Kategorie: Artikel / Buchvorstellung / Rezension

Literatwo reist zu den Kindern auf die besondere Insel…

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Es war einmal ein Junge, der hieß Jacob. Der hatte einen Großvater, der war 85 Jahre alt, und dieser erzählte Jacob in seiner Kindheit oft von ganz besonderen Kindern. Er zeigte ihm sogar Fotos dieser Kinder. Diese lebten auf einer Insel und hatten alle ganz besondere Fähigkeiten. Jedes Kind war außergewöhnlich und alle Kinder hatten aus diesen Gründen etwas Gruseliges an sich. Jacob hörte seinem Großvater gern zu, denn Märchen liebt jedes Kind. Allerdings waren es keine Märchen, die ihm erzählt wurden, sondern es waren wahre Begebenheiten. Jacob allerdings wurde älter und älter und kam in die Pubertät und von Tag zu Tag glaubte er diese Geschichten weniger.

Es können keine Wahrheiten sein, das gab es nur im Märchen.

Welche Kinder konnten schon fliegen, welche Kinder konnten lodernde Flammen in ihren Händen halten, welche Kinder konnten mit dem Hinterkopf essen. Mit 15 Jahren glaubt man so etwas nicht mehr und in dem Alter von Großvater kann man schon einiges durcheinander bringen und beginnen, Märchen zu erfinden. Die Bilder allerdings sprachen für die Wahrheit, wobei aber auch diese reine Fotomontagen sein können. Schluss mit Märchen, Augen vom Märchentraumsand befreien, kräftig reiben und das Buch „Jugend und Erwachsen werden“ aufschlagen.

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Literatwo und die Bestimmung

Die Bestimmung von Veronica RothWer sind wir, wer seid ihr?

Wo wollen wir hin, wo wollt ihr hin?

Wem gehören wir an, wem gehört ihr an?

Im nächsten Jahr erscheint „Die Bestimmung“ von Veronica Roth. Eine Dystopie in der es, wie der Titel des Romans bereits sagt, um die Bestimmung gehen wird. Die Protagonistin Beatrice muss wählen, muss sich für eine Fraktion die sie von nun an als ihre Familie betrachen will, entscheiden.

Alle Sechzehnjährigen müssen dies tun und ein Eignungstest soll zeigen, welcher Weg der richtige ist. Diese Entscheidung muss gut überlegt sein, denn sie wird das Leben prägen. Altruan – die Selbstlosen, Candor – die Freimütigen, Ken – die Wissenden, Amite – die Friedfertigen und schließlich Ferox – die Furchtlosen, sind die fünf Franktionen, doch Beatrice scheint eine Unbestimmte zu sein. Sie gilt somit als Gefahr für die Gesellschaft…

Wir haben unsere Bestimmung gefunden und sind uns unserer Wege sicher. Wir werden Beatrice begleiten und Beatrice ist uns auch schon sehr nahe. Seit einigen Tagen haben wir den Roman neben uns liegen und greifen ganz bestimmt noch nicht zum neuen Lesestoff. Wir wollen mit euch gemeinsam unsere Vorfreude steigern. Allerdings fällt es uns schwer, wir können euch dafür auch einige Gründe nennen.

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Und in mir der unbesiegbare Sommer…

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…unscheinbar, leise und weiß wie frisch gefallener Schnee schleicht sich der unbesiegbare Sommer ins literatwoische Wohnzimmer. Das Buch scheint eingefroren zu sein. Der Schutzumschlag fühlt sich kalt an. Und doch zieht es magisch an, etwas unbesiegbares scheint in ihm zu warten. Es ruft, es möchte gelesen werden, es trägt eine Geschichte in sich, die warm und kalt zugleich ist. Die wunderschön und doch so grausam ist, die etwas Liebe und mehr Leid in sich bereit hält. Weiß die Hauptfarbe des Covers – rein, unbefleckt, unschuldig, frisch. Weiß – die Farbe des Glaubens, des Lichts, der Bescheidenheit, der Wahrheit und der Klugheit.

Bereits die erste Begegnung mit Lina, einem fünfzehnjährigen Mädchen aus Litauen, verläuft hektisch. Lina muss packen, jetzt sofort. Es stehen Männer vor der Tür, böse uniformierte Männer, sie reden mit ihrer Mutter in einem unfreundlichen Tonfall. Lina soll sich beeilen, es bleiben 20 Minuten in denen sie schnell ein paar Sachen einpacken soll, viele warme Sachen und auch wertvolle Gegenstände, nur nützliches darf mit. Lina versteht die Welt nicht mehr, sie steht unter Schock, ihr Vater ist nicht da, ihr 10jähriger Bruder Jonas ist völlig durcheinander und ihre Mutter ist voller Panik und die Männer der sowjetischen Geheimpolizei schauen auf die Uhr und warten ungeduldig.

Aufbruch ins Ungewisse

Sie müssen los, ein Lastwagen steht vor der Tür, in dem bereits einige andere Menschen mit ihrem Gepäck sitzen. Menschen die auch auf der Liste stehen. Angstvolle Gesichter blicken Lina an, Lina die noch immer ihr geblümtes Nachthemd an hat, wie sie erst jetzt merkt. Eine lange Reise ins Ungewisse beginnt, eine Reise die leider kein fürchterlicher Alptraum ist.

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Sie ist es…“Vollkommen leblos, bestenfalls tot“ …

40296_1_baum_bb_web1Rot. Kopfgefängnis.

Zwei Worte, die mich im Buch auf jeder Seite begleiten, genau wie der Titel, der schon innehalten lässt, bevor man das Buch überhaupt aufschlägt, bevor man nur annähernd weiß, worum es geht.

Sie ist es, die ausbricht.

Sie ist es, die umherirrt.

Sie ist es, die nicht ankommt.

Sie ist es, die lieben will, aber nicht liebt.

Sie ist es, die sich anlehnen will, sich aber nicht anlehnt. Sie ist es, die gern eine Familie hätte, aber nur eine Patchworkfamilie hat.

Sie ist es, die gern ein anderes Leben hätte, was sie nicht bekommt.

Sie ist pessimistisch und verwandelt sich immer mehr in noch tieferen Pessimismus.

Sie hätte gern ein Ziel, findet aber keins.

Sie wäre gern diejenige, von denen sie behauptet, ebendiese zu sein.

Sie ist gefangen im Kopfgefängnis und jeder Ausbruch bleibt ein Versuch, weil er kein richtiger Ausbruch sein soll.

Sie hat Gedanken, die nicht ans Anhalten denken, die nicht anhalten sollen, auch wenn es noch so wichtig wäre.

Sie malt sich Bilder voller Hass, die sich bewahrheiten und sich doch nicht bewahrheiten sollen.

Sie denkt rassistisch und politisch und dann doch wieder ganz anders.

Sie lebt in der Realität und gleitet doch durch die Fiktion.

Sie lebt ihre Fantasie, die eigentlich nicht diese Fantasie sein soll, in sich selbst aus.

Sie sucht ein Ende, in dem es endgültig sein soll, wobei sie dabei den unbegonnenen Anfang ersehnt. 

Sie. Rot. Kopfgefängnis.

Die Autorin Antonia Baum lässt mich gleich im Kapitel vor dem ersten Kapitel inne halten. Genau das ist es, was ein Buch auszeichnet. Stopp. Anhalten. Zurück. Nochmal lesen und verinnerlichen. Dann ins erste Kapitel einsteigen und auf ihre Protagonistin treffen, die wahrlich keine Freude am Leben hat. Ein Tapetenwechsel hat sie in diese Stadt getrieben, anders sollte es werden. Sie ist jung und hat ein Leben, auf das sie nicht schauen möchte. Raus hieß das Ziel, heißt das Ziel. Das Umfeld ist nicht gut für sie, ihre Familie ist nicht so, wie sie hätte sein können und ihr Freund ist das personifizierte Unglück. Von der Liebe ganz zu schweigen und vom Glück ebenso.

Umgeben von Ketten, steht die Frau, die noch junge Frau, vor der Tür des Lebens, was gelebt werden will, aber scheinbar nicht gelebt werden kann. Sie ist kühl, ein Kontakt zu ihr scheint unmöglich, sie ist nicht greifbar und bleibt entfernt. Jedes Wort, was etwas über die Protagonistin aussagt, muss gefunden werden, gesucht werden und dann klammert man sich an eben dieses Wort. Diese Umklammerung wird von Seite zu Seite kraftloser. Ob man als Leser schreit, helfen will, verzweifelt im Handlungsverlauf, alles ist egal. Sie bleibt entfernt und genau das ist der Grund, warum ich an ihrer Seite bleibe und doch nicht an ihrer Seite bin.

Die Autorin spielt mit ihren Worten eine reine Diashow im Buch ab, eine Diashow, die vollkommen leblos, bestenfalls tot ist. In ausladenden Bildern gibt sie dem Leser keine Möglichkeit die Diashow bunter zu gestalten, die Farbpalette bleibt in dunklen Tönen und muss so angenommen werden. Lange Schachtelsätze mit vielen Wortwiederholungen führen eine Tiefgründigkeit mit allerlei Untiefen herbei, die zum Anhalten führen, ein Weiterlesen ist stellenweise nicht möglich. Zu bewegend sind die Worte, das Reflektieren auf sich selbst ist zu übermächtig und doch ist es stellenweise einfach nur die Leere, die man verarbeitet. Nachvollziehbar, teils amüsant, aber auch niederschmetternd.

Die Erzählkunst, die depressive, hasserfüllte und auch horrormäßige, ist beeindruckend, aber auch bitter und unerträglich. Ein Buch, was keinesfalls zartbesaitete oder lebensunlustige Menschen lesen sollten, ein Buch, was vollkommen leblos, bestenfalls tot ist und doch das Gegenteil vom Besagten. Die Sprache ist einmalig, die Stimmung, in die es den Leser zieht, ist ungewöhnlich und bringt die Gefühle, die erst ruhen wie ein See, in ein wellendes Meer.

Einige Wellen sind mir persönlich zu stark übergeschwappt, diese hätte ich gern flacher entgegen genommen, aber es ist wie es ist „vollkommen leblos, bestenfalls tot“.

Exklusives Interview mit Stefanie Dörr von der Frankfurter Buchmesse

Einen ganz zauberhaften Ausflug in die Kinder/Jugendliteratur hatte ich mit den beiden Wunschbüchern der Autorin Stefanie Dörr. Wäre das nicht klasse, wenn man dieses Wunschbuch hätte und den passenden Stift dazu. Leider habe ich bis heute beides noch nirgends gefunden, dafür aber der Autorin Stefanie Dörr ein paar Fragen gestellt und zwar direkt auf der Buchmesse in Frankfurt.

An dieser Stelle großen Dank und es hat jede Menge Spaß gemacht, dich zu treffen!

Lest selbst was Lena mit ihrem Wunschbuch erst Zuhause und dann im Urlaub erlebt. Ihr werdet staunen und vor allem lachen, denn die Situationen in welche sie sich selbst durch ihre Wünsche bringt, sind einfach grandios.

Viel Vergnügen und falls euch mal so ein Buch und so ein Stift in die Hände gelangen sollte…gut überlegen was ihr da schreibt, sehr gut überlegen sogar!

Wäre es nicht super klasse, wenn man ein Buch hätte, in welches man Dinge wie „Mama gewinnt im Lotto“ oder „Meiner ärgsten Feindin passiert was peinliches“ oder „Die Pflanze soll blaue Blätter bekommen“ hineinschreiben könnte und sich dies anschließend erfüllt? Davon hat doch sicher jeder schon ab und an geträumt oder?

Lena, die eigentlich Valentina heißt, traut auch ihren Augen nicht, als ihr das mit dem blauen Notizbuch, welches ihr Tante Pi mal geschenkt hat und dem Stift, den sie gerade erst beim Spaziergang mit ihrem Hund Goethe gefunden hat, passiert. Eigentlich wollte sie diesen schönen Stift nur ausprobieren und mit ihm eine lustige Geschichte aufschreiben. Da der Stift doch zu ihrem Notizbuch zu passen scheint, verewigt sie in dieses den fiesen Gedanken den sie soeben im Kopf hat. Lena ist genervt von der Schule, sie hat keine Freunde da sie erst neu in die Stadt gezogen ist. Ihr Frust bringt sie auf die Idee nicht nur den Aufsatz zu schreiben, sondern all ihre Erlebnisse des heutigen Tages aufs Papier zu bringen. An ihrer Schule habe gerade viele Schüler und Lehrer Heuschnupfen und während des Schreibens, sie stellte sich vor, wie es wäre, wenn es eine richtige Schnupfenepidemie geben würde, die Schule für ein paar Tage schließen müsste und  sie verschont blieb. Ja das wäre doch klasse und Lena schreibt und schreibt. Dann muss Lena aber wirklich mit Goethe Gassi gehen, nicht das er noch in die neue Wohnung macht. Lenas Leben hält wenige Minuten für Freizeit bereit, Goethe muss nach der Schule versorgt sein, um den Haushalt muss sie sich kümmern und sie spielt Cello. Ihre Tage sind oft verplant, sie wünscht sich aber gern mehr Zeit, vor allem aber eine Freundin in ihrer Nähe. Sie vermisst Lilli, aber versucht den Kontakt durch SMS und Chat aufrecht zu erhalten. Im neuen Stadthaus gibt es nur die merkwürdige Einzelgängerin Hannah und ihre Mutter die man nie sieht, Oma Leineweber und der nett aussehende Banker, den man allerdingst auch kaum sieht und Frau Teschke mit den kleinen schreienden Ben, auf den sie ab und an aufpasst.

Spannend geht es weiter mit der Rezension und vor allem mit dem Interview zu den Wunschbüchern auf dem Blog.Lovelybooks. Einmal auf das Bild klicken und ihr gelangt direkt dort hin und werdet staunen, was uns die Autorin Stefanie Dörr alles auf die Fragen antwortete.

Viel Spaß und schaut ob ihr irgendwoher so ein Wunschbuch mit dem dazu passenden Stift bekommt.  :o)

Blutsbrüder – extrem gewaltig!

Blutsbrüder

Scheiße ist braun – Nazis auch.

Eine tiefe und lange Freundschaft verbindet die beiden Jungen Darius und Hakan aus Berlin Kreuzberg. Seit der Grundschule sind beide ein Team und haben schon viel gemeinsam erlebt, was sich jetzt im Teenageralter ausweitet und gleichzeitig aber auch an Gewalt zunimmt. Darius würde alles für seinen Blutsbruder Hakan tun. Er selbst ist ein guter Schüler, er möchte in seinem Leben etwas erreichen und vor allem anders werden als sein Vater. Dieser ist Alkoholiker noch dazu schlägt er Darius. Er will weg, raus, ein eigenes Leben ohne Probleme und Gewalt.

Gewalt spielt bereits sein Leben lang eine große Rolle für ihn, denn gemeinsam geht er mit Hakan gegen deutsche Neonazis vor. Aktionen werden geplant und durchgeführt, um ein friedlicheres Umfeld zu bekommen. An einigen Stadtteilfronten konnte gegen diese bereits erfolgreich vorgegangen werden, Hakan und Darius konnten sich wehren und behaupten. Sie halten zusammen und würden immer ihre Hand für den anderen ins Feuer legen. Allerdings wird Hakan immer rebellischer, er ist selbst Türke, sein Hass gegen seine Landsleute wird aber  jedoch immer stärker, er kann sich deren Meinungen nicht anschließen und will sich vor allem nicht unterordnen. Für ihn gibt es wenig Perspektiven im Leben, er rutscht immer mehr auf die falsche Bahn ab, die beiden Jungen entwickeln sich in entgegengesetzte Richtungen. Er fühlt sich als Deutscher, möchte sich nicht das Jubeln für die deutsche Nationalmannschaft während der WM verbieten lassen. Die türkischen Jungen, vor allem der Ganganführer Emre, duldet dies nicht, sein Stolz ist die Türkei. Langsam sind die ausländischen Teenager in seinem Viertel schlimmer als deutsche Neonazis. Hakan gerät in Rage, seine Wut steigert sich und es gibt nur einen Ausweg diese Wut zu beseitigen. Gewalt. Darius sieht für sich keine andere Lösung, als auch jetzt bei zu stehen, für seinen Blutsbruder da zu sein und nicht zu kneifen. Die Freundschaft steht auf dem Spiel, allerdings auch Darius bisher noch unvorbelastete Zukunft, die er sich mit aller Kraft zu erhalten versucht. Eine Zerreisprobe – Gewalt oder Leben –  alles steht auf dem Spiel und die Fäuste beginnen zu zucken, der Countdown läuft, ein unumgänglicher Showdown steht bevor.

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Schubladendenken war gestern…

…können wir nur sagen, denn was Bernard Beckett schreibt, passt nicht in ein und dieselbe Schublade. Ganz sicher nicht.

Kann man es als Autor wirklich beherrschen zwischen den Genres zu springen und damit außerdem seine Leser fesseln und begeistern? Heute einen Thriller schreiben, morgen einen lustigen Unterhaltungsroman und dann zu Fantasy wechseln? Auf den ersten Blick schien es auch uns unmöglich und wir schauten etwas skeptisch die drei grundverschiedenen Bücher an. Die erste Voraussetzung erfüllten schon mal alle drei Bücher, denn die Cover bestachen unsere Augen mit ihrer Aufmachung. Die zweite Voraussetzung erfüllten sie auch, denn der Klappentext verriet genau so viel, dass die Neugier wuchs und wuchs. Passend zum Buch fanden wir auch gleich noch ein in den Umschlag integriertes Lesezeichen zum Heraustrennen. Jeglicher Lesewiderstand war also zwecklos, die drei Bücher „Stechzeit“, „Das neue Buch Genesis“ und „Wie du ihr“ mussten gelesen werden. Jede unserer Lesesekunden hat Bernard Beckett wahrlich spannend, lustig und fantastisch gestaltet.

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Bestsellerautorin Maggie Stiefvater im Gespräch


Es ist Freitag, die Sonne lacht, es ist warm und ich mache mich auf den Weg nach Freising. Dort angekommen, begrüßt mich die gemütliche Altstadt, in der ich dann auf Maggie Stiefvater und Judith Schwemmlein treffe. Seit dem Interview auf der Buchmesse in Frankfurt kennen wir uns, schade nur, dass Mr. Rail an meiner Seite fehlt. Wir begrüßten uns kurz, das Interview sollte dann 13.30 Uhr beginnen. Nun war es endlich so weit, gemütlich in der Sonne des Steakrestaurants sitzend, antwortet Maggie auf meine Fragen. Es macht einfach Spaß sich mit ihr zu unterhalten, sie ist immer gut gelaunt und redet gern über ihre Bücher und ihr Leben als Autorin.

Davon möchte ich euch nichts vorenthalten, schließlich habe ich auch einige Fragen von euch Lovelybooksusern mitgenommen und gestellt. Vielen Dank dafür, hier kommen die zusammen gefassten Antworten und einiges mehr von der Autorin die momentan auf Platz 13 der Hardcover Spiegelbestsellerliste steht.

Maggie Stiefvater begeistert bereits mit „Nach dem Sommer“ und „Ruht das Licht“. Der Roman „In deinen Augen“ soll im September 2012 bei script5 erscheinen. Die Frage ob es bei einer Trilogie bleibt, konnte eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. Einige User haben auf Maggies Blog die Ankündigung bzw. Vorstellung eines vierten Teils gesehen. Auf die Frage lacht Maggie, der Blogbeitrag war wirklich falsch, sie ist mit drei Büchern vollig zu frieden, dies merkt man ihr auch an. Sie ist glücklich damit, dass es im letzten Teil ein eindeutiges Ende gibt, verrät uns aber nicht, ob es gut oder schlecht für die Liebe zwischen Grace und Sam ausgeht. Aber so viel sei verraten, Maggie Stiefvater, die eigentlich Heidi Hummel heißt, hat eine Vorliebe, ihre Bücher nicht mit einem einfachen Happy End enden zu lassen.

Sie selbst liest auch sehr gern, vor allem die Bücher von der Autorin Diana Wynn Jones. Auf ihrem Blog „Words on Words“, den sie selbst gestaltet und versucht so oft wie möglich mit Beiträgen zu füllen, hat Maggie eine eigene Kategorie mit ihren Lieblingsbüchern erstellt, dort findet ihr die Autoren und Autorinnen, die sie begeistern und sie beim Schreiben ihre Bücher inspiriert haben.

Maggie ist absolut witzig, ihr müsst sie einfach mal selbst erleben. Sie arbeitet perfekt mit Mimik und Gestik, das Schönste für mich war ihre Erklärung, warum ihr erstes Buch „shiver“ heißt und nicht wie erst geplant „still wolf watching“. Ihr Verlag meinte, sie müsse unbedingt den Titel wechseln, denn geht es hier um „still wolf watching“ (Maggie formt ihre Hände zu Wolfsohren und hält sie sich über den Kopf und anschließend zu Kreisen und hält sie über ihre Augen) also um die Wölfe, die beobachten oder geht es um „still wolf watching“ (Maggie tut, als schaue sie durch ein Fernglas auf die Wölfe) also darum, dass die Wölfe beobachtet werden. So ist das im Englischen, es gibt oft mehrere Bedeutungen. Also wurden die drei Titel „shiver“, „linger“ und „forever“ gewählt. Alle drei Worte sollten auf „er“ enden und bedeuten soviel wie frösteln, bleiben und für immer.


Irland findet Maggie wunderschön und sehr gern würde sie dort einmal ganz lange Urlaub machen. Verwandte hat sie dort keine, aber die irische Musik fühlt sich für sie wie Heimat an. Alle in ihrer Familie spielen Instrumente und singen und musizieren für ihr Leben gern, vor allem die besagte irische Musik. Es ist nie wirklich still bei ihr und aus diesem Grund kommt Musik in allen ihren Büchern vor. Musik ist wie die Luft zum Atmen für sie, ein Leben ohne wäre undenkbar.

In Frankfurt haben wir bereits erfahren, dass die Bücher verfilmt werden. Diese werden es tatsächlich. Im Jahr 2012 soll der erste Film in den amerikanischen Kinos anlaufen. Bisher gibt es bereits das vollständig fertig geschriebene Drehbuch und der Regisseur ist Maggie bekannt und sehr symphatisch. Wer es ist, bleibt geheim, einen Trailer gibt es bereits und sie hofft Hollywood beeilt sich, denn sie kann es kaum erwarten ihr Buch auf der Leinwand zu sehen und vor allem die Schauspieler zu treffen. Der Trailer zum Buch steigert die Spannung und Vorfreude.

Ein Klick auf den Wolf und ihr gelangt zum vollständigen Artikel auf dem Blog.Lovelybooks. Dort habt ihr die Möglichkeit ein bereits signiertes Exemplar von „Ruht das Licht“ zu gewinnen. Seid kreativ und kommentiert, was ihr an Wölfen so faszinierend findet.

Ein Sommer aus Stahl – Silvia Avallone

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Unser Sommer neigt sich dem Ende zu, es wird Herbst. Ein Sommer aus Stahl ist genau für diese Jahreszeit gemacht, finde ich, und ich habe jede Seite des Buches genossen. Mehr möchte ich nicht dazu sagen, außer: lasst es auf euch wirken, taucht vor allem tief in das Buch ein, öffnet euch für eine Ladung von Emotionen und macht euch für diesen gewaltigen Roman bereit. Ein Buch was ich nie vergessen werde, eine literatwoische Empfehlung.

Sommerlektüre für den Strand? Eher nicht, aber dafür ein richtiger Sommer aus Stahl. Ein Geflecht so dick wie ein Stahlband verbindet die Freundinnen Anna und Francesca, aber es scheint dünner zu werden. Der Sommer streckt seine Fühler aus und bringt nicht nur ihr jahreslang dicker gewordenes Stahlband zum Schmelzen. Die Pubertät verändert nicht nur die Körper der beiden fast 14-jährigen, sondern auch ihre Denkweisen und Gefühlswelten.

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