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Hellerauer Bücherzelle

Helle(rauer)Zelle~ Bücherzelle in Dresden Hellerau

Als ich beim Geburtstagsfrühstück einer Freundin war, kam die Frage auf: wohin mit den gelesenen Büchern und kauft ihr eigentlich alle Bücher neu? Es ist verdammt spannend, über Bücher zu sprechen, wenn die weiblichen Charaktere so unterschiedlich in ihren Ansichten sind. E. kauft gerne bei Medimops. I. wusste nicht, was Medimops ist, kennt aber Momox. Sie hat er viele ihrer Bücher verkauft, da sie die nicht beim Umzug schleppen wollte und sie mag es auch nicht, wenn sie zu viele Bücher hat. E. ist Vielleserin, mag aus diesem Grund Taschenbücher lieber als Hardcover und kauft dieser gern gebraucht. Sie verschlingt Bücher, während I. nur ab und an mal liest.

Und die liebe R.? Sie hatte Geburtstag und hat von allen Gästen Bücher geschenkt bekommen. R. hat nämlich Zeit zum Lesen und was dachte ich mir so? R. liest und stellt die Bücher dann E. und mir vor – wie kennen die Bücher, könnten prüfen, ob R. genau gelesen hat und gleichzeitig werden unsere Erinnerungen gleich wieder aufgefrischt. Das ist doch die Idee, stimmts? 😉

Hellerauer Bücherzelle

Ich erzählte also, dass ich wahnsinnig gerne die Hellerauer Bücherzelle aufsuche. Zudem habe ich erst kürzlich wieder Bücher davor bewahrt, in die Papiertonne zu fliegen. Nach und nach nehme ich diese nun mit in die Bücherzelle und nun dachte ich mir, dass ich euch einfach mal bildlich zeige, welche Bücher ich dort gelassen habe.

Helle(rauer)Zelle~ Bücherzelle in Dresden Hellerau

Du kannst das Bild ruhig vergrößern und zoomen, wenn du magst. Ja, diesen dicken Stapel Bücher habe ich dort abgegeben und die meisten waren in einem wirklich gutem Zustand. Ein Buch habe ich aber nicht abgegeben. Ja, ich habe „Die Bücherdiebin“ bereits in meinem Bücherregal – Hardcover. Nun habe ich sie doppelt, denn die Taschenbuchausgabe steht nun daneben. Ein wundervolles Buch – ich liebe es und das darf man ruhig doppelt sein eigen nennen. 😉

Mir fällt gerade auf, dass dieser Artikel schon der fünfte über die schöne Bücherzelle in Dresden Hellerau ist. Verrückt. Zuerst habe ich dir von der Bücherzelle im Februar 2016 erzählt und auf die Regeln hingewiesen. Und ja, mit diesem Bücherstapel halte ich mich nicht wirklich dran, zumal ich kein einziges Buch an diesem Tag mitgenommen habe. Das hole ich aber an anderen Tagen bestimmt nach und außerdem war die Zelle sowieso recht „dünn“ bestückt.

Den Welttag des Buches 2016 habe ich „in der Bücherzelle“ gefeiert und leider auch eine negative Erfahrung gemacht. Tja, Menschen… Aber ich habe auch schon Neuland kennengelernt – ich sag nur Geocaching. Bist du auch so ein Freak? Ich finde das ja echt genial und lasse mir von meiner Kollegin immer berichten. Zumindest war die Bücherzelle schon geocachifiziert. 😉

Und natürlich bringe ich hin und wieder auch gern meine eigenen Bücher in die Zelle. Ich habe nicht zum ersten Mal so einen Stapel ausgesetzt, muss ich gestehen.

Wie sieht es bei dir aus? Hast du auch schon Bücher ausgesetzt, hast du in der Nähe einen öffentlichen Bücherschrank oder eine Bücherzelle? Oder findest du solche Bericht hier total öde? Erzähl doch mal!

Eure
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Bücherzelle vs. Geocaching

Geocaching
Geocaching

Kolumne 15/2016: #Geocaching

Die Woche ist fast schon wieder um, vor allem das Wochenende. Ist denn das die Möglichkeit? *seufz*

Achso, auf dem Foto ist nicht mein Bücherregal zu sehen, sondern ein Teil der Bücher aus der Hellerauer Zelle. Bini in der Zelle? So ungefähr. Im Februar habe ich euch die Bücherzelle vorgestellt und seitdem bin ich dort recht regelmäßig anzutreffen. Bald werde ich euch mal wieder einen Artikel über die Bücherbewegungen präsentieren.

Heute allerdings möchte ich euch erzählen, welches besondere Buch mir letztes Wochenende dort begegnet ist. Ihr wisst was Geocaching ist? Ich auch, zumindest kann ich grob erklären, dass es sich um eine Art Schnitzeljagd handelt. Vor allem am Wochenende kann man so einige Wanderer beobachten, die auf ihr Smartphone gucken, es drehen und wenden und sich anhand der angezeigten Lage in Richtung „Schatz“ bewegen. Auf jeden Fall mag ich das auch irgendwann mal ausprobieren – so meine Langzeitgedanken zum Thema Geocaching. Da ich mich nicht wirklich auskenne, mag ich jetzt auch nicht mit Fachbegriffen um mich werfen, aber einen mag ich bringen: Muggel.

Wer das ist? Ich zum Beispiel, denn Muggels sind sogenannte Nicht-Geocacher die den geheimen Verstecken nah kommen könnten. Verstecke müssen geheim bleiben. Der Begriff Muggel kommt euch bekannt vor? Kein Wunder, wenn ihr Harry Potter Fans oder Kenner seid, denn der Begriff wird dort im Bezug auf Personen ohne magische Fähigkeiten verwendet. Wieder was gelernt. Grins.

Was hat nun die Bücherzelle mit Geocaching zu tun? Neben den Büchern in der Zelle stand ein ganz besonderes Buch und zwar ein Logbuch. Guckt mal auf dem Foto – unten rechts in dem kleinen Fach. So ein rotes Notizbüchlein und wenn ihr gute Augen habt und euch das Bild etwas größer zoomt, könnt ihr es sogar lesen. Logbuch. Ahja – ich blätterte interessiert darin herum und war völlig fasziniert davon, so ein Buch in der Hand zu halten. Die Geocacher sind ja wahnsinnig organisiert und ich wusste bis dahin weder vom Logbuch, noch von den genialen Stempeleien die darin zu finden sind. Wahnsinnig kreative Stempelabdrücke strahlten mir entgegen mit den jeweiligen Botschaften, dass das Logbuch gefunden wurde. Genial. Meine Neugierde stieg und gleichzeitig kam ich mir schlecht vor, da ich der gefürchtete Muggel bin. Keine Angst – ich habe es nicht entführt, sondern wieder zurück gestellt.

War das richtig oder falsch? Wo ist denn eigentlich der Schatz an sich oder wie darf ich das verstehen? Ein Logbuch zwischen Büchern? Hätte ich den Schatz hinter den Büchern suchen sollen? Anschließend machte ich mir Sorgen, ob die Idee das Logbuch in eine Bücherzelle zu stellen, eine gute oder eher eine schlechte ist. Denn ich bin eine Art wissender Muggel – aber was tut ein unwissender? Nimmt er das Logbuch mit? Ist es dann verloren?

Beim nächsten Besuch in der Zelle war es weg. W – wie weg. Hat es der Besitzer geholt? Wurde es neu versteckt? Ist es vielleicht verloren, weil es ein Leser mitgenommen hat? Bis heute ist es nicht zurück gekehrt. Seit dem 01. April 18.46 Uhr hab ich es nicht mehr gesehen. Einer Kollegin von mir erzählte ich davon. Sie ist eine erfahrene Geocacherin und hat mir gleich die App präsentiert und mit mir geschaut, ob dort in der Zelle ein Cach registriert ist. Leider war er nicht – nichtmehr? – registriert. Also bin ich nun immer noch voller Ungewissheit. Wo ist das Logbuch?

Ich hoffe, dass es in guten Händen ist, denn es war wirklich schon gut gefüllt und beherbergte tolle Einträge. Positiv denken – so mein Motto. Vielleicht liest jemand aus der „Szene“ hier und hat es vielleicht sogar gesehen. Dresdner? Geocacher? Hinweise bitte ins Kommentarfeld. 😉

Und sonst? Ich habe mich gefreut, diese neuartige Bucherfahrung zu sammeln und mich in Sachen Geocaching weiterzubilden. Einen richtigen Plan habe ich noch nicht, aber kommt Zeit, kommt Ausflug und Erfahrung. Die App habe ich nun auf dem Smartphone und es wimmelt nur so vor Verstecken hier in Dresden und Umgebung. 320 Meter ist ein Rätselcache von meiner Haustür entfernt. Verrückt. Oder?

Seid ihr Geocacher? Was sollte ich beim nächsten Logbuchfund machen? Ich freue mich auf eure Worte.

Eure

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Möwengelächter ~ Kristin Marja Baldursdóttir

Möwengelächter ~ Kristin Marja Baldursdóttir

Möwengelächter habe ich vor Jahren gelesen, wie ich soeben feststellte. Mir war gerade danach, mal in meiner Lovelybooksbibliothek zu stöbern und ein paar ältere Schätze auszugraben. Damals habe ich noch keine Markierungen in den Büchern hinterlassen. Damals – so im Jahre 2001. Die Seiten sind inzwischen schon etwas angegilbt und ich denke, dass ich es demnächst „frei lassen“ werde, im Sinne von in die Bücherzelle in Dresden Hellerau schaffen. Dort mangelt es ein wenig an Büchern, die Ferienzeit beginnt und ich helfe doch gerne in Sachen Lesestoff aus. Nun aber zum Buch selbst.

2001 schrieb ich:

Keine dramatische Action oder fesselnde Spannung, dafür aber viel Gefühl und noch mehr Stimmung und Atmosphäre auf 350 Seiten — das macht den Roman auf charmante Art äußerst lesens- und liebenswert.

Es ist ein kleines isländisches Fischerdörfchen, wo Agga, zwölf Jahre alt, bei ihren Großeltern lebt, in einem Haus, „wo es höchstens Krach gibt, wenn die Sozialdemokraten die Wahlen“ verlieren. Eines Tages kommt Tante Freya aus „Ämärrika“ und die dörfliche Idylle hat schlagartig ein Ende. Die Frau mit den „eisblauen Augen“ und der „Figur wie eine Coca-Cola-Flasche“, die kein Fleisch isst und „kälter als eine Leiche“ scheint, wirbelt den Ort komplett durcheinander — besonders die männlichen Einwohner. Seltsame Dinge geschehen, mancher bezahlt mit dem Leben.

In Island ist Kristin Marja Baldursdóttir eine bekannte Journalistin, mit Möwengelächter erzielte sie einen Riesenerfolg; die Filmrechte sind bereits verkauft. Auch beim Lesen entstehen lebendige Eindrücke: Ärmlich ist das Leben in dem abgelegenen Dorf, wo Agga erwachsen wird und aus ihrer Sicht die Verführungen und Verwirrungen der lebenserfahrenen und sehr lebenslustigen Tante Freya miterlebt. Psychologisch feinfühlig, menschliche Schwächen im Kern treffend, schält die Autorin gesellschaftliche und familiäre Strukturen heraus, die angenehm kurzweilig sind. Das „hämische Gelächter der Möwen“ ist da unausweichlich.

Möwengelächter

Mit einem Lächeln erinnere ich mich an den Roman zurück und nun hat die Erinnerung hier einen Platz gefunden und vielleicht läuft dir das Buch mal auf einem Bücherflohmarkt oder eben einer Bücherzelle mal in Hände. Oder du holst es dir als Taschenbuch beim S. Fischer Verlag.

Wo wir schon bei Möwen im Buchtitel sind, habe ich noch eine Empfehlung. Wie wäre es mit einem Krimi namens „Mordsmöwen“ von Sina Beerwald? Viel Vergnügen.

Eure
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Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ~ E. E. Schmitt

Monsieur
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ~ Eric-Emmanuel Schmitt

Merkt euch gleich mal die Namen Moses, nein Momo, und Monsieur Ibrahim. Zwei Menschen, die unser Herz treffen. Ich habe von Eric-Emmanuel bisher zwei Bücher gelesen – „Oskar und die Dame in Rosa“ und „Mein Leben mit Mozart“ und an diese zwei Schätze erinnerte ich mich, als ich in der Bücherzelle „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ stehen sah. Logisch, dass ich es mitnahm und auch umgehend lesen musste. Eine knappe Stunde habe ich gebraucht, denn die 100 Seiten sind großzügig bedruckt. Ein Weglegen war nicht möglich, dazu ist der Band zu schmal und die Charaktere einfach zu großartig.

Ich müsste euch eigentlich hier lauter Zitate präsentieren, denn das schmale Büchlein, ist inhaltlich so verdammt groß und wortreich. Doch ich versuche euch erstmal mit meinen Worten zu überzeugen.

Schon der erste Kontakt mit dem kleinen (ohje, wenn er das hört), also heranwachsenden Moses ist leicht verstörend, wie auch lustig. Er knackt das Sparschwein, um zu einer Dirne zu gehen. Er möchte ein Mann sein und glaubt wohl kaum, dass ihn eine Mitschülerin dazu machen würde. (dick wie ein Sack Zucker (Seite11)) Das Geld hat er geklaut, denn sein Vater ist der Meinung – Geld ist zum Horten da, nicht zum Ausgeben. (Seite9)

Moses wird Momo

Zu Geld kommt Moses auch, indem er den schon immer alten Monsieur Ibrahim beklaut, in dem er so einige Konservenbüchsen im Kolonialwarenladen klaut. Er wird ertappt, von Ibrahim Momo getauft und dieser gibt ihm Tipps, wie er noch schneller Geld aus der Tasche vom Vater ziehen kann. Ibrahim durchschaut Momo und erkennt seine Lügen, der Tag an dem eine Freundschaft beginnt, die sich zu einer Vater-Sohn-Beziehung entwickelt, denn Momo hat letztendlich keine Eltern mehr. Seine Mutter ist nach seiner Geburt gegangen, mit dem angeblich perfektem Sohn und sein Vater wird blasser und blasser, bis er geht. Momo ist alleine und Ibrahim wird seine engste Bezugsperson. Sein Leben beginnt neu, es wird anders und beide Suchen das Lebensglück.

Monsieur
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran ~ Eric-Emmanuel Schmitt

Dank des Eingreifens von Monsieur Ibrahim bekam die Welt der Erwachsenen Risse, sie war nicht mehr die gleiche glatte Mauer, gegen die ich stieß, durch einen Spalt hatte sich mir eine Hand entgegengestreckt. (Seite 23)

Es ist so herrlich, Momo in seiner Sturm und Drangzeit zu begleiten. Ein wunderbarer Charakter mit viel Humor, ein paar naiven Nuancen, durch und durch aber clever, lernbegierig und lebensfroh. Und er geht mal gern zu einer Dirne, ach, Ibrahim auch.

Eric-Emmanuel Schmitt hat mich wieder begeistert. Er ist Meister darin, mit wenigen Worten Leserherzen zu rühren und auch in diesem Buch habe ich gefühlt auf fast jeder Seite ein Post-it kleben. Es wird die Liebe thematisiert, das Elternhaus, Erinnerungen, das aktuelle Umfeld, aber auch die Religion und den Tod. Allerdings nicht trocken, belehrend oder fad, sondern leicht und regelrecht spielerisch und dennoch nicht oberflächlich.

„Und Jude sein hat mit Gott nichts zu tun?“ „Für mich nicht mehr. Jude sein bedeutet einfach, Erinnerungen zu haben. Schlechte Erinnerungen.“ (Seite 46)

Ach, mein Herz blüht auf, wenn ich an Moses und den guten Monsieur Ibrahim denke. Ein Buch, was sich so gut zum Verschenken eignet, denn es ist für jeden Leser, der eine knappe Stunde großartige Literatur und liebenswerte Charaktere mag.

Eure


Monsieur

Die Helle(rauer) Zelle – Ausgesetzt 1/2017

Die Helle(rauer) Zelle

Nun war es soweit, ich habe es wieder getan und ja, es war nicht ganz einfach. Aber hey, ich habe es dennoch souverän gemeistert, das Aussetzen von 6 Büchern.

Das Gefühl in mir wuchs und wuchs und dann nahm ich es in Angriff – ich stellte mich vor mein Bücherregal und überlegte von Buch zu Buch, ob ich mich davon trennen kann oder nicht. Mein Ziel sollte es sein, mit Stoffbeutel Knigi aus dem Hause Diogenes, zur hellen Zelle in Hellerau zu spazieren. Natürlich voll gefüllt mit Büchern. Ich habe das Ziel erreicht, wie ihr auf nachstehendem Bild sehen könnt.

Zitternd nahm ich die Bücher aus dem Beutel und zitternd entstand das unscharfe Bild. Es war sehr kalt und ja, der Trennungsschmerz – kennt ihr ja. 😉

Wie kannst du nur…

Na, wer von euch hat gerade so gedacht? Ihr fragt euch, warum ich genau diese 6 Bücher ausgewählt habe? Mein Buchgefühl hat so entschieden.

Die Helle(rauer) Zelle

6x Buchgefühl

Apocalypsia von Andreas Izquierdo – ich habe es gelesen, aber nie richtig geliebt. Und doch habe ich es geliebt. Wenn ich es sehe, denke ich an die Lesezeit, daran, dass Gott sterben musste und mir geistert Luzifer im Kopf herum. Dennoch musste es gehen und lässt viel Platz für mindestens zwei schmale neue Bücher zurück. Worte zu Apocalypsia findet ihr in meiner Rezension auf Lovelybooks.

„Das Sexleben meiner Tante“ von Mavis Cheek – fragt mich mal, woher ich das Buch habe. Ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.

Die Liebe ist ein schlechter Verlierer von Katie Marsh – Das wohl jüngste Buch, zumindest an der Zeit, die es bei mir wohnte, gemessen. Ich wollte es lesen, denn das Cover ist fröhlich und es geht um die Liebe. Aber ich lasse anderen Lesern den Vortritt.

Malavita“ von Tonino Benacquista – es wollte einfach in die Freiheit. Dem zukünftigem Leser lege ich zum Buch noch den Film ans Herz. Einfach herrlich. Buch und Film mag ich sehr. Im Artikel [FUCK] Jetzt wirds „mafiös“ bei uns… nachzulesen. Peng. 😉

„Die Tochter des Schmieds“ von Selim Özdogan – Ungelesen. Nach über 5 Jahren im Regal (wenn das überhaupt reicht), sollte es endlich mal gelesen werden.

„Die Alchemie der Nacht“ von Heike Koschyk – 2011 steckte ich im historischen Genre. Ich habe den Roman sehr gern gelesen.

Helle(rauer) Zelle
Die Helle(rauer) Zelle

Helle(rauer) Zelle

Seit über einem Jahr besuche ich die Zelle nun regelmäßig und ich freue mich immer und immer wieder, wie oft ich dort ausgesetzte Bücher von mir wieder treffe. Überhaupt ist in der Zelle ein reger Büchertausch. Es wird fleißig im Dresdner Stadtteil Hellerau gelesen.

Auch in diese ausgesetzten Bücher habe ich wieder literatwoische Lesezeichen gelegt und ich freue mich, wenn ich mal einen Leser kennenlerne, der mit einem meiner Bücher eine schöne Lesezeit verbracht hat und mir dies sagt/schreibt. Traut euch. 😉

Es ist ein schönes Gefühl, die Bücher dort gelassen zu haben und vielleicht schaffe ich es in diesem Jahr mal monatlich, über meine Besuche zu berichten. Einige Zeilen konntet ihr schon in den Artikeln Die Hellerauer Zelle, Bücherzelle vs. Geocaching und Welttag des Buches 2016, über die Helle(rauer) Zelle lesen.

Na, verratet ihr mir, welche Bücher ihr zuletzt ausgesetzt habt?

Eure
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Welttag des Buches 2016

Welttag des Buches
Welttag des Buches

Kolumne 17/2016: #WelttagdesBuches

Heute ist nicht nur der Geburtstag von meiner Mama und von Karla Paul (und vielen weiteren Geburtstagskindern) – meinen herzlichen Glückwunsch – sondern auch der Welttag des Buches. Eigentlich ist für uns Büchermenschen jeden Tag Welttag des Buches, aber heute ist eben der richtig offizielle Welttag und darum ist er doppelt so buchig, als jeder andere Tag. Oder?

Viele Blogs veranstalten heute große Aktionen unter der Überschrift Blogger schenken Lesefreude, in den Buchhandlungen heißt es heute Ich schenk dir eine Geschichte und einige Verlage veranstalten Gewinnspiele mit ausgewählten Buchlogs. Heute solltet ihr euch aber nicht nur im Internet umschauen, wenn ihr leidenschaftliche Leser seid.

Bevor ich euch allerdings verrate, was ich heute im Gepäck habe, möchte ich euch noch einmal darauf hinweisen, dass sich ein Besuch in der Buchhandlung Findus in Tharandt am 25.04. lohnt. Natürlich nicht nur an diesem besagten Montag, versteht sich, aber an diesem könnt ihr die neuen vorübergehenden Inhaber kennenlernen, denn Annaluise Erler gibt für einen Tag die Leitung an die Gymnasiasten ab.

Es gibt wahnsinnig viele Online-Aktionen zum heutigen Tag. Bei mir soll es ein wenig anders sein, denn ich zelebriere den Tag offline und zwar an einem buchigen Ort, den ich euch schon ein paar mal präsentiert habe.

Welttag des Buches
Welttag des Buches

Richtig – in der Hellerauer Zelle, wie ihr sehen könnt.

Im Februar habe ich euch die Bücherzelle zum ersten Mal vorgestellt und seitdem bin ich fast wöchentlich dort, um nach Büchern zu schauen. Ab und an findet ein Buch aus meiner großen Sammlung den Weg dahin und einige Bücher finden auch den Weg aus der Zelle in meine große Sammlung. Guckt euch gern mal um, in der Helle(rauer) Zelle.

In der Zelle gibt es meist die ein oder andere Überraschung. Mal ist es in der Zelle knackig buchig voll und man kann kaum die Bücher von Regalfach zu Regalfach räumen, um besser zu stöbern. Mal ist es relativ buchig leer und die Regale sind übersichtlich. Und dann gibt es noch Tage, an denen sich „komische“ Bücher darin befinden.

Ich sag nur Bücherzelle vs. Geocaching. Hä? Ja, ich habe mich auch gefragt und gestaunt und so einiges dazu gelernt und euch natürlich darüber berichtet.

Gern würde ich mich mal den ganzen Tag an der Zelle niederlassen und auf die Buchzellenbesucher warten. Ich habe schon versucht, „Kontakt“ zu den Lesemenschen aufzunehmen, in dem ich das ein oder andere Lesezeichen von mir dort hinterlassen habe. Bisher hat sich leider noch niemand gemeldet. Sind Buchmenschen scheu?

Zu der Kategorie gehöre ich dann wohl eher nicht. 🙂

Welttag des Buches
Welttag des Buches

Heute, zum Welttag des Buches, war ich also mal wieder in der Bücherzelle und habe vier Bücher dort hinterlassen. (Eins habe ich mitnehmen müssen – wieder ein Trompeterbuch – juhu).

Ich bin also buchig offline unterwegs und nun frage ich mich, ob schon jemand ein Buch gefunden hat. Vier Bücher – vier Mal eingepackt – vier Mal mit Hinweisen zum Inhalt beschriftet.

Thriller – Gefühl – Jugend oder Krimi? Welches würdet ihr nehmen?

Hibbelig sitze ich nun hier und warte und warte. Ob sich jemand meldet? Ob sich die Büchermenschen über meine kleine Aktion zum Welttag freuen? Mein Lesezeichen habe ich in allen vier Büchern hinterlassen – vielleicht meldet sich ja ein Leser oder eine Leserin. Ich hoffe es doch. Vielleicht ergibt sich ein neuer buchiger Kontakt.

Ich bin buchig gespannt und so wie ich mich kenne, werde ich dann noch mal bei der Zelle vorbei schauen müssen…

Genießt den buchigen Tag, liebe Bücherfreunde.

Eure

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Die Hellerauer Zelle

Die Helle(rauer)Zelle
Die Helle(rauer)Zelle

Kolumne 09/2016: #HellerauerZelle

Lesen gefährdet die Dummheit…

Da kann ich nur zustimmen. Lesen ist nicht nur Bildung, sondern lesen ist Entspannung, lesen ist Flucht in andere Welten – lesen ist einfach schön. Was wäre die Welt nur ohne Bücher? Ich möchte auf dieser nicht leben. Nee – echt nicht. *grins*

Bücher kann man nicht genug haben, aber einige Bücher müssen auch immer mal ausziehen oder besser gesagt „umziehen“. Heute war es nach langer Zeit mal wieder soweit. Mit 5 Büchern habe ich heute die Bücherzelle in Dresden Hellerau – Die Helle(rauer) Zelle besucht. Zum einen wollte ich mal wieder schauen, welche Schätze sich darin befinden, zum anderen wollte ich fünf meiner Bücher darin unterbringen.

Die Helle(rauer)Zelle
Die Helle(rauer)Zelle

Die Regeln sind ganz einfach, wobei ich mich nicht wirklich an die Regeln gehalten habe. Wenn das jeder so machen würde – denkt ihr jetzt. Ja, so denke ich ja auch, aber ich habe mich nicht wirklich falsch verhalten. Zumindest habe ich keine Videokassetten darin ausgesetzt. Solche habe ich dort leider vorgefunden, aber denken wir mal positiv – es wird sich schon jemand dafür finden. Es darf nur nicht überhand nehmen…

Mein Regelbruch bestand heute darin, dass ich nicht nur ein Buch aus meinem Bestand mitgenommen habe, sondern gleich fünf. Ja, fünf. Es handelt sich um Bücher aus dem Genre Unterhaltung für Frauen. Vorwiegend Bücher von Marian Keyes. Ich habe die Bücher mal geliebt und viel in diese Richtung gelesen. Doch irgendwann hat sich mein Lesegeschmack dann geändert und ich möchte die Bücher auch nicht mehr behalten. Aus diesem Grund habe ich sie heute in der Helle(rauer) Zelle ausgesetzt.

Die Helle(rauer)Zelle
Die Helle(rauer)Zelle – aufgeräumt

Ich hoffe doch, dass sich ein Mädchen oder eine Frau darüber freuen wird und unterhaltsame Stunden zwischen den Zeilen verbringen kann. Ich hab viel gelacht bei den Büchern und wer Liebesgeschichten mag, wird diese auch finden und genießen können. 🙂

Passend zur Bücherzelle – ein Buch mit dem Titel „Schatzkästchen“. Die Zelle ist wirklich eine schöne Erfindung und ein echtes Schätzchen, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist einfach schön, ganz in Ruhe die vielen Bücher zu betrachten und hinter die erste Reihe zu lunschen. In zwei Reihen stehen die Bücher, aber es ist genug Platz vorhanden, um diese ein wenig umzustellen. Mein buchiger Ordnungssinn hat nicht zugelassen, dass die Bücher so schräg und teilweise lieblos kreuz und quer hingestellt/hingelegt wurden. Ich musste erstmal ein wenig aufräumen, wie ihr auf dem Bild oben sehen könnt. So eine Zelle muss schon ein wenig hübsch aussehen. 🙂

Die Helle(rauer)Zelle
Die Helle(rauer)Zelle – noch alles kreuz und quer

Gleich als ich die Zellentür öffnete, freute ich mich sehr, denn meine geliebten „Die kleinen Trompeterbücher“ schauten mir entgegen. Verrückt, echt verrückt. Schon lange ist mir keins mehr über den Weg gelaufen. Natürlich hatte ich die Übersichtsliste nicht mit und bei über 109 Büchern (ich habe gerade gezählt) die ich schon habe, kann mal ein Titel dem Buchgedächtnis entfallen. *lach* Also was tun? Mitnehmen…

Trompeterbücher? Nie gehört? Dann schau mal in den Artikel [LeseLustAuslöser] „Bootsmann auf der Scholle“ – Benno Pludra in diesem Stelle ich mein Lieblingstrompeterbuch vor.

Aber ich habe nicht alle mitgenommen, nur vier der sieben Stück. Und mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich tatsächlich zwei davon noch nicht habe. Da hüpft das buchige Trompeterbuchherz richtig hoch. Genial. Ich strahle wie ein kleines Kind. Der Besuch hat sich also richtig gelohnt.

Die Helle(rauer)Zelle
Die Helle(rauer)Zelle

Bald muss ich wieder hin, denn die anderen zwei stelle ich zurück, denn es wird noch weitere Sammler in Dresden geben, die sich genaus sehr über den Buchfund freuen werden.

Und ein weiteres Buch musste ich noch entführen. „Grimms Märchen“ mussten mit. Märchenbücher kann man nicht genug haben und die Ausgabe der Manesse Bibliothek ist wirklich schön. Sehr handlich – passt gut in jede Frauenhandtasche. 🙂

So, die Ausrede steht. *grins*

Habt ihr auch eine Bücherzelle bei euch in der Stadt? Oder konntet ihr mal eine besuchen?

Die Helle(rauer) Zelle kann ich euch sehr empfehlen.

Eure

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[Welttag des Buches] – FEIERTAG 2015

Welttag des Buches ~ 2015
Welttag des Buches ~ 2015

Wir Leseratten feiern täglich unseren eigenen Buchtag und lesen und lesen und lesen, aber heute ist der Tag noch ein klein wenig buchiger, denn er ist der richtige Feiertag des Jahres für uns Büchmenschen. Darauf können wir getrost mit einem kühlen Bier anstoßen, denn der Tag jährt sich heute zum 20. Mal und der Tag des Bieres ist heute auch. Das klingt doch super und die Sonne strahlt und strahlt. Was für ein wundervoller Frühlingstag.

Viele buchige Büchmenschen feiern heute ihren Geburtstag – welch ein Geburtstagstreffer. Glückwunsch Karla und alles Gute Herr Buchrevier. Mich würde es nicht geben, wenn es meine Mama nicht gibt und diese verdankt wiederum meinen Großeltern ihr Leben. Heute feiert sie ihren 50. Geburtstag. Alles Gute meine BESTE – ich liebe dich sehr, Mama.

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[LBW 44] Literatwo-Buchwoche in Bildern

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Buchwoche 44 +++ Komfortzone verlassen +++ neue Bücherregale +++ Museumsbesuch +++ 4-Artikel-Woche

Gute Nachrichten von meiner Seite – es sind jetzt 6 Wochen rum und ich gehe ab morgen wieder arbeiten. Tschakka! Soweit geht es mir gesundheitlich gut, aber es ist dennoch noch ein kleiner Weg, bis alles gut ist. Ich blicke weiter nach vorn und jeder Tag wird einfach besser und nun geht es wieder los..

Die Komfortzone verlassen – so lautete schon vor meinem „krank“ mein Motto und jetzt ist es soweit. Ab morgen fahre ich einen neuen Arbeitsweg, lerne eine neue Firma kennen, neue Arbeitskollegen und ich bin in einer neuen Abteilung zu finden. Alles neu macht der November und ich bin schon sehr aufgeregt und gespannt.

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