacht und ich musste für die „Midsommar“ Aktion noch ein paar Kleinigkeiten besorgen. Ich denke mein Wichtelkind wird sich sehr, sehr freuen.

Donnerstag & Freitag

Die zwei Tage hatten es literarisch nicht ganz so in sich – dafür war ich viel draußen unterwegs und habe mein „Autowissen“ aufgebessert. Jetzt, wenn es so herrlich warm ist und es sich anbietet zu grillen, mit den Freunden zu chillen und überhaupt, da kommt die Literatur stellenweise sehr kurz.

Allerdings habe ich trotzdem gelesen, denn mindestens ein Kapitel am Tag ist einfach Pflicht – kein Tag ohne ein Stück Lesen – etwas abtauchen und runter kommen.

Nachdem ihr am Montag den großen Rückblick bekommen habt, konntet ihr am Mittwoch einen weiteren Artikel finden. Ich habe mich über das Wanderbuch „Das Papierhaus ~ Carlos María Domínguez“ ausgeschrieben. Ein Werk was Spuren hinterlassen hat, was ihr in der heutigen kleinen Kolumne lesen könnt. Es wirkt sehr nach…

Samstag

Sommer. Sonne. Freunde. Badesee – der Tag stand im Zeichen des Sommers, der Entspannung und des Seelebaumelnlassens. Es war herrlich. Dazu ein gutes Buch und der Tag ist perfekt. Wenn dann abends noch gegrillt wird, ist alles komplett rund und der Tag hat sich lesenslebenswert gelohnt. Einfach schön – diese Tage dürfen sich gern wiederholen.

Sonntag

Schreiben, lesen, organisieren – die Hochzeit rückt näher und nach und nach kommen weitere Gedanken dazu. Es muss noch einiges terminlich abgestimmt werden. Der nächste grobe Schliff steht an, aber wir sind ganz zuversichtlich, dass der Tag toll wird. Also Stift und Zettel ran – es geht weiter.

Kolumne #12: Können uns Bücher erdrücken?

Darf man sich diese Frage als Literaturmensch stellen? Woher kommt sie überhaupt und was soll denn das alles? Dies habe ich mich auch gefragt, als diese Frage durch meinen Kopf gesprungen ist. Ausgelöst hat sie das am Mittwoch vorgestellt Werk aus der Feder von Carlos María Domínguez „Das Papierhaus“. Aber nicht nur der Roman ist an der Frage schuld, denn auch die ganzen Verlagsvorschauen die nach und nach in der literatwoischen Villa eintrudeln bzw. im Emailpostfach ankommen, tragen zur Frage bei. Auch die vielen Werke die in den Regalen hier wohnen, haben einen Anteil daran und jetzt kam die Frage eben einmal quer durchs Leserhirn. Können uns Bücher erdrücken? Bücher verändern uns und bringen täglich einige Erleuchtungen und Erkenntnisse in unser Leben – sie sind für unsere Stimmung mit verantwortlich, bringen unser Denken durcheinander, lassen uns andere Menschen treffen und führen uns in unterschiedliche Richtungen.

Und nun? Was will ich sagen? Alle Literaturmenschen sind derzeit mit dem Sichten der neuen Bücher beschäftigt. Will ich das auch? Habe ich auf der Buchmesse im März nicht schon alle Werke vorgestellt bekommen? Mag ich mich nicht überraschen lassen? Ich kann nicht immer lesen, es gibt Freunde und Familie und es gibt viele ungelesene Bücher die hier wohnen und immer wieder nach mir rufen und gelesen werden wollen. Sie wollen meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Es ist schon ab und an schlimm genug, wenn ich auf den letzten Seiten eines Werkes schon darüber nachdenke, welches Werk mich als nächstes begeistern möchte. Im Jahr lese ich vielleicht an die 100 Bücher – in diesem werden es vielleicht sogar nur an die 80. Demnächst kommen die Herbsterscheinungen und es werden sich immer mal wieder neue dazu gesellen, denn bestimmte Verlagsmitarbeiter denken immer mal wieder: Dieses Werk muss Bianca lesen, es passt zu ihr, sie wird es lieben – und dann kommen sie hier an mit Emails oder Briefen die diesen Inhalt enthalten. Herzensempfehlungen – die ich gern aufnehme und in die ich mich gern stürze.

Zur Frage nun zurück – können uns Bücher erdrücken oder sollten wir über dieses Thema nicht nachdenken? Fühlt ihr euch manchmal unwohl, wenn ihr alle Werke seht die ihr noch lesen wollt, aber schon nach neuen guckt? Was sagen denn die ungelesenen, wenn sie sehen, dass ihr in den Vorschauen blättert? Stellenweise möchte ich mir Scheuklappen anziehen, um nur geradeaus, zwischen die Seiten zu gucken. Nicht nach rechts und links nach neuem Stoff – nicht die Gedanken kreisen lassen, die Augen wählen lassen, die Klappentexte verinnerlichen. Oder will ich das doch? Nehme ich mir selbst die Überraschungen und will ich immer mitreden im Sinne von: Im Herbst erscheint das Werk xxx von xxx – freust du dich? Mag ich mir Termine setzen, wann ich dringend den Buchladen stürmen muss, um den Roman zu kaufen, weil ich so viel Vorfreude habe?

Eine Antwort habe ich nicht – ich weiß nur, dass ich gern mit literarischen Werken leben, das ich immer ein Werk in der Tasche habe, das ich täglich ein paar Seiten konsumieren muss und das mich die Literatur immer und immer wieder begeistert, fordert und mein Leben ist…

Danke für euch!

Eure

[LBW 17 – 22] Urlaub, Bücher und mehr

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Buchwoche 17 bis 22 +++ Urlaub +++ mein Leben, die Bücher und ich und alles was dazugehört, um glücklich zu sein +++

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN (heute ist zwar Montag, aber hey…)!

Heute weiche ich mal völlig von den bisherigen LBWs ab und schreibe einfach mal frei von der Leber weg. Habt ihr euch schon gefragt, was ich eigentlich so treibe? Eigentlich kommt sonntags eine Wochenzusammenfassung – nicht nur literarisch, sondern auch privat – eine Mischung aus meinem Leben eben. Nun habe ich mich seit Wochen nicht gemeldet. Einige von euch haben dies bemängelt, andere haben gewusst, wo ich bin, was ich so treibe und andere von euch haben sich vielleicht gedacht – endlich mal ein paar Wochen Ruhe, jetzt, wenn so viele Wochenrückblicke aus den Blogböden schießen. Aber das schöne an diesen ist eben, dass definitiv keiner gleich ist. Das ist doch herrlich. Ich selbst lese mich gern durch diese Beiträge und mag gern hinter die literarischen Kulissen schauen. Aber auch literarisch sind diese Beiträge meist einzig, denn täglich passiert uns Büchermenschen wohl irgendwas, was beeindruckt, Spuren hinterlässt, aber dennoch den Sprung in einen eigenständigen Artikel nicht schafft. Darum hier hin, da haben alle was davon und gleichzeitig ist der Rückblick ein wunderbares Tagebuch. Genug über meine Ansichten zu Rückblicken geschwafelt, weiter im Text…

Die letzten Wochen waren turbulent, was natürlich nicht schlecht ist – ganz im Gegenteil. Auch literarische Erlebnisse gab es ohne Ende, aber alle hier aufzuzählen würde hier und jetzt keinen Sinn ergeben. Einige davon habe ich vielleicht sogar schon wieder vergessen. Na, sowas – die Dame wird alt? Tja, so könnte man sagen. Brrr…mich schüttelt es gerade – Dame – klingt ja uralt. In der Zwischenzeit bin ich 30 Jahre jung geworden. Ganz ehrlich? Es fühlt sich nicht anders an und doch habe ich ein Problem mit meinem Alter. Schrecklich albern? Mag sein, aber so ist es – fragt nicht nach näheren Gründen, denn die gibt es nicht. Innerlich werde ich wohl nie erwachsen, ja, denn dazu habe ich einfach keine Zeit. Das Leben rennt und dreht und ich werfe mich immer wieder in die Wellen und genieße die Strömung oder lasse mich eben gern mal an den Rand treiben, um zu beobachten, kurz zu verschnaufen (alt eben!) oder um einige buchige Seiten zu konsumieren.

Die letzten Wochen waren nicht nur mit Arbeit gefüllt, nein, auch mit vielen schönen Begegnungen mit Freunden, der Familie und neuen Menschen. Neue Menschen sind Menschen, die man vielleicht kennt, aber nicht richtig und dann näher kennenlernt, lieben lernt, zu schätzen weiß und einfach gern mit ihnen zusammen ist. Aber neue Menschen bringen auch das Leben durcheinander, da gewohnte Lebensbahnen sich verändern. Schlimm? Quatsch. Oder wie geht es euch? Fallt ihr gern aus dem Rahmen und geht neue Wege oder wollt ihr am liebsten immer in den gleichen Kreisen eure Lebensbahnen ziehen?

Zudem gab es jede Menge Feierlichkeiten. Vielleicht sollte ich jetzt nicht erzählen, dass auch diese Nacht von wenig Nachtschlaf geprägt war, aber hey, es war „leider geil“ und ich bin eben doch noch in der Lage, ganze Nächte durchzutanzen, einfach zu feiern. Das muss ich schließlich immer mal testen, bevor irgendwann die Erkenntniss kommt, dass es nicht mehr geht. Grins.

In diesem Jahr ist die Zahl „null“ im Geburtsjahr scheinbar „in“. Hast du vielleicht auch eine Null in deinem Alter? Oder bist du eine Null? Scherz. Nicht nur ich, sondern mein liebster Opa hat eine bekommen und ist stolze 80 Jahre jung. Das müsst ihr euch mal überlegen, Wahnsinn, oder? Was er schon alles erlebt hat und überhaupt. Wow. Meine liebste Mama hat nun auch eine null – sie ist jetzt knackige 50 und wenn ich knackig sage, meine ich das auch so. Eine bewundernswerte Frau, so flippig und cool und einfach grandios – meine Handarbeitsfee. Meine Fast-Schwiegermama wird bald 60 Jahre jung. Außerdem gibt es bald noch ein großes Fest – wir heiraten, aber das wisst ihr vielleicht schon. Der Tag rückt immer näher und es fühlt sich gut an, es kribbelt und mich durchströmt ein dickes Liebesband, wenn ich daran denke. Mein Kleid habe ich jetzt auch. Es war Liebe auf den ersten Blick und wenn Mama und die Leseseele mich nur angucken und ich in ihren Augen erkenne, dass sie hin und weg sind und ich ebenso – na, dann ist es doch genau DAS. Richtig? Also heirate ich in einem scharfen Minikleid. Fast. Haha. Zum Kleid an sich gibt es viele „Insiderscherze“ und es wird damit auch noch über zwei Monate weiter gehen. In den Bildern gibt es ein „Stück“ des Kleides zu sehen, aber wenn ihr wollt, bekommt ihr irgendwann dann ein Foto des großen Tages zu sehen. Unsere Ringe sind auch schon fertig und es war ein sagenhaftes Gefühl, diese zum ersten Mal „anzuprobieren“. Jetzt fehlt nur noch der letzte Schliff namens Gravur, aber dies geht super fix. Noch einige Details sind zu klären und es gibt noch allerhand vorzubereiten, aber es wird…

Wer von euch trägt eine Null im Alter – wer heiratet? Was für ein aufregendes Jahr 2015. Irre.

Heute vor zwei Wochen war ich im Urlaub. Herrlich – schon alleine das Wort – URLAUB. Nun hat mich der Arbeitsalltag wieder, aber hey, der nächste Urlaub ist schon fest im Visier. Wir schwimmen auf der Urlaubswelle und die eine Woche war einfach sagenhaft entspannend. Wir waren mal „nur“ zu zweit weg, was in den letzten Jahren recht selten war, denn wir sind gerne im „Rudel“ unterwegs. Es macht einfach richtig Spaß mit Freunden zusammen zu verreisen, auch sonst ist immer mal jemand da, manche scherzen schon und nennen unsere Wohnung „WG“. In der Urlaubszeit haben wir unsere Wohnung in „gute Hände“ übergeben und haben uns ins Nachbarland, namens Niederlande, begeben. Auf der Hinreise sind wir noch bei unseren lieben Freunden im „wilden Westen“ vorbei. Rotterdam hieß unser erstes Ziel. Wir waren erst skeptisch, vor allem, als wir das Auto in der großen Tiefgarage abgestellt haben. Ein lustiges Viertel hat uns Bedenken gemacht, aber nach wenigen Metern zu Fuß, haben wir das Stadtflair verinnerlicht und uns willkommen und auch „angekommen“ gefühlt. Rotterdam ist eine sagenhaft schöne Stadt, nicht nur die Architektur hat uns begeistert, auch die Menschen an sich. Vor allem die große Stadthalle bzw. Markthalle und die Bibliothek haben uns mehr als beeindruckt. Wahnsinn, echt der Wahnsinn. Zwei Tage haben wir zu Fuß die Stadt erobert und wir haben es uns so richtig, richtig gut gehen lassen. Unser Zimmer war sehr günstig und praktisch und vor allem zentral. Es war so herrlich, nachts bzw. am Abend durch die Straßen zu ziehen, in Cafés die Seele baumeln zu lassen und die Rotterdamer Einwohner zu beobachten und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Wir haben gelernt, dass es in einem großen Chinarestaurant sehr einheimisch zu geht und wir haben zum ersten Mal eine „überfahrene Ente“ gegessen. Wir lachen darüber noch heute und haben echt unvergessliche Erlebnisse gehabt. So soll es ja auch sein.

Die nächste Stadt, die wir eroberten, trägt den Namen Amsterdam. Die Niederlanden sind einfach grandios. Schon der Weg dahin, am Hoek van Holland vorbei – Strand, Sonne, Meer – hätte nicht entspannter sein können. Ein Besuch am Kurhotel in Scheveningen MUSSTE sein, da ich dort vor 15 Jahren schon war. Gleiche Stelle, ähnliches Bild. Gut essen waren wir an der Küste in Katwijk. Es wird überall etwas in unserer Landessprache gesprochen, ansonsten verstehen alle, aber wirklich alle Altersklassen ab ca. 10 Jahre die englische Sprache. Hut ab. Mit dem Auto ist Holland auch super entspannend. Dort gibt es keine Raser, keine Drängler, wenige Ausnahmen schon, aber es fährt sich völlig anders, als bei uns. Viel Land, weite Sicht und breite Straßen – gegenseitige Rücksichtnahme und einfach alles ganz entspannt. Das geht regelrecht ins Gaspedal über – man glaubt es kaum. In Amsterdam allerdings ist alles anders. Da spürt man gleich, dass hier das Leben tobt. Die Fahrradfahrer sind an der Macht, als Autofahrer bist du der letzte, aber sowas von. Aber irgendwie genial. Schlecht wurde uns gleich zu Beginn, denn 50€ fürs Auto die Nacht *schluck*. Aber es gibt P+R und da zahlt man ganze 3€ für 3 Nächte. IRRE. Das Hotel war spitze und ich habe beim Buchen nicht gemerkt, dass ich es so gut getroffen hatte. Überall war alles ausgebucht, klar, wenn man auf den letzten Drücker wartet, aber dies war der fehlenden Kreditkarte geschuldet, die man nun eben zum Buchen braucht. Unsere Wohnung war direkt über PRADA. Überhaupt sind wir auf der Königsstraße von Amsterdam gelandet und konnten unser Glück kaum fassen. Ein Schnäppchen und dann noch in der sicheren Straße in der sich ein Modelabel ans andere reiht. Uff. So viel Luxus und wir mittendrin, ein neuartiges Gefühl. Neben unserer Tür zum Fahrstuhl hing ein Kleid wie aus dem H & M, aber mit vierstelliger Zahl dran – hui…das Armband für 200€ konnte ich mir auch nicht leisten, aber was solls. Lach. Wir haben über PRADA gewohnt und es hat sich herrlich angefühlt. Ins Schaufenster von Louis Vuitton konnte ich aus der dritten Etage gucken und gegenüber bei Lacoste parkte ein Porsche. Die Stadt ist ebenso sagenhaft, wie Rotterdam, aber noch einen Zacken schärfer. Wir haben uns durch die Stadt schippern und uns dabei die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Die Hausbooten waren schön anzusehen und wir haben uns eins erträumt. Die Grachten sind so herrlich und mit so einem 24 Stunden Ticket kann man die Stadt wunderbar kennenlernen und immer wieder neue Ecken entdecken. Auch zu Fuß waren wir unterwegs, natürlich auch im Rotlichtviertel und es kam wie es kommen musste, ihr wisst schon, alles ganz legal und überall könnt ihr es riechen. Das war schon alles sehr abgedreht und doch auch chillig, wenn du auf einer Bank sitzt und überall Pärchen auf den Wiesen liegen und immer mal eine Wolke an dir vorbeizieht und du denkst: aha…und versuchst zu orten… Alles ganz normal dort und super entspannt.

Bücherläden konnte ich viele entdecken. Die Mitbringsel hatten es aber in sich, da gibt es keine Lesezeichen für 2 bis 3 €. So ist es eben, aber die Geschäfte waren richtig gemütlich. Ins Anne Frank Museum habe ich es nicht geschafft, der Andrang war so groß, dass das Ende der Besucherschlange kaum auszumachen war. Damit hätte ich nicht gerechnet, aber wir werden wieder nach Amsterdam kommen. Der Besuch im Hard Rock Shop war Pflicht, wer uns kennt, weiß dies. Zum Hotelzimmer gibt es auch eine kleine Story, denn aus der Buchungsbestätigung war nicht ersichtlich, dass wir NIEMANDEN dort antreffen werden, sondern alles anhand von Codes geöffnet wird. Einmal klingeln, die nette Dame an der Gegensprechanlage aus dem Hauptsitz antwortet und gibt Hinweise, eine Email kommt an und schwupps die wupps, bekommt man die Tür auf, gelangt in den Fahrstuhl und öffnet die Zimmertür mit einem 10stelligen Nummerncode. Wir haben also allerhand erlebt und viel Neues kennengelernt. Das Nachtleben von Amsterdam ist genauso lebens- und erlebenswert wie das Tagleben und einfach spannend und entspannend. Ich bin verliebt in die Stadt und habe richtiges Fernweh. Drei Tage sind eben drei Tage und auch diese enden mal. *schnief*

Weiter ging es nach Hamburg. Vorher sind wir aber noch ans Ijseelmeer. Auf dem Weg ging es an vielen Weiden und Gewächshäusern vorbei. Holland hat so viel Natur zu bieten, so viele ruhige Plätze, so malerische Orte – hach. Ein Traum von Land. Wir waren einfach beeindruckt und mussten an die USA denken. Wir sind zu dem Fazit gekommen, dass die USA wie Niederlande ist bzw. die Niederlande ein Stück USA. Wir haben viele Parallelen ziehen können.

In Hamburg standen wir lange im Stau, aber an einem Freitag um die Feierabendzeit ist das wohl kein Wunder. So gab es ein Stück Hamburg-Perle in Zeitlupe, bevor wir auf die Familie trafen und uns einen schönen Abend im Restaurant machten. Der Samstag stand im Zeichen von Großeltern = Miniaturwunderland, wir anderen = HSV : Schalke. Das Spiel an sich war schwach und meine direkte Meinung werde ich hier nicht verkünden, aber einige Szenen waren „wunderlich“. Mit Dynamo konnte der HSV in Sachen Stimmung nicht mithalten. Die kam nur nach einem Tor auf und hielt gerade mal 10 min an. Schalke allerdings war durchweg zu hören. Das Stadion ist grandios und die HSV FANs sind nett, wir konnten viele fußballerischen Gespräche führen.

Der Sonntag führte uns dann wieder ganz gemütlich nach Dresden zurück. Allerdings ging es erstmal auf die Autofähre in Glückstadt und natürlich mussten wir noch mein Bruderherz besuchen, welcher das Pfingstfest der Feuerwehr begleitete. Sehr süß seine „Kinderflämmchen“ zu sehen. Ganz stolze kleine Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen. Herrlich.

Ob ich im Urlaub auch gelesen habe? Für buchige Worte war viel Zeit und zwar gemeinsam. Ich habe im Auto angefangen ein wenig laut vorzulesen, was ich dann nicht wirklich bereute, aber mir schon ein wenig an die Stimme ging. Knappe 300 Seiten sind schon eine Herausforderung (mit Betonung und immer mal etwas Lauter, versteht sich) und allein heimlich weiter lesen, ging natürlich nicht. Mein Zuhörer und Mitfieberer hing an meinen Worten und aufmerksam an meinen Lippen, ich konnte kaum Pause machen. Der Roman war einfach zu gut. Ein wunderschönes Erlebnis, einfach richtig, richtig schön.

Stimmt – ich wollte euch sagen, welcher buchige Stoff mich im Urlaub begleitete. Guckt doch mal im 365-Tage-Projekt – da habe ich bildlich dokumentiert und ihr findet jeweils die ersten gelesenen Sätze des Tages.

Buchige Post hat mich in meinem Dresdner-Buchreich erwartet und ein paar weitere Geburtstagsgeschenke. Mein Kumpel und Nachbar hat mir eine Geschichte geschrieben, über die komme ich immer noch nicht hinweg. Er hat sagenhaftes Talent und mich total begeistert und ich finde noch keine Worte, so überwältigt bin ich von diesem Geschenk. Er hat eigentlich nie mit Literatur zu tun, aber eine blühende Fantasie. Überhaupt habe ich so liebe Worte von euch, meinen Freunden und meiner Familie bekommen – ich bin tief dankbar und strahle immer noch übers ganze Gesicht. Ihr seid GOLD.

Passt auf euch auf, danke fürs Lesen und Bilder gibt es gleich zu Beginn 🙂

Danke für euch!

Eure