Schlagwort: Jugendbuch

Schattengrund von Elisabeth Herrmann – ein Winteralbtraum

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Elisabeth Herrmann? Ehrlich gesagt, sagte uns der Name der Autorin nichts. Wir sind zwar belesen und strecken unsere Bücherfinger auch so breit gefächert wie möglich aus, um an den Bücherbällen der Welt zu bleiben, aber Frau Herrmann ist für uns Neuland.

Der eindringlichen Empfehlung: „Lest unbedingt ihren neuen Roman „Schattengrund“, von dieser Autorin müsst ihr etwas gelesen haben!“ kamen wir also so schnell es ging nach und sind nun mehr als froh, ein Werk aus der herrmannschen Schreibfeder gelesen zu haben.

Wir lieben Thriller, wenn diese bereits im Prolog fesseln und nur ganz leicht ahnen lassen, in welche Richtung es gehen wird. Ganz leicht ahnten wir, auf was wir uns gefasst machen können. Dass dieses anfangs noch leichte Ahnen, uns so gewaltig packen und durcheinander wirbeln wird, war uns nicht klar. Absolut nicht.

„Eines Tages wird jemand kommen, der im Dunkeln sehen und das Flüstern im Sturm hören kann. Dann werden die Steine weinen und die Vögel tot vom Himmel fallen und die Tränen, die Tränen aus Eis werden tauen.“

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Asche & Phönix – Ash & Parker

Asche & Phönix - Kai Meyer
Asche & Phönix – Kai Meyer

Eigentlich sehen wir uns in der Rolle der Verfolger.

Wir verfolgen Autoren von deren Werken wir begeistert sind, da wir darauf brennen, möglichst bald wieder einen neuen Roman aus deren Schreibfeder zu lesen. Wir verfolgen Bücher auf die wir aufmerksam geworden sind und schaffen es sehr schnell, diese unser Eigen zu nennen und zu lesen.

Jetzt allerdings ist uns etwas Neuartiges passiert, denn Asche und Phönix hat uns verfolgt. Überall schossen Bilder des sagenhaft schön gestalteten Covers aus dem Boden wie Pilze im Herbst. Auf Facebook wurden wir geradezu umringt.

Die Asche und Phönix Welle schlug zu. Auch im Buchgeschäft machte dieser Roman vor uns nicht Halt und zeigte sich in seiner Gestalt in sämtlichen Regalen.

Wie soll man sich als Vielleser dagegen wehren, wenn sogar die Buchhändlerin zum Mitnehmen zwingt?

Widerstand zwecklos. Mir waren die Hände gebunden und ich hörte auf mich zu wehren. Asche und Phönix besticht eben wirklich mit dem Cover. Entfernt man den Buchumschlag in der Hoffnung, dass die Anziehungskraft nachlässt, irrt man gewaltig, da sich darunter noch ein anderes Gewand verbirgt, welches inhaltlich zudem auch im Roman eine Rolle spielt.

Ein knapper Vorspann lässt auf ein fulminantes Finale schließen und weckt die Neugier. Drei Akte hält das Werk von Kai Meyer bereit. GLAMOUR heißt der erste Akt, in welchem der Grundstein um die beiden Hauptprotagonisten gelegt wird.

Parker hat die Nase gestrichen voll. Er hat ein absolutes Luxusproblem, was einige von uns vielleicht gern hätten. Doch ihm reicht es jetzt, er möchte nicht mehr der bejubelte, von mehreren tausend weiblichen Fans vergötterte Schauspieler sein. Die Filmpremiere zu GLAMOUR soll seiner Karriere ein Ende setzen. Er möchte seine Rolle als „Phoenix Hawthorne“ nicht mehr, da sein ganzer Ruhm nur seinem Vater zu verdanken ist.

Diesen falschen Erfolg, die schlechte Filmstory, er will und kann dieses falsche und verlogene Gesamtpaket nicht mehr ertragen. Vor den Medien hängt er seine Rolle an den Nagel, sagt sich von seinem Vater los und flüchtet ins Hotel.

Genauso wenig wie Parker gedacht hätte, eine Diebin in seinem Hotelzimmer vorzufinden, hätte auch Ash nicht gedacht, dass es für sie so glimpflich ausgehen würde, wenn man sie auf ihrem Beutezug erwischt. Parker ist über Ash zwar mehr als überrascht, aber innerlich auch dankbar jemandem zu begegnen, der nicht sofort beginnt zu kreischen oder in Ohnmacht fällt. Ash gibt sich kühl, versucht sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien und muss dafür nicht wirklich viel tun. Sie kann alles Geld behalten, wenn er ihn als Gegenleistung unbemerkt aus dem Hotel schleusen könnte.

Gesagt getan. Dem Pärchen, welches so unterschiedlich wie Tag und Nacht ist, gelingt die unbemerkte Flucht und Ash möchte so schnell es geht alleine in ihre Unsichtbarkeit abtauchen. Sie finanziert sich durch Diebstähle und kommt in verlassenen Wohnungen unter. Doch Parker hat nicht die Absicht von ihrer Seite zu weichen und bevor Ash großartig dagegen ankämpfen kann, müssen beide flüchten. Parker ist bekannt wie ein bunter Hund und nicht nur seine Assistentin Chimena verfolgt ihn. Durch das Lossagen von seinem Vater hat Parker einen ihm noch unbekannten gefährlichen Stein ins Rollen gebracht.

Ein alter Pakt ist gebrochen und Parker schwebt in großer Gefahr.

Ash und Parker sind mir sofort ans Herz gewachsen. Ash die starke Einzelkämpferin, die auf niemanden im Leben angewiesen ist und angewiesen sein möchte und dadurch ihre Emotionen absolut unter Kontrolle hat. Sie trägt pausenlos eine Polaroid Kamera mit sich und liebt es damit detailreiche und besondere Aufnahmen zu machen. Parker der erfolgreiche Star, der abseits aller Bühnen total bodenständig und weltoffen ist und dennoch ein für ihn lästiges Problem namens Aufmerksamkeit hat.

Der „Kai Meyer Schreibstil“ ist einfach genial. Er schreibt mit wenigen Worten tausende Bilder vor das Leserauge. Einfach sagenhaft, wie er die Leinwand aufstellt und seine Handlung darauf bildlich präsentiert.

Der Plot selbst hat mir an sich gut gefallen, jedoch kann ich nicht bestätigen, dass ich den Roman aufgrund seiner Spannung nicht auf Seite legen konnte. Ich habe sogar mehrere Tage pausiert, da ich zwischendrin ein kleines Lesetief hatte.

Doch woran lag es? Am Schreibstil auf keinen Fall, an den Protagonisten eigentlich auch nicht, oder doch?

Vielleicht ging mir die Vermischung aus Realität und Fantastik einfach zu schnell. Auf den ersten Seiten fühlte ich mich sehr wohl, zwischen den beiden Normalen. Einzig negativ war es, dass ich immer wieder an Twilight denken musste, was vielleicht auch ein wenig beabsichtig ist. Parker und Ash unterscheiden sich zwar komplett von Edward und Bella, dennoch ertappte ich mich dabei, wie ich an sie dachte.

Auf den ersten Seiten ist alles noch sehr normal, ein stark geschriebener Jugendroman. Nach und nach tauchen dann recht schnell paranormale Gestalten auf. Für Parker ist dies nicht ungewöhnlich, da er diese Gestalten kennt, aber was ist mit Ash? Ich an ihrer Stelle hätte mich erschrocken, gewundert und eine Erklärung benötigt. Dass vieles als normal angesehen wurde, hat mich wahrscheinlich etwas abgeschreckt und innehalten lassen.

Dieser Punkt hat die Leseunterbrechung ausgelöst. Da ich allerdings gern wissen wollte, wie es mit den beiden Hauptprotagonisten weitergeht, habe ich versucht die Weiche in meinem Kopf umzulegen und darüber hinweg geblickt.

Ich schloss mich den Flüchtenden an, reiste von England nach Frankreich und tauchte zwischen den immer höher werdenden Wellen der Fantasie und der Paranormalität.

Gruseleffekte bleiben hier nicht aus, da die Wesen die Kai Meyer zum Leben erweckt nicht gerade ansehnlich sind und auch merkwürdig riechen. Zudem sind sie mehr als heimtückisch und brutal. Aber zwischen den Dunklen Seiten gibt es auch ein paar Helle. Ein zartes Liebesband knüpft sich nach und nach zwischen Ash und Parker. Zart im wahrsten Sinne des Wortes, denn beide sind sich ebenbürtig, tragen ihre Emotionen nicht pausenlos offen vor sich her und stellenweise steht der Dickkopf im Vordergrund, der einiges schwieriger macht als es manchmal sein müsste.

Kein Kitsch, keine Liebesschmonzette und dennoch Gefühl und Sätze voller Poesie.

Die Erzählperspektive ist im auktorialen Stil und kapitelweise gibt es einen Hauptrollenwechsel zwischen Ash und Parker, welcher die Spannung oben hält. Zudem sind einige Kapitel in kursiver Schrift verfasst, in denen die dunkle Macht namens Libatique, zu Wort kommt.

Fantasyfans – ihr werdet den neuen Kai Meyer lieben, euch wohl bei Ash und Parker fühlen, eine aufregende Roadmovie-Fluchtzeit verbringen und auch wenn das Ende teilweise vorhersehbar ist, ist es schlüssig und hält noch einige Überraschungseffekte bereit.

Für Kai Meyer Neulinge ist der Roman eine gute Einstiegsdroge, da es ein Einzelband ist und man sich jetzt in eine seiner Trilogien fallen lassen und der Kai Meyer Sucht hingeben kann.

„Ein Flüstern in der Nacht“ von Moya Simons

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Es gibt immer wieder Bücher in unserem Leben, die uns an den Wurzeln unserer Existenz berühren und Fragen aufwerfen, vor deren Beantwortung wir eher zurückschrecken. Wie hätten wir uns in den Jahren der NAZI-Diktatur verhalten? Wie hätten wir auf die Ungerechtigkeit in unserem Umfeld reagiert – und wesentlich schlimmer – wie wären wir damit umgegangen, wenn wir zur Gruppe der Verfolgten gehört hätten?

Gedanken, die unbeantwortet im Raum stehen. Gedanken, die keine Antworten finden und oftmals Gedanken, die verdrängt werden möchten. Vielleicht aus Angst vor der einen Antwort, die den Atem rauben könnte: Feigheit, Selbstaufgabe oder Willenlosigkeit.

Ein Flüstern in der Nacht von Moya Simons (CBJ) ist im Bereich der aktuellen Jugendbücher (Erscheinungsdatum: 22.10.2012) ein leuchtendes Beispiel für eine aufrüttelnde, emotionale und doch hoffnungsvolle Geschichte im dunkelsten Kapitel der deutschen Zeitgeschichte. Der auf realen Fragmenten beruhende Roman ist ein zeitloser Zeitzeuge, der Jugendliche zur rechten Zeit mit den wesentlichen Fragen des Lebens konfrontiert und uns Erwachsene einen tiefen Blick in die eigene Lebensphilosophie werfen lässt.

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Legend – Fallender Himmel von Marie Lu

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Fallender Himmel

Unser erstes Gefühl, als wir uns dazu entschlossen, den Jugendroman „Fallender Himmel“ von Marie Lu gemeinsam zu lesen: wieder einmal. Wieder einmal eine Trilogie, wieder einmal eine düstere Dystopie und wohl wieder einmal eine dramatische Liebesgeschichte in einer eigens dafür geschaffenen Szenerie.

Wie oft haben wir uns frohen Mutes auf die mehrteiligen Lesewege begeben, die uns genau an die Schwelle einer solchen Geschichte brachten und wie oft haben wir dann im Laufe der Fortsetzungen festgestellt, dass der jeweils außergewöhnlichen Grundidee sehr oft auch grundlegende Schwächen folgten.

„Die Tribute von Panem“ hatten am Ende jede nachvollziehbare emotionale Plausibilität verloren, Auswahl und Flucht konfrontierten den Leser bereits im zweiten Teil mit einer schwer nachvollziehbaren Trennung der Protagonisten (wohl um das Buch auf drei Teile zu strecken). Und bei Bestimmung hegten wir bereits im ersten Teil grundsätzliche Zweifel an der Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen der handelnden Personen.

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„Zu schnell“ von John Boyne… Eine Sekunde, die alles verändert

81127_Boyne_zuschnell_P04_DEF.inddEs sind die Augenblicke im Leben, die auf einen Schlag alles verändern können, vor denen wir uns oftmals so sehr fürchten. Es sind diese schicksalhaften Momente, die das bisherige Leben in ein DAVOR und DANACH aufteilen. Es ist unsere Angst vor der Hilflosigkeit im Angesicht dieser Situationen, die uns nachts aufschrecken lässt. Es ist eine menschliche Urangst, die uns allen innewohnt.

Zu schnell“ von John Boyne greift dieses Thema auf einzigartige Weise auf. Er wählt nicht nur die Perspektive eines 12jährigen Jungen, dessen Leben sich in genau dieser einen Sekunde dramatisch verändert, John Boyne geht noch einen bedeutenden Schritt weiter und erzählt diese Geschichte in der Sprache eines Heranwachsenden. Dieses Stilmittel erzeugt eine unmittelbare Nähe zum Protagonisten und lässt uns in eine Situation eintauchen, die so noch nicht erzählt wurde.

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Wir beide irgendwann…

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Tote Mädchen lügen nicht… Mit diesem zeitlosen Roman hat sich Jay Asher einen sicheren Platz in der ewigen Bestenliste von Literatwo erobert. Gespannt warteten wir nun auf sein neues Buch „Wir beide irgendwann“ und schon seit der Buchmesse in Leipzig konnten wir es kaum erwarten, uns der Frage zu widmen, was wohl passiert, wenn man via Facebook einen Blick in die eigene Zukunft werfen könnte.

Was würden wir sehen, was wollten wir sehen und was auf keinen Fall…? Wir haben uns diesem Roman von zwei Perspektiven aus genähert. Werfen wir zuerst einen Blick zurück und dann einen Blick nach vorne… Folgt uns einfach.

Binea:

1999 – ein Computer zieht in mein Jugendzimmer ein. Von AOL gibt es eine CD Rom, auf der steht, dass die ersten 100 Stunden Internetnutzung frei sind. Internet – endlich. Was war das für ein tolles Gefühl, auch Zuhause surfen zu können. Bisher kannte ich es ja nur aus der Schule. Also los, CD rein und eine Verbindung herstellen. Das Modem machte Knack- und Piepgeräusche und dann war es geschafft. Ich legte mir eine Emailadresse an und die Dame von AOL begrüßte mich mit „Willkommen“. An diese Zeit erinnere ich mich auf den ersten Seiten von „Wir beide irgendwann“ zurück.

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Dark Angels` Summer – Das Versprechen

Dark Angels` Summer – Das Versprechen

Das Versprechen – So spannend wie „Panem“, so romantisch wie „Twilight“! Dieser Satz prangt mir von Banderole, welche extra um den Schutzumschlag angebracht ist, entgegen. Gewagt, gewagt denke ich mir, den ersten Teil der geplanten Tetralogie zwischen zwei große Titel der Fantasyliteratur zu stellen. Und doch ist diese Einordnung für den Leser praktisch. Nur wenige haben keine der beiden Reihen angefasst. Da ich zur Gruppe der Panem und Twilight Leser dazu gehöre, konnte ich letztendlich zu Dark Angels` Summer aus dem Hause Arena nicht nein sagen. Eine Mischung aus Spannung und Romantik ist nie verkehrt, in der Hoffnung keinen kämpfenden Jugendlichen und auch keinem Vampir zu begegnen.

Das Versprechen

Dawna begegnet mir auf der ersten Seite. Sie sitzt gemeinsam mit ihrer Schwester Indie und ihrer Mutter im Pick-up. Die Stimmung ist gedrückt, denn das Ziel ist das alte Anwesen ihrer verstorbenen Großmutter und der Reisetag ist kein gewöhnlicher. Im letzten Jahr ist die Großmutter gestorben, genau in dem Zeitraum der merkwürdigen 33 Tage.

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Als gäbe es einen Himmel…

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Literatwo hat sich das Schreiben „Gegen das Vergessen“ auf die literarische Fahne geschrieben. Bücher, die geschrieben wurden, um uns die Vergangenheit vor Augen zu führen und die dafür Sorge tragen, dass Begriffe wie Holocaust, Genozid, Deportation und Verfolgung nie in Vergessenheit geraten, stehen hierbei im Vordergrund.

Sie bilden für uns die Ausgangssituation, ein neues Aufflammen solcher Ideologien schon in unserem Denken für alle Zukunft einzudämmen und viele dieser Neuerscheinungen oder Klassiker sollten zur Pflichtlektüre in unseren Schulen erhoben werden, da sie nicht nur stilistische Meisterwerke sind, sondern eine Botschaft transportieren, an der man nicht achtlos vorübergehen darf!

Mit dem Roman „Als gäbe es einen Himmel“ von Els Beerten nähern wir uns diesem Herzensanliegen diesmal von einer Seite, die für diktatorische Systeme idealtypisch ist. Die Beeinflussung Jugendlicher, ihre Verführung und die kollektive Verblendung sowie die lebenswichtige Entscheidung zwischen Mitlaufen, Kollaborieren oder Widerstand sind die zentralen Themen des zeitlos bewegenden Jugendbuches.

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„Feuer und Glas“ von Brigitte Riebe – Geschichte trifft Fantasy

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Was passiert, wenn eine promovierte Historikerin und etablierte Schriftstellerin „Historischer Romane“ die Entscheidung trifft, einen fantastischen Roman zu schreiben? Was passiert, wenn eine renommierte Autorin das Genre wechselt und zu all den verbrieften historischen  Fakten die eigene Imaginationskraft hinzufügt?

Die Mischung verspricht explosiv zu sein und im Falle von Brigitte Riebe entsteht ein neues Genre. Vielleicht müssen die Buchhandlungen bald einer neuen literarischen Kategorie ein paar Regalmeter widmen:

„FantOry“ – die Kombination aus Fantasy und History wird wohl künftig untrennbar mit Brigitte Riebe verbunden sein. Und Literatwo hat diesem Genre einen Namen gegeben 😉

Und nun mitten hinein, in ein beginnendes 16. Jahrhundert – auf nach Venedig und lernt mit uns gemeinsam Milla und Luca kennen. Lasst euch von der wahrheitsliebenden Katze Puntino verzaubern. Genießt einen All-Age-Jugendroman ohne einen einzigen Vampir, ohne Dystopie, ohne zaubernde Internatsschüler, aber dafür mit viel Gefühl und Spannung! Betretet mit uns die Brücken von Venedig und passt gut auf euch auf… es wird brenzlig…!

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POLAR – Der Titanic Bär

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Am heutigen Tag, kurz vor dem 100. Jahrestag der Titanic-Katastrophe und im Rahmen unserer Artikelserie zu diesem immer noch aktuellen Thema, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich in eine Zeit zurückzuversetzen, die längst vergangen ist. Ein Kinderbuch von einst liegt in meinen Händen und ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass kein anderes „Bilderbuch“ mein Denken und Fühlen so nachhaltig beeinflusst hat, wie dieses magische Werk.

Es ist schön, endlich darüber zu schreiben – es ist schön, den Gefühlen zu diesem Buch freien Lauf zu lassen und es ist ein Wunder, mich heute wieder von der Geschichte verzaubern lassen zu dürfen. Dies passiert mir nie alleine, denn auch Bianca ist inzwischen im Besitz eines der wenigen noch verfügbaren Exemplare des Buches… ein schönes Gefühl!

Der Nebel lichtet sich und das Signalhorn der Titanic zerreißt die Stille des anbrechenden Tages. Ein kleiner Junge befindet sich auf dem Promenadendeck – sorglos und ganz in sein kindliches Spiel mit einem Kreisel vertieft. Douglas Spedden ist sieben Jahre alt und ein glückliches Kind. Als Sohn reicher Eltern genießt er den Luxus der Überfahrt als Passagier der Ersten Klasse.

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