Kategorie: Artikel / Buchvorstellung / Rezension

Immer noch wach ~ Fabian Neidhardt

Immer noch wach ~ Fabian Neidhardt

Krebs ist und bleibt ein Arschloch und es fällt mir nicht leicht, die Zeilen hier zu verfassen. Viel schwerer ist es mir aber gefallen, den Roman „Immer noch wach“ (Haymon) von Fabian Neidhardt zu lesen. Ich nenne es den selbstgewollten Ausbruch aus der Komfortzone, denn seit meine Freundin mit 35 Jahren ihr Leben beenden musste und dann auch noch meine Oma in Bayern den Kampf verlor, habe ich um Bücher mit dem Thema Krebs einen großen Bogen gemacht. Weglaufen ist meistens der falsche Weg und so drehte ich mich um und lief direkt in die 268 Seiten. Vielleicht auch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass der Tod bei Neidhardts Protagonist auf sich warten lässt?

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Ein Mann der Kunst ~ Kristof Magnusson

Ein Mann der Kunst ~ Kristof Magnusson

Meine Buchhändlerin des Vertrauens Annli Erler hat mir gefühlt bei jedem Besuch in der Buchhandlung ans Herz gelegt, dass ich doch endlich mal „Ein Mann der Kunst“ von Kristof Magnusson lesen soll. Sie schwärmt von seiner Schreibe und natürlich hat mich das neugierig gemacht, aber das Verlassen der buchigen Komfortzone ist auch nicht immer einfach. Manchmal stelle ich mich da tatsächlich etwas an und muss über mich lachen, wenn die Hürde überwunden ist und ich zwischen den Seiten klebe. Kunst ist jetzt nicht mein Lieblingsthema, wenn ich an die Schulzeit denke, dann fallen mir nur schlechte Noten und Kritik ein. Dabei ist man als Künstler:in doch angeblich so frei?! Also gut, ich lass das Thema und merke an, dass mir „Ein Mann der Kunst“ sehr viel Lesefreude bereitet hat.

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Hard Land ~ Benedict Wells

Hard Land ~ Benedict Wells

Ganz großer Lesetipp: Hard Land!

Damit wäre im Grund alles gesagt. Nein, natürlich nicht, aber der Anfang ist gemacht, denn wer nicht zum neuen Roman von Benedict Wells greift, ist selbst Schuld. Mag sein, dass ich dem Autor, der nur ein Jahr älter ist als ich, total verfallen bin, aber wenn er mich nun mal schreibend komplett überzeugt, ist das doch perfekt.

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Ich bin Circe ~ Madeline Miller

Ich bin Circe ~ Madeline Mille

Wer Circe bei mir aus dem Regal nimmt, wird sofort die Gebrauchsspruchen am Umschlag sehen und beim Öffnen rieselt Sand heraus. Circe riecht regelrecht nach Meer und beim Umblättern ist das Knirschen des Sandes zu hören. Circe war mit mir am Strand, da ich so dermaßen im Buch gefangen war, dass mir die äußeren Umstände total egal waren. Zudem bin ich immer noch stolz auf mich, dass ich den Roman von Madeline Miller, aus dem amerikanischen Englisch von Frauke Brodd übersetzt, gelesen habe.

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Mister Aufziehvogel ~ Haruki Murakami

Mister Aufziehvogel ~ Haruki Murakami

Der Aufziehvogel steht hier bestimmt schon seit zehn Jahren im Regal. Da gab es mal eine Phase, in der ich dachte, ich müsste ein paar Murakamis besitzen und so sammelte ich mir nach und nach einige Romane von den Mängelexemplartischen. Kennst du das auch (noch)? Die Phase ist bei mir schon lange her und inzwischen muss ich echt drüber schmunzeln. Jedenfalls ist auch der „Mister Aufziehvogel“ (btb) über den ME-Tisch zu mir gekommen und hat seitdem seine Seitenfarbe von weiß in gelb geändert. Ups…

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Hingabe ~ Bénédicte Belpois

Hingabe ~ Bénédicte Belpois

In unserer Zeit ist es nicht verwerflich, wenn öffentlich ausgesprochen wird, dass man ab und zu gern in Romane abtaucht, in denen es sexuelle Handlungen gibt, erotische Momente und sogar pornöse Auszüge. Wenn man das Cover von „Hingabe“ (S. Fischer) betrachtet, ist nicht gleich klar, was sich dahinter verbirgt. Auf jeden Fall habe ich mit viel Sinnlichkeit gerechnet, was den Titel betrifft. Der Blick der nackten Frau auf dem Cover ist eher resigniert, traurig und enttäuscht. Von brutalen Vergewaltigungsszenen ahnte ich anfangs noch nichts – ein Taumel zwischen Zuckerbrot und Peitsche…

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Cryptos ~ Ursula Poznanski

Cryptos ~ Ursula Poznanski

Mein absoluter Buchtipp, wenn dir mal wieder nach ganz viel Spannung trifft auf Klimawandel ist: Cryptos von Ursula Poznanski. Was bin ich durch die Seiten gerast, was habe ich die Luft angehalten und geschwitzt und mit Protagonistin Jana mitgefiebert. Wahnsinn – ein typisches Poznanski-Leseabenteuer der Extraklasse, anders kann ich es nicht sagen!

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Mit dem Northlander durch Kanada

Was dir bleibt ~ Jocelyne Saucier

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wovon ich zuerst schwärmen und erzählen soll. Von den wundervollen Covern – ich mag alle drei so sehr, sie strahlen so eine Ruhe und Geborgenheit aus. Eine wirkliche Freude fürs Auge und die Seele. Oder von einer wirklich langen und aufschlussreichen Zugfahrt mit dem Northlander durch Kanada – mein Bruder ist stark zugbegeistert und durch seine Leidenschaft bin ich schon einige Strecken mit dem Zug abgefahren, diese hier allerdings noch nicht. Und ich könnte dir gleich zu Beginn verraten, dass ich den neuen Roman von Jocelyne Saucier „Was dir bleibt“ (Insel) sehr gern gelesen habe, dennoch gefallen mir „Ein Leben mehr“ und „Niemals ohne sie“ viel besser.

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Das kann uns keiner nehmen ~ Matthias Politycki

Das kann uns keiner nehmen ~ Matthias Politycki

Tatsächlich ist es natürlich schöner, über Bücher zu schreiben, die man wirklich sehr gern gelesen hat. Aber ich möchte hier nicht aussortieren, sondern ich behalte weiterhin bei, auch mal ein Buch zu kritisieren. Auch die Enttäuschung muss mal an die Luft und ich habe es immer noch nicht ganz verkraftet, was mir mit dem neuen Roman „Das kann uns keiner nehmen“ (HoCa) von Matthias Politycki passiert ist. Es war im Sommer 2020…

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Das Haus in der Claremont Street

Das Haus in der Claremont Street ~ Wiebke von Carolsfeld

Liebe Leser*innen, ihr müsst mir jetzt absolut vertrauen und ihr dürft euch nicht verschreckt wegdrehen und den Roman abwinken, wenn ich die Ausgangsszene des Romans schildere. Ich verspreche hoch und heilig, dass dieser Roman ein absolutes Highlight aus Kanada ist, was nicht verpasst werden darf! Aufgrund der ereignisreichen Geschichte, vor allem aber wegen Tom, der zu Beginn den Tod beider Eltern auf grausame Art miterleben muss. Aber auch, weil es dennoch so lebensbejahend und richtig, richtig schön ist. Wiebke von Carolsfelds „Haus in der Claremont Street“ muss wirklich von jedem betreten werden, da es irgendwie zu jedem passt!

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