Kategorie: Kinder- & Jugendbuch

Love letters to the dead ~ Ava Dellaira

Love Letters to the Dead ~ Ava Dellaira
Love Letters to the Dead ~ Ava Dellaira

Liebe Melanie Thornton,

du wunderst dich bestimmt, warum ich dir schreibe. Darf ich dich einfach duzen? Ich mach es einfach, da ich mich dir so näher fühle. Wahrscheinlich wunderst du dich überhaupt nicht über die Zeilen, da dich mein Brief nie erreichen wird. Du bist leider schon vor einigen Jahren von uns gegangen und ich war damals sehr erschüttert und bin es heute immer noch. Am 24. November 2001 wolltest du nach Zürich fliegen. Das Flugzeug stürzte ab. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit höre ich mein Lieblingslied von dir:  „Wonderful Dream“ – ich nenne es immer „CocaCola-Song“. Ich liebe es so sehr.

Warum ich dir schreibe?

Ich habe gerade Ava Dellairas Werk Love Letters to the Dead (cbt) beendet und mir war sofort klar, dass ich meine Gefühle und Gedanken nur anhand eines Briefes an dich niederschreiben kann.

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[Pippilothek] Eine Bibliothek wirkt Wunder…

Pippilothek - Eine Bibliothek wirkt Wunder
Pippilothek – Eine Bibliothek wirkt Wunder

Ihr wart noch nie in einer Pippilothek? Echt nicht? Ehrlich gesagt…scheinbar keiner von uns, denn wir besuchen keine Pippilothek, sondern eine Bibliothek, richtig?

Gestern hat mir diesen kleinen Geschenkbuchschatz mein liebes Lesebienchen in die Hand gedrückt. Ich so: „Pippilothek?“ Sie so: „Kennst du die Pippilothek nicht? Aber schnell hinein mit dir.“

Gesagt, getan. Wobei ich wohl eher der flüchtenden Maus hinterher schaute, denn die rannte weg. Sie wurde von keiner Katze gejagt, wie ihr jetzt vielleicht denkt. Nein – anders – von einem Fuchs. Ganz genau – von einem Fuchs. Sie schaffte es gerade noch rechtzeitig in die Bibliothek. Als der Fuchs sich allerdings auch Einlasse verschaffte (er zwängte sich durch ein enges Rohr), musste die Maus mit Worten überzeugen, um nicht sofort gefressen zu werden. (mehr …)

In deinen Augen ~ Maggie Stiefvater

In deinen Augen ~ Maggie Stiefvater
In deinen Augen ~ Maggie Stiefvater

Nun ist es soweit, alle drei Bände stehen nebeneinander, die Trilogie ist komplett. Nach dem Sommer, Ruht das Licht,In deinen Augen (Script5) von Maggie Stiefvater leuchtet, glänzt und ist abgerundeter als manch andere Reihe. Die feinen optischen Unterschiede sind die gewählten Titel, die nebeneinander den Satz „Nach dem Sommer ruht das Licht in meinen Augen“ ergeben, mehr als romantisch.

Dennoch habe ich mich eher zögerlich dem dritten Teil genähert, in dem Wissen, Grace und Sam ein letztes Mal zu begegnen. Und dann? Werden Sam und Grace ein Paar und können als Menschen für immer zusammen bleiben? Werden sie beide am Ende Wölfe oder wird die Trilogie so enden, dass einer der beiden lebenslang ein Wolf und der andere lebenslang ein Mensch bleibt?

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Ruht das Licht ~ Maggie Stiefvater

Ruht das Licht ~ Maggie Stiefvater
Ruht das Licht ~ Maggie Stiefvater

Unglaublich, aber wahr. Grace und Sam können endlich ein Leben gemeinsam leben.

Über einen langen Zeitraum haben die beiden von genau dieser Zeit geträumt und es schien nie möglich zu sein, dass dieser Traum sich tatsächlich erfüllen kann. Verbotenerweise übernachtet Sam regelmäßig bei Grace und wenn sie nicht gerade in der Schule und Sam nicht gerade im Buchladen arbeitet, verbringen sie nun jede freie Minute miteinander. Endlich, beide können ihr Glück kaum fassen. Sam scheint geheilt, die Temperaturen können ihm nichts mehr anhaben. Egal ob warm oder kalt, er verwandelt sich nicht mehr in einen Werwolf.

„Ein winziger Tropfen in dem Meer von Zeit, das unser gemeinsames Leben war.“

Doch als ob es den beiden nicht gegönnt ist, scheint ihr Glück des Zusammenseins wieder in Gefahr zu sein. Graces Eltern haben das junge Paar in der Nacht, in der es Grace überhaupt nicht gut ging und sie hohes Fieber hatte, entdeckt. Sie hassen Sam und wollen nicht, dass sich Grace im Alter von 17 Jahren in eine feste Beziehung begibt und erst Recht nicht mit Sam. Sie sind erbost und verbieten weitere Treffen und erteilen Grace Hausarrest. Doch dies ist nicht das größte Problem, denn seit einiger Zeit geht es ihr nicht gut. Sie ist immer noch krank und es scheint nicht nur das Fieber zu sein, was nicht wieder verschwinden will. In ihr tobt eine Ahnung, was es sein könnte, doch diese Ahnung möchte sie lieber für sich behalten.

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Zum Glück bemerkt mich niemand…dachte ich ~ Liv Marit Weberg

Zum Glück bemerkt mich niemand...dachte ich ~ Liv Marit Weberg
Zum Glück bemerkt mich niemand…dachte ich ~ Liv Marit Weberg

Lagerfeuer außer Kontrolle

Seit unserem ersten Gespräch am Lagerfeuer („Der Wald der träumenden Geschichten“ ~ Malcolm McNeill) wussten wir, dass wir bald wieder ein Buch gemeinsam lesen und dann darüber plaudern wollen.

Schnell waren wir uns einig, dass es der Roman Zum Glück bemerkt mich niemand…dachte ich  von Liv Marit Weberg (FISCHER SAUERLÄNDER) sein soll. Ein Lagerfeuer läuft so ab, dass jeder für sich liest und dann stellt jeder seinem Gegenüber 3 bis 5 Fragen. Bei diesem Lagerfeuer lief alles komplett anders. Der Roman brachte das ganze Lagerfeuergespräch außer Kontrolle.

Wir haben das 223 Seiten Werk relativ schnell verschlungen und waren erstmal sprachlos. „Durchwachsen…untenschlossen…also ähnlich wie bei dir…“ so die ersten Worte zum Gesamtwerk.

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[Blogtour] Liebeskinder-Interview ~ Jana Frey

Liebeskinder ~ Jana Frey
Liebeskinder ~ Jana Frey

Es gibt Romane, die lassen dich nicht mehr los, die erschüttern dich, fesseln dich, drängen dich in eine Ecke. Es gibt Romane, die dich schmunzeln lassen, dir Schmerzen bereiten, obwohl sie ohne Gewalt sind, dich zum Weinen bringen, dich erschrecken und so zurücklassen, dass du mehrere Tage lang zu keinem neuen Roman greifen kannst. „Liebeskinder“ gehört genau in diese Kategorie und hat sich in mir nicht nur festgebrannt, sondern regelrecht in meine Leserhaut eingeätzt.

Jana Freys Werk werde ich nicht vergessen, es gehört ab sofort zu einem der Bücher, die meinen Leseweg speziell markiert haben. Die Worte die dieser Roman verdient, müssen erst noch erfunden werden. Wahnsinn – so viele Gefühlsebenen habe ich lange nicht durchlebt, solchen Lebenssituationen musste ich mich lange nicht stellen.

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Anders ~ Andreas Steinhöfel

Anders ~ Andreas Steinhöfel
Anders ~ Andreas Steinhöfel

Ein besonderes Buch – eine große Überraschung – zwei Mädels am Lagerfeuer.

Sind wir nicht alle etwas „Anders“?

Verena Julia und ich laden euch ganz herzlich zu uns ans Lagerfeuer ein. Wir unterhalten uns heute überAnders (Carlsen / Imprint Königskinder) von Andreas Steinhöfel. Ich wurde mit diesem Werk (signiert!) von Verena Julia zu Weihnachten überrascht und habe  damit mein Lesejahr 2015 eingeläutet.

Setzt euch, rutscht ran, nehmt euch ein warmes Getränk, ein paar Knabbereien und lauscht…

Binea fragt ~ Verena Julia antwortet

Beim Lesen muss der Funke überspringen. Gerade der Funke von Leser zu Hauptprotagonist. So geht es mir zumindest. Wie siehst du das und konntest du dich mit Felix bzw. Anders identifizieren?

Mir geht es in der Regel auch so. Tue mich auch immer sehr schwer, wenn ich niemanden finde, der mir sympathisch ist oder in den ich mich hineinversetzen kann. Durch die Identifizierung wird das Lesen für mich ganz anders. Viel aufregender, viel tiefer und es gewinnt an Tempo. Anders ist ja nun wirklich anders, aber mir war er von Anfang an sehr sympathisch. Mir hat es Riesenspaß gemacht in seinen Kopf gucken zu können – seine Gedanken und Gefühle sind in meinen Augen immens wichtig für die Geschichte.

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Legend – Berstende Sterne von Marie Lu

Legend – Berstende Sterne

Berstende Sterne – der dritte Teil der Dystopie von Marie Lu ist nun gelesen. Der Fallende Himmel löste pure Begeisterung aus, der Schwelende Sturm dämpfte die Begeisterung und nun? Wie lautet das Fazit zum Dreiteiler?

Es ist natürlich nicht einfach, über einen dritten Band zu berichten, wenn man nichts verraten möchte. Wie schon zu den anderen, mag ich natürlich auch hier nicht spoilern.

Vorweg lobe ich aber dieses wundervolle Notizbuch, welches mich bei allen drei Bänden begleitet hat. Im Nachhinein kann ich nun immer wieder sehen, welche Stellen mich genau bewegten und was ich zu den Charakteren notiert habe. Zudem sind unplausible Stellen unter Diskussionsbedarf vermerkt und ich stelle fest, es sind keine Punkte mehr offen. Marie Lu hat es geschafft, von Anfang bis Ende am roten Faden zu bleiben und so zu enden, dass aus drei eckigen Büchern eine runde Sache wird.

So sollte es sein, um den Leser zu begeistern.

Legend – Berstende Sterne

8 Monate später

8 Monate sind vergangen. June und Day sind getrennt. Das Land steht vor einem Neuanfang. Wir erfahren zu Beginn, wo sich die beiden Hauptprotagonisten aufhalten, welchen Tätigkeiten sie nachgehen und wie es ihnen in der letzten Zeit ergangen ist. Und dann beginnt es spannend zu werden. Ein Virus bricht aus und June muss Day um etwas bitten, was alles zerstören kann…

Klingt spannend? Ist es auch, wenn man den zähen Beginn bewältigt hat. So zäh wie Teil 2 ist er nicht, die Spannung ist fühlbar, bis sie letztendlich um sich greift und uns Leser nicht mehr atmen lässt.

Gerade in einem dritten Band sind uns die Charaktere so vertraut, dass wir oft der Meinung sind, diese durch und durch zu kennen. Marie Lu lässt uns in dem Glauben, um uns dann zu zeigen, dass wir dies doch nicht behaupten können. Ihre Protagonisten sind Erwachsener geworden, wir dürfen andere Handlungen erwarten, denn Jund & Day haben von den vielen Ereignissen Wunden.

Legend – Berstende Sterne

Berstende Sterne

Eine Dystopie ist oftmals keine Liebesgeschichte, ganz klar. Dennoch kommt die Liebe zum Einsatz, so ist eben das Leben, ganz egal ob Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart. Die Liebe ist ein wichtiges Element und wem dieses in Fallender Himmel und Schwelender Sturm zu kurz kam, darf sich jetzt freuen.

Autorin Marie Lu lässt in Berstende Sterne den Emotionen freien Lauf. Sie packt uns Leser am Herz und zeigt uns, was in den heftigen Zeiten, in denen der Virus tobt, passieren kann.

Außerdem wird im letzten Teil jede noch offene Frage beantwortet, das Puzzle ist fertig. Es gibt viel Krieg, es gibt viel Liebe und es gibt einen fantastischen Abschluss, der befriedigt und ausatmen lässt.

Wie auch in den beiden Büchern zuvor, dürfen wir Leser abwechselnd die Perspektive von June und von Day einnehmen, was die Spannung oben hält.

Achso – sagte ich, dass der Abschluss befriedigt ausatmen lässt? Das Ende ist völlig, aber wirklich völlig anders als erwartet, es endet sehr abrupt und die Frage „Und jetzt?“ steht im Raum.

Legend – Berstende Sterne

„Und jetzt?“ lasse ich euch genau mit dieser Frage zurück, denn diese wird beantwortet werden. Ich finde die Antwort sagenhaft und eben diese Antwort lässt mich strahlend auf eine aus meiner Sicht gelungene Dystopie zurück blicken.

Es sind nicht viele Dystopien in meinem Regal zu finden, „Legend“ darf aber bleiben. Legend = legendär? Die Frage ist noch offen und ich sage einfach: JA.

Eure

Finstermoos ~ Janet Clark

Finstermoos ~ Aller Frevel
Finstermoos ~ Aller Frevel Anfang ~ Janet Clark

Ich bin Stephanie Entner, 1962 geboren, verheiratet, Mutter zweier erwachsener Kinder.

Seit Oktober 2013 habe ich einen Blog „Das kleine Büchercafé“ auf Facebook und im www unter daskleinebuechercafe.de.

Das kleine Büchercafé ist entstanden, weil ich nicht nur gerne lese, sondern auch backe und koche. Gibt es etwas Schöneres als seine Hobbys zu vereinen?

Hin und wieder finden bei mir auch Wohnzimmerlesungen statt. Das finde ich eine tolle Sache, so kommt man nicht nur mit Autoren, sondern auch mit vielen anderen „Lesern“ ins Gespräch. Es macht auch Spaß sich bei andern Bloggern ins Wohnzimmer zu begeben, diese Atmosphäre ist schon besonders.

Finstermoos ~ Aller Frevel Anfang ~ Janet Clark
Finstermoos ~ Aller Frevel Anfang ~ Janet Clark
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Allee der Kosmonauten ~ Anne Krüger

Allee der Kosmonauten ~ Anne Krüger
Allee der Kosmonauten ~ Anne Krüger

Wart ihr schon einmal in Berlin? Ja, oder? Aber wart ihr schon in der Allee der Kosmonauten? Nein? Da geht es uns wohl ähnlich, wobei ich mich lesend vor einem Monat in diese Allee begab.

Anne Krügers Roman (sript5) zieht gerade große Kreise im Internet und ab sofort in den Buchhandlungen – was ich richtig, richtig gut finde. Ich reihe mich in den Kreis mit ein und empfehle euch: Steigt alle in die kleine orange Rakete ein und lest euch fliegend an Mathildas Seite durchs Leben.

Von was habt ihr als Kind eigentlich geträumt? Wolltet ihr Feuerwehrmann werden oder Krankenschwester? Mathilda lebt in Berlin und sie wollte als Kind unbedingt Kosmonautin werden. Doch wie soll das gehen, wenn man nicht schwindelfrei ist und einen die kleinste Höhe schon dazu bringt, seinen Mageninhalt der Öffentlichkeit zu präsentieren? Da bleibt nur eines übrig: weiterhin von Juri Gargarin schwärmen und einen passenderen Berufswunsch finden.

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