Kategorie: Kinder- & Jugendbuch

Immer kommt mir das Leben daziwschen ~ Kathrin Schrocke

Immer kommt mir das Leben daziwschen ~ Kathrin Schrocke

„Immer kommt mir das Leben dazwischen“ (MIXTVISION) – schon wegen des grandiosen Titels musste ich das Buch haben, da hatte ich noch nicht einmal den Namen des Autors gesehen, geschweige denn den Klappentext gelesen. Jedem von uns kommt doch ständig dieses Leben dazwischen, stimmts?

Von Kathrin Schrocke habe ich bereits drei Bücher gelesen, die ich hier gleich erneut empfehlen muss: „Verdammt gute Nächte„, „Freak City“ und „Mein Leben und andere Katastrophen„. Grandiose Jugendliteratur – direkt aus dem Leben!

Passend zum Titel habe ich mir gedacht, dass ich das Leben mal bei Kathrin Schrocke dazwischen kommen lasse und sie zum Buch literatwoisch interviewe 🙂

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Das schöne Leben und der schnelle Tod ~ Michael Wildenhain

Das schöne Leben und der schnelle Tod ~ Michael Wildenhain

„Das schöne Leben und der schnelle Tod“ ist nicht das erste Jugendbuch, das ich von Michael Wildenhain lese. Die Erkenntnis erlangte ich erst nach den knapp 240 Seiten. Mir hat im Jahr 2011 sein Jugendroman „Blutsbrüder“ gut gefallen und auf der Lesung in Tharandt 2015 konnte ich den Autor persönlich treffen und zum Roman „Das Lächeln der Alligatoren“ interviewen. Das war spannend.

Was er mir mit seinem neuen Jugendbuch angetan hat, hat mich total verwirrt und scheinbar nicht nur mich…

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Ausflug mit Frau Runkenrettich ~ Christian von Aster

Ausflug mit Frau Runkenrettich ~ Christian von Aster

Christian von Aster? Nie gehört. – Das hat sich am 23.02.2019 geändert, denn beim Treff #bookmeetspizza hat sich die Edition Roter Drache vorgestellt. Da ich bekanntlich wenig mit Fantasy am Hut habe, hat Verleger Holger Kliemannel in seine Bücherkiste gegriffen und mir ein Kinderbuch in die Hand gedrückt. Das nenne ich mal flexibel. 😉

Und schon ging es für mich wenige Stunden später in die Gruft…

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Offline ist es nass, wenn’s regnet ~ Jessi Kirby

Offline ist es nass, wenn’s regnet ~ Jessi Kirby

Wann warst du zum letzten Mal offline? Bist du etwa eine Influencerin, so wie Mari im neuen Roman von Jessi Kirby, die ständig online ist und Likes sammelt? Oder gehst du gern mal dauerhaft offline, um das Leben richtig genießen zu können? Vielleicht hast du aber auch schon deine OOM – Offline-Online-Mitte gefunden? Ich bin auf einem recht guten Weg dahin. Bevor ich dir aber erzähle, wie der aussieht, stelle ich dir Mari vor. (mehr …)

Die kleine Meerjungfrau und andere Märchen ~ Hans Christian Andersen

Die kleine Meerjungfrau und andere Märchen ~ Hans Christian Andersen

An welches Märchen musst du denken, wenn du den Namen Hans Christian Andersen hörst? Wann hast du überhaupt zum letzten Mal ein Märchen gelesen? Ich habe in den letzten Tagen gemerkt, dass es wahnsinnig gut tut, mal in ein Märchen abzutauchen und das es richtig schön ist, völlig neue Märchen zu entdecken oder bereits bekannte wieder aufzufrischen. An alle kann man sich doch mit der Zeit nicht mehr erinnern. Stimmts?

Und richtig viel Freude macht das Märchenlesen natürlich, wenn das Märchenbuch ein ganz besonderes ist. Dir kommt die Aufmachung bekannt vor? Kein Wunder, denn ich habe dir aus der wundervollen „MinaLima-IllustrationsReihe“ bereits „Die Schöne und das Biest“ & „Peter Pan“ vorgestellt. Außdem gibt es noch „Das Dschungelbuch“ und ganz bald folgt schon die nächste Neuerscheinung.

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Meine beste Bitch ~ Nataly Elisabeth Savina

Meine beste Bitch ~ Nataly Elisabeth Savina

Ich weiß es zwar nicht wirklich und doch behaupte ich, dass jeder von uns eine beste Bitch hat oder hatte. Zumindest bleibt es im Leben nicht aus, dass sich Freundschaften zerschlagen, einfach aufhören oder ganz langsam auslaufen. Manchmal gibt es aber auch eine bestimmte Schlüsselszene, so wie in der Freundschaft von Faina und Nike. Oft tut das weh, je nachdem wie stark man den Menschen eben geliebt hat, wie viel Zeit man zusammen mit ihm verbracht, welche Geheimnisse man geteilt hat. Der Titel „Meine beste Bitch“ könnte nicht treffender sein, ich wusste grob, was auf mich zukommt. Das ich aber mit so einer enormen Wucht getroffen werde, konnte ich nicht vorhersehen.

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Eine wie Alaska ~ John Green

Eine wie Alaska ~ John Green

Bei „Eine wie Alaska“ bin ich wirklich gespannt, was du sagen wirst. – schrieb mir Benedict Wells in einer Email. Schon lange hat er mir den Roman von John Green empfohlen und darauf gelauert, ob er mir gefallen wird. Eines seiner Lieblingsbücher. Da er mir schon „tschick“ und „Vincent“ empfohlen hat, wusste ich, das ich ganz sicher nicht enttäuscht werde – Irrtum?

Nein – ganz klar! Ich bin durch und durch begeistert, obwohl ich eigentlich nicht fünf Romane vom selben Autor lesen wollte. John Green hat mich nicht immer überzeugt. Wenn du mehr wissen magst, schaust du einfach HIER- John Green.

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Mein Freund, der Eiffelturm und ich ~ Dagmar Hoßfeld

Mein Freund, der Eiffelturm und ich ~ Dagmar Hoßfeld

Hast du schon den Eiffelturm in Paris besucht? Ich kenne ihn nur von Fotos und Postkarten und habe während des Lesens gelernt, das man im Winter sogar auf einer Ebene Schlittschuh laufen kann. Während der Fahrt nach Amsterdam habe ich das Buch von Dagmar Hoßfeld komplett verschlungen und es hat sich die ganze Zeit so angefühlt, als würde ich Urlaub in Frankreich machen. Das Jugendbuch versprüht französisches Lebensgefühl, verteilt Glücksgefühle in Schmetterlingsform und unterhält locker luftig leicht.

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Mausmeer ~ Tamara Bach

Mausmeer ~Tamara Bach

Es gab eine Zeitlang hier auf meinem Blog fast nur Jugendbuchempfehlungen. Der Hauptgrund war schlicht und ergreifend, dass die Jugendromane oftmals viel mehr Tiefgang hatten, als Gegenwartsromane und zudem auch lockerer, realer, unverstaubter. Es war einfach so, ich surfte lesend eben auf der Jugendbuchwelle. Eine Welle ist nicht endlich und die Literatur ist wahnsinnig vielseitig und obwohl ich keine schlechten Erfahrungen machte, fand ich mich mitten im Gegenwartsliteraturdschungel wieder und fühlte mich wohl. Und jetzt?

Scheinbar bin ich gerade in einer Phase in der ich auf und ab tauche und fröhlich hin und her springe. In Leipzig auf der Buchmesse habe ich Tamara Bach auf dem Carlsen-Bloggertreff kennenlernen können. Erst wurde die Autorin ein wenig interviewt, dann hat sie gelesen, später ein Foto mit mir gemacht, kurz geplauscht und am Ende gab es noch eine schokoladige Überraschung – passend zum Buch, versteht sich.

Tamara Bach lässt gleich zu Beginn spüren, dass ihr Buch nicht zu denen gehört, die man aufschlägt, regelrecht durchfliegt und schwupps die wupps ist man fertig. Nein – sie fordert, sie provoziert uns Leser regelrecht damit, einige Sätze zweimal zu lesen. Wollen wir das? Ohja – auf jeden Fall, denn „Mausmeer“ (Carlsen Verlag) knistert gleichmäßig geheimnisvoll und spricht auch ein wenig in Rätseln, so möchte ich es nennen. Strandlektüre sieht anders aus, ich empfehle dir eher die Bank an einem Teich oder See.

Gedankenstrom statt Ich-Perspektive

Bevor ich dir mehr erzähle, bekommst du fürs Gefühl einfach mal die ersten Sätze – okay?

„Er sagt „Hey“, sagt es laut.

Ich bin wach. Ich mache die Augen auf und er fragt: Bist du wach?“ Er macht das Licht an, sitzt neben meinem Bett.

Zappelt.

Ich muss blinzeln, zu hell.

„Ich bin durchs Fenster geklettert“, sagt er.“

(Seite 5)

Mausmeer ~Tamara Bach

Und? Was sagst du? Tamara Bach bringt uns durch ihren Erzählstil wahnsinnig nah an die Geschwister Ben und Anni. Sie wählt nicht die einfache Ich-Perspektive, sondern lässt uns im Gedankenstrom treiben. Für mich eine ganz neuartige Erfahrung. Anfangs noch verwirrend, dann immer klarer werdend und letztendlich fühlt sich dieser Stil recht normal an und öffnet gleichzeitig neue Blickwinkel.

Bist du schon neugierig oder soll ich doch noch ein paar Worte über den Inhalt verlieren?

Tamara Bach schreibt nicht über eine Liebesbeziehung, sondern über die Geschwister Anni und Ben, das Erwachsenwerden und nervige Eltern und natürlich über Entscheidungen die an bestimmten Lebensabschnitten getroffen werden müssen. Der Geruch von Opas altem Haus soll die Kindheit ein wenig auferstehen lassen – es ist Ostern, die Eltern sind im Urlaub und Ben entführt seine Schwester in die Einöde, um endlich mit ihr reden zu können. Die Geschwister sind wie Tag und Nacht, wie hell und dunkel, wie warm und kalt – es gibt kaum eine Verbindung und Ben muss und will Anni so viel sagen, ihr wieder näher sein.

Mausmeer

Bist du eher der Typ der die Schule geschmissen hat, einfach raus und frei sein will oder bis du eher der Typ der studiert und auf den man sich verlassen kann? Kleiner Bruder oder große Schwester?

Mit beiden Charakteren konnte ich mich persönlich gut identifizieren, auch wenn ich sie mir vor meinem inneren Auge nicht vorstellen konnte. Aber braucht es ein Bild, wenn es Gefühle gibt und Reibungspunkte die tief wirken?

Die Autorin gibt uns Lesern sehr viel – sie präsentiert uns keine Geschichte die wir gut oder schlecht finden können, sie zieht uns eher genau dazwischen und klopft parallel unsere Gedanken ab, welche das Buch intensivieren. 140 wuchtige Seiten mit kurzen Sätzen die nicht immer leicht zu lesen und sogar manchmal verdreht sind. Doch letztendlich ergeben die Perspektivwechsel, der Stil und natürlich der Inhalt ein ganzes Puzzle.

Der Sprung ins Mausmeer braucht Mut, da er sich erst kalt anfühlt. Doch es mangelt nicht an Luft, das Wasser ist klar und das Auftauchen ist besonders. Trau dich!

Eure
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