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Kategorie: Literatwo-Buch-Woche

Mit Buchblick durch Dresden

Brunch mit den Hollunderschwestern
Brunch mit den Holunderschwestern

Kolumne 25/2016: #Buchblick

Eigentlich sollte es einfach ein ausgiebiger Spaziergang werden, natürlich mit Buch in der Tasche, aber grundsätzlich ohne buchige Hintergedanken. Ja, solche Tage gibt es auch. Also auf in die Neustadt, zur Bunten Republik. Sonntags im Sonnenschein brunchen, umgeben vom bunten, gut gelaunten Menschenvolk. So unser kleiner Plan. Gesagt getan und der Brunch im Max war gut sehr lecker. An meiner Seite weilten „Die Holunderschwestern“ von Teresa Simon. Gelesen habe ich natürlich nicht, aber die Brunchluft durften die Seiten schnuppern.

Beim Schlendern durch die Straßen der Dresdner Neustadt blieb mein Blick dann an einer Hauswand heften. Ich dachte erst, dass ich nicht richtig sehe. Aber ich sah richtig, denn guckt euch selbst das nächste Bild an, an der Hauswand kleben lauter Seiten aus Heften, Büchern, Zeitschriften…

Ihr seid gerade beim Hausbau? Ihr wisst noch nicht, welche Farbe eurer Haus zieren soll? Gestaltet es einfach buchige und beklebt es wild mit Seiten. 😉 Ein Hingucker ist es dann auf jeden Fall.  Wie lange die Seiten dort noch so kleben, ist nicht abzusehen. Allerdings sah es so aus, dass diese bald gelb überstrichen werden – links auf dem Bild seht ihr schon ein wenig Farbe. Dennoch Daumen hoch – fetzt total!

Hauswand voller Seiten
Hauswand voller Seiten

Schon auf dem Weg zum Brunch, habe ich den Wohnwagen erspäht. Ich konnte nur nicht richtig erkennen, was es mit diesem auf sich hat. Zum Glück führte der Spaziergang später direkt an dem Wohnwagen vorbei und ich konnte ihn bildlich für euch festhalten. Die Tür war noch zu und ich konnte auch niemanden sehen, der zum Wagen gehört. Aber ich habe das Internet befragt und erlesen, was es mit www.einbuchgratis.de auf sich hat.

Die Betreiber werden oft gefragt: Warum verschenkt ihr Bücher?

Diese Frage hätte ich wohl auch gestellt. Seid ihr neugierig und wollt ihr ein Buch? Ich verweise euch einfach mal auf die Homepage. Dort könnt ihr „Darwins Rätsel, Schöpfung ohne Schöpfer? “ gratis bekommen – eine Organisation vom Christlichen Informationsdienst e.V. macht es möglich. Schaut selbst, ob es was für euch ist.

Wer sich den Wohnwagen genau angesehen hat, hat den „Fisch“ – das christliche Symbol – sicher schon erspäht.

Ein Buch gratis
Ein Buch gratis

Lesen war auf dem Weg nicht geplant. Aber ich habe nichts gegen spontane Lesepausen im Grünen.

Plötzlich und unerwartet taucht mitten in der Dresdner Johannstadt ein grünes Gärtchen auf. Also scharf gebremst und geschaut, wem der Garten gehört und ob man da durchlaufen kann. Ein Schild gab uns Auskunft darüber, dass drum gebeten wird, sich kulturvoll zu verhalten, denn der Garten wird von der vietnamesischen Familie Minh betrieben und leider wurden Pflanzen aus der Grünen Oase gestohlen.

Eine grüne Oase im wahrsten Sinne des Wortes. Blumen über Blumen, verschiedene Pflanzen und Sträucher und Bäume voller Früchte. Wahnsinnig schön angelegt und liebevoll gestaltet. Es gibt sogar kleine Teiche mit Goldfischen darin. Blühende Seerosen natürlich auch.

Ein richtig schönes ruhiges Plätzchen. Ich habe auch hier recherchiert und herausgefunden, dass es das Gartenprojekt schon seit 2002 gibt und die Betreiberin Thi Minh Tran den Blumengarten auf eigene Kosten betreibt. Sie wird sogar die Prinzessin von Johannstadt genannt. Wahnsinnig klasse – respekt und großen DANK. Lest selbst!

Grüne Oase Johannstadt
Grüne Oase Johannstadt

Obwohl ich schon sehr lange in der Johannstadt wohne, war ich noch nie auf dem Trinitatisfriedhof. Dies wollte ich nun ändern. Das klingt jetzt vielleicht makaber, aber einige werden verstehen, das Friedhöfe auch magisch sein können und vor allem die alten Gräber viele Emotionen auslösen. Ich sehe mir diese alten Grabstätten und Gruften und Grabsteine gerne mal an und lasse meine Gedanken einfach schweifen.

Und dann kam der totale Gänsehautmoment. Ein Weg führt vom Hauptteil des Friedhofs in den älteren Teil. Gleich links erstrahlte wie aus dem Nichts – so fühlte es sich an – der Grabstein von Lili Elbe. Die Sonne leuchtete ihn an, als ob es der einzigste weit und breit wäre. Mein Körper wurde von einer extremen Gänsehaut erfasst. Lili Elbe ist mir nicht seit dem Kinofilm ein Begriff, sondern durch viele Erzählungen von Arndt. Er schrieb zudem über Lili Elbe und das Buch „The Danis Girl“ im Artikel The Danish Girl – Das dänische Mädchen von David Ebershoff. Diesen lege ich euch wärmstens ans Herz.

Ich musste erstmal tief ein und aus atmen. Das Grab kam so unerwartet. Auf Wikipedia konnte ich dann erlesen, dass der Grabstein seit April 2016 ein neuer ist – die Produktionsfirma des Films „The Danish Girl“ hat diesen finanziert.

Arndt habe ich noch vor Ort ein Bild vom Grab schicken müssen – ein magischer Moment.

Lili Elbe
Lili Elbe

Kennt ihr den Film/das Buch schon? Hattet ihr am Wochenende ähnliche Buchmomente mit denen ihr nicht gerechnet habt?

Eure

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Kopfkissenbuch ~ Sei Shōnagon

Kopfkissenbuch ~ Sei Shonagon
Kopfkissenbuch ~ Sei Shōnagon

Kolumne 24/2016: #Kopfkissenbuch

Einige von euch haben schon mitbekommen, dass ich noch nicht alle meine Geburtstagsgeschenke ausgepackt habe. Auch wenn der 16. Mai schon ein paar Tage her ist – drei Geschenke sind immer noch zu. Ich nenne es einfach mal Selbstschutz und Disziplin und ich bin schon voller Vorfreude, denn bald öffne ich wieder eins. Danke an die Schenker für die Geduld! Außerdem kam in den letzten Tagen erst wieder eins an – also dieses Jahr ist das mit dem Geburtstag und den Geschenken so eine Sache. *lach*

Dadurch, dass ich wieder so wahnsinnig schöne, kreativ buchige Dinge bekommen habe, habe ich mir überlegt, euch diese nach und nach zu zeigen. Los gehts mit dem ersten Geschenk, welches mich pünktlich offline und online erreichte. Ein Doppelgeschenk – ja, sowas gibt es.

Lest ihr im Liegen? Geht es eurem Kopf gut? Wenn nicht oder wenn doch – bettet euren Kopf auf dem Kopfkissenbuch. Es ist seidig weich und ein echter goldglänzender Schatz. Guckt ihr mal? Ist das nicht edel? Das Buch darf ich nun schon seit März meinen Buchschatz nennen. Zum Geburtstag gab es eine Schatzergänzung. Ihr fragt euch wohl schon, was es mit der Reisedokumentenmappe auf sich hat. Diese habe ich zum Geburtstag bekommen und diese ist reichlich gefüllt. Wenn ihr euch das nächste Foto anseht, könnt ihr vielleicht sogar ersehen, von wem. Na, habt ihrs?

Kopfkissenbuch ~ Sei Shonagon
Kopfkissenbuch ~ Sei Shōnagon

Einige wissen jetzt bestimmt, was sich hinter dem Doppelgeschenk – online und offline – verbirgt. Arndt hat mir zum Geburtstag einen ganz besonderen Artikel gewidmet. Noch bevor ich sein Geschenk auspackte, habe ich den Artikel gelesen. Natürlich war ich total baff, denn eigentlich war zwischen uns ausgemacht, dass wir zusammen reinlesen und uns austauschen und erst dann darüber schreiben. Ich war wehmütig, als ich erfuhr, dass er darüber schreibt. Gleichzeitig konnte ich ihn aber auch verstehen, denn bereits in Leipzig zuckten seine Schreibfinger und er wollte nicht nur mich, sondern auch euch infizieren. Ohne ihn würde ich wohl nicht jede Nacht auf dem Kopfkissenbuch schlafen. Er hat es entdeckt, es hat ihn angestrahlt.

Kopfkissenbuch – legt euch…

Vielleicht solltet ihr jetzt die Gelegenheit ergreifen und in seinen Artikel „Das Kopfkissenbuch“ springen. Arndt lässt euch ins Buch blicken, gibt ein paar Zitate aus dem Werk preis, er schreibt über die Hofdame und beleuchtet Hintergründe. Viel Freude!

Dieses Werk – ohja, es ist ein Werk – lässt sich nicht in einem Artikel vorstellen. Wir wollen mit dem Buch leben und uns immer wieder darin fallen lassen und zurück ziehen. Wir wollen es mit euch entdecken und mit euch gemeinsam nach Japan reisen.

Japan? Reise?

Kopfkissenbuch ~ Sei Shonagon
Kopfkissenbuch ~ Sei Shōnagon

Wichtige Unterlagen

Ihr habt die Reiseunterlagen gesehen und ich habe darin gelesen, dass ich mich darauf einlassen soll. Arndt schrieb mir, dass ich einfach Gedanken weiter spinnen soll und das ich wann auch immer ich mag, genießen und antworten soll. Das werde ich – Herzensdank!

Er hat wirklich eine ausgefallene Möglichkeit gefunden, um mir zu gratulieren und vor allem hat er einen Weg aufgezeigt, wie wir immer wieder darin tauchen, nach Japan reisen können.

Wir fliegen nach Japan – Herzensprojekte machen solche Reisen möglich. Wart ihr schon in Japan? Wie war es? Wir fliegen gedanklich dahin, denn unsere Flügel sind aus Fantasie und machen es möglich, dass wir am legendären Hof des japanischen Kaisers landen. Wir hüllen uns in Seide, nehmen das Kopfkissenbuch unter den Arm und schon stehen wir inmitten der fast vergessenen Zeit und atmen japanische Luft.

Lasst euch auf eine Reise ein – gesellt euch zu uns.

Die Reise begann am 16.05.2016 und im Buch finden wir unter dem 16. Eintrag:

Kaisergräber

Ogurusu-Kaisergräber, Kashiwagi-

Kaisergräber. Ame-Kaisergräber.

Kopfkissenbuch ~ Sei Shonagon
Kopfkissenbuch ~ Sei Shōnagon

Mir fehlte bis jetzt die Zeit und die Ruhe, um richtig tief in das Kopfkissenbuch hineinzuschnuppern. Arndt hat schon tief darin getaucht und mir in der Dokumentenmappe verraten, was sein Herz anrührt, über Unausstehliches geschrieben und Vergangenes betrachtet, was ihn wehmütig stimmt. In diesen Zeilen aus dem Buch hat er sich wieder gefunden. Doch nicht nur er – wir finden uns alle darin wieder, auch wenn wir weder in der damaligen Zeit, noch in Japan leben. Glaub ihr mir? Ihr werdet schmunzeln und laut AHA sagen. 😉

Ich zeige euch mit  Worten, was ich damit meine und ende mit diesen Sätzen für heute, denn es wird bald weiter gehen. Wir sind noch ganz am Anfang und so ein Kopfkissen hält lesenslang!

Zitate

Unausstehliches

Wenn ein Besucher dann kommt, wenn man dringend weg muss und endlos daherschwatzt.

oder

Unausstehlich sind Leute, die immerzu auf andere neidisch sind und sich über ihre Lage beklagen, die über andere tratschen und letztendlich nichts an ihrer Selbstunzufriedenheit ändern.

Was mein Herz anrührt

Ich wasche mir die Haare, schminke mich sorgfältig und lege wunderbar driftende Gewänder an.

oder

Spatzen, die ihre Jungen aufziehen.

Vergangenes, das mich wehmütig stimmt

Wenn ich an müßigen Regentagen beim Kramen auf Briefe stoße, die mir einmal sehr viel bedeutet haben.

Wir wollen mit euch auf die Japan-Reise gehen. Sagt uns doch bitte, was euer Herz anrührt und erzählt von Vergangenem, was euch wehmütig stimmt und sagt uns, was ihr gerade ganz  unausstehlich findet?!

Eure

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DTM – Literatur auf dem Ring

DTM Rennwochenende
DTM Rennwochenende

Kolumne 23/2016: #DTM

Heißer, schneller, lauter und immer ganz nah dran. So sah mein Sonntag auf dem Lausitzring aus. Zum ersten Mal habe ich mich also mit einem Buch an die Rennstrecke begeben. Vor kurzer Zeit bin ich noch mit einem Buch durch die Luft geflogen und gestern gab es dann richtig Gummi.

Da ihr euch so lesegierig auf den Helikopterbericht gestürzt habt, dachte ich mir, dass ich einfach mal über Autos und Bücher und Motorräder schreibe. Eigentlich möchte ich nicht detailliert von gestern erzählen, aber ich zeige euch einfach mal ein paar Bilder. Manche Menschen denken angeblich, dass Buchmenschen nur daheim sitzen und lesen und zwischen ihren Seiten kaum hervor gucken. Das ist ja mal totaler quatsch. Ich bin so wahnsinnig oft an der Luft, denn Bücher kann man tatsächlich einpacken und mitnehmen. Schnappt euch euer Buch und geht damit raus ins bunte Leben und seid verrückt und wild.

Gestern ging es also gegen 8 Uhr auf die Bahn in Richtung Lausitzring und ich durfte ans Steuer. Das war schon mal genial, denn ich gebe sehr gerne Gas und fahre gern schnelle Autos. Und dann ertönte direkt auf dem Parkplatz der Sound der Motoren – DTM freies Training. Also raus aus dem Auto, rein in die Sonne und ab auf die Tribüne.

Achso – welches Buch darf eigentlich mit auf den Ring?

DTM
DTM – Boxenstopp

Die Buchwahl war noch völlig offen. Bei der Wahl des Buches gibt es meist überhaupt keine Wahl, da ich mein aktuelles Buch mitnehme. Das ist aber so dick und schwer, das es total unpraktisch und ungeeignet für ein sportliches Event ist. Was nun? Es muss ein Buch mit, was ich bald lesen werde, was vom Titel recht gut passt und nicht viel Platz wegnimmt. Es muss sportlich sein. Die Wahl fiel letztendlich auf Wir Glücklichen von Amy Bloom (Hoffmann und Campe). Kennt ihr es schon?

Auf dem ersten Bild habt ihr gesehen, wie gut es sich so anpasst und wie treffend es schon vom Titel her ist. Wir  5 unserer „Reisegruppe Asphalt“ waren sehr glücklich und werden gern an den Tag zurück denken. 😉

Ihr könnt euch denken, dass ich nicht gelesen habe, wann auch. Der Tag stand im Zeichen der Motorenmusik und es war ständig was los. Aber ein Buch war mit und es durfte sogar ab und an die gummigeschwängerte Luft atmen.

Einige von euch wissen, dass mein Autoherz Porsche schlägt. Nah dran hieß es dann gegen 10 Uhr beim Porsche Carrera Cup. Es war einfach grandios. Das Gefühl nur wenige Meter ganz unten am Zaun zu sehen und die Luft der vorbeirasenden Fahrzeuge ins Gesicht zu bekommen – hach…

Einfach genial, anders kann ich es nicht sagen.

Und dann ging es auch schon relativ zügig weiter. DTM Qualyfining stand auf dem Plan. Wer schon einmal an der Rennstrecke war, kennt den Rhythmus den das Autoherz dann schlägt. Laut. Nah. Dran.

Formel 4
Formel 4

Die anschließende Motorrad-Stuntshow hat das Publikum natürlich auch begeistert. Der Junge hatte es schon voll drauf, ja, absolut und doch hab ich immer und immer wieder ein mulmiges Gefühl. Aber so ist es. Die Welt ist bunt, das Leben wild und ohne Risiko kein Spaß – so in der Drehe und wenn ich in mich hineinblicke, dann sehe ich auch eher einen Menschen der nicht vor der Grenze zurück geht, sondern zwei Schritte drüber ist. Meistens jedenfalls…

13 Uhr hieß es dann Bahne frei für die ADAC GT Masters. Sehr genial und für wen wurden die Daumen gehalten? Für Porsche – klaro. Wir haben dem Porsche 911 GT3 R die Daumen gedrückt und Matteo Cairoli und David Jahn sind auf dem 4. Platz gelandet.

15.13 Uhr hieß es dann DTM. Bahne frei und nun maximale Lautstärke. Wahnsinn – echt der Wahnsinn.

Dann begann die Sonne ein wenig zu schwächeln und machte für den Regen Platz. Ein paar Runden konnten wir die SUPERBIKE*IDM verfolgen, doch dann wurde abgebrochen. Schade!

Ein Highlight wartete noch auf uns – die Formel 4. Und wer fährt da mit? Der Sohn von Michael Schumacher.

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Lausitzring

Mick – gibt alles! Ich habe die Formel 1 geliebt und vor Jahren bin ich nachts aufgestanden, um kein Rennen zu verpassen. Seit Michael Schumacher allerdings nicht mehr dabei ist, hat sich mein Interesse am Motorsport ein wenig verändert. Keine Ahnung wann der Bruch genau kam, aber ich gucke nur noch sporadisch und nicht mehr so intensiv. Am Sonntag konnte ich dann wieder Formel-Luft schnuppern.

Michael Schumachers Sohn – noch keine 18 und schon mitten drin, statt nur dabei und er hat gezeigt, dass eine Menge Rennfahrerblut in ihm steckt. Auch wenn er es nicht aufs Treppchen geschafft hat, hat er ordentlich gezeigt, wie das Gaspedal gedrückt wird. Der Fahrer mit der Nummer 29 konnte sich nach einem 360Grad Dreher auf nasser Fahrbahn bis Rang 6 zurück kämpfen. Echt spitze. Was wohl in Mick vorgeht, wenn er im Rennauto sitzt? Gedankliche Verbundenheit mit seinem Vater ganz bestimmt. Gänsehaut…

Ein runder Tag durch und durch – Lausitzring: ich komme wieder!!!

Wer von euch war bereits dort? Schlägt euer Herz auch buchig motorisiert?

Eure

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Sky – was geht?

Sky - was guckst du?
Sky – was guckst du?

Kolumne 22/2016: #Sky

Zum Sonntag gibt es heute mal wieder einen Sonntagsbericht. Sky und Binea? Das passt ja genauso zusammen, wie Sommer und Skianzug. Wer mich kennt, der weiß, dass ich kein Mensch bin, der unbedingt einen Fernseher braucht und Sky ist ja dann wohl total überflüssig. Nunja, Dynamo Dresden spielt in der neuen Saison nun in der 2. Bundesliga und wenn ich mal den Fernseher anschalte, dann wegen Fußball. Aber ich bin ja nicht alleine und mich stört es wenig, wenn beim Lesen im Hintergrund die Flimmerkiste flimmert. „Also, Hallo Sky! Ich brauche dich nicht, aber von mir aus kannst du bleiben.“

Der Receiver hat mich gleich gestört, ich mag keine zusätzlichen Staubfänger, aber gut, wenn er dazu gehört und sein muss – dann aber dynamisch – dafür gibt es das Ding ja in der Optik. Von mir aus – besser als langweilig schwarz oder silber.

Ich gucke selten Filme, wenn dann Buchverfilmungen und ich gucke überhaupt keine Serien, Staffeln und so einen Sch…wie ich immer gern sage. Aber so richtig stimmt das nicht, wie ich recht schnell selbst feststellte. Da war doch was und es nennt sich: Game of Thrones.

Waaaassss? Wir können das jetzt gucken? Echt? Wie genial ist das denn. Da gab es neben dem fußballerischen Guckeffekt gleich den ersten Pluspunkt, aber das war es dann auch schon. Das andere Seriengedönse und sowas grauenvolles wie Akte X – fragt mich mal, woher ich die Abneigung habe, aber ich finde die Darsteller schon irgendwie keine Ahnung – muss ich mir nicht geben. Ich ergucke mir einfach nichts an den Serien. Ich bin eben ein Buchkind.

Aber das Sky-Menü – die große Auswahl an Filmen habe ich mir mal mit angeguckt, ich muss ja auch etwas informiert sein und dann kam der Aufschrei „Waaassss? The Returned?“ Ist ja irre – das gibt es nicht nur als Buch? Ach stimmt, da war ja was im Gespräch auf der Buchmesse in Leipzig zwischen Arndt und Carina vom Loewe Verlag/Script 5. Ich habe gleich abgeblockt, als ich über den Inhalt erfuhr. Schon das Cover schreckte mich im Vorfeld ab.

Sky - The Returned
Sky – The Returned

Schon wenn ich den Jungen auf dem Cover sehe – ist der nicht irgendwie gruselig? Ich bekomm schon beim Anblick Gänsehaut und wenn ich dann schon höre, dass er irgendwie immer da ist und nicht redet und das in den Handlungsort verstorbene Personen zurückkehren und ihr altes Leben einfach wieder aufnehmen, aufnehmen wollen, dann schüttelt es mich. Urgs…

Aber die Serie – hm…wäre mal eine Überlegung wert. Lesen werde ich das Buch auf keinen Fall. Ich mag schon alleine das Buch wegen des Covers nicht hier stehen haben wollen. Außerdem bin ich mit dem Inhalt, dank Arndts Worten recht vertraut und auch seinen Artikel zum Buch habe ich gelesen. Ihr nicht? Dann lest mal hier, was er schreibt, wenn er sagt: Idylle war gestern.

Gruselig oder? Zumindestens für mich dann doch nicht gruselig genug, denn meine Neugierde wuchs und wuchs und ihr könnt euch sicher denken, was passierte. Richtig, die Buchtante Binea, die das Cover grausig findet und nicht wirklich gern mysteriöse Horrorgeschichten schaut, hat es getan. Und ist nun infiziert und süchtig und kann es kaum erwarten, die zweite Folge der ersten Staffel zu sehen. Es wird wohl direkt heute Abend weiter gehen.

Wenn ihr im Laufe der Woche nichts von mir hört und lest und überhaupt, dann wisst ihr, dass ich eingeschlossen in der Wohnung und eingemummelt in der Decke auf dem Sofa sitze und mit stierendem Blick und an den Fingern nagend dort bin, wo die Vergangenheit zurück kehrt…

Kennt ihr „The Returned„? Wohnt Sky auch bei euch? Welche Serien guckt ihr?

Eure

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Literatwo im Helikopter

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter

Kolumne 21/2016: #Helikopter

Ja, am Sonntag war es endlich soweit. Literatwo im Helikopter. Wobei – „endlich“?

Alle die mich kennen, wissen auch, dass ich nicht unbedingt fliegen muss. Wenn die USA ruft, dann bekomme ich das mit dem Fliegen schon irgendwie hin, denn das Ziel ist ausschlaggebend und dafür überwinde ich meine Flugangst, aber sonst…

Doch – bestimmte Geschenke erfordern Einsatz und wer einen Helikopterrundflug für 2 verschenkt, muss auch selbst mit. Also ab dafür! Ich möchte euch jetzt aber keine Einzelheiten erzählen, sondern die Bilder mehr oder weniger für sich sprechen lassen.

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Flugplatz Kamenz

Wie es sich für mich Literaturbloggerin gehört, hatte ich natürlich ein Buch dabei. Am Sonntag hätte ich dann aber fast vergessen, das Buch mit in den Helikopter zu nehmen. Gut das ich daran erinnert bzw. es mir halb hinterher gebracht wurde. Aber ich war eben etwas aufgeregt. Natürlich nur minimal – muhaaaahhaaa.

Wir ihr seht, hatte ich also ein Buch dabei. Ich habe mich für „84, Charing Cross Road“ von Helene Hanff entschieden, weil ich es bald gemeinsam mit Lesebienchen lesen werde und weil es recht schmal und leicht ist. Wir waren nicht mit dem Auto, sondern mit dem anderen motorisierten Fahrzeug auf dem Flugplatz in Kamenz und da konnte ich kein Monsterwerk einpacken und den Murakami wollte ich nicht mitnehmen, der hat schon genug von der Welt gesehen. 🙂 Helene Hanff war noch nicht so oft draußen und durfte mal mit über die Wolken.

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Kamenz

Aber wie ihr seht, waren wir überhaupt nicht über den Wolken, denn es war super herrliches Wetter am Sonntag und wir konnten bis zum Ende der Welt gucken. Weitsicht ohne Ende und wir haben wohl ununterbrochen Bilder gemacht. Ab und an hat es mal gut gewackelt, aber es war nicht so schlimm, wie ich dachte. Als ich 12 Jahre war, also vor gefühlt fünf Jahren *g*, bin ich schon einmal mit einem Helikopter geflogen und fand es genial, aber mir ging auch ein wenig die Pumpe.

Nach wenigen Minuten hat mich Pilot Pohl gefragt, warum ich ein Buch mit habe und ob ich eine Buchbloggerin bin. Ertappt! Das war die volle Punktzahl.

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Pilot auf Bild entdeckt

Wie ihr seht, hat sich der Pilot auch gleich mit aufs Foto geschmuggelt. Ganz unbemerkt! Darf ich jetzt mal umsonst mitfliegen? 😉 Ich habe ihm versprochen, den Link zum Artikel zu senden, denn er bekundete literarisches Interesse. Das freut mich natürlich! Danke an der Stelle für den sicheren Flug und die gute Unterhaltung.

Wer mich kennt, weiß, dass ich immer und immer wieder geredet habe. Ich kann eben nicht so gut still sein und so macht doch alles gleich viel mehr Spaß. Außerdem musste ich doch auch Fragen beantworten und ein paar selbst stellen. 🙂

Einen Fallschirm hatten wir nicht mit – falls ihr das wissen möchtet *g*.

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Fernsehturm voraus

Achtung – Fernsehturm. Rechts oder links vorbei? Drauf landen wäre gut…

Was für ein herrlicher Blick, oder? Könnt ihr den Rand der Erde sehen? 🙂 Ich habe mich keine Sekunde unwohl gefühlt. Ab und an hat es mal durch die aufströmende Luft gewackelt, aber ansonsten blieb mein Puls recht ruhig. Am Ende kam ein kleines lustiges Flugmanöver, da hat sich mein Herz ein wenig beschleunigt, aber sonst – herrlich. Fluggenuss pur – ich könnte mich tatsächlich dran gewöhnen und wenn ich genau Landschaft geguckt hätte, würde ich sicher lesen.

Das wäre bestimmt richtig entspannend. Aber ich würde vielleicht auch mal selbst fliegen, sah ja recht einfach aus. Der Funk war mir dann doch zu verwirrend, aber den kann man ja abstellen – lach.

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – lesen

Wenn du oben liest, sieht es unten dann so aus. Das Blaue Wunder von Dresden erstreckt sich elegant über die Elbe. Sieht das nicht gut aus?

Praktisch, dass man mit dem Hubschrauber auch mal anhalten und Fotos machen kann.

Das ich im Helikopter gelesen habe, würde mir sowieso keiner glauben, sagte ein Kollege scherzhaft. Ha – glaub das mal nicht. Ich lese überall, der Platz kann noch so wackelig sein. Wer mich kennt, kann das bezeugen. Natürlich ging am Sonntag aber die Landschaft vor. Das Buch, ähm, der Wille zählt. Aber den ersten Satz hab ich gelesen, bleibt irgendwie nicht aus, wenn man ein Buch aufgeschlagen fotografiert.

Mit welchem Buch fliegt ihr eigentlich so durch die Gegend? 😉

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Blaues Wunder

Auf der Elbe ist immer ganz schön was los. Das herrliche Wetter musste aber auch genutzt werden. Das sah von oben alles so schön aus. Wenn ich jetzt so die Bilder sehe, bekomme ich ein leichtes Kribbeln im Bauch.

So „hoch“ waren wir…

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Konzentration!

…und guckst du mal kurz nicht hin, wirst du lesend fotografiert. Ja, so schnell gehts…

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Golfplatz

Ist das nicht herrlich grün? Hier hat sich kein Bauer beim Beackern des Feldes oder besser gesagt, beim Rasenmähen Mühe gegeben – nein, dass ist der Golfplatz 😉

Sieht schon gut aus, aber mal ehrlich – ich lese da lieber und lasse den anderen den Golfschläger.

Gibt es eigentlich schon eine Helikopter-Bibliothek? Das wäre doch mal was, oder?

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – liest du noch?

Richtig genial ist das Kurvenfliegen. So ganz nach rechts oder ganz nach links auf die „Seite“ gelegt – wahnsinn – wie tief man da gerade runter gucken kann und allgemein dieses Gefühl – huuuuiiiiii

Da blättert es die Seiten gleich von ganz alleine um. Super praktisch. 😉

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – Schwebebahn

Und noch einmal auf Dresden herunter geschaut. Wer dort wohnt, hat es „geschafft“ und ist wohl vom eigenen Helikopter nicht weit entfernt. Dresden – du bist schon eine schöne Perle. Was genieße ich es, hier leben zu dürfen.

Könnt ihr die Schwebebahn erkennen?

Literatwo im Helikopter
Literatwo im Helikopter – auftanken bitte

Und was passiert am Ende des Fluges?

Richtig – einmal auftanken bitte! Ich kann euch das Erlebnis Helikopterflug nur empfehlen und würde jederzeit wieder fliegen. Leider ist es recht teuer und so schnell wird es nicht wieder klappen, aber besser einmal als keinmal!

Guten Flug durch die Seiten und habt immer ein Buch dabei!

Eure

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Bad hair day – good book day!

Crazy day...
Crazy day…

Kolumne 19 & 20/2016: #bookday

Huch – was ist denn hier los? Gibt es nicht immer sonntags einen außergewöhnlichen Beitrag in der Kategorie – Buchwoche – ? Und zwar wöchentlich?

Ja, eigentlich – das kann ich so sagen, aber nun ist es eben mal anders. Anders ist immer gut und verrückt erst Recht. Aber mal im Ernst – was geht denn bei Literatwo? Ist es wahr, dass hier seit einigen Tagen überhaupt nicht mehr gelesen wird? Scheinbar ja, aber das ist nicht schlimm, denn schlimm ist, wenn das Leben hintenan steht und man bei schönem Wetter drinnen sitzt und liest und schreibt, obwohl man nur einmal lebt. Und genauso habe ich es gehalten. Bloggen soll Spaß machen und bloggen macht verdammt viel Spaß, aber wenn die Sonne draußen lacht und das Leben so schön bunt und verrückt ist, dann geht doch das Leben irgendwie doch ein Stück vor, oder? Wie sagte die liebe Julia gestern so schön: wir haben eben auch eine Welt außerhalb der Buchwelt. Andere haben nur ihre Buchwelt.

Ich bin extrem dankbar dafür – Freunde, Familie und Co. was wäre ich ohne euch – und ich habe ja die letzten Tage nicht wirklich ohne Buch verbracht, aber nicht mit dem Buch, mit dem ich die letzten Tage eigentlich verbringen wollte und eben auch nicht am PC. War es schlimm? Nein, ganz im Gegenteil. Ich habe jede freie Minute genossen und festgestellt, dass es nicht weh tut, wenn ich mich nicht an meine festen inneren Blogzeiten halte, wenn ich nicht sofort PNs beantworte oder auf Facebook poste. Eigentlich gibt es immer dienstags und donnerstags einen umfangreichen Buchartikel, auch Rezension genannt und sonntags buchige Worte über ein Thema, was mir spontan in den Kopf kommt. Es tut nicht weh, wenn man spontan nicht bloggt, so mein Fazit und es fühlt sich gut an. Richtig gut sogar.

Dennoch wollte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich im Schiff weiterlesen wollte. Im Schiff? Guckt mal hier: Strakanische Theseus Lesegefühle Ich habe noch ca. 150 Seiten vor mir und ich werde diese auch ganz sicher lesen und gedanklich kann ich schnell wieder auf dem Schiff Platz nehmen – keine Frage. Aber dieses Buch ist speziell und kann nicht herumgetragen werden, es braucht Ruhe und es will die pure Tiefe und ich glaube, dass dieses Buch genau dann ruft, wenn die richtige Zeit ist. Momentan wäre es falsch darin zu lesen – so meine innere Stimme und auch die sollte man doch ab und an hören.

Sei spontan und scheiß auf den bad hair day, wenn du die liebe Julia (Ruby´s Cinnamon Dreams) treffen kannst. Eigentlich wollte ich schon die Freundschaft kündigen, denn Jule ist überall, aber immer nur kurz in Dresden. Absicht? Grins. Ich muss schon wieder lachen, wenn ich an das gestrige Treffen denke. Es war so typisch wir und so genial und natürlich buchig. Spontan sein – bekommen wir hin, auch wenn alles verdammt knapp war – aber hey – thats life oder? Also fix zum Hauptbahnhof, fix zum Starbucks und fix in den Buchladen und dann fix in den Zug – wir können das, als ob wir das ständig machen. Dabei unterhalten wir uns zum Großteil in Englisch und nehmen uns ohne Punkt und Komma hoch. Es ist grandios. Es ist laut. Es ist lustig. Alle Blicke auf uns – haha. Wir fallen auf. Und ja, die Sache mit dem Buch – wir mussten mal fix zum Pfingstsonntag ein Buch kaufen, denn die Jule reist ohne Buch. Das geht ja mal überhaupt nicht und ein Buchkauf fetzt nur gemeinsam und mit Postkarte, die als Lesezeichen dienen soll. So! Ihr seht, dass wir uns für den Haruki Murakami entschieden haben. Wir tauchen also bald in Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki ein. Yeah!

Bad hair day – good book day – yes, baby!

Der Wahnsinn den man Liebe nennt
Der Wahnsinn den man Liebe nennt

Und nie ohne Buch – klar! – und darum hab ich Julia gleich noch ein Buch mitgebracht. Der Wahnsinn den man Liebe nennt von Clara Römer – Julia kennt das Buch – und wie! Lest mal hier: Achtung Buch.

Warum hab ich ihr dann dieses Buch mitgebracht? Hintergründe sind an dieser Stelle völlig nebensächlich, denn ich habe Geburtstag und zwar heute und genau deshalb könnt ihr heute den Wahnsinn gewinnen. Julia und ich verlosen jeweils ein Buch von Clara Römers Werk. Was ihr tun müsst? Ihr schreibt einfach genau hier unter dem Artikel in den Kommentar, was für euch der Wahnsinn in der Liebe ist. Gibt es für euch überhaupt den Wahnsinn den man Liebe nennt? Wie sieht er aus?

Bis zum 17.05. gegen 20 Uhr habt ihr Zeit, eure Worte hier nieder zu schreiben und parallel eine Mail an literatwo@aol.de mit eurer Adress zu schreiben.

Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Worte und nicht nur wir – auch die liebe Clara Römer!

Und jetzt raus mit euch – geht mal was erleben und rockt den Tag! Wie wärs mit einem fixen Fliederklau? 😉 Seid verrückt und vergesst das Buch dabei nicht.

Update – 19.05.2016: Über den Wahnsinn der Liebe darf sich Franzi aka RoseF freuen. Herzlichen Glückwunsch und Danke an alle die mitgemacht haben.

Eure

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Literalinks

Literalinks
Literalinks

Kolumne 18/2016: #Literalinks

Es ist Sonntag und die Sonne lacht. Also raus mit dir und mir und überhaupt. Schnappt euch das Buch, was gerade neben euch liegt und macht es euch auf der grünen Wiese bequem. Welches Buch liegt da eigentlich gerade neben euch?

Die Sonne lacht bei euch nicht so schön, wie in Dresden? Ihr habt einen wolkigen Himmel aus dem es immer mal wieder nass tropft? Oder müsst ihr drinnen bleiben, weil es gerade nicht anders geht? Dann macht es euch auch gemütlich und genießt den Tag durch und durch und klickt euch ab und an ein wenig durch die Literaturseiten im Netz.

Mir kam gerade die Idee, euch mal mit durch meine persönlichen Literalinks zu nehmen und heute am Sonntag mal zu gucken, was auf anderen literarischen Blogs passiert. Ich habe mich lange nicht mehr intensiv mit meinen Literalinks auseinander gesetzt und die Liste könnte mal wieder eine Aktualisierung brauchen. Was meint ihr? Bevor es aber kritisch wird, lasst uns mal gemeinsam schauen.

Den Anfang macht die liebe Sandra vom Blog Büchernische. Schon zu Beginn fällt auf, wie herrlich bunt, freundlich und harmonisch es bei ihr ist. Die Farben verlocken und laden zum Lesen und Stöbern ein. Ihr verspieltes Logo ist ebenso detailreich, wie die Fotos, die ihr in den Artikeln findet. Bei ihr gibt es auch eine Kindernische und eine Kreativnische zu finden – also klickt euch hin und verweilt zwischen ihren Worten und Bildern. Ein Besuch lohnt sich immer. Ich fühle mich bei ihr auf dem Blog sehr wohl.

Jetzt wird es blubbrig, denn die nächste Bloggerin, die wir heute besuchen, ist die liebe Blubber-Anka mit ihrem Blog Ankas Geblubber. Anka nimmt euch nicht nur mit nach Afrika, sie zeigt euch auch gern ihre buchigen Wände und sie springt auch gern von Buchblog zu Buchblog, wie ihr in ihrem letzten Artikel sehen könnt. Anka ist bekannt dafür, dass sie gern mal ein verrücktes Video, abseits vom Buch, dreht. Guckt mal bei ihr vorbei – zuletzt war sie im Kaufrausch.

Jetzt wird es flatterig. Lasst uns mal einen Besuch bei der lieben Karin abstatten. Sie schwärmt auf Buchgefieder gerade vom Vorlesen und zeigt uns weitere ehemaligen Flugbegleiter. Bei Karin findet ihr wöchentlich ein Foto und ein Motto und sie schreibt ihre Gedanken dazu nieder und lädt euch zum Innehalten und Nachdenken ein. Karin ist aber nicht nur buchig unterwegs. Das wusstet ihr nicht? Dann guckt euch mal die Kleckerbissen an.

Buzzaldrins heißt Maras Buchblog – ich denke ihr wart bestimmt schon mal bei ihr. Nicht? Dann lasst euch mal von ihr bebüchern. Springt am besten direkt in ihren Artikel über Bücher, denn Mara zeigt euch eine schöne literarische Sammlung.

Ihr sucht Lesetipps zum Sonntag? Dann seid ihr im Bücherkaffee genau richtig. Ich schaue gerade gern dort vorbei, denn die Mischung der Bücher machts. 4 Rezensenten – 4 Bücher – 4 Meinungen – kurz und gut -.

Weil die Realität stört – geht mal zur lieben Lotta. Auf ihrem Blog Lottas Bücher findet ihr gegliederte Besprechungen. Bitte was? Lotta hebt ihre Meinungen ganz speziell hervor und geht systematisch auf verschiedene Kriterien ein. Schreibstil, Charaktere, Verlauf und Ende werden beleuchtet – natürlich ohne zu spoilern. Geht mal gucken!

Ruhig, gediegen und sehr ausgewählt – das findet ihr bei der lieben Klappentexterin. Bei ihr findet ihr immer ein gutes Buch, was gerade nicht in aller Lesermunde ist, aber unbedingt gelesen werden sollte. Wie wäre es mit „Gewinnende Verlierer“? Nie gehört? Dann schaut euch schnell um und versinkt zwischen den Worten.

Simone findet ihr schreibend auf Papiergeflüster. Sie selbst greift gern zum ungedruckten Buch und liest elektronisch. Ihr wollt was auf die Ohren? Dann hört in den Podcast rein. Papiergeflüster findet ihr auch als Buch. Lasst euch was von der Buchhändlerin flüstern!

Ihr könnt die Kekse rausholen, denn es darf gebröselt werden. Daniela ist mit ihrem Blog Brösels Bücherregal zurück und lässt euch an ihren Buchentdeckungen teilhaben. Bei ihr schaue ich gern vorbei, denn die Buchkekse dürfen nicht verpasst werden.

Auf in den Tintenhain zur lieben Mona. Warum gerade dahin? Weil Mona gern mal thrillert, fantastische Seiten vorstellt oder sich dem Kinderbuch widmet. Sie wendet sich einfach liebevoll der Literatur zu und zeigt uns, was sie neues im Regal hat. Immer wieder anders gut. Passt auf die Tinte auf.

Jetzt wird es chaotisch. Chaotisch fetzt aber, darum guckt mal zum Literaturchaos rüber. Kerstin zeigt euch, was hinter ihrem Chaos steckt und ihr werdet auf jeden Fall bei den Neuigkeiten fündig – glaubt mir.

Ab auf die „Geschichtenwolke„! Kinderbücher und Bilderbücher könnt ihr bei der lieben Miri finden. Bei ihr gibt es den Lesestoff für die Kleinen und Miri steht beratend zur Seite, falls ihr ein ganz spezielles Buch aus dem Genre sucht. Mein absoluter Lieblings-Kinderbuch-Blog.

Habt ihr euch durch meine Literalinks geklickt? Konntet ihr für euch neue Blogs entdecken? Welche Blog sollte ich noch in meine Liste aufnehmen? Her mit euren Worten – ich bin gespannt.

Eure

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Welttag des Buches 2016

Welttag des Buches
Welttag des Buches

Kolumne 17/2016: #WelttagdesBuches

Heute ist nicht nur der Geburtstag von meiner Mama und von Karla Paul (und vielen weiteren Geburtstagskindern) – meinen herzlichen Glückwunsch – sondern auch der Welttag des Buches. Eigentlich ist für uns Büchermenschen jeden Tag Welttag des Buches, aber heute ist eben der richtig offizielle Welttag und darum ist er doppelt so buchig, als jeder andere Tag. Oder?

Viele Blogs veranstalten heute große Aktionen unter der Überschrift Blogger schenken Lesefreude, in den Buchhandlungen heißt es heute Ich schenk dir eine Geschichte und einige Verlage veranstalten Gewinnspiele mit ausgewählten Buchlogs. Heute solltet ihr euch aber nicht nur im Internet umschauen, wenn ihr leidenschaftliche Leser seid.

Bevor ich euch allerdings verrate, was ich heute im Gepäck habe, möchte ich euch noch einmal darauf hinweisen, dass sich ein Besuch in der Buchhandlung Findus in Tharandt am 25.04. lohnt. Natürlich nicht nur an diesem besagten Montag, versteht sich, aber an diesem könnt ihr die neuen vorübergehenden Inhaber kennenlernen, denn Annaluise Erler gibt für einen Tag die Leitung an die Gymnasiasten ab.

Es gibt wahnsinnig viele Online-Aktionen zum heutigen Tag. Bei mir soll es ein wenig anders sein, denn ich zelebriere den Tag offline und zwar an einem buchigen Ort, den ich euch schon ein paar mal präsentiert habe.

Welttag des Buches
Welttag des Buches

Richtig – in der Hellerauer Zelle, wie ihr sehen könnt.

Im Februar habe ich euch die Bücherzelle zum ersten Mal vorgestellt und seitdem bin ich fast wöchentlich dort, um nach Büchern zu schauen. Ab und an findet ein Buch aus meiner großen Sammlung den Weg dahin und einige Bücher finden auch den Weg aus der Zelle in meine große Sammlung. Guckt euch gern mal um, in der Helle(rauer) Zelle.

In der Zelle gibt es meist die ein oder andere Überraschung. Mal ist es in der Zelle knackig buchig voll und man kann kaum die Bücher von Regalfach zu Regalfach räumen, um besser zu stöbern. Mal ist es relativ buchig leer und die Regale sind übersichtlich. Und dann gibt es noch Tage, an denen sich „komische“ Bücher darin befinden.

Ich sag nur Bücherzelle vs. Geocaching. Hä? Ja, ich habe mich auch gefragt und gestaunt und so einiges dazu gelernt und euch natürlich darüber berichtet.

Gern würde ich mich mal den ganzen Tag an der Zelle niederlassen und auf die Buchzellenbesucher warten. Ich habe schon versucht, „Kontakt“ zu den Lesemenschen aufzunehmen, in dem ich das ein oder andere Lesezeichen von mir dort hinterlassen habe. Bisher hat sich leider noch niemand gemeldet. Sind Buchmenschen scheu?

Zu der Kategorie gehöre ich dann wohl eher nicht. 🙂

Welttag des Buches
Welttag des Buches

Heute, zum Welttag des Buches, war ich also mal wieder in der Bücherzelle und habe vier Bücher dort hinterlassen. (Eins habe ich mitnehmen müssen – wieder ein Trompeterbuch – juhu).

Ich bin also buchig offline unterwegs und nun frage ich mich, ob schon jemand ein Buch gefunden hat. Vier Bücher – vier Mal eingepackt – vier Mal mit Hinweisen zum Inhalt beschriftet.

Thriller – Gefühl – Jugend oder Krimi? Welches würdet ihr nehmen?

Hibbelig sitze ich nun hier und warte und warte. Ob sich jemand meldet? Ob sich die Büchermenschen über meine kleine Aktion zum Welttag freuen? Mein Lesezeichen habe ich in allen vier Büchern hinterlassen – vielleicht meldet sich ja ein Leser oder eine Leserin. Ich hoffe es doch. Vielleicht ergibt sich ein neuer buchiger Kontakt.

Ich bin buchig gespannt und so wie ich mich kenne, werde ich dann noch mal bei der Zelle vorbei schauen müssen…

Genießt den buchigen Tag, liebe Bücherfreunde.

Eure

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Buchparadies Findus in Tharandt

Buchhandlung Findus
Buchhandlung Findus

Kolumne 16/2016: #Buchparadies

Willkommen im Buchparadies – willkommen in der Buchhandlung Findus in Tharandt. Wer bisher noch nicht in der Buchhandlung war, der sollte sich mal richtig umgucken -> Buchhandlung Findus & Literatwo

Gestern war ich endlich mal wieder ausgiebig dort. Und es war, als ob ich täglich dort bin – wie immer sehr herzlich. Inhaberin Annaluise ist einfach durch und durch literarisch und eine Buchhändlerin mit Seitenherz. Wenn wir einmal literarisch reden, sind wir kaum zu bremsen und reihen ein Buchthema ans andere. Einfach schön – Literatur ohne Ende.

In ihrem Buchladen gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Damit meine ich nicht die Bücher, die sich natürlich ändern, sondern die vielen neckigen Kleinigkeiten, die uns bibliophile Menschen beim Lesen begleiten und unsere Wohnungen schmücken.

Bücher mit farbigen Schnitt und auch noch gelb, ziehen meine Buchaugen magisch an. Dennoch ist das BuchEndgültig nichts für mich, da ich momentan keine Thriller lese. Ansonsten hat mich der Roman Solitaireangezogen und ist direkt auf meine innere Wunschliste gehüpft. Kennst du es schon? Einmal mit dem Buch beschäftigt, bin ich gleich auf der Seite vom Verlag mit vielen Fotos und Beiträgen hängen geblieben.

Buchhandlung Findus - Leben mit Büchern
Buchhandlung Findus – Leben mit Büchern

Eine richtig gediegene Ecke in der Buchhandlung ist die Klavierecke. Die Bücher wirken besonders edel, wenn sie auf dem Klavier stehen. Auch das Regal dahinter beinhaltet spezielle Schätze, die es wohl nicht in jeder Buchhandlung zu finden gibt. Bücher über Bücher – ganze Welten voll. Und wir leben alle mit Büchern, da passt es doch, so ein Buch selbst in den eigenen vier Wänden zu haben und ausgiebig darin zu stöbern.

Ein paar Meter weiter, befindet sich eine kleine Auswahl von Büchern, die näher betrachtet werden sollten. Mir sind gleich zwei Schätze ins Auge gesprungen, die ich gelesen und hier vorgestellt habe. Bücher die ihr nicht verpassen solltet, darum begebt euch in den Literaturexpress und vor allem lebt Das achte Leben. Mit beiden Romanen habe ich unendlich schöne Stunden verbracht. Wenn Nino Haratischwili daruf steht, ist Qualität hinter den Buchdeckeln. Ganz gewiss!

Buchhandlung Findus - Schätzetisch
Buchhandlung Findus – Schätzetisch

Auf dem nächsten Bild geht es mal ganz klassisch zu. Auch diese drei Bücher habe ich euch schon vorgestellt. Diese eignen sich besonders gut zum Verschenken.

Opernmouth – es wird rumgeopert…– bitte was? Klickt euch mal in den Artikel rein, denn Erfinderin der Bücher – Petra Sprenger – beantwortet einige meiner Fragen.

Buchhandlung Findus - Oper
Buchhandlung Findus – Oper

Piraten aufgepasst! Guckt ihr euch mal diese wundervolle Karte auf dem nächsten Bild an? Zugeklappt sieht die Karte so normal aus, dass man diesen bombastischen Inhalt nicht erwartet. Und dann klappt man sie auf und wawusch…schon entfaltet sich ein wahnsinnig filigranes Piratenschiff. Es segelt auf einer Schatzkarte dahin und erobert wohl nicht nur Piratenherzen.

Die Idee ist einfach wundervoll und wer eine außergewöhnliche Karte sucht, muss nicht mehr suchen. Ob Geburtstag oder Konfirmation oder eine Kartenfreude zwischendurch – diese hier ist beeindruckend und sticht wohl aus der Masse der handelsüblichen Karten heraus.

Echte Handarbeit – die es in der Buchhandlung Findus zu erwerben gibt.

Buchhandlung Findus - Piraten aufgepasst
Buchhandlung Findus – Piraten aufgepasst

Für alle die sich in die Dresdner Frauenkirche verliebt haben – egal ob Einheimische oder Touristen – gibt es auch eine Karte. Guckt ihr mal bitte? Ist die nicht genauso klasse?

Zum Verschenken und zum dauerhaften Ausstellen einfach schön. Neben dem Piratenschiff und der Frauenkirch gibt es noch andere Motive. Zum Beispiel eine Ritterburg, Pferde und einen gigantischen Blumenstrauß – um hier ein paar weitere zu nennen. Die Entscheidung für ein Kartenmotiv ist wahrlich nicht einfach.

Buchhandlung Findus - Frauenkirche
Buchhandlung Findus – Frauenkirche

Mit Büchern leben – mit buchigen Gegenständen leben – alles kein Problem. In der Buchhandlung Findus gibt es auch da Abhilfe. Ich sage ja nicht umsonst, dass ich im Paradies war.

Das große Buch fürs Teelicht habe ich euch schon mal gezeigt. Nun gibt es noch ein weiteres, wie ihr sehen könnt. Eine kleine Keramikschale für die Kerze an deren Rand sich ein kleines Buch befindet. Buchig hüsch, oder?

So wird der Leseabend zum Vergnügen und auch am hellichten Tag, ohne die wärmende Flamme, sind die zwei Kerzenhalter zwei buchige Dekorationen. Schmuckstücke…

Buchhandlung Findus ~ Buchkeramik
Buchhandlung Findus ~ Buchkeramik

Nächsten Samstag ist nicht nur der 23. April, nicht nur der Geburtstag meiner Mama, sondern auch der Welttag des Buches. Den habt ihr hoffentlich dick im Kalender stehen? Ich selbst werde eine örtliche Aktion veranstalten und euch darüber berichten. Mal sehen, ob meine Idee so umsetzbar ist und mal sehen, wie diese ankommt. Die Bücher sind schon verpackt und warten nun darauf, an ihren Einsatzort umzuziehen.

Der Welttag des Buches findet auch in Tharandt statt. Ich habe schon einen Blick in die vorbereiteten Büchertaschen werfen dürfen. Die SchülerINNEN dürfen sich schon jetzt freuen. Und was passiert noch?

In Tharandt gibt es eine Besonderheit, denn der Welttag des Buches wird verlängert. Am 25. April wird er ganztägig zelebriert und zwar von den Schülern des Evang. Gymnasiums in Tharandt.

Buchhandlung Findus ~ Welttag des Buches
Buchhandlung Findus ~ Welttag des Buches

Wie das aussieht? Am besten geht ihr selbst vorbei und lasst euch von den Schülern beraten, bedienen und in literarische Gespräche verwickeln. Annaluise Erler übergibt ihre Buchhandlung an die Schüler und lässt diese buchig walten und schalten. Zudem wird ein Vorlesewettbewerb durchgeführt.

Ein kleines Büchlein ist bei mir gestern doch noch eingezogen. Annaluise hat es mir geschenkt und darin finden sich Worte, die wohl jeder von uns unterschreiben kann. Buchhandlungen sind so wundervoll. Mark Forsyth ist bekennender Bibliophiler und er erzählt über seltsame Bücher, über die gute Buchhandlung, den Geist der Buchhandlung, über die Zukunft der Bücher, über Theologie und über die romantische Buchhandlung. Schmale Seiten voller Buchtiefe – herrlich.

Ich hoffe der kleine Ausflug hat euch gefallen und ich habe euch Lust auf den nächsten Buchhandlungsbesuch gemacht. Falls es euch gleich in den Fingern juckt und ihr unbedingt bald eine Postkarte oder einen buchigen Teelichthalter euer eigenen nennen wollt, dann schreibt an tharandt@findusbuch.de.

Eure

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Bücherzelle vs. Geocaching

Geocaching
Geocaching

Kolumne 15/2016: #Geocaching

Die Woche ist fast schon wieder um, vor allem das Wochenende. Ist denn das die Möglichkeit? *seufz*

Achso, auf dem Foto ist nicht mein Bücherregal zu sehen, sondern ein Teil der Bücher aus der Hellerauer Zelle. Bini in der Zelle? So ungefähr. Im Februar habe ich euch die Bücherzelle vorgestellt und seitdem bin ich dort recht regelmäßig anzutreffen. Bald werde ich euch mal wieder einen Artikel über die Bücherbewegungen präsentieren.

Heute allerdings möchte ich euch erzählen, welches besondere Buch mir letztes Wochenende dort begegnet ist. Ihr wisst was Geocaching ist? Ich auch, zumindest kann ich grob erklären, dass es sich um eine Art Schnitzeljagd handelt. Vor allem am Wochenende kann man so einige Wanderer beobachten, die auf ihr Smartphone gucken, es drehen und wenden und sich anhand der angezeigten Lage in Richtung „Schatz“ bewegen. Auf jeden Fall mag ich das auch irgendwann mal ausprobieren – so meine Langzeitgedanken zum Thema Geocaching. Da ich mich nicht wirklich auskenne, mag ich jetzt auch nicht mit Fachbegriffen um mich werfen, aber einen mag ich bringen: Muggel.

Wer das ist? Ich zum Beispiel, denn Muggels sind sogenannte Nicht-Geocacher die den geheimen Verstecken nah kommen könnten. Verstecke müssen geheim bleiben. Der Begriff Muggel kommt euch bekannt vor? Kein Wunder, wenn ihr Harry Potter Fans oder Kenner seid, denn der Begriff wird dort im Bezug auf Personen ohne magische Fähigkeiten verwendet. Wieder was gelernt. Grins.

Was hat nun die Bücherzelle mit Geocaching zu tun? Neben den Büchern in der Zelle stand ein ganz besonderes Buch und zwar ein Logbuch. Guckt mal auf dem Foto – unten rechts in dem kleinen Fach. So ein rotes Notizbüchlein und wenn ihr gute Augen habt und euch das Bild etwas größer zoomt, könnt ihr es sogar lesen. Logbuch. Ahja – ich blätterte interessiert darin herum und war völlig fasziniert davon, so ein Buch in der Hand zu halten. Die Geocacher sind ja wahnsinnig organisiert und ich wusste bis dahin weder vom Logbuch, noch von den genialen Stempeleien die darin zu finden sind. Wahnsinnig kreative Stempelabdrücke strahlten mir entgegen mit den jeweiligen Botschaften, dass das Logbuch gefunden wurde. Genial. Meine Neugierde stieg und gleichzeitig kam ich mir schlecht vor, da ich der gefürchtete Muggel bin. Keine Angst – ich habe es nicht entführt, sondern wieder zurück gestellt.

War das richtig oder falsch? Wo ist denn eigentlich der Schatz an sich oder wie darf ich das verstehen? Ein Logbuch zwischen Büchern? Hätte ich den Schatz hinter den Büchern suchen sollen? Anschließend machte ich mir Sorgen, ob die Idee das Logbuch in eine Bücherzelle zu stellen, eine gute oder eher eine schlechte ist. Denn ich bin eine Art wissender Muggel – aber was tut ein unwissender? Nimmt er das Logbuch mit? Ist es dann verloren?

Beim nächsten Besuch in der Zelle war es weg. W – wie weg. Hat es der Besitzer geholt? Wurde es neu versteckt? Ist es vielleicht verloren, weil es ein Leser mitgenommen hat? Bis heute ist es nicht zurück gekehrt. Seit dem 01. April 18.46 Uhr hab ich es nicht mehr gesehen. Einer Kollegin von mir erzählte ich davon. Sie ist eine erfahrene Geocacherin und hat mir gleich die App präsentiert und mit mir geschaut, ob dort in der Zelle ein Cach registriert ist. Leider war er nicht – nichtmehr? – registriert. Also bin ich nun immer noch voller Ungewissheit. Wo ist das Logbuch?

Ich hoffe, dass es in guten Händen ist, denn es war wirklich schon gut gefüllt und beherbergte tolle Einträge. Positiv denken – so mein Motto. Vielleicht liest jemand aus der „Szene“ hier und hat es vielleicht sogar gesehen. Dresdner? Geocacher? Hinweise bitte ins Kommentarfeld. 😉

Und sonst? Ich habe mich gefreut, diese neuartige Bucherfahrung zu sammeln und mich in Sachen Geocaching weiterzubilden. Einen richtigen Plan habe ich noch nicht, aber kommt Zeit, kommt Ausflug und Erfahrung. Die App habe ich nun auf dem Smartphone und es wimmelt nur so vor Verstecken hier in Dresden und Umgebung. 320 Meter ist ein Rätselcache von meiner Haustür entfernt. Verrückt. Oder?

Seid ihr Geocacher? Was sollte ich beim nächsten Logbuchfund machen? Ich freue mich auf eure Worte.

Eure

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