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Schlagwort: Holocaust

Die uns lieben ~ Jenna Blum

Die uns lieben ~ Jenna Blum
Die uns lieben ~ Jenna Blum

„Die uns lieben“ (Aufbau Verlag) von Jenna Blum habe ich nun seit 2015 unglesen im Regal stehen. Oft habe ich es zur Hand genommen, mir das Cover angesehen und wieder zurück gestellt. Welch Fehler wie ich nun weiß, denn ich habe die über 500 Seiten recht schnell gelesen und bin wirklich emotional bewegt und das hätte ich schon viel eher haben können. Ja, ich selbst lese viel und doch bin ich der Meinung, dass diesen Artikel hier Leser lesen, die ebenfalls „Die Bücherdiebin“ und „Die Nachtigall“ kennen. Richtig?

Auf den ersten Seiten musste ich gerade an die zwei genannten Bücher denken. Ein gutes Lesegefühl im Sinne von 1 (Bücherdiebin) + 1 (Nachtigall) = 2 (Die uns lieben) machte sich in mir breit und begleitet mich noch über die Seiten hinaus. Warum ist Jenna Blums Buch so besonders, obwohl es doch schon so viel gute Literatur über die grausame Vergangenheit gibt? Ich glaube es liegt an den zwei Protagonistinnen – Anna und Tochter Trudy, es liegt an der Verschwiegenheit, an der fehlenden Liebesgeschichte und der tiefgründigen Recherche der Autorin selbst.

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Holocaust-Gedenktag 2014 – Literatwo öffnet „Hanas Koffer“ von Karen Levine

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„Die Vergangenheit wirft ihren Schlagschatten auf gegenwärtiges und zukünftiges Gelände. Vergegenkunft nannte ich später meinen Zeitbegriff…“

Günter Grass „Schreiben nach Auschwitz“ – 13. Februar 1990

Seit wir gemeinsam „Gegen das Vergessen“ der Opfer des Holocaust schreiben, werden wir Literatwos ständig mit diesem zeitlosen Zeitbegriff konfrontiert, da wir den historischen Schlagschatten des Erinnerns gerade in Büchern immer wieder spüren. Manchmal sind es Namen, oftmals Orte und immer wieder auch Gegenstände, die uns einholen und den Blick in die Vergangenheit richten lassen. Einer dieser Gegenstände ist ein Ring, über den ich vor kurzem schrieb. Jener Ring eines gefallenen Soldaten, der nun in meinen Händen liegt und damals alles veränderte: Weihnachten 1944…

Schlagschatten… Aus ihnen möchten wir selbst täglich lernen und anderen Menschen immer wieder vor Augen führen, dass sich Automatismen der Vergangenheit nur dann wiederholen können, wenn wir sie bis heute nicht verstehen. Erinnern heißt für uns auch Verhindern! Im Schreiben hier, in Gesprächen mit Freunden und im Dialog mit Jugendlichen an Schulen.

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