Kategorie: Weihnachten

Geheimnis in Weiß

Jef
Geheimnis in Weiß

Geheimnis in weiß?

Das Weihnachtsfest naht und ihr sucht dringend noch einen Kriminalroman der dazu noch weihnachtlich ist? Ich glaube, da kann ich helfen.

„Geheimnis in Weiß“ (Klett-Cotta) von J. Jefferson Farjeon ist nicht nur ein weihnachtlicher Krimi, sondern er sieht auch noch edel aus, denn die 282 Seiten sind in einen bedruckten Leinenband gehüllt und das Lesebändchen ist auch vorhanden.

»Vier Morde an einem halben Tag! So verdient man sich seine Weihnachtsgans.«

An Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby stecken. Mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem verlassenen Landhaus. Die Tür ist offen, der Kamin brennt und der Tisch ist zum Tee gedeckt, doch niemand scheint da zu sein. Aufeinander angewiesen, versuchen die Reisenden das Geheimnis des leeren Hauses zu lüften – als ein Mord passiert.

Trotz heftigen Schneefalls hat eine skurrile Ansammlung von Reisenden London am Weihnachtstag pünktlich verlassen. Auf offener Strecke bleibt der Zug jedoch im Schnee stecken. Die Passagiere beschließen daraufhin nach und nach, ihr Abteil zu verlassen und sich zum nächsten Dorf durchzuschlagen. Auf dem Weg stoßen sie auf ein scheinbar verlassenes Cottage – obwohl die Tür offen steht und es hell erleuchtet ist. Doch dies ist nicht das einzige Geheimnis, das das Haus birgt und nur zu einem hohen Preis offenbart. Wenn der Schneesturm schließlich nachlässt, werden vier Personen das Weihnachtsfest nicht überlebt haben.

»Geheimnis in Weiß« ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.

[© Text/Inhaltsangabe Klett-Cotta]

Geheimnis in Weiß
Geheimnis in Weiß

Weihnachtlicher Kriminalroman

Der Kriminalroman von J. Jefferson Farjeon klingt richtig spannend – was sagt ihr? Also ich habe ja eine leichte Gänsehaut und wenn es dann noch draußen schneit – dann kann die Leseatmosphäre nicht besser sein.

Wie ihr seht, habe ich die Inhaltsangabe vom Verlag übernommen. Das ist für euch hier völlig neu und auch nur eine kleine Ausnahme, denn ich habe das Buch nicht selbst gelesen. Der Grund ist, dass ich keine Kriminalromane mag, für das nahende Weihnachtsfest aber genreübergreifend Bücher empfehlen möchte. Und doch habe ich die ersten Seiten angelesen und war selbst erstaunt, denn ich konnte kaum aufhören.

J. Jefferson Farjeon lässt uns nicht lange alleine, sondern stellt uns gleich mehreren Protagonisten vor. Deren Gespräche sind von Beginn an recht geheimnisvoll und bringen das berühmt berüchtigte Spannungsknistern mit, was uns LeserINNEN zwischen den Seiten hält.

Ihr könnt den weihnachtlichen Kriminalroman gewinnen. Welcher Vorname steht für das erste „J“ in J. Jefferson Farjeons Name? Schickt mir die Lösung an literatwo@aol.de und verratet mir zusätzlich im Kommentar, welchen Kriminalroman ihr zuletzt gelesen habt.

Update: 07.12.2016 – Herzlichen Glückwunsch, liebe Brigitte. Du hast „Geheimnis in Weiß“ gewonnen.

Eure
literatwo_banner

LovelyBooks – Weihnachtswichteln 2015 – wir packen aus…

Weihnachtswichteln 2015
Weihnachtswichteln 2015

Hallo ihr lieben Leser, hallo Wichtelmamas,

hier gibt es unseren Auspackbericht für euch. Für uns war es nun das zweite Lovelybooks-Weihnachtswichteln und es war wieder genial – so viel vorab. Wer zuerst gucken will, was es im letzten Jahr gab, kein Problem -> LovelyBooks – Weihnachtswichteln 2014 – wir packen aus…

Und nun plappern wir einfach mal drauf los – Lesebienchen und ich, Binea.

Viel Lesefreude.

Lesebienchen

Endlich war es wieder so weit: 24.12.2015. Binea und ich waren mit Scheren bewaffnet startklar, die Pakete, die wir lange sehnsüchtig angeschmachtet haben, auszupacken.

Dieses Jahr war es für mich komfortabel: das Paket war nicht eingepackt, sondern kam in einem schönen Weihnachtskarton. Somit war ich noch schneller am Ziel meiner Wichtelwünsche, den kleinen Päckchen im Inneren.

Zuerst lachte mich aber ein liebevoll gestalteter Brief meiner Wichtelmama an. Die liebe Saskia hat mich dieses Jahr beschenkt und war selbst sehr aufgeregt, denn es war ihr erstes Wichteln. Liebe Saskia, du hast meinen Geschmack absolut getroffen!!!!! Ich habe mich sehr gefreut.

Weihnachtswichteln 2015
Weihnachtswichteln 2015

Auspacken durfte ich:

  • ein Buch von meiner Wunschliste
  • einen wunderschönen Buchbeutel (der ist auch schon fleißig im Einsatz)
  • leckere Schoki
  • ein tolles Lesezeichen

Und der für mich absolute Knaller:

  • eine selbst gestaltete Tasse, auf der alle meine Lieblinge (Harry Potter, Herr der Ringe, GOT usw) schriftlich vereint sind, ein Unikat, klasse

Liebe Saskia, nochmal vielen Dank für das tolle Paket. Ich hab mich sehr gefreut!

Weihnachtswichteln 2015
Weihnachtswichteln 2015 ~ Lesebienchens Wichtelpaketinhalt

Binea

Ohja – unsere Neugierde war schon recht groß, vor allem ist das Lesebienchen auch mehr als gespannt gewesen, was sich in meinem Paket befindet, denn es war schwer. Aber richtig schwer. So ein schweres Paket hatte bisher keiner von uns bekommen. Also was tun? Abwarten und am 24.12. gemeinsam reingucken.

Dann ging es los – die vielen kleinen Pakete – und wie viele!!! – wurden aus dem Karton heraus gehoben und nun ging es ans Auspacken. Aha – erstmal das Rätsel bestaunen und nebenbei herausbekommen, wer sich hinter der Wichtelmama versteckt. Um uns herum waren noch drei männliche Wichtelpaketzugucker, die sich damit auseinandersetzten und auch das ein oder andere Paket mitöffneten. Helfer sind immer gut. 🙂

Neben dem herrlichen Rätsel, der wundervoll lieben Karte und den vielen Leckereien – ich liebe Marzipan – (in der Tupperdose super leckere selbst gebackene Plätzchen), gab es noch viele weitere Dinge zu finden, die schon jetzt Ehrenplätze in der Wohnung bekommen haben.

Weihnachtswichteln 2015
Weihnachtswichteln 2015 ~ Bineas Wichtelpaketinhalt

Auspacken durfte ich:

  • zwei Tassen – einmal mit Tee- und einmal mit Kaffeespruch – FETZT AB!
  • das Lieblingskinderbuch meiner Wichtelmama: „Pelle zieht aus und andere Weihnachtsgeschichten“ von der wundervollen Astrid Lindgren – kannte ich noch nicht – wow!
  • ich habe ein Buch von meiner Wunschliste bekommen: „Haus der Geister“ von John Boyne – total klasse!
  • Magnetlesezeichen mit Federn & ein Lesezeichen – so schön
  • EULENBUCHSTÜTZEN und dabei dachte ich, dass ich ALLE habe – die zum Glück noch nicht – HAMMER!
  • ein euliges Notizbuch – voll süß
  • kleine Kettchen – die haben nicht ganz meinen Geschmack getroffen, aber sind doch niedlich
  • ein geniales Dekoschild „Winter“ – mein Vater wollte es mir schon mopsen, weil es so schön ist
  • treaclemoon duschcreme – raspberry kiss – so lecker duftend

Und alles so wundervoll liebevoll eingepackt und lauter Zuckerstangen dazwischen und Geschenkband mit Holzschaukelpferden – WAHNSINN – ich kann mich nur tausendfach bedanken! Liebe Wichtelmama „nana_fkb“ – du hast genau ins Schwarze getroffen und mich mehr als erfreut. WOW!

VIELEN DANK AN UNSERE WICHTEL – WIR SIND HAPPY!

Weihnachten 2015 – Frohe Weihnachten ihr Herzen!

12395399_10203869388615023_584178179_n

Liebe Freunde, liebe Herzmenschen, liebe Bücherwürmer,

wie sagte die liebe Karin im letzten Jahr: Der Sinn einer überraschenden Weihnachtspost liebe Bini ist, dass du dich freust und nicht, dass der Absender etwas zurück erwartet.

Und wie war das in diesem Jahr? Es ist hier jede Menge Post eingetrudelt. Egal ob Karte oder Päckchen, ich habe sie ganz schnell weggeräumt – erstens als Selbstschutz vor der Neugierde und zweitens, um sie wirklich erst am 24. zu begutachten und nicht schon wieder in mein altes Muster zu verfallen. Klar, habe ich bei der ein oder anderen Karte wieder gedacht: „und du hast an die Adresse nichts geschickt“ und wollte mich ärgern, aber…

Täglich habe ich ein Kalendertürchen vom LiterAdventskalender für euch geöffnet und täglich habe ich versucht, euch alle zu erfreuen, Lächeln zu schenken und Spaß mit euch zu haben. Es war einfach schön und es haben einige von euch fleißig die Türen geöffnet. Tausend Dank an euch für diese wundervolle Zeit und fast alle Sendungen sind heute bei euch unterm Tannenbaum.

Und heute? Heute ist Weihnachten und dieser Artikel steckt hinter dem 24. Kalenderfenster. Die letzten Tage waren überall ein wenig stressig, aber nun sind alle Geschenke gepackt, alle Karten geschrieben und die gemütliche Zeit kann sich nun richtig ausbreiten und uns alle umhüllen. Zeit mit der Familie ist wohl das kostbarste Gut und ich wünsche euch allen von Herzen, dass ihr ganz viel Zeit im Kreise eurer Liebsten verbringen könnt.

Für alle die doch noch nicht ganz mit den kleinen Freuden fertig sind und noch ein paar buchige Kartengrüße verschicken wollen, dürfen sich gern an den 4 Bildern hier bedienen. Diese hat Freundin und Fotografin Theresa Engel für euch erstellt. Ich finde sie wundervoll und ihr könnt euch gern mal bei ihr auf der Seite – Esa Engel Photographie – umsehen. Sie macht wundervolle Bilder und ich freue mich schon wahnsinnig aufs nächste Fototreffen mit ihr.

Weihnachten

702738_10203869385974957_1480816935_n

12399217_10203869384614923_805093337_n

Und nun, liebe Leser, Freunde, Familie – ihr alle – kommt her und lasst euch drücken. Weihnachten ist das Fest der Liebe, das Fest des Verzeihens, das Fest der Gemütlichkeit – ich wünsche euch allen eine wundervolle Zeit mit viel Friede und Freud!

Danke für euch – Danke für jeden Kommentar – Danke für Lob und Kritik – Danke fürs gemeinsame Buchtauchen – Danke für eure Bloglesezeit – einfach DANKE!

Habt ein wundervolles Fest mit so einigen buchigen Stunden.

Eure Bini

Lebensart

b
Lebensart

Heute geht es richtig regional auf Literatwo zu. Ihr werdet in das Dresdner Szeneviertel „Neustadt“ entführt. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht sagen, denn ich habe Autor Moritz Schade ein paar Fragen gestellt und die könnt ihr jetzt im literatwoischen Interview-Akrostichon erlesen.

Viel Freude!

literatwo-einzelbuchstabenebensart bedeutet für dich?

Ein Austausch von Gedanken zwischen den Zeilen, zwischen den Protagonisten und zwischen Leser und Buch. Lebensart. Wenn der Lebensstil zur Kunst wird, zur Lebenskunst. Und die Sammlung der Lebensstile zum Kunstwerk. Es sind die verschiedenen Lebensarten die das Leben bereichern. Die Reibungen und Überschneidungen dieser, die Distanz und die Nähe.

literatwo-einzelbuchstabennterviewen ist…

Eine verzückende Herausforderung. Spannend zu erleben und bewusstseinserweiternd.

Ich war gespannt auf die Erfahrungen und Lebensgeschichten der Interviewpartner. Ich kannte die Meisten vom Sehen und kurzen Wortwechseln. Manchmal war es auch eine Umarmung die uns verband. Aber wenn sie es vor dem Interview nicht war, dann war sie es meist danach.

Ich hatte immer die selben simplen Fragen, aber es entstanden vielseitige Unterhaltungen. Immer bereichernd und erfüllend.

literatwo-einzelbuchstabenräumen in der Neustadt heißt…

Tag ein Tag aus das Leben genießen. In vollen Zügen wahrzunehmen, zu sein.

 

literatwo-einzelbuchstabenin eigenes Buch…

Ist Glückseligkeit und Reichtum.

Ein langwieriges Projekt. 6 Jahre traf ich Personen, schrieb Texte, machte Fotos, entwickelte eine Struktur und ein Layout.

literatwo-einzelbuchstaben ichtig aufregend…

War die Party zur Veröffentlichung mit allen an dem Projekt Beteiligten. Mit einer Rede und viel Vorbereitung. Und die Gespräche mit den interviewten Personen, die mir bis zum Interview größtenteils völlig unbekannt waren. Manchmal kommt meine schüchterne Seite zum Vorschein.

literatwo-einzelbuchstabennders sein…

Bedeutet individuell sein. Und individuell bedeutet Mensch sein. Jeder Mensch ist anders. Aber es gibt irgendwo diesen Mainstream. Und dagegen anzuschwimmen kostet Kraft. Die Personen in meinem Buch machen es mal eher unauffällig. Manche offensiv.

literatwo-einzelbuchstabenhema des Buches ist…

Die Auseinandersetzung mit dem Leben in ganz unterschiedlicher Form. Die Art und Weise mit dem Umzugehen, was man hat und sein möchte. Ich schreibe über Ansichten und Anschauungen. Ich berichte dass, was die Personen mir mit auf den Weg geben, Gedanken und Geschichte. Was zeichnet die Charaktere aus, was hebt sie ab, was ist beachtlich und was will man lieber nicht durchleben?

Thema ist die Neustadt. Alle der Personen kommen aus dem Bezirk. Der alternative Stadtteil Dresdens. Wo es pulsiert und gedeiht. Wo Konfrontation und Verschmelzung herrscht. Die Neustadt ist der Ort an welchem ich die Vielfalt des Lebens entdeckte und bildet den verbindenden Aspekt zwischen den einzelnen Menschen, über die ich ein Portrait verfasst habe.

literatwo-einzelbuchstabenem empfiehlst du deine Momentaufnahmen?

Denen die bereit sind Herz und Geist zu öffnen. Denen, die etwas über Hippies, Querdenker, Haus- und Baumbesetzer, Yogis und Hexen, über Idealisten und Situationisten, Dichter und Denker, Unikate und Revoluzzer erfahren möchten. Die die Neustadt kennen oder kennen lernen wollen.

literatwo-einzelbuchstabenhne Bilder…

Würden bestimmte Perspektiven nicht eingenommen werden. Die Bilder sind genauso wichtiger Bestandteil wie der Text.
Von Anfang an war mir klar, dass das Buch nicht nur Geschriebenes enthalten soll. Mein Plan war, den Textfluss um einen ausgewogenen Anteil an Fotos zu ergänzen. Diese Motivation ist aus meiner Affinität zum optischen Sinneseindruck geboren. Im Buch befinden sich zahlreiche Bilder der Neustadt, von Straßenzügen, Streetart und Situationen sowie natürlich Fotos der porträtierten Personen.

Es ist möglich das Buch über den Autor zu beziehen oder im Literaturhaus Villa Augustin zu erwerben. Aber auch auf Amazon und im Buchhandel ist es erhältlich.

Vielen Dank Moritz!

Lebensart ~ Blick ins Buch
Lebensart ~ Blick ins Buch

Bis zum 25.12.2015 habt ihr die Chance, das Buch „Lebensart“ zu gewinnen. Schreibt dazu im Kommentarfeld, was ihr mit „Lebensart“ verbindet.

Update: Glückwunsch an Susi T. – Viel Spaß mit dem Buch.

Eure
literatwo_banner

Der Weihnachtsaufsatz (1987)

Weihnachten
Weihnachten

…oder Fröhliche Weihnacht

Heute ist der 4. Advent und zur Krönung des Tages könnt ihr die Geschichte lesen, welche ich von Kerodis im letzten Jahr zu Weihnachten bekommen habe. Machts euch kuschelig und habt eine schöne Lesezeit!

Eure Bini

Kolumne 33: #Weihnachtsaufsatz

Am Rande einer kleinen Stadt, welche im Kern aus malerischen Fachwerkhäuslein besteht, die wiederum einzig von der Kirche am alten Markt überragt wurden, wohnt eine glückliche Familie.

Es ist der 24te Dezember, die dicken schweren Wolken hängen schon den ganzen Tag über der kleinen Stadt, um hin und wieder Schneeflocken sanft auf die Erde zu schicken, welche nun Strassen und Häuser mit einer weichen weißen Schicht bedecken.

Und hier nimmt unsere kleine Geschichte ihren Anfang. Kurz vor 15 Uhr bereitet Papa Harald die Kaffeemaschine auf ihren nachmittäglichen Einsatz vor, während Mama Kerstin sich zum Kinderzimmer begibt, um zu schauen, was Ihre beiden Kinder, Mike und Sara, gerade so treiben. Sie sollten theoretisch Mittagsschlaf halten, aber die Eltern wussten schon, daß bei Ihren Kindern Theorie und Praxis weit auseinanderliegen. So ist Kerstin weniger überrascht, als sie Sara und Mike nicht schlafend vorfindet. Beide waren doch zu aufgeregt an diesem sehr „wichtigen“ Tag, sodass sie vor Aufregung sogar vergaßen, noch heimlich zurück ins Bett zu schlüpfen, als sie das Knarren der Holzstufen hörten. Sara, die gerade mal 5 Jahre alt ist und ihr zwei Jahre älterer Bruder, blicken nur etwas erschrocken auf, als die Mutter „plötzlich“ in der Türe steht.

Sara klammert sich nun an ihr Lieblingskuscheltier (ein Teddy, der fast genau so groß war wie sie selbst) und sagt schüchtern: Wir sind grad erst aufgestanden, ganz doll ehrlich. Mike sagt gar nix und hält seinen Kipplaster noch immer in der Hand während er seine Mama erschrocken ansieht. Kerstin meint nur: „Ihr seid mir schon zwei Gauner. Es gibt gleich Kaffee und Kuchen. Eigentlich wolle ich euch wecken, aber das brauchen wir wohl nicht mehr, oder?“ Ein sanftes Lächeln untermalt ihren fürsorglichen Blick, während eine kleine Erinnerung an die Kindheit und weihnachtliche Aufregung in Ihr erwacht. Sie nimmt die kleine Sara auf den Arm, welche immer noch den viel zu großen Teddy umklammert, und sie gehen gemeinsam die Stufen hinab zum Wohnraum. „Tee oder Kakao?“ Ruft der Vater laut aus der Küche, als er seine Familie die Stufen hinabsteigen hört. KAKAO: ist die einstimmige und ebenso kraftvolle Antwort von Sara und Mike. Harald schaut lachend aus der Küchentür und sagte fröhlich: Steht alles schon auf dem Tisch im Wohnzimmer.

Während draussen ein lustiges Schneetreiben beginnt und die Dämmerung nun in vollem Umfang von der kleinen Stadt Besitz ergreift, sitzt unsere glückliche Familie am Esstisch im Wohnzimmer. Dieses wiederum ist kuschelig warm und wird nur von dem großen Tannenbaum in der hinteren Ecke und ein paar flackernden Kerzen erhellt, welche im ganzen Raum verteilt sind. Der Schwibbogen erleuchtet das Fenster ebenso wie der feuerrote Weihnachtsstern, den Harald noch vor zwei Tagen über der Terrassentür aufgehängt hat. Überall duftet es nach Kakao, Plätzchen, Räuchermännchen und stimmungsvolle Weihnachtslieder erfüllen leise den Raum. Sara, deren Lieblingsteddy nun einen „Ehrenplatz“ neben ihr erhalten hat, will natürlich endlich wissen, wann denn der Weihnachtsmann kommt.

„Maaaan bist Du doof, den gibt’s doch gar nich.“ Mike schaute seine Schwester an, die nur ein „selber doof“ hervorbrachte und traurig zu ihrem Papa sah. Harald mustert seinen Spross mit strenger Mine, während Kerstin sich zu Sara setzt, um sie zu trösten. „Junge, hör auf, Deine Schwester zu ärgern, sonst gibt’s nix dieses Jahr“ sagt Harald streng.

„Gibts wirklich keinen Weihnachtsmann?“ Sara schaut Ihre Mama traurig an. Kerstin schließt Ihre Tochter in die Arme holt tief Luft und sagt liebevoll: „Weißt Du mein Schatz, zuerst kommt dein Märchenfilm und danach der Weihnachtsmann.“ „Aber nur zu den Kindern die keinen Unsinn erzählen!“ ergänzt Harald etwas strenger während er der kleinen Sara zuzwinkert und mit seiner rechten Hand kräftig Mike´s Frisur verwuschelt. Sara kuschelt sich beruhigt an Mamas Brust, während sie den letzten Schluck Kakao aus Teddy´s Tasse trinkt. „Tut mir leid, wollt Dich nur n bisschen ärgern.“ sagt Mike und schaut seine Schwester mitleidig an. Harald schaltet den Fernseher an (gerade noch rechtzeitig). Die Nikolausfrau ist gerade mit der Ansage fertig und schon beginnt der Film. Mike lümmelt sich auf dem großen Sofa gegen die Armlehne, seine kleine Schwester lümmelt auf Mike und Teddy darf natürlich auch nicht fehlen. „Eine Stunde, zehn Minuten.“ flüstert Kerstin ihrem Mann ins Ohr, während sie das Geschirr in die Küche bringen: Sie stellen es neben der Spüle ab, umarmen und küssen sich. „Fröhliche Weihnacht“ sagt Harald, und Kerstin erwidert liebevoll „fröhliche Weihnacht.“

Viele Umarmungen, Küsschen und eine vollgeräumte Spülmaschine später, gibt Sie ihrem „Hasen“ einen Klapps auf den Po und sagt lächelnd: „Du hast noch 20 Minuten.“ Ja, in diesem Jahr wird Harald das erste Mal nicht dabei sein können, wenn der Weihnachtsmann die Kinder beschenkt. Ein katastrophales Ereignis vor drei Wochen ist wohl daran schuld.

Erwin, ein alter Schulfreund von Harald und auch alljährlicher Weihnachtsmann, war noch spät abends mit seinen Freunden und in einem „etwas“ angetrunkenen Zustand auf dem Heimweg. In jener Nacht entbrannte eine heftige Diskussion, ob der nahe gelegene Teich genug vereist war um Erwins Gewicht zu tragen. Sein üppiger Bauch, die allseits rote Nase und sein Singleleben waren gute Gründe, weshalb er bei vielen Familien am Heilig Abend im roten Kostüm, mit dem Sack voller Geschenke und einem weißen Rauschebart herzlich willkommen war. Bezahlt wurde er bei jeder Familie mit reichlich Plätzchen und einer Tasse Kakao, was wohl auch einer der Gründe für sein rundliches Erscheinungsbild waren. Nur seine Schwester fand es nicht so gut, da Ihre Kinder den Onkel Erwin am Weihnachtsabend immer erst sehr spät zu Gesicht bekamen. Aufgrund seiner fröhlichen heiteren Art, war er wohl bei Eltern und Kindern wohl bekannt und beliebt. Nun jedenfalls trug das Eis sein Gewicht tatsächlich und weil es grad so lustig war und betrunkene Männer schlimmer als die Kinder sein können, schlitterten zehn angeheiterte Erwachsene feucht-fröhlich über einen zugefrorenen See. (Was ihre Frauen, als sie dies erfuhren, nicht so lustig fanden.) Erwin der am besten und elegantesten schlitterte, dabei lauthals „leise rieselt der Schnee“ sang, machte plötzlich eine Ausfallbewegung nach hinten und landete unsanft auf dem Rücken.

Wie er so auf dem Eis lag, erhellte ein schallendes Gelächter seiner Freunde die Nacht. Später wurde ein gebrochenes Schlüsselbein am rechten Oberarm diagnostiziert, was das Tragen eines vollgepackten Leinensackes natürlich unmöglich machte und so bereiten sich nun etliche Väter auf Ihren Auftritt als Weihnachtsmann vor. Auch Harald, der in jener Nacht mit einem Schnupfen zu Hause blieb und immer wieder beteuerte: wenn ich dabei gewesen wäre…………….., befindet sich nun gerade auf dem Weg zum Keller, wo die Geschenke in einem großem Sack verstaut liegen. Es ist 17 Uhr und er hat noch eine viertel Stunde bis der Film endet. Wenn die Kinder nach Papa fragen, dann ist er eben gerade auf dem Klo. Es wäre schließlich nicht das erste Mal, daß er länger als dreißig Minuten für seine „wichtigen Geschäfte“ benötigt. Wenn Kerstin oder seine Freunde ihn darauf ansprechen, antwortet er nur trocken: „was lange währt, wird gut“ oder „Gut Ding will Weile haben“.

Noch zehn Minuten und Harald sucht noch immer seinen zweiten Filzpantoffel. Diese braucht er um seine „guten“ Socken nicht im Keller einzuschmützen oder wie seine Frau liebevoll meint, um den Steinstaub nicht mit in den Wohnbereich zu schleppen. Harald flucht leise und beschließt die Treppe so runterzusteigen. Noch schnell Licht anmachen „klick“. Der Keller und die Treppe bleiben dunkel. Harald läuft der Schweiß von der Stirn. Muss den gerade jetzt alles schiefgehen? Er hört Sara im Wohnzimmer etwas sagen und beschließt, seinem Sohn nicht Recht zu geben. Für seine kleine Prinzessin wird der Weihnachtsmann in fünf, ach was in fünfhundert Jahren noch existieren. Er entsinnt sich (endlich) an ein Feuerzeug welches in seiner Tasche steckt und holt es heraus. „Klack“ die Flamme gibt einen matten flackernden Schein. Der Abspann des Films läuft bereits, nun ist die Zeit der Bescherung.

Schöne Bescherung, blöder Erwin, dummer Unfall denkt sich Harald. Da ertönt ein dumpfes Poltern von der Haustür. Falscher Zeitpunkt, denkt sich Harald und hört nur noch wie die Wohnzimmertür aufgerissen wird und seine Tochter mit den Worten „der Weihnachtsmann, der Weihnachtsmann“ den Flur entlanghuscht, während er sich an dem mittlerweile heißem Feuerzeug seinen Daumen verbrennt, es fallen läßt und alleine im Dunklem steht.

Die Haustür wird aufgerissen und ein schallendes „Ho Ho Ho“ ist in jedem Winkel des Hauses zu hören. Harald, der immer noch nicht begreift was da vor sich geht und im Dunkeln das verlorene Feuerzeug sucht, hört das vergnügte Quietschen seiner Tochter und ein erstauntes „Booooohhh“ von Mike. Kerstin sitzt lächelnd auf dem Sofa während ihr Sohn, völlig erstaunt in der Tür steht und die kleine Sara den gewaltigen Mann, mit seinem ebenso gewaltigem Rauschebart und dem tiefen schmetternden Lachen, durch die Tür ins Wohnzimmer führt. Sie zeigt ihm den Esstisch wo ein Teller mit Plätzchen, eine große, heisse und wohl duftende Tasse Kakao steht, die Kerstin auf das Drängen Ihrer Tochter noch unbedingt schnell zubereiten mußte. „Sind die für mich?“ fragt der bärtige Mann mit tiefer Stimme, während er sich an den Tisch setzt. Sara nickt ganz aufgeregt. Und so läßt es sich der Onkel Rauschebart erst mal munden.

Aufgeregt, aber doch „relativ“ ruhig sitzen Mike und Sara am Esstisch dem Mann gegenüber und schauen erwartungsvoll, wie dieser viel zu langsam die Plätzchen ist und den Kakao trinkt. „Bist Du der ECHTE Weihnachtsmann.“ fragt Sara, als Onkel Rauschebart gerade mit dem letzten Tropfen Kakao das letzte Plätzchen hinunterschluckt. Ein grollendes „mmh mmh“ bestägtigt nun endgültig Sara´s Verdacht. „Aber ich komme nur zu den Kindern die an mich glauben.“ fügt der Mann im roten Kostüm hinzu, während er leicht schmunzelnd zu Mike herüberblickt. „War ja nicht so gemeint.“ antwortet der Junge leise. „Hast Du uns denn auch etwas mitgebracht, lieber Weihnachtsmann?“ fragt Kerstin, die gerade eine kleine Lampe anknipst und leise Weihnachtsmusik einschaltet.

Sie ist absolut begeistert und zwinkert ihm lächelnd zu. Der große Mann erhebt sich laaaangsam, nimmt seinen Sack, welcher allerdings leer zu sein scheint und ziemlich schlaff von seiner Hand aus nach unten hängt. „Seid Ihr auch schön brav gewesen?“ fragt er leise grollend aber ebenso streng, während er die zwei „Gauner“ bedeutend und ernst mustert. Beide stehen vor dem großen Mann. Sara schaut an ihm hoch, mit Teddy im Arm und versucht Ihr verschmitztes Lächeln hinter dem Kopf des übergroßen Kuscheltiers zu verbergen. Mike hingegen steht eher gekrümmt neben seiner Schwester, hält den Kopf leicht nach unten geneigt, die Hände auf dem Rücken und bewegt etwas nervös seinen rechten Fuß hin und her.

„NAAA?“ Hakt nun Onkel Rauschebart streng nach: „Was ist???“ Sara schaut mit großen Augen und schüchtern zu Ihrer Mama, in der nun die Mutterinstinkte wieder erwachen.

„Naja, lieber Weihnachtsmann, die beiden bemühen sich, aber manchmal klappt es eben nicht so richtig. Aber im Großen und Ganzen waren sie doch ganz lieb in diesem Jahr.“ sagt Kerstin mit einem fröhlichem Lächeln. Beide Kinder nicken nun eifrig, als der Weihnachtsmann seinen prüfenden Blick auf sie richtet. „Na dann will ich mal nicht so sein.“ sagt er nun mit sanfter Stimme und setzt sich mit einem freundlichem Blick auf das Sofa. Wer möchte denn zuerst auf meinen Schoss, fragt er lachend. Mike dem nun sichtlich ein ganzes Gebirge vom Herzen herab purzelt antwortet etwas Kleinlaut: „Nimm die Sara zuerst, Sie hat sich schon den ganzen Tag auf Dich gefreut.“

„OOHHH, das ist aber nett von Dir Mike, das merk ich mir gleich fürs nächste Jahr mit vor.“ Onkel Rauschebart nickt dem Jungen bestätigend zu. Na dann komm mal her, junges Fräulein, dröhnte es aus ihm heraus. Sara klettert, natürlich mit Teddy im Arm, auf den Schoß des Weihnachtsmanns und kuschelt sich an seinen samtweichen Mantel, welcher nach Zimt, Nelken, Kakao und irgendwie süßlich duftet. „Na was wünschst Du Dir?“ fragt Onkel Rauschebart nun etwas leiser. „Das Du meinen Papa kennenlernst, aber der ist grad nich da.“ sagt Sie erwartungsvoll.

„Ihr wißt nicht, was mir gerade passiert ist, also erst find ich die Filzlatschen nich, dann ist der Lichtschalter im AAAAimer. Also nehm ich mein Feuerzeug und geh die Treppe runter. Als ich endlich unten bin, polterts an der Tür und ich verbrenn mir die Pfoten an dem verfl…maledeiten Feuerzeug. Entschuldigung, ääh guten Abend ich bin Harald, angenehm.“

Sara, Mike und Kerstin schauen zu dem Familienvater hinüber, der ganz ausser Atem in der Wohnzimmertür steht und völlig unbeeindruckt weitererzählt. „Dann, als ich nach gefühlten dreißig Minuten endlich das Gerät im Dunklen wiederfand gingen plötzlich die Deckenlampen im Keller an, als ob der Schalter nie defekt gewesen wäre. Ist das nicht erstaunlich?“

„Schhhhhh,“ Kerstin deutet ihrem Mann mit einer Kopfbewegung neben sich und legt dabei Ihren Finger auf den Mund. Harald versteht die Geste, schließt die Tür des Raumes und setzt sich neben seine Frau auf das Sofa, welches sich gegenüber des Mannes in Rot befindet, der immer noch Sara und Teddy auf dem Schoß hat und sich nun wieder seiner „Arbeit“ widmet. „Also Prinzessin, was wünscht Ihr Euch noch?“ Sara klettert ganz dicht an das Ohr des großen Mannes und flüstert etwas hinein. „Mmmhh mmm ahh mhm,“ Onkel Rauschebart nickt bedächtig, greift in seinen „leeren“ Sack und holt zwei Pakete heraus. „Das Kleine ist für Teddy und das Große ist für Dich.“ sagt er lachend. „Danke, lieber Weihnachtsmann.“ Sara umarmt den gewaltigen Mann, oder versucht es zumindest mit ihren noch zu kleinen Armen, während er ihr sanft auf den Rücken klopft. „Ist ja gut meine Kleine, ich habs doch gern getan.“ Es ist doch erstaunlich was so ein fünfjähriges Mädchen alles transportieren kann, wenn es wirklich drauf ankommt. Das können jetzt auch Sara´s Eltern feststellen.Und während Sie mit Teddy und den beiden Geschenken freudestrahlend in den Bereich zwischen eines der Sofas und der Schrankwand verschwindet, wo ja auch der Esstisch und daneben der Weihnachtsbaum steht, macht sich nun Mike, etwas schüchtern und doch erwartungsvoll auf den Weg zum Schoß des, wie ein riesiges Gebirge wirkenden, Mannes.

„Naaaa? Bist ja schon ein großer Junge, mmmmhhh??? Was darf ich Dir denn Gutes tun???“ Er schaut den Jungen freundlich an und zwinkert ihm kurz zu. Mike beschließt nun seinerseits auf die gleiche Art wie seine Schwester zu handeln und flüstert Onkel Rauschebart etwas ins Ohr. Wieder brummt der Mann in Rot vor sich hin während er langsam und bestätigend nickt. Dann holt er ein großes Geschenk aus dem Sack heraus und übergibt es Mike. Auch dieser bedankt sich höflich und verschwindet hinter dem Sofa. Danach hört man es kurz rascheln und die beiden Kinder, welche nun freudestrahlend und eifrig ihr neues Spielzeug bestaunen und ausprobieren, sind nun ausreichend abgelenkt. Der große Mann erhebt sich langsam vom Sofa schaut die Eltern prüfend und durchdringend an.

„Seid Ihr den auch schön brav gewesen?“ fragte er mit einem Lächeln. „Naja, also wir geben uns Mühe, aber es ist nicht immer ganz leicht.“ sagt Kerstin leise. „Und wenn ich vor drei Wochen mit an dem See……“ will Harald ergänzen, doch sie legt sanft Ihre Hand auf seinen Mund und schüttelt langsam und lächelnd den Kopf.

„Nun gut, auch für Euch habe ich etwas, etwas ganz Besonderes.“ Das letzte Wort flüstert Onkel Rauschebart, als ob niemand wissen dürfte, was es ist oder worum es überhaupt geht. Er holt aus seinem Sack ein Paket heraus, welches quaderförmig und in nachtblaues Papier eingewickelt ist. Silberne Sterne und ein Mond sind auf dem Papier verteilt, welche auf seltsame Weise zu leuchten scheinen. Ein Band oder eine Schleife war auch nicht zu sehen, zudem schien es aus einem Stück zu sein. Es hatte keine Falten, Kanten oder Absätze.Er überreicht das letzte Geschenk, verabschiedet sich, drückt noch mal alle ganz kräftig (ganz besonders die kleine Sara und Teddy) und kurze Zeit später stampft er schweren Schrittes und mit einem fröhlichen HoHoHo in die Nacht hinaus.

Der Wind hat sich inzwischen gelegt und lautlos fallen die dicken Schneeflocken vom nachtblauen Himmel hernieder, während sich eine friedliche Stille über der kleinen Stadt ausbreitet.

„Fröhliche Weihnacht“ sagt Kerstin zu ihrem Mann, den Sie liebevoll umarmt.

„Fröhliche Weihnacht“ antwortet Harald und drückt sie, Mike, Sara und natürlich auch Teddy ganz fest an sich

Euer Kerodis

Stille Nacht

gg
Stille Nacht – Kinderbuch

Stille Nacht – heilige Nacht! Bald ist Weihnachten…

Der heilige Abend rückt näher und viele von uns gehen am 24. Dezember in die Kirche, um das alljährliche Krippenspiel zu bewundern. Bei mir ist das jedenfalls der Fall und ich freue mich immer wieder darauf. Jeder von uns kennt die Geschichte von Maria, Josef und dem Kind in der Krippe. Richtig?

Nancy Walker-Guye bringt uns die Geschichte näher, aber ein wenig anders und auf modern getrimmt. Die passenden Bilder dazu ergänzt Alessandra Micheletti.

Der kleine Niculin stiehlt sich aus der Kirche, um zu sehen, was draußen funkelt und glitzert und trifft auf ein Paar – ein Paar wie Maria und Josef. Die Frau schwanger, beide zu Fuß und ohne Obdach.

Wird Niculin den beiden helfen können?

Stille Nacht
Stille Nacht

Stille Nacht

Die Geschichte mit den vielen grob gehaltenen Illustrationen eignet sich gut zum Vorlesen, da sie knapp gehalten ist.

Ihr könnte „Stille Nacht heute und hier gewinnen. Zwei Exemplare stellt der Aracari Verlag zur Verfügung. Schreibt bis zum 17.12.2015 ins Kommentarfeld, ob ihr Krippenspielliebhaber seid oder nicht und verratet warum oder eben warum nicht. 🙂

Update: Tino und Maggie hat die Losfee ausgelost.

Herzlichen Glückwunsch und Danke für eure ausführlichen Kommentare. Eure Worte sind sehr aufschlussreich, interessant und ich musste schon stellenweise schmunzeln. Früher habe ich auch mitgespielt – immer wieder ein Erlebnis. Und ja – Eltern in der Kirche mit Kids und Weihnachten und ja…da gibt es Storys *g*

Eure
literatwo_banner

Das Weihnachtsritual

…oder so wie immer.

12358430_10203835144838950_44359473_n

Heute erfreut euch Kerodis mit einer kleinen Geschichte zum 3. Advent. Macht es euch mit Keksen und einer Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich und genießt den weihnachtlichen Sonntag.

Eure Bini.

Kolumne 32: #Weihnachtsritual

Jedes Jahr am dritten Advent treffen sich fünf gute Freunde zu ihrem ganz persönlichen Ritual. Die Familie wird daheim gelassen, damit sich die Freunde ganz der Aufgabe widmen können, wenigstens einmal im Jahr voll Panne zu sein, ohne das es die Familie, Freund oder Freundin mitbekommen.

Darin ist Steffen ziemlich groß und zeichnet sich durch eine fröhlich, lustige Art gegenüber seinen Freunden und einer nervig, anstrengenden Art seinen Kollegen gegenüber aus. Er ist im Moment Single.

Paul ist erheblich kleiner und ist auch für vielerlei Lustiges zu haben. Durch seine geringe Größe und das jugendliche Auftreten, wirkt er oft jünger als er tatsächlich ist. Er hat Frau und Tochter und muß natürlich um jede freie Minute kämpfen.

„Kahl“ hat seinen Spitznamen von einem Ereignis, welches schon lange zurückliegt. Ein Lehrling fragte nach dem Rat des sehr ruhigen, gemütlichen und nur schwer provozierbaren Karl. Dabei fragte er: „Duhu, Kaahaal. Kannste mir maaa helfn?“

Weil mittlerweile seine Kopfbehaarung nicht mehr vorhanden ist (um eine Halbglatze zu verbergen), passte der Name natürlich um so besser. „Kahl“ und Steffen sind beide breitschultrig, gleich groß und verstehen sich prima, weshalb man sie oft für Brüder hielt und hält. Kahl hat eine Frau und Sohn. Er ist der wohl besorgteste Papa, den man sich denken kann. So ruhig und gelassen er auch sein mag, für seinen Sohn ist jedes Klettergerüst und jede Wippe viel zu gefährlich. Zum Glück ist seine Frau da etwas ruhiger und wirkt ebenso auf ihn ein.

Torsten, der große, hagere und immerzu ernste Typ glänzt permanent durch seine Teilnahmslosigkeit. Irgendwie ist er in die Gruppe bei einer Party durch Zufall reingerutscht. Aufgrund seines düsteren Auftretens und seiner trockenen Art bringt er seine Freunde stets zum Lachen und treibt seine Freundinnen dauerhaft zur Weißglut. Das ist ein Grund warum er momentan Single ist. In dieser Gruppe nennen sie in einfach nur „der Coole“.

Zum Schluss ist da Danny, eine hübsche, junge schlanke Frau mit schwarzen dauergewelltem Haar. Sie trägt vorzugsweise Jeans, T-Shirt oder Hemden. Zudem verzichtet Sie komplett auf Make-up, weil das was für Tussis ist, wie Sie immer wieder sagt. Eine natürliche Schönheit benötigt keine Kriegsbemalung: sagte sie oft lächelnd. Ihr derzeitiger Freund ist zwar ganz nett, charmant und intelligent, allerdings verbringt er mehr Zeit auf Arbeit und im Fitnessstudio als mit Ihr. Sie fühlt sich bei Ihren Kumpelz am besten aufgehoben, weil Sie da nicht dauernd von irgendwelchen Typen angelabert wird.

Und so wartete Sie auch in diesem Jahr (so wie immer) unter dem großen Weihnachtsbaum auf dem Weihnachtsmarkt zusammen mit Paul und Torsten auf den Rest der Gruppe.

„Maaaan, wo bleiben die denn?“ fragte Paul entnervt. „Ich geh mir gleich n Glühwein holn.“ warf er hinterher.

Torsten der seit seiner letzten Beziehung ernsthaft versucht mehr Gefühle nach aussen zu transportieren, zuckte nur kurz und kaum merklich mit den Schultern. Danny sah Paul an und sagte fröhlich: „Keine Bange, die tauchen bestimmt noch auf. Spätesten morgen früh sind sie da“ ergänzte Sie lachend. In diesem Augenblick bildete sich eine Gasse in der Menschenmenge vor dem Baum und man konnte deutlich an den EEH und MAAAAAN-Rufen erkennen, daß dies nicht ganz freiwillig geschah. Nun hörten Danny, Paul und Torsten eine Stimme heraus, die sie gut kannten. Mit „Bahn frei, Kartoffelbrei“ und „Lasst uns durch, wir sind Arzt“ bahnte sich Steffen drängelnd einen Weg durch die Menge, dicht gefolgt von Kahl, welcher wiederum seinen Kumpel von hinten den nötigen Schub gab.

„Eh Ihr Penner habt Ihr mal auf die Uhr geguckt, wisst Ihr überhaupt wie spät das ist? Mann, jedes Jahr dieselbe Scheiße, Alter eh.“ wetterte Paul.

„SelbeScheißeAlterEH?“ wiederholte Kahl grinsend. Und Steffen fragte trocken: „meins De seine Uhr oder meine. Ich hab meine vergessen und Karl`s Uhr ist stehn geblieben. außerdem ist bei der Bahn ein Reifen geplatzt. Wir mußten mit wechseln helfen und die Luft aufpumpen. Ich versteh nur nich, warum Du so sauer bist, wir sind doch pünktlich ne halbe Stunde zu spät, so wie immer.“ Paul setzte ein überbetontes Lächeln auf, welches deutlich zeigte, daß er „not amused“ war. „Meine Danny“, Kahl stand mit weit geöffneten Armen vor ihr und strahlte wie ein Honigkuchenpferd. „Öööh, MEINE Danny“, Steffen riß seinen Kumpel freundschaftlich herum und nun begann (wieder einmal) eine heftige Diskussion, um wessen Danny es sich diesmal handelt.

„Du hast fremd gefickt und bereits n Sohn.“ argumentierte Steffen so laut das alle Menschen in der Umgebung mithören konnten. „Na, und Du hast doch auch fremd gefickt.“ entgegnete Karl ebenso lautstark. „Jetzt geht DAS schon wieder los.“ Paul schüttelte nur den Kopf während er diese Worte (so wie jedes Jahr) deprimiert aussprach und sich setzte. „Na und? Bei mir ist das schon mindestens fünf Jahre her, Du treibst es ja immer noch mit Deiner Alten.“ brachte Steffen nun seinerseits ein weiteres „gutes“ Argument hervor.

Danny lächelte verschämt, während sie den Kopf senkte und die Hand halbherzig vor die Augen hielt und Paul schüttelte entnervt den Kopf. „Ihr seid voll Panne.“ Torstens sehr tiefe, betonungslose Stimme war deutlich zu hören. „Heeee Kalle unser Kleiner kann sprechen. Sag mal P A P A. Steffen lachte und umarmte Torsten der diese überschwengliche Begrüßung mit seiner beeindruckenden Regungslosigkeit würdigte. Danach noch ein Handgruß, mit Paul, der nach etwaigen Handschlägen, Griffen und gestikulösen Verrenkungen in einer Umarmung mündete. Kahl seinerseits hatte nun Danny bereits in eine Begrüßung verwickelt, bei der Ihre Beine in der Luft hingen und durch wilde Drehungen von ihm, hin und her geschleudert wurden. Von Ihr war nur noch ein frohes Lachen und Kreischen zu hören, während Sie weiterhin durch die Luft wirbelte.

„Nu is mal wieder gudd.“ Steffen hatte sich hinter Karl aufgebaut. „Laß mich och ma an die kleene Zerlatschte und wisch Dir den Sabber aus m Gesicht.“

Karl setzte Danny vorsichtig ab, fuhr sich mit einem großen Stofftaschentuch auffällig übers Gesicht und machte dabei Geräusche, die man sonst wohl nur von lüsternen alten Männern oder aus dem Tierreich kennt.

Steffen drückte Danny etwas gefühlvoller und hauchte Ihr zärtlich „MMH Du duftest heut wieder wie ein ganzes Blumenbeet“ ins Ohr und flüsterte noch etwas von einer aufgehenden Sonne. Sie spürte, daß Sie leicht errötete und knuffte Ihn zärtlich in die Seite. „Du alter Charmeur“ warf sie leise hinterher und lächelte verlegen.

„So, habt ihrs dann endlich.“ meinte Paul. „Ich hab Durst, Alter und kalt ist mir auch. Weil ihr beide zu spät hier wart, könnt Ihr auch gleich die ersten beiden Runden geben.“ Kahl und Steffen wagten keine Widerworte. Zwar ist Paul anderthalb Köpfe kleiner als die beiden, dennoch folgten sie seiner Aufforderung umgehend. Es lag wohl daran, daß sie sich wirklich etwas schuldig fühlten und keine Lust auf lange Diskussionen hatten. Fünf Minuten später standen sie an einem Tisch mit fünf heißen wohlriechenden Getränken. Paul schlürfte nun sehr zufrieden seinen Glühwein, obwohl Steffen ihm erst einen Kinderpunsch kredenzen wollte, was Paul natürlich nicht sehr witzig fand. Nach dem Ersten folgte ein Zweiter und jeder erzählte was er seit dem letzten Treffen so erlebt hat. Sichtlich gestärkt und aufgewärmt verließen sie ihren Stehtisch um sich nach einem Stand für „Kurzware“ umzuschauen.

Es dauerte auch nicht lange, bis sie fündig wurden. Steffen suchte eine Mütze und Danny brauchte noch ein paar dünne Handschuhe. Also standen sie vor dem Tresen und fingen beide an vorsichtig zu suchen. „Na was brauchen wir den?“ fragte die ältere, rundlich aussehende Verkäuferin freundlich. „Ein paar dünne Handschuhe, aber bischen warm sollten sie auch sein.“ antwortete Danny rasch. „Wir finden schon was. Sagen Sie mir einfach wie viel Sie ausgeben möchten und ich suche etwas heraus.“ sagte die Alte überbetont ruhig. „Am besten wenig bis gar nix.“ rief Paul von hinten hämisch.

Es doch immer wieder beeindruckend, wie wandlungsfähig ein Mensch sein kann. Einem Chamäleon gleich veränderte sich die Gesichtsfarbe der Verkäuferin von einem blas-weiß zu einem dunklen Rot, welches durchaus mit einer im Meer versinkenden Abendsonne hätte konkurrieren können. „Wenn ich Dich in die Finger kriege, Du Rotzlöffel.“ rief Sie zurück, während Sie einen Besenstiel bedrohlich und handverzierend über Ihrem Kopf schwang. Torsten, der nun neben der verärgerten Frau stand presste ein unbetontes, tiefes „Naa naa, gute Frau, wer wird denn gleich.“ hervor. Es viel ihm sichtlich schwer, da eins seiner Grundprinzipien lautete: Halte Dich aus allen Konflikten heraus, die nichts mit Dir zu tun haben.Indes besann sich die Verkäuferin eines besseren und sagte trotzig „Haut bloß ab.“

„Wenn ich mal ne Frau hab, die Streß macht, dann muß ich unbedingt Torsten anrufen. Der kriegt sogar nen wütenden Säbelzahntiger ruhig gestellt.“ Flüsterte Steffen, Karl ins Ohr. Karl grinste und sagte laut: „Richtig, WENN Du mal eine Frau hast.“

Sie gingen weiter und kamen zu einem anderen Stand für Schals, Mützen und Ähnlichem. „Benehmt Euch diesmal anständig, sonst muß ich Eure Mutti´s anrufen“ sagte Danny lächelnd. „Jaaa, Tante Danny“ war die einstimmige und ningeliche Antwort von Paul, Steffen und Karl. Es war diesmal ein junger Verkäufer, der natürlich sofort auf Danny ansprang und Sie in ein ausschweifendes Gespräch einwickelte. Danny brauchte nur wenige Minuten um ein paar schicke Handschuhe zu finden, der Verkäufer hingegen brauchte da schon länger, um etwas über Danny herauszufinden und redete nun auf Sie ein.

„Ich nehme diese Mütze“ fiel Steffen dem Verkäufer ins Wort, der irgendwas von schönen Augen erzählte. „Na süße Maus, hast de auch was erhascht?“ fragte Steffen, während er seinen Arm um Danny legte. „Na klar Hase, diese superdollen Handpantoffeln“ antwortete Sie, während Sie sich lächelnd an Steffen schmiegte. Der Verkäufer war nun weniger begeistert, was man ihm auch ansah, während er das Geld entgegen nahm und wechselte. „Danke“ flüsterte Danny, als Sie ein Stück vom Stand weg waren. „Der hat mir echt nen ganzen Glockenturm ans Knie gelabert.“ „Zumindest mit den Augen lag er nicht ganz verkehrt“ sagte Steffen schmunzelnd. Und während die Gruppe so weiterschlenderte und auswertete wie und ob man eine hübsche Frau anbaggert oder eben nicht, kamen sie zu einem Automaten.

Paul der dieses „Ungetüm“ als Erster erspähte rief laut: „Eeh Leute, wie geil ist das denn?“ „Keine Ahnung, wie geil issn das?“ fragte Torsten gleichmütig. „Ja , und vor allem, WAS ist das eigentlich?“ hakte nun wiederum Karl nach. Im oberen Drittel befand sich ein Display und schon nach kurzer Zeit entschieden die fünf, daß es sich um einen frei stehenden Fotoautomaten handeln müsse. Danny, Steffen und Paul lobten das Design und die Funktionalität des Geräts. Karl senkte inzwischen die Kamera per Tastendruck ganz nach unten, um sie, wie er meinte, auf Pauls Größe einzustellen. Alle fünf standen nun vor dem Automaten und auf dem Display waren nur noch die Beine zu sehen. Selbst bei Paul war gerade noch die Gürtellinie auf dem Bild als der Automat auslöste. Alle Fünf stellten sich nun vor den Touchscreen und mußten sich für das „Schönste“ der acht Fotos entscheiden. Bei einigen kämen Dannys Beine gut zur Geltung meinte Karl. Doch Steffen widersprach, man müsse auch auf Paul Rücksicht nehmen. Schließlich ist ja von ihm am meisten zu sehen. „Lieber klein und wendig, als dick und doof“ erwiderte Paul schlagfertig. Torsten fügte abschließend hinzu: “mach Dir nix drauss, Steffen, am Ende sind die Dummen immer die Blöden.“

Kahl und Danny hatten nun ein Bild erwählt und ein neues Fenster öffnete sich auf dem Bildschirm. Wiederum gab es acht verschiedene Möglichkeiten: Beine in der Mitte, vier Weihnachtsmarktfotos drumrum oder nur die Beine mit einer dünnen Fotoumrandung in Rot oder Silber und so weiter. Karl und Danny wählten von jeder Variante zwei bis drei Stück bis eine weibliche Stimme aus dem Automaten sie freundlich darauf hinwies, daß keine weiteren Bilder möglich seien. Indes stand im Display etwas von „Für weitere Bilder die + Taste betätigen“. Es half nix, das Maximum war erreicht. Die Zahlungsaufforderung zeigte 20 Bilder und 43 Euro an. Bei einem Automaten, der nur 50 Cent- , 1 und 2 Euromünzen annahm, sorgte allein diese Tatsache schon für jede Menge Erheiterung. Hinzu kam natürlich noch die Automatenstimme welche behaarlich darauf hinwies, daß die maximale Anzahl an Bildern bereits erreicht sei.

Sie gingen nun doch weiter und nach ein paar Metern drehte sich Paul um und machte die Gruppe abermals auf den Automaten aufmerksam, vor dem nun ein Familienvater stand, welcher angestrengt versuchte die vorangegangenen Einstellungen rückgängig zu machen. Keiner unserer fünf Freunde hatte eine „Remove“-, „Delete“- oder „Zurück“ -Taste entdecken können und so ließen sie die Einstellungen, wie sie waren: 20 Bilder für „nur“ 43 Euro. Ein zweiter Mann aus der Familie vor dem Automaten versuchte nun ebenfalls sein Glück. Doch so wie es schien, musste wenigstens ein Foto bezahlt werden, bevor diese Familie ein Andenken an IHREN Ausflug knipsen lassen konnte. Die beiden Herren bezahlten die 3,50 Euro für ein Bild und erhielten ein wundervolles, rot umrahmtes Foto von fünf paar (mehr oder weniger) schönen Beinen.

Inzwischen war es spät geworden, unsere Freunde waren zu einem der Glühweinstände zurückgekehrt, erzählten einiges von Kindern, Familie und Freunden, als die Verkäufer langsam begannen ihre Stände zu schließen. Es wurde ruhiger auf dem kleinen Marktplatz. Viele Besucher gingen (teilweise stark schwankend) gemütlich heim. Auch unsere Fünf machten sich auf den Weg, um die nächste Bahn zu erwischen. Sie standen nun an der Haltestelle und verabschiedeten sich nacheinander, den jeder mußte in eine andere Richtung.

Wenn Paule oder Karl von Ihren Frauen einmal gefragt wurden:

„Na? wie wars denn diesmal?“

Dann antworteten sie nur: „Ach weißt Du, eigentlich so wie immer, aber schön……“

Euer Kerodis

Fantastische Empfehlungen von jungen Leserinnen

Literat
LiterAdventskalender Tür 12

Heute gibt es im 12. Kalendertürchen für euch zwei Rezensionen von ganz jungen Schreiberlingen. Die zwei Mädels stellen euch zwei fantastische Werke vor, die sich wunderbar zum Verschenken eignen.

Habt ihr den Wunschzettel schon fertig oder ist noch Platz für zwei Werke?

Viel Freude beim Lesen und vielleicht habt ihr ja Lust, den zwei Mädels einen lieben Kommentar dazulassen.

Zwischen Licht und Finsternis

Inhalt: In London tauchen gruselige Kreaturen auf und die 16-jährige Lilly mit einer seltenen Blutgruppe wird beinah von einem zweiköpfigen Hund getötet doch der geheimnisvolle, gut ausehende Regan rettet sie. Merkwürdigerweise kennt er ihreBlutgruppe. Zur gleichen Zeit verschwinden Mädchen. Es ist höchst geheimnisvoll und seltsam, es soll eine Verbindungzwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben. Lily gerät immer öfter in Lebensgefahr und mekt bald das sie in einem Strudel aus Verbrechen und Verrrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis befindet. Es ist von einer merkwürdigen Prophezeiung die Rede, in der Lily und Regan eine Wichtige Rolle spielen. Eins steht fest, London und Lily schweben in großer Gefahr und es scheint das nur Regan kann sie retten kann.

Meine Meinung: Ich finde dieses Buch total spannend, romantisch und fantasievoll, es gefällt mir sehr gut, besonders mag ich die kurz angebundenen Gespräche der Personen. Meiner Meinung nach ist das Buch für Mädchen ab 13 Jahren geeignet.

Meine persönliche Bewertung: Das Buch bekommt von mir vier von fünf Sternen. (Super)

Lucy Inglis: „Zwischen Licht und Finsternis“; Carlsen, gebunden.

Diese Besprechung schrieb Isabell Freude (12 Jahre)

Fox Craft

Dieses Buch erzählt die Geschichte der jungen Füchsin Isla. Sie spielt sehr gern mit ihrem

Bruder Pirie. Die Eltern sorgen gut für ihre Welpen. Als Isla aber eines Morgens zu ihrem Bau zurückkehrt, sind ihre Eltern, ihre Großmutter und ihr Bruder verschwunden. Sie macht sich in der Stadt (dem „großen Knurren“) auf die Suche nach ihnen, immer verfolgt von der Fuchsbande, die Isla vor ihrem Bau gesehen hat. Doch während sie ihren Bruder in Gedanken noch genau vor sich sehen kann, verblassen die Erinnerungen an den Rest der Familie. Was hat das zu bedeuten?

Siffrin, ein wunderschöner, aber hochnäsiger Fuchs bietet Isla seine Hilfe an. Er weist sie in die Kunst der Fuchs-Zauber ein. Doch Isla weiß nicht, ob sie ihm vertrauen kann. Er trägt die selben merkwürdigen Zeichen, wie ihre Verfolger.

Im Laufe ihrer Abenteuer entwickelt sie sich von einem unerfahrenen Welpen zu einer mutigen und selbstbewussten Füchsin.

Eine spannenden Reise durch die geheimnisvolle Welt der Füchse beginnt.

Mir gefällt dieses Buch, weil es im Ich-Erzähler geschrieben ist. Dadurch kann man sich sehr gut in Isla hineinversetzen. Außerdem ist es sehr spannend geschrieben. Es ist aber der Seekers-Reihe (Erin Hunter) ziemlich ähnlich. Das ist wahrscheinlich so, weil die Autorin zum Erin Hunter Team gehört.

Dieses Buch ist für Jungen und Mädchen ab zehn Jahren geeignet.

Inbali Iserles: „Fox Craft“; Fischer KJB, gebunden.

Diese Besprechung schrieb Nele (12 Jahre)

Eure
literatwo_banner

Wunder sind weiblich…

Wunder sind weiblich ~ Mark Jischinski
Wunder sind weiblich ~ Mark Jischinski

Wunder sind weiblich!

Die Titelgeschichte ist ein Märchen für Erwachsene, in dem die Weihnachtsfrau Hilfe braucht, um die Wahrheit über den vermeintlichen Weihnachtsmann ans Licht zu bringen. Dabei soll ihr unter anderem der Texter Tom Fabula helfen. Der wiederum hat einen ganz besonderen Wunsch, der nicht erfüllbar scheint. Er will ein Kind, aber keine Frau. Mit Leichtigkeit, Wärme und ganz viel Gefühl erzählt der Autor eine wundersame Geschichte zur Weihnachtszeit, spielt mit der Möglichkeit einer unbefleckten Empfängnis ebenso wie mit dem Vertauschen der Geschlechter bei der Schöpfungsgeschichte. Ein Weihnachtslesespaß für die Großen.

In der Geschichte „Stille Nacht, Heilige Nacht“ kann Nicole nicht schlafen. Ihr Mann Paul schnarcht in der Nacht vor Heiligabend. Genervt, gereizt und müde geht sie ins Wohnzimmer uns sinniert über sich, die Familie, die sich am nächsten Tag versammeln wird und über ihren Mann. Endlich kommt ihr eine Idee, wie Weihnachten friedvoll werden kann.

Den Abschluss bildet die Geschichte „Frohes Fest“, in der Mark seiner Karla und deren Eltern einen Weihnachtsbraten zum Fest kredenzen will. Dabei hält er sich streng ans Rezept, nimmt erlesene Weine und trinkt den einen oder anderen Schluck. Leider gerät dadurch alles etwas durcheinander.

Ein Lesegenuss insbesondere für Paare in der Vorfreude- und Vorbereitungszeit.

© Bernhard Kiesel

Wunder sind weiblich ~ Mark Jischinski
Wunder sind weiblich ~ Mark Jischinski

Sind Wunder weiblich oder eher männlich? Gibt es für euch Wunder? Habt ihr zum Weihnachtsfest schon ein Wunder erlebt? Wisst ihr, was sich an dem hier vorgestellen Werk optisch geändert hat?

Fragen über Fragen – ihr solltet mindestens zwei im Kommentarfeld beantworten, um in den Lostopf zu springen und vielleicht auch eine große Runde auf der Facebook-Seite und auf der Buchseite des Verlags stöbern gehen.

Der Adakia Verlag verlost ganze 3 Bücher und ich wünsche euch viel Glück! Bis zum 16.12.2015 könnt ihr mitmachen! Danach solltet ihr gucken, ob ihr euren Gewinnernamen hier findet und mir ganz schnell schreiben. 🙂 Die drei Bücher wollen schließlich pünktlich zum Fest da sein.

Wunderlich? Ganz im Gegenteil…

Update: 3 Bücher und nur 2 Kommentare – die Gewinner stehen ohne Auslosung fest. Glückwunsch an Verenajulia und St._Moonlight. Danke auch für eure herrlichen Antworten!

Eure
literatwo_banner

Opernmouth – es wird rumgeopert…

Opern einfach erklärt
Es opert….     (Grafik: Petra Sprenger)

Heute geht es richtig musikalisch auf Literatwo zu. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle auch nicht sagen, denn ich habe der lieben Petra Sprenger ein paar Fragen gestellt und die könnt ihr jetzt im literatwoischen Interview-Akrostichon erlesen.

Viel Freude!

literatwo-einzelbuchstabeniebhaber von Opern gibt es so einige, aber was ist mit den Menschen, die bei dem Wort Oper irgendwie nur „Bahnhof“ verstehen? Sind diese Menschen, zu denen ich mich zähle, deine Zielgruppe?

Ja natürlich, die gehören unbedingt dazu. Ich möchte ja, dass man nach dem Lesen des Büchleins die Geschichte der jeweiligen Oper versteht und im besten Fall einen Zugang zur Oper findet. Wenn man sich sagt, dass klingt ja spannend, das will ich auch mal auf der Bühne sehen, dann wäre wirklich sehr viel erreicht.

In meinen Büchern wird die Geschichte, die der Oper zugrunde liegt, nicht verfälscht oder anders interpretiert, sondern eben nur auf eine leichte Art verständlich gemacht.
Vielleicht können die Bücher deshalb auch für einen passionierten Opernliebhaber und -kenner ein Instrument sein, ihnen nahestehende Menschen damit einen ersten Zugang zu ihrer Welt zu schaffen.

literatwo-einzelbuchstabenllustrationen sind besonders wichtig in deinem Werk. Warum?

Wie schon eingangs gesagt: Um das Verstehen der Geschichte oder auch den Einstieg in das Thema Oper einmal auf eine andere Art zu erleichtern.
Die handelnden Personen der Oper und deren Namen sind teilweise nicht mehr geläufig. Es gibt oft Intrigen und Verwirrspiele. Durch die Illustration weiß man immer, wer gerade mit wem agiert und was passiert.

Ich selbst wollte die Geschichte, die ja ein Hauptbestandteil einer Oper ist, verstehen und dafür keine langen Abhandlungen lesen müssen.
Erst mit dem Verstehen der Geschichte kann ich mich ganz auf die Musik, die Kostüme, die Bühne einlassen. Vielleicht, geht das ja anderen ähnlich. Das war für mich der Ausgangspunkt. Die Oper „Turandot“, die ich dann in Dresden erleben durfte, der letzte Anstoß für dieses Projekt. Das ist auch das erste Buch.

literatwo-einzelbuchstabenexte und Illustrationen bilden eine wichtige Einheit und zeichnen deine Werke aus. Auf was kommt es dir noch drauf an, was ist dir bei deinen Buchschätzen wichtig – inhaltlich & optisch?

Die Bücher sollten unbedingt hochwertig werden. Mit der Produktion als Hardcover in Fadenheftung sind das Bücher, die lange erhalten bleiben, die man sich gern hinstellt und bei Bedarf immer mal wieder nachliest. Zudem sollten sie auch kompatibel für Handtasche oder das Jacket sein. Deshalb wählte ich das kleine Format.

Jedes Buch zeichnet sich durch gestalterische Details aus. Nehmen wir beispielsweise das Cover. Jedes Element darauf weist auf den Inhalt der jeweiligen Oper hin.
Ich hoffe natürlich sehr, dass der Betrachter diese kleinen Feinheiten auch entdeckt.

literatwo-einzelbuchstabens gibt bereits drei veröffentlichte Opernführer von dir. Wie wird es weiter gehen?

Mein Wunsch von Anfang an war es, eine Reihe zu entwickeln.
Ich habe recherchiert, welche Opern in Deutschland denn zu den beliebtesten gehören. Diese 10 (bei www.opernmouth.com nachzulesen) gehören zum Repertoire der nächsten Jahre.
Zur Zeit sind zwei Titel („Der Barbier von Sevilla“ und „Die Hochzeit des Figaro“) in Arbeit, die nächste 5 der Reihe werden im kommenden Jahr realisiert.

literatwo-einzelbuchstaben ampenlichterfahrung hatten die Werke zum Beispiel schon auf der Schriftgut in Dresden. Wie sind die Werke angekommen? Wo werden die Bücher bald im Rampenlicht stehen?

Bisher gab es sehr viel Zustimmung zum Projekt. Die kleinen Bücher kommen sehr gut an, es gab schon viel Lob. Was natürlich sehr schön ist und mich freut.
Da hat man eine Idee, ein Konzept, einen großen Traum – aber man weiß ja nie, ob all das von dem Publikum ebenso gesehen wird, wie die Resonanz darauf sein wird. Das ist und bleibt immer ein Wagnis.

Die Vermarktung ist natürlich das A und O, dessen bin ich mir bewusst. Das geht nicht so schnell, erfordert viel Kraft und Ausdauer und natürlich eine Menge Geld.
Schließlich muss ja alles vorfinanziert werden.

literatwo-einzelbuchstabenltersgruppen spielen für viele Käufer und Leser eine große Rolle. Für wen sind deine Werke gedacht?

Der Herausgeber des europaweit größten Online-Magazins „Der Opernfreund“ hat das so formuliert: „Ich erachte die Opernmouth-Bücher für alle von 8 bis 80 Jahren als unbedingt empfehlenswert.“
8 bis 80 – das trifft genau den Kern. Besser hätte ich es nicht sagen können. Mein Grundgedanke war eine Art der Illustration zu finden, die nicht ausschließlich Kinder anspricht. Ich hoffe, das ist gelungen.

literatwo-einzelbuchstabenraumverwirklichung? Kann man das zu deinen kleinen Buchschätzen sagen?

Ja, auf jeden Fall! Die Idee dazu hatte ich schon seit Jahren. Nur das Wie war lange nicht klar, und natürlich hatte ich während des Entstehungsprozesses auch Zweifel.
Die Menge an Arbeit und die Kosten kann und konnte ich abschätzen. Den Erfolg nicht.

literatwo-einzelbuchstabeno können denn deine Bücher erworben werden?

Im Internetshop www.opernmouth.com sowie bisher in einigen kleinen, aber feinen Buchhandlungen oder Läden wie Findus in Tharandt oder  Catapult, Büchers Best, Pusteblume und Musikhandlung Schubert in Dresden.

literatwo-einzelbuchstabenpernmouth bedeutet?

Mit den Büchern wollte ich einen „Opernerklärer“ schaffen. Erklären, Reden, Mund … so war die Überlegung. Der englische Begriff für Mouth lag da nahe.
Und so war die Maus als tragende Figur der Reihe geboren. Der Domainname war dann der Beginn für alles. 🙂

Opern_Ende_
(Grafik: Petra Sprenger)

Ist das nicht mal ein rumgeoper auf Literatwo, was sich sehen lassen kann?

Ich finde die kleinen Schätze wirklich klasse. Den Freischütz habe ich hier neben mir liegen und anhand des kleinen Werks, kann ich nun bestens erklären, um was es geht und ich kann sogar Opernhintergründe liefern. Echt genial!

Ihr könnt hier im 8. LiterAdventskalendertürchen drei Werke gewinnen. Verratet im Kommentarfeld, ob Carmen, Der Freischütz oder Turandot bei euch einziehen sollte und warum.

Bis zum 15.12.2015 habt ihr dazu Zeit.

Weihnachten naht – die kleinen Schätze passen hervorragend in die großen Taschen vom Weihnachtsmann und in den Geschenkesack sowieso.

Also auf die Oper – fertig – los!

Update: Die Losfee hat entschieden und die folgenden Lose wurden gezogen:

Der Freischütz ~ dj709

Carmen ~  Susi T.

Turandot~ Melissa

Eure
literatwo_banner