Kategorie: Autoren

[„finnisch lesen – lue suomi“] Juha Itkonen & Peter Jackob

Literatwo: Ein flüchtiges Leuchten ~ Juha Itkonen
Literatwo: Ein flüchtiges Leuchten ~ Juha Itkonen

Mit „Ein flüchtiges Leuchten“ hat Juha Itkonen einen Familienroman von enormer Kraft geschaffen, dessen Figuren so nah an unserem eigenen Leben gezeichnet sind, dass wir uns im Spiegel der vergangenen fünfzig Jahre selbst zu beobachten meinen. Itkonen erzählt in Rückblenden von drei Generationen der Familie Vuori: Beständig ändern sich die äußeren Bedingungen, das Leben wird immer fortschrittlicher – und doch müssen die Untiefen zwischenmenschlicher Beziehungen von jedem aufs Neue ausgelotet werden.

Über die Autor:

Sein erster Roman war für den Finlandia-Preis nominiert und gewann den Kalevi-Jäntti-Preis. Mit seinen weiteren Romanen war er nomminiert für diverse finnische Literaturpreise und gewann u. a. den State Fiction Award sowie den Ehrenpreis des Finnischen Schriftstellerverbands. Eine Auswahl seiner Werke erschien auch in Norwegen und Schweden. Juha Itkonen hat außerdem ein Kinderbuch mit seiner Frau, der Grafikerin Maija Itkonen, und zuletzt ein Theaterstück geschrieben. Aktuell arbeitet er an seinem sechsten Roman.

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[キッチン] Kitchen ~ Banana Yoshimoto

Literatwo: Banana Yoshimoto ~ Kitchen
Literatwo: Banana Yoshimoto ~ Kitchen

Gestern hat die japanische Autorin ihren 50, Geburtstag gefeiert und ich möchte ihr heute nachträglich gratulieren und ihr hier einen Platz geben.

7 Jahre ist es her, das ich in das Werk der Autorin Banana Yoshimoto abgetaucht bin. Ich habe es damals oft mit mir herum getragen, darin hin und her geblättert und einzelne Sätze mehrmals gelesen.

7 Jahre sind eine lange Zeit und man kann dem Roman ansehen, dass er nicht nur von mir gelesen wurde. Das Cover ist leicht geknickt, der Buchschnitt etwas angegilbt und doch sind die Seiten im Inneren blütenweiß und die schwarze Schrift sticht ins Auge und ruft „liest mich“.

Lesebienchen hat den Roman vor vier Jahren gelesen und schrieb folgende Worte:

„Ein wunderbares Buch über Einsamkeit, Verlust, aber auch die Liebe. Banana Yoshimoto gelingt es durch eine eindringliche, präzise Sprache die Gefühle ihre Protagonisten lebendig werden zu lassen. Man verfolgt als Leser gebannt die Entwicklung von Mikage, Yuichi und Eriko und ganz sanft bahnt sich in der Dunkelheit des Todes ein kleiner Lichtschimmer an, der langsam Gestalt annimmt.“

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[Wanderbuch ~ Autoren fragen Leser] Wo ein bisschen Zeit ist von Emil Ostrovski (1)

Wo ein bisschen Zeit ist
Literatwo: Wo ein bisschen Zeit ist ~ Emil Ostrovski

ES GEHT LOOOHHHOOOS!

Lange habe ich euch hingehalten, aber heute geht es los. Pünktlich zum Verkaufsstart möchte der Roman von Emil OstrovskiWo ein bisschen Zeit ist (FJB) auf Reisen gehen.

Es ist Wanderbuchzeit bei Literatwo und ich suche EUCH!

Wer möchte Teil der Aktion werden und…

…den Roman innerhalb 3 bis 5 Tage lesen…

…während des Lesens im Roman Notizen, Kennzeichnungen etc. machen…

…drei Fragen des Autors beantworten…

und

…ein 2 Sätze Fazit verfassen?

DU? Na dann mach ganz einfach mit!

Schreib bitte einen Kommentar unter diesen Artikel und begründe, warum du mitlesen möchtest und sende zudem eine Email an: Literatwo@aol.de.

Morgen Abend werde ich die Wanderbuch-Teilnehmer(innen) nennen und am Samstag geht das Buch schon auf die Reise!

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[„finnisch lesen – lue suomi“] Pekka Hiltunen

Literatwo: Die Frau ohne Gesicht ~ Pekka Hiltunen
Literatwo: Die Frau ohne Gesicht ~ Pekka Hiltunen

Als die Grafikerin Lia morgens im Bus zur Arbeit fährt, wird sie Zeugin eines grauenhaften Fundes: Eine Leiche, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, wird im Kofferraum eines Autos entdeckt – die Nachrichten berichten vom brutalen Mord an einer Prostituierten.

Am gleichen Tag lernt sie Mari kennen, eine schöne junge Frau mit einer ungewöhnlichen Fähigkeit: Sie kann Menschen »lesen«. Schneller, als sie sich wünscht, findet Lia sich in Maris mysteriösem Team wieder, auf der Jagd nach brutalen Menschenhändlern und korrupten Politikern. Bis sie plötzlich in eine hochgefährliche Situation geraten …

Hat Mari Lias Leben leichtfertig aufs Spiel gesetzt?

Über den Autor:

»Die Frau ohne Gesicht« ist Pekka Hiltunens Debüt als Krimiautor. Er schreibt meistens in Hotelzimmern, denn als Herausgeber des finnischen Reisemagazins Mondo ist er viel unterwegs.

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[„finnisch lesen – lue suomi“] Franz Friedrich & Kati Hiekkapelto

Literatwo: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr ~ Franz Friedrich
Literatwo: Die Meisen von Uusimaa singen nicht mehr ~ Franz Friedrich

Franz Friedrich erzählt in seinem Debüt von entlegenen Inseln, der Liebe und der Suche nach dem richtigen Leben in unserer Zeit.

Eine Dokumentarfilmerin dreht auf Uusimaa ihren einzigen Naturfilm. Im heißesten Februar seit Menschengedenken trifft eine amerikanische Studentin in Berlin auf eine rätselhafte Chorgruppe. In Brüssel verlässt ein junger Filmemacher Frau und Kind. Franz Friedrich nimmt uns mit in eine einsame Waldhütte, auf einen finnischen Eisbrecher und in das Innere eines abstürzenden Flugzeugs. Und plötzlich, nach zwei Jahrzehnten unerklärbarer Stille, fangen die Meisen auf der Insel Uusimaa wieder an zu singen. Die Konturen einer Zukunft blitzen auf und die Zerwürfnisse unserer Zeit werden sichtbar. Dieser Debütroman legt vorsichtig eine neue Wirklichkeit über unsere alternativlos erscheinende Gegenwart.

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[„finnisch lesen – lue suomi“] Selja Ahava & Johan Bargum

Der Tag an dem ein Wal durch London schwamm - Selja Ahava
Der Tag an dem ein Wal durch London schwamm – Selja Ahava

„Wäre es möglich, Augenblicke einzufrieren, würde ich diesen in eine Plastikdose legen. Dann könnte man den Winter über davon zehren.“ Als es Anna immer weniger gelingt, ihre Erinnerungen festzuhalten, und ihr Gedächtnis langsam unzuverlässiger wird, klammert sie sich an Wortlisten („Stein, Birke, Gras, Stuhl“) und erfindet Wörter für Dinge, die keinen Namen haben. Im Lauf der Jahre trotzt sie den Zumutungen des Alltags mehr und mehr mit ihrer Vorstellungskraft.

Als alte Frau blickt Anna zurück auf ihr Leben, so, wie sie sich daran erinnert, an schöne wie an schwere Momente, an die Zeit in Finnland wie auch den Neuanfang mit Thomas in England. Vor allem erinnert sie sich an ihr Häuschen mit den blauen Vorhängen auf einer Schäreninsel, inmitten von Möwen, Schilf und krummen Kiefern, wo sie die Sommer mit ihrer großen Liebe Antti verbrachte – und natürlich an den Tag, an dem ein Wal durch London schwamm.

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[Erzählung] Gaudí in Manhattan ~ Carlos Ruiz Zafón

Gaudí in Manhattan - phantastische Erzählung
Gaudí in Manhattan – phantastische Erzählung

Egal ob Roman oder Erzählung – wenn der Meister schreibt, können wir Leser einfach nur staunen.

Zafón ist Zafón ist Zafón ist Zafón!

Nach der Vorstellung der zwei Romane Marina und Der Fürst des Parnass möchte ich euch heute die phantastische Erzählung „Gaudí in Manhattan“ näher bringen.

Ein jeder Zafón Fan wird dieses Werk kennen – dieses kleine aber feine Büchlein, welches sich gut zum Verschenken eignet und unbedingt einen Platz im Bücherregal haben muss. Recht unscheinbar wirkt es neben seinen anderen Werken. Unscheinbar gibt es allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Meister, denn wer Zafón kennt, ist sich bewusst, dass er auch mit wenigen Worten und auf nicht einmal 60 Seiten überzeugen kann.

Miranda ist Architekturstudent und bettelarm, im Gegensatz zu seinen Studienkollegen. Selbst sein Tutor betitelt ihn als Bettler, aber das ist Miranda egal, denn der Tutor spricht von Gaudí. Gaudí. Spanischer Architekt und Vorbild Mirandas. Ein Gehilfe wird gesucht, ein Dolmetscher, der Gaudí auf seine Reise nach New York begleitet.

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[wuff] Plampi sieht rot ~ Mirjam H. Hüberli

Plampi sieht rot -
Plampi sieht rot – Nur eine Nacht

*wuffwuffwuff*

Ja Plampi, ich mach ja schon.

*wuffwuffwuff*

Ja, ich weiß, du bist schon ganz aufgeregt, da ich gleich allen erzählen werde, was du schon wieder erlebt hast.

*wuff* *wuff* *wuff*

Du magst selbst erzählen? *wuff* *winsel* *wuff* Okay – dann übersetzte ich mal deine Hundesprache, damit die Menschen auch alles verstehen.

*wuff* Hallo, ich bin Plampi. Ihr kennt mich doch, schließlich habe ich schon einmal hier auf Literatwo gebellt. Wisst ihr noch? Nur eine Nacht – das war vielleicht ein Abenteuer. Hui, wenn ich daran nur denke. Das war ein ganz schön wildes Abenteuer.

Plampi sieht rot -
Plampi sieht rot – und wie!

Was ich jetzt allerdings erlebt habe, haut dem Pudel die Krone vom Kopf. Mein Problem nannte sich „Botsch“. Botsch – klingt wie, na lassen wir das. Jedenfalls hat er mich ganz schön beschäftigt.

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[Daniel Glattauer] Drei Romane auf einen Streich…

Daniel Glattauer

3x Glattauer! Heute gibt es nicht nur eine Rezension zu lesen, sondern gleich drei.

Drei? Warum?

Weil der Herr Glattauer auf Literatwo nicht fehlen darf. Seit 2008 sollte er nun eigentlich schon einen Platz in der Villa gefunden haben. Herr Glattauer ist also längst überfällig und wenn er schon einzieht, dann nicht nur mit einem Roman.

Also macht euch bereit für drei Romane aus der Glattauer-Feder 🙂

Gut gegen Nordwind

Heute schon im Spam-Filter nachgesehen?
Nein? Sollten Sie tun, denn evtl. kündigt gerade jemand ein Zeitungsabo und hat sich bei dem Namen des Empfängers verschrieben.

Genau das ist Emma Rothner, auch Emmi genannt, passiert. Das Zeitungsabo „Like“ hat ausgedient und Emmi kündigt dieses kurzerhand. Durch ihren berühmt berüchtigten I-Tippfehler landet ihre Email nicht beim eigentlichen Adressat, sondern bei Leo Leike. Als Emmi keine Kündigungsbestätigung erhält, schreibt sie erneut eine Email. Diesmal erhält sie Antwort, jedoch von einem Mann, der ihr bis dahin unbekannt ist. Dies ändert sich schlagartig, denn beiden hegen durch dieses ungewöhnliche Aufeinandertreffen schnell Sympathie für einander.

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[RESPEKT] „Der Distelfink“ – Donna Tartt

Der Distelfink - Donna Tartt
Der Distelfink – Donna Tartt

Als erstes einfach mal: RESPEKT!

Wisst ihr was ich hatte, als ich den Distelfink auf mich zu flattern sah und er sich schließlich vor mir niedersetzte?

Ohne einen Arzt für bibliophile Menschen aufgesucht zu haben, würde ich es „Lesehemmung“ nennen. Oder auch RESPEKT. Denn dieser Roman hat es mit seinen über 1000 Seiten in sich. 1022 Seiten in einem Buch und nicht 1022 Seiten in ca. drei Büchern.

Aber es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an, nicht wahr? Also habe ich die ersten Seite aufgeschlagen und begonnen zu lesen. Doch irgendwie wollte der Distelfink mich nicht so recht mit auf seine Flugreise nehmen. Irgendwie kam ich immer wieder ins Stocken und erst nach 40 Seiten löste sich mein „Reinfindproblem“ in Luft auf und verwandelte sich ins Gegenteil. Im Nachhinein verstehe ich selbst nicht, warum ich nicht vom ersten Wort an geflogen bin. Als ich nach knappen zwei Wochen den Roman beendete, begab ich mich zurück zum Anfang und schüttelte nur den Kopf, denn nichts, aber auch gar nichts, konnte ich als Begründung finden.

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