Opern einfach erklärt
Es opert….     (Grafik: Petra Sprenger)

Heute geht es richtig musikalisch auf Literatwo zu. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht sagen, denn ich habe der lieben Petra Sprenger ein paar Fragen gestellt und die könnt ihr jetzt im literatwoischen Interview-Akrostichon erlesen.

Viel Freude!

literatwo-einzelbuchstabeniebhaber von Opern gibt es so einige, aber was ist mit den Menschen, die bei dem Wort Oper irgendwie nur „Bahnhof“ verstehen? Sind diese Menschen, zu denen ich mich zähle, deine Zielgruppe?

Ja natürlich, die gehören unbedingt dazu. Ich möchte ja, dass man nach dem Lesen des Büchleins die Geschichte der jeweiligen Oper versteht und im besten Fall einen Zugang zur Oper findet. Wenn man sich sagt, dass klingt ja spannend, das will ich auch mal auf der Bühne sehen, dann wäre wirklich sehr viel erreicht.

In meinen Büchern wird die Geschichte, die der Oper zugrunde liegt, nicht verfälscht oder anders interpretiert, sondern eben nur auf eine leichte Art verständlich gemacht.
Vielleicht können die Bücher deshalb auch für einen passionierten Opernliebhaber und -kenner ein Instrument sein, ihnen nahestehende Menschen damit einen ersten Zugang zu ihrer Welt zu schaffen.

literatwo-einzelbuchstabenllustrationen sind besonders wichtig in deinem Werk. Warum?

Wie schon eingangs gesagt: Um das Verstehen der Geschichte oder auch den Einstieg in das Thema Oper einmal auf eine andere Art zu erleichtern.
Die handelnden Personen der Oper und deren Namen sind teilweise nicht mehr geläufig. Es gibt oft Intrigen und Verwirrspiele. Durch die Illustration weiß man immer, wer gerade mit wem agiert und was passiert.

Ich selbst wollte die Geschichte, die ja ein Hauptbestandteil einer Oper ist, verstehen und dafür keine langen Abhandlungen lesen müssen.
Erst mit dem Verstehen der Geschichte kann ich mich ganz auf die Musik, die Kostüme, die Bühne einlassen. Vielleicht, geht das ja anderen ähnlich. Das war für mich der Ausgangspunkt. Die Oper „Turandot“, die ich dann in Dresden erleben durfte, der letzte Anstoß für dieses Projekt. Das ist auch das erste Buch.

literatwo-einzelbuchstabenexte und Illustrationen bilden eine wichtige Einheit und zeichnen deine Werke aus. Auf was kommt es dir noch drauf an, was ist dir bei deinen Buchschätzen wichtig – inhaltlich & optisch?

Die Bücher sollten unbedingt hochwertig werden. Mit der Produktion als Hardcover in Fadenheftung sind das Bücher, die lange erhalten bleiben, die man sich gern hinstellt und bei Bedarf immer mal wieder nachliest. Zudem sollten sie auch kompatibel für Handtasche oder das Jacket sein. Deshalb wählte ich das kleine Format.

Jedes Buch zeichnet sich durch gestalterische Details aus. Nehmen wir beispielsweise das Cover. Jedes Element darauf weist auf den Inhalt der jeweiligen Oper hin.
Ich hoffe natürlich sehr, dass der Betrachter diese kleinen Feinheiten auch entdeckt.

literatwo-einzelbuchstabens gibt bereits drei veröffentlichte Opernführer von dir. Wie wird es weiter gehen?

Mein Wunsch von Anfang an war es, eine Reihe zu entwickeln.
Ich habe recherchiert, welche Opern in Deutschland denn zu den beliebtesten gehören. Diese 10 (bei www.opernmouth.com nachzulesen) gehören zum Repertoire der nächsten Jahre.
Zur Zeit sind zwei Titel („Der Barbier von Sevilla“ und „Die Hochzeit des Figaro“) in Arbeit, die nächste 5 der Reihe werden im kommenden Jahr realisiert.

literatwo-einzelbuchstaben ampenlichterfahrung hatten die Werke zum Beispiel schon auf der Schriftgut in Dresden. Wie sind die Werke angekommen? Wo werden die Bücher bald im Rampenlicht stehen?

Bisher gab es sehr viel Zustimmung zum Projekt. Die kleinen Bücher kommen sehr gut an, es gab schon viel Lob. Was natürlich sehr schön ist und mich freut.
Da hat man eine Idee, ein Konzept, einen großen Traum – aber man weiß ja nie, ob all das von dem Publikum ebenso gesehen wird, wie die Resonanz darauf sein wird. Das ist und bleibt immer ein Wagnis.

Die Vermarktung ist natürlich das A und O, dessen bin ich mir bewusst. Das geht nicht so schnell, erfordert viel Kraft und Ausdauer und natürlich eine Menge Geld.
Schließlich muss ja alles vorfinanziert werden.

literatwo-einzelbuchstabenltersgruppen spielen für viele Käufer und Leser eine große Rolle. Für wen sind deine Werke gedacht?

Der Herausgeber des europaweit größten Online-Magazins „Der Opernfreund“ hat das so formuliert: „Ich erachte die Opernmouth-Bücher für alle von 8 bis 80 Jahren als unbedingt empfehlenswert.“
8 bis 80 – das trifft genau den Kern. Besser hätte ich es nicht sagen können. Mein Grundgedanke war eine Art der Illustration zu finden, die nicht ausschließlich Kinder anspricht. Ich hoffe, das ist gelungen.

literatwo-einzelbuchstabenraumverwirklichung? Kann man das zu deinen kleinen Buchschätzen sagen?

Ja, auf jeden Fall! Die Idee dazu hatte ich schon seit Jahren. Nur das Wie war lange nicht klar, und natürlich hatte ich während des Entstehungsprozesses auch Zweifel.
Die Menge an Arbeit und die Kosten kann und konnte ich abschätzen. Den Erfolg nicht.

literatwo-einzelbuchstabeno können denn deine Bücher erworben werden?

Im Internetshop www.opernmouth.com sowie bisher in einigen kleinen, aber feinen Buchhandlungen oder Läden wie Findus in Tharandt oder  Catapult, Büchers Best, Pusteblume und Musikhandlung Schubert in Dresden.

literatwo-einzelbuchstabenpernmouth bedeutet?

Mit den Büchern wollte ich einen „Opernerklärer“ schaffen. Erklären, Reden, Mund … so war die Überlegung. Der englische Begriff für Mouth lag da nahe.
Und so war die Maus als tragende Figur der Reihe geboren. Der Domainname war dann der Beginn für alles. 🙂

Opern_Ende_
(Grafik: Petra Sprenger)

Ist das nicht mal ein rumgeoper auf Literatwo, was sich sehen lassen kann?

Ich finde die kleinen Schätze wirklich klasse. Den Freischütz habe ich hier neben mir liegen und anhand des kleinen Werks, kann ich nun bestens erklären, um was es geht und ich kann sogar Opernhintergründe liefern. Echt genial!

Ihr könnt hier im 8. LiterAdventskalendertürchen drei Werke gewinnen. Verratet im Kommentarfeld, ob Carmen, Der Freischütz oder Turandot bei euch einziehen sollte und warum.

Bis zum 15.12.2015 habt ihr dazu Zeit.

Weihnachten naht – die kleinen Schätze passen hervorragend in die großen Taschen vom Weihnachtsmann und in den Geschenkesack sowieso.

Also auf die Oper – fertig – los!

Update: Die Losfee hat entschieden und die folgenden Lose wurden gezogen:

Der Freischütz ~ dj709

Carmen ~  Susi T.

Turandot~ Melissa

Eure
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8 comments on “Opernmouth – es wird rumgeopert…”

  1. Huhu Bini,
    die sind ja vielleicht cooooooool 🙂 …ich muss sagen, ich kenne keine der drei Opern. Überhaupt kenne ich sehr wenige, das muss ich unbedingt mal ändern. Vielleicht mit so einem Büchlein? Würde mich spontan für Carmen entscheiden, weil eine ganz besondere Freundin so heißt. Würde mich aber auch über eins der anderen beiden sehr freuen 🙂
    Danke für deinen Artikel und deine Wortneuschöpfungen. *grins* literatwoischen Interview-Akrostichon – hihi…
    Busserle, Verena.

  2. Ich liebe die Oper insbesondere Barockopern, aber auch gerne mal eine „neuere“ zwischendrin 🙂 Den Freischütz kenne ich noch nicht, würde ich aber sehr gerne einmal sehen und mit DEM Opernführer wäre ich dann ja bestens ausgestattet, oder ?

  3. Das sind ja tolle Bücher! Eine ganz wunderbare Idee. Ich selbst liebe Opern und habe auch schon einige gesehen, aber ich weiß, dass es viele gibt, die sich sowas nicht angucken, eben weil sie sie nicht verstehen.
    Hier im Theater läuft gerade Turandot. Daher würde ich mir diesen Opfernführer aussuchen, wenn ich gewinnen würde.
    Danke für die Verlosung!
    Melissa

  4. Ha, das ist ja mal ne sehr coole Idee! Ich war schon ein paar Male in der Oper, und ich lese mir dann vorher immer ganz genau die Inhaltsangabe durch, denn mal ehrlich, selbst mit Übertiteln versteht man oft nicht, was da auf der Bühne zusammengeplärrt wird. (Obwohl ich klassischen Gesang ganz gerne mag.)

    Ich kann mich gerade nicht zwischen dem Schreifritz, äh, Freischütz und Turandot entscheiden. Darf man auch für beide in den Lostopf? Den Freischütz habe ich mir mal vor vielen vielen, vielleicht 18 Jahren auf einer Freilichtbühne angeschaut im Rahmen eines VHS-Kurses, wo es vorher noch eine Einführung gab. Und ich kann mich überhaupt nicht mehr dran erinnern, aber damals hab ich selbst grad Gesangsunterricht genommen und sah mich schon als „Königin der Nacht“ über die Opernbühne kreischen. Bevor jemand fragt: Nein, aus meiner Gesangskarriere ist leider doch nix geworden.

    Turandot hab ich noch nicht gesehen, aber mein Opern-Halbwissen hätte mich damals zu einer Million geführt, hätte ich auf dem Stuhl bei Günther Jauch gesessen, denn da war mal die Millionenfrage: „Welche Figur ist die Turandot in der gleichnamigen Oper?“, und keine Sau hat’s gewusst, nichtmal das Publikum. Mann, hab ich mich da schlau gefühlt. 😀

    Ich denke, meine Antwort war knapp und hat sich aufs Wesentliche beschränkt. 😛

    LG, Bianca

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