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Kategorie: Binea – Artikel

Anne Frank und Amsterdam

Das Tagebuch der Anne Frank ~ David Polonsky – Ari Folman (Graphic Diary)

Anne Frank in Amsterdam treffen, so lautete mein Ziel. Nein, falsch – ich wollte gern „Das Tagebuch der Anne Frank“ in Form von einem Graphic Diary (S. Fischer) lesen. Am Anne-Frank-Haus war ich schon bei letzten Amsterdambesuch, aber eben ohne Buch und jetzt halte dich fest: ich habe ihr Tagebuch in zwei unterschiedlichen Ausgaben da und es bisher noch NIE gelesen. Tatsächlich, ich habe es noch nie gelesen – verrückt oder? Gefühlt hat es die ganze Welt gelesen oder die ganze Welt weiß nur um was es geht und hat so wie ich, Reportagen geschaut? Das ist jetzt die Frage.

Wie dem auch sei, ich habe mein persönliches Ziel erreicht. Ich habe mir das Tagebuch unter den Arm geklemmt und bin an diesen historischen Ort in Amsterdam gegangen und habe es Anne gezeigt, Anne damit fotografiert und natürlich habe ich es gelesen, abends im Bett im Hotel am Westerpark. Ein tolles Gefühl, nah dran und emotional.

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Herz auf Eis ~ Isabelle Autissier

Herz auf Eis ~ Isabelle Autissier

Mein Herz fühlte sich beim Lesen sehr oft eisig an. Ein ganz neuartiges Gefühl habe ich kennenlernen dürfen. Ich kann mir kaum erklären, warum mich diese unglaublich negative Stimmung überfallen hat. Aber ich stimmte Louise zu, feuerte sie an, schickte ihr Kraft und dachte kaum an ihren Mann Ludovic. Ohne weitere Wertung halte ich für mich fest, dass dieser Roman mich forderte, an meinen unteren Gefühlsschichten kratzte und auf keinen Fall so unschuldig ist, wie man anhand des Covers meinen könnte.

Der Roman „Herz auf Eis“ (mare) wurde mir in der Buchhandlung „Der Buchladen Rügen“ in Gingst empfohlen. Ohne zu überlegen, nahm ich ihn mit und fand mich wenige Minuten später bereits auf einer einsamen Insel wieder. Gestrandet. Ohne Schiff. Es ist nass, es ist nicht wirklich warm und es gibt keinen Kontakt zur Außenwelt. Ich bin mit Louise und Ludovic gefangen, es fühlt sich an, als ob wir jetzt alle den Namen Robinson Crusoe tragen und jeden Moment Freitag um die Ecke kommt. Wäre die Situation nicht so tragisch, könnte man drüber schmunzeln. Es gibt keine Einheimischen, nur ein paar Tiere und die alte Walfangstation. Louise und Ludovic sind auf sich allein gestellt, auf die Insel nähe Kap Hoorn verirrt sich niemand, ab und an höchstens ein Forscherteam.

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Das Mädchen aus der Metro ~ María Jeunet

Das Mädchen aus der Metro ~ María Jeunet

Meinst du, dass „Das Mädchen, das in der Metro las(Dumont Verlag), „Das Mädchen aus der Metro“ (Thiele Verlag) kennt? Irgendwie ein schöner Gedanken, denn Bücher verbinden doch. Zumindest habe ich mich das gefragt und ich gebe zu, dass ich die zwei Titel gern miteinander verwechsele. Zweimal Mädchen, zweimal Metro – das kann schon passieren, finde ich.

Heute möchte ich dir das andere Mädchen vorstellen, darum komm mit mir nach Paris. Bevor wir das besagte Mädchen, eher die Frau mit den blonden Haaren und dem safrangelben Mantel treffen, lernen wir zuerst Nico kennen. Nicolas Cambril ist gerade umgezogen, nicht gerade positiv gestimmt und Kinderbuchautor. So darf er sich noch nennen, obwohl er schon längst sein zweites Buch veröffentlicht haben soll. Da es mit dem Schreiben gerade nicht klappt, muss unser 32-jähriger Erzähler arbeiten gehen. Sein Job ist selten spannend und doch lässt er es zu, dass er sich Hals über Kopf verliebt.

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Mein Freund, der Eiffelturm und ich ~ Dagmar Hoßfeld

Mein Freund, der Eiffelturm und ich ~ Dagmar Hoßfeld

Hast du schon den Eiffelturm in Paris besucht? Ich kenne ihn nur von Fotos und Postkarten und habe während des Lesens gelernt, das man im Winter sogar auf einer Ebene Schlittschuh laufen kann. Während der Fahrt nach Amsterdam habe ich das Buch von Dagmar Hoßfeld komplett verschlungen und es hat sich die ganze Zeit so angefühlt, als würde ich Urlaub in Frankreich machen. Das Jugendbuch versprüht französisches Lebensgefühl, verteilt Glücksgefühle in Schmetterlingsform und unterhält locker luftig leicht.

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[Interview] Der Pianist – wenn das Herz Polka tanzt ~ Katja Frühauf

Der Pianist – wenn das Herz Polka tanzt ~ Katja Frühauf (©Katja Frühauf)

Pianist – Polka & Herz

Als meine Kollegin mir erzählte, dass sie eine frisch gebackene Autorin in der Familie hat, spitzte ich meine Ohren und wurde natürlich neugierig. Kurze Zeit später kam ich mit Dresdnerin Katja Frühauf in Kontakt, die mir meine vielen Fragen gern beantwortete. Auch wenn ich das Buch selbst nicht gelesen habe, hat Katja mich unglaublich neugierig gemacht. Viel Freude beim Lesen und vor allem beim Kommentieren, denn du hast die Möglichkeit, ihr Buch zu gewinnen.
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Mädchen in Scherben ~ Kathleen Glasgow

Mädchen in Scherben ~ Kathleen Glasgow ©Buchcover/S. Fischer Verlag

Mädchen in Scherben – den Jugendroman von Kathleen Glasgow habe ich nicht nur gemeinsam mit Anne gelesen, sondern wir haben auch darüber gesprochen. Ein außergewöhnliches Buch mit einem sensiblen Thema. Unsere Worte möchten wir dir nicht vorenthalten, spoilerfrei natürlich, also mache es dir hier am literatwoischen Lagerfeuer bequem.

Ganz spontan fragte ich Anne, ob das Buch nicht was für sie wäre und die liebe Sibylle vom Fischerverlag fand die Idee einer gemeinsamen Aktion großartig. Warum aber ausgerechnet Anne, wieso ich an sie denken musste – das erzählt euch Anne gleich selbst.

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Die Kostbarkeit des flüchtigen Lebens ~ Philippe Claudel

Die Kostbarkeit des flüchtigen Lebens ~ Philippe Claudel

Wenn man positive Erfahrungen gemacht hat, möchte man die natürlich gern wieder machen. Als ich also davon erfuhr, dass von Autor Philippe Claudel ein neues Buch erscheint, wusste ich, dass ich es unbedingt haben muss. Vor Jahren hat er mich mit „Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung“ berührt. Nun wollte ich mich erneut berühren lassen und vor allem intensiv die Kostbarkeit des Lebens spüren. Das ich noch intensiver über mich selbst nachdenken werde, meine Umwelt neu beleuchten und so einige philosophische Fragen durch mein Leserhirn kreisen werden, merkte ich während des Lesens. Ein Roman über tiefe Freundschaft der das Herz erblühen lässt. Frauen und die Krankheit namens Krebs kommen ebenso darin vor.

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Das Mädchen, das in der Metro las ~ Christine Féret-Fleury

Das Mädchen, das in der Metro las ~ Christine Féret-Fleury

Liest du gern in der Metro oder in der Bahn? Also ich fahre eher selten mit der Bahn, wenn ich allerdings mal die Möglichkeit habe, trage ich selbstverständlich ein Buch bei mir. Das ist jetzt sicher nicht verwunderlich. Was ich aber bald noch viel besser finde, ist, andere Fahrgäste zu beobachten. Ja, ich versuche recht unauffällig den Buchtitel zu erspähen oder gehe auch gern das ein oder andere Gespräch ein, wenn es sich ergibt und der Leser auch dazu Lust hat. Wenn ich selbst lese, dann bin ich eher tief versunken und schotte mich etwas ab.

Juliette kennt inzwischen die Strecke der Metro, denn sie fährt an Wochentagen zwei Mal damit, um zum Job oder eben nach Hause zu kommen. Sie liest zwar für ihr Leben gern, allerdings schaut sie lieber, was die anderen Fahrgäste lesen. Diese kennt sie inzwischen schon so gut wie die Strecke, denn nicht nur der Mann mit dem grünen Hut, auch die Frau und das Mädchen fahren regelmäßig in der Metro mit und ihre Gesichter spiegeln die Emotionen aus den Büchern. Egal ob Kochbuch oder Insektenbuch oder der ganz normale Schmöker. Bücher verändern und bringen uns in andere Welten und lesende Menschen zu sehen, tut fast so gut wie selbst zu lesen.

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DSGVO – 5 Buchstaben die den Blog bedeuten

DSGVO – Datenschutzerklärung

Am 25. Mai tritt die gefürchtete DSGVO – Datenschutz-Grundverordnung – in Kraft. Hast du Angst? Bist du auch ein kleiner privater Blogger der eigentlich nur bloggen mag und von IT nicht wirklich Ahnung hat und die 5 Buchstaben fürchtet? Ich zähle mich dazu und ich habe auch Angst, aber ich bin gekommen um weiter zu bloggen. Ob im Job oder auf sozialen Kanälen – überall blitzen die Hinweise und Meinungen und Ratschläge zur DSGVO auf. Doch noch viel mehr lese ich, dass so viele aufhören – ihren Blog abschalten, offline gehen, vorerst untertauchen. Und was willst du machen? Das habe ich mich gefragt und die Antwort hat nicht lange auf sich warten lassen. Ich sammle Mut, ich bleibe und DANKE an dieser Stelle allen Freunden und Bekannten, die mich unterstützen und sich meinen nervigen Fragen stellen.

Was habe ich getan? Ich möchte es dir hier in Stichpunkten mal verraten und freue mich, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, was du getan hast, vielleicht wissen magst und mir noch raten würdest. Okay?

  • Ich habe mich im Netz ganz viel belesen – vor allem bei Gedankenglas – den Tipp habe ich von Janine (Frau Hemingway) bekommen
  • Cookie-Hinweis eingerichtet
  • SSL-Verbindung dazu gekauft und richtig eingebunden (Danke Thomas!)
  • Newsletter /Emailabo ausgeschaltet
  • Plugin Remove IP und Remove Comment IPs installiert – ich speichere überhaupt KEINE IP-Adressen mehr
  • Impressum erneuert
  • diverse Widgets mit Folgebuttons deaktiviert
  • Jetpack deaktiviert
  • WP GDPR Compliance eingerichtet
  • Datenschutzerklärung erstellt -> Dr. Schwenke
DSGVO – Datenschutzerklärung

Das war es auch schon und mit Recherche und dem ganzen dazugehörigen Kram habe ich bestimmt um die 5 Stunden zugebracht.

DSGVO – bereit?

Tja, keine Ahnung, ob ich an alles gedacht habe und ob der Blog jetzt so passt und ich mich wieder dem „einfach nur über Bücher & Literatur schreiben“ beruhigt widmen kann. Ich versuche es einfach mal und bleibe natürlich am Ball und halte Augen und Ohren in den sozialen Netzwerken offen.

Kannst du mir noch Tipps geben? Hast du positive/negative Kritik für mich? Bist du noch online?

Eure
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Mausmeer ~ Tamara Bach

Mausmeer ~Tamara Bach

Es gab eine Zeitlang hier auf meinem Blog fast nur Jugendbuchempfehlungen. Der Hauptgrund war schlicht und ergreifend, dass die Jugendromane oftmals viel mehr Tiefgang hatten, als Gegenwartsromane und zudem auch lockerer, realer, unverstaubter. Es war einfach so, ich surfte lesend eben auf der Jugendbuchwelle. Eine Welle ist nicht endlich und die Literatur ist wahnsinnig vielseitig und obwohl ich keine schlechten Erfahrungen machte, fand ich mich mitten im Gegenwartsliteraturdschungel wieder und fühlte mich wohl. Und jetzt?

Scheinbar bin ich gerade in einer Phase in der ich auf und ab tauche und fröhlich hin und her springe. In Leipzig auf der Buchmesse habe ich Tamara Bach auf dem Carlsen-Bloggertreff kennenlernen können. Erst wurde die Autorin ein wenig interviewt, dann hat sie gelesen, später ein Foto mit mir gemacht, kurz geplauscht und am Ende gab es noch eine schokoladige Überraschung – passend zum Buch, versteht sich.

Tamara Bach lässt gleich zu Beginn spüren, dass ihr Buch nicht zu denen gehört, die man aufschlägt, regelrecht durchfliegt und schwupps die wupps ist man fertig. Nein – sie fordert, sie provoziert uns Leser regelrecht damit, einige Sätze zweimal zu lesen. Wollen wir das? Ohja – auf jeden Fall, denn „Mausmeer“ (Carlsen Verlag) knistert gleichmäßig geheimnisvoll und spricht auch ein wenig in Rätseln, so möchte ich es nennen. Strandlektüre sieht anders aus, ich empfehle dir eher die Bank an einem Teich oder See.

Gedankenstrom statt Ich-Perspektive

Bevor ich dir mehr erzähle, bekommst du fürs Gefühl einfach mal die ersten Sätze – okay?

„Er sagt „Hey“, sagt es laut.

Ich bin wach. Ich mache die Augen auf und er fragt: Bist du wach?“ Er macht das Licht an, sitzt neben meinem Bett.

Zappelt.

Ich muss blinzeln, zu hell.

„Ich bin durchs Fenster geklettert“, sagt er.“

(Seite 5)

Mausmeer ~Tamara Bach

Und? Was sagst du? Tamara Bach bringt uns durch ihren Erzählstil wahnsinnig nah an die Geschwister Ben und Anni. Sie wählt nicht die einfache Ich-Perspektive, sondern lässt uns im Gedankenstrom treiben. Für mich eine ganz neuartige Erfahrung. Anfangs noch verwirrend, dann immer klarer werdend und letztendlich fühlt sich dieser Stil recht normal an und öffnet gleichzeitig neue Blickwinkel.

Bist du schon neugierig oder soll ich doch noch ein paar Worte über den Inhalt verlieren?

Tamara Bach schreibt nicht über eine Liebesbeziehung, sondern über die Geschwister Anni und Ben, das Erwachsenwerden und nervige Eltern und natürlich über Entscheidungen die an bestimmten Lebensabschnitten getroffen werden müssen. Der Geruch von Opas altem Haus soll die Kindheit ein wenig auferstehen lassen – es ist Ostern, die Eltern sind im Urlaub und Ben entführt seine Schwester in die Einöde, um endlich mit ihr reden zu können. Die Geschwister sind wie Tag und Nacht, wie hell und dunkel, wie warm und kalt – es gibt kaum eine Verbindung und Ben muss und will Anni so viel sagen, ihr wieder näher sein.

Mausmeer

Bist du eher der Typ der die Schule geschmissen hat, einfach raus und frei sein will oder bis du eher der Typ der studiert und auf den man sich verlassen kann? Kleiner Bruder oder große Schwester?

Mit beiden Charakteren konnte ich mich persönlich gut identifizieren, auch wenn ich sie mir vor meinem inneren Auge nicht vorstellen konnte. Aber braucht es ein Bild, wenn es Gefühle gibt und Reibungspunkte die tief wirken?

Die Autorin gibt uns Lesern sehr viel – sie präsentiert uns keine Geschichte die wir gut oder schlecht finden können, sie zieht uns eher genau dazwischen und klopft parallel unsere Gedanken ab, welche das Buch intensivieren. 140 wuchtige Seiten mit kurzen Sätzen die nicht immer leicht zu lesen und sogar manchmal verdreht sind. Doch letztendlich ergeben die Perspektivwechsel, der Stil und natürlich der Inhalt ein ganzes Puzzle.

Der Sprung ins Mausmeer braucht Mut, da er sich erst kalt anfühlt. Doch es mangelt nicht an Luft, das Wasser ist klar und das Auftauchen ist besonders. Trau dich!

Eure
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