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Schlagwort: Klassiker

Ein Baum wächst in Brooklyn ~ Betty Smith

Ein Baum wächst in Brooklyn ~ Betty Smith

Manchmal braucht es einfach eine Veränderung. Da lässt man Dresden hinter sich und reist kurzerhand nach Brooklyn. Das klingt gut oder? Ich bin allerdings nur gedanklich gereist, aber das tat sehr gut. Manchmal braucht es einfach ein Buch, was da ist und sich ganz ruhig und gemütlich verhält und somit einlädt, genau dann einzutauchen, wenn man einen Ruhepohl sucht. Das alles bietet der Roman von Betty Smith (Insel). Er krallt nicht, er beißt nicht, er ist wie eine Decke, die sich um den Leserkörper hüllt.

Wenn ich dir jetzt sage, dass ich 21 Tage lang für die 621 Seiten brauchte, wirst du abwinken und mit dem Kopf schütteln. Warum so lange für ein Buch, auf welches ich mich so verdammt dolle gefreut habe? Es liegt daran, dass das Leben sich so trubelig wie nie gezeigt hat und mal wieder die ein oder andere Überraschung parat hatte. Es fehlte an Lesezeit und doch hätte kein anderes Buch so gut an meiner Seite verweilen können. Atempausen hat es mir gegönnt, mich immer sofort dort abgeholt wo ich aufgehört habe und es war, als ob ich nie pausiert habe. Klingt nach Lesebalsam und das ist es auch.

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Die Biene Maja und ihre Abenteuer ~ W.B.

Die Biene Maja und ihre Abenteuer ~ Waldemar Bonsels
Die Biene Maja und ihre Abenteuer ~ Waldemar Bonsels

Du kennst auf jeden Fall die Biene namens Maja, richtig? Ich glaube, dass wir sie alle kennen, mindestens aber das Lied von Karel Gott „Die Biene Maja“ – habt ihr jetzt ein Ohrsummen? Ja? Sehr gut. 😉

Und diese Biene die ich meine nennt sich Maja
Kleine, freche, schlaue Biene Maja
Maja fliegt durch ihre Welt
Zeigt uns das was ihr gefällt
Wir treffen heute uns‘re Freundin Biene Maja

(Auszug aus dem o.g. Lied)

Und diese kleine freche Biene Maja können wir nun in einem Buch entdecken. Klar, es gibt zahlreiche Bücher von der bekannten Biene. Aber oftmals sind diese für die kleineren Leser und oftmals überwiegen dort natürlich die Bilder. Ich gestehe außerdem, dass ich mich der richtigen Biene Maja Geschichte noch nie genähert habe, glaube ich jedenfalls. Darum habe ich mich sehr gefreut, in ihre Welt einzutauchen.

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Realismus: Endlich ist 1 + 1 = 2

Realismus
Realismus

Endlich, endlich konnte ich mich einer meiner Lieblingsepochen zuwenden, dem Realismus.

„Die realistische Dichtung löste in Deutschland seit etwa 1850 die romantische ab. […] Das Leben wurde gezeigt, wie es ist, nicht, wie es nach den Klassikern sein sollte, nicht wie die Romantiker es erträumten.“[1]

Genau das liebe ich an dieser Epoche: sie bildet die Wirklichkeit ab, ohne großen Schnick-Schnack, präzise, auf den Punkt und dennoch so tiefgreifend, dass man sich in diesen Werken geradezu verlieren kann, allen voran natürlich im Werk Fontanes. Wie kein zweiter vereint der gelernte Apotheker so viele verschiedene Genre meisterhaft in seinem künstlerischen Schaffen.

Realismus
Realismus

Wer kennt sie nicht, die so traurige Ballade des tapferen Steuermannes „John Maynard“. Als mein Deutschlehrer diese in der 7. Klassen vortrug, standen mir die Tränen in den Augen, so ergriffen war ich. Vielleicht wurde da der Grundstein gelegt für meine Liebe zu Fontane gelegt. Besiegelt wurde diese aber dann, als ich seine wunderbaren Frauenfiguren kennenlernen durfte, die tragische Effie Briest und die großartige, willensstarke, unglaublich modern anmutende Lene aus „Irrungen, Wirrungen“, einem meiner liebsten Fontane-Romane.

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[Klassik] Einfach klasse!

Klassik ~ Einfach klasse!
Klassik ~ Einfach klasse!

„Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.“

„Durch diese hohle Gasse muss er kommen.“

„Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion?“

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

Die Liste dieser Zitate lässt sich noch unendlich fortsetzen, stammen sie doch von den zwei wohl größten Wortgiganten des 18. Jahrhunderts, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller.

Klassik – einfach klasse!

Diese beiden formten die Epoche der Klassik, verkörperten sie, eine Epoche, die in ihrem Stilverständnis und Menschenbild prägend und vorbildhaft für die kommende Zeit, ja sogar bis in die Gegenwart, werden sollte.

Ausgehend vom Geniegedanken des Sturm und Drangs stand der Mensch im Zentrum, der ganze Mensch sollte mithilfe der Kunst zu einem autonomen Individuum ausgebildet werden. Der künstlerische Anspruch folgte dabei hohen Maßstäben: die streng komponierte antike Literatur wurde vorbildhaft.

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[Aufklärung] Ein Siegeszug der Vernunft?

Aufklärung ~ Ein Siegeszug der Vernunft?
Aufklärung ~ Ein Siegeszug der Vernunft?

„[…] Aufklärung sei der „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“[1].

So lautet eine der berühmtesten Maximen Immanuel Kants aus seiner Schrift „Was ist Aufklärung“.

„Grundgedanke der Aufklärung war die Betonung des Verstandes. Glaube und Gefühl spielten untergeordnete Rollen. Der vernunftbegabte Mensch beugte sich nun nicht mehr bedingungslos dem Willen der Kirche und betrachtete das Geschehen im Staat kritisch.“[2] Im Anschluss an die Renaissance und den Humanismus zeigt sich nun ein gänzlich neues Bild vom Menschen, der hinterfragt, Kritik übt, nach wissenschaftlichen Beweisen sucht, sich auf seine ratio beruft und verlässt.

Doch leicht vergisst man, dass das 18. Jahrhundert nicht nur eine den Verstand glorifizierende Zeit war, sondern das vor allem auch im Bereich der Literatur das Gefühl, besonders das Mitgefühl mit den literarischen Figuren, eine wesentlich Rolle spielte. So zeigt sich diese Epoche nicht nur im geistigen und wissenschaftlichen Gebiet als wegweisend für eine kritisch-hinterfragende Moderne, sondern ebenso in der Literatur.

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[LBW 13] BuchBlindDate

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Buchwoche 13 +++ BuchBlindDate +++ buntes Allerlei +++ laufenlesen +++ ein Graben +++ geklaute Stunden +++ Häkelarbeiten +++ eine große Klassikecke +++ weitere buchige Vorkommnisse

Willkommen liebe SonntagsleserINNEN!
Ohne großes Vorgeschwafel – setzt euch, greift zu, denn hier stehen leckere Donuts bereit und nehmt euch Kaffee, Tee, Limo – Hauptsache ihr lasst die Bücher in Ruhe 🙂 Ich freue mich, dass ihr da seid und wissen wollt, was ich die letzten Tage erlebt habe.

Na, dann mal los…

Montag

Der Tag stand im Zeichen des Blogs. Gleich nach dem Job habe ich begonnen, den Lesungsbericht für den Loewe Verlag zu schreiben. Es hat großen Spaß gemacht, an den Abend zu denken und darüber zu berichten. Die Lesung war einfach klasse. Ihr fragt euch gerade, welchen Bericht ich meine? Dann schaut mal hier: Thrillernacht.

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[Barock] Schiefrunde Perlen

Barock ~ schiefrunde Perlen
Barock ~ schiefrunde Perlen

Schiefrunde Perlen

Die erste literarische Epoche, der ich mich auf meiner Reise zugewandt habe, kommt gleich zu Beginn etwas schwierig daher. Ihr Genus schwankt, so kann man neben dem sehr gebräuchlich klingenden „der Barock“ auch von „das Barock“ sprechen. So unheimlich letzteres auch klingen mag, ist es doch der häufiger verwendete Artikel für die literarische Epoche des 17. Jahrhunderts namens Barock, zu deutsch der schief runden Perle.

„Drei Mächte formten das kulturelle Leben des 17. Jahrhunderts: die Gegenreformation, der Humanismus und der Absolutismus.“[1] Gegenreformatorische Bestrebungen versuchten den Protestantismus zu verdrängen, trotz Bemühen Luthers um die deutsche Sprache, hielt nun Latein auch Einzug in die Sprache des Volkes. Der französische Hof und dessen Sprache wurden mehr zum Vorbild, es war „à la mode“, französisch zu sprechen.

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