Kategorie: Kinder- & Jugendbuch

[Rezension, News & Interview] „Scherbenpark“ – Alina Bronsky

Scherbenpark - ein signiertes Exemplar von der Autorin persönlich
Scherbenpark – ein signiertes Exemplar von der Autorin persönlich

Drei Jahre ist es her, als ich Scherbenpark las. Drei Jahre ist es her als ich meine Rezension mit den Worten „Frau Bronsky, ich warte auf Nachschub.“ beendete.

Und was ist heute?

Heute erfahren wir, dass „Scherbenpark“ schon sehr bald auf den Kinoleinwänden zu sehen ist.

Zudem tauchen wir tief in ihrem neuen RomanSpiegelkind und haben bereits zwei Rezensionen zu ihrem Werk verfasst. Es gibt sogar ein handgemaltes Bild von Peggy Steike, eine Art malerische Rezension, welches jetzt im Besitz von Alina Bronsky ist. Eine magische Begegnung – unbedingt anschauen und darin versinken.

Aufgeregt warten wir jetzt auf den zweiten Teil „Spiegelriss“ und sind im Bronsky-Lesefieber.

Aber nun zurück zu Scherbenpark. Ihr Erstlingswerk ist noch gut in Erinnerung. Damals wurde es für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und ich habe es signiert von der Autorin persönlich zugeschickt bekommen.

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„Blumen für den Führer“ – Jürgen Seidel

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„Blumen für den Führer“ ist der erste Roman der Betrogenen-Trilogie aus der Feder Jürgen Seidels. Im klassischen Sinne handelt es sich hierbei nicht um eine Trilogie, sondern um drei unabhängige Bücher bei denen der Nationalsozialismus die Klammer um die gesamte Handlung bildet.

ABER – bevor wir euch jetzt dieses Werk näher bringen wollen, ein paar Worte vorab.

Literatwo gibt es nun schon fast drei Jahre und wir blicken auch gern zurück, wie ihr wisst. Genauso gern lesen wir auch zurück. Klingt komisch? Ist aber so, denn besagten ersten Roman haben wir uns gemeinsam gekauft, als wir im März 2010 die Buchmesse in Leipzig besuchten und natürlich gemeinsam gelesen.

Eigentlich war uns so als ob wir euch dieses Werk, welches in der Zeit des Nationalsozialismus spielt, schon längst vorgestellt hätten. Doch in der großen Literatwo-Bücherflut konnten wir es nicht finden und auch sonst zeigte uns die Weite des Internets an, dass keine Rezension von uns zu finden ist.

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Schattengrund von Elisabeth Herrmann – ein Winteralbtraum

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Elisabeth Herrmann? Ehrlich gesagt, sagte uns der Name der Autorin nichts. Wir sind zwar belesen und strecken unsere Bücherfinger auch so breit gefächert wie möglich aus, um an den Bücherbällen der Welt zu bleiben, aber Frau Herrmann ist für uns Neuland.

Der eindringlichen Empfehlung: „Lest unbedingt ihren neuen Roman „Schattengrund“, von dieser Autorin müsst ihr etwas gelesen haben!“ kamen wir also so schnell es ging nach und sind nun mehr als froh, ein Werk aus der herrmannschen Schreibfeder gelesen zu haben.

Wir lieben Thriller, wenn diese bereits im Prolog fesseln und nur ganz leicht ahnen lassen, in welche Richtung es gehen wird. Ganz leicht ahnten wir, auf was wir uns gefasst machen können. Dass dieses anfangs noch leichte Ahnen, uns so gewaltig packen und durcheinander wirbeln wird, war uns nicht klar. Absolut nicht.

„Eines Tages wird jemand kommen, der im Dunkeln sehen und das Flüstern im Sturm hören kann. Dann werden die Steine weinen und die Vögel tot vom Himmel fallen und die Tränen, die Tränen aus Eis werden tauen.“

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Dark Angels` Fall – die Versuchung

Dark Angels´ Summer – Dark Angels´ Fall Die Versuchung

Die Versuchung ist da! Gar nicht viel Zeit ist vergangen, seit ich Teil Eins der Tetralogie gelesen habe.

Dark Angels´Summer – Das Versprechen – ein grandioser Auftakt der Autorinnen Kristy und Tabita Lee Spencer.

Wir haben uns gefreut, beide Autorinnen bereits persönlich getroffen zu haben. Auf der Buchmesse in Frankfurt sind uns beide hinter gestürmt, um uns kurz kennenzulernen und über ihre Werke zu reden.

Großer Dank nochmal von uns, dass ihr uns im Messetrubel gesichtet habt 🙂

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„Ein Flüstern in der Nacht“ von Moya Simons

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Es gibt immer wieder Bücher in unserem Leben, die uns an den Wurzeln unserer Existenz berühren und Fragen aufwerfen, vor deren Beantwortung wir eher zurückschrecken. Wie hätten wir uns in den Jahren der NAZI-Diktatur verhalten? Wie hätten wir auf die Ungerechtigkeit in unserem Umfeld reagiert – und wesentlich schlimmer – wie wären wir damit umgegangen, wenn wir zur Gruppe der Verfolgten gehört hätten?

Gedanken, die unbeantwortet im Raum stehen. Gedanken, die keine Antworten finden und oftmals Gedanken, die verdrängt werden möchten. Vielleicht aus Angst vor der einen Antwort, die den Atem rauben könnte: Feigheit, Selbstaufgabe oder Willenlosigkeit.

Ein Flüstern in der Nacht von Moya Simons (CBJ) ist im Bereich der aktuellen Jugendbücher (Erscheinungsdatum: 22.10.2012) ein leuchtendes Beispiel für eine aufrüttelnde, emotionale und doch hoffnungsvolle Geschichte im dunkelsten Kapitel der deutschen Zeitgeschichte. Der auf realen Fragmenten beruhende Roman ist ein zeitloser Zeitzeuge, der Jugendliche zur rechten Zeit mit den wesentlichen Fragen des Lebens konfrontiert und uns Erwachsene einen tiefen Blick in die eigene Lebensphilosophie werfen lässt.

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Bettina Belitz überzeugt! „Linna singt“ … sich ins Herz!

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NEIN!

Das Wort NEIN kann man verschieden aussprechen und auch verschiedene Gefühle dabei haben. Dieses NEIN ist ein Nein, was mich in einen regungslosen Zustand versetzt, mir den Atem raubt und ich mich fühle als ob ich in ein tiefes Loch weit unten falle, ohne Boden. Ein Nein was ich schon einmal fühlte, aber aus diesem Nein konnte ich dennoch etwas machen. Ich konnte noch irgendwie handeln, die gefühlte Endgültigkeit irgendwie stoppen. Das funktioniert zum Glück in der Realität ab und an, mit viel Kraft, sehr viel Kraft, aber bei einem Romanende funktioniert es eben nicht.

So endete für mich „Linna singt(Script5) von Bettina Belitz. Ich hoffte ein paar Tränen wären alles, doch NEIN war das Ende, was nicht gleichzusetzen mit dem Tod ist.

Bettina Belitz war für mich, ich kann es leider nicht anders sagen, eine Autorin von der ich keine Bücher mehr lesen wollte. Das klingt hart, ist es auch. Aber, ja es gibt ein aber, was ich begründen möchte. Ich las „Splitterherz“ verliebte mich in den Roman und wartet auf die Fortsetzung. “Scherbenmond” ließ die Liebeflamme erlöschen, durch zu viel Fantasykitsch und Vorhersehbarkeit und es gab keinen Grund, noch Teil drei der Trilogie zu lesen. Es war definitiv zu Ende für mich und es sollte keinen weiteren Versuch geben.

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Legend – Fallender Himmel von Marie Lu

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Fallender Himmel

Unser erstes Gefühl, als wir uns dazu entschlossen, den Jugendroman „Fallender Himmel“ von Marie Lu gemeinsam zu lesen: wieder einmal. Wieder einmal eine Trilogie, wieder einmal eine düstere Dystopie und wohl wieder einmal eine dramatische Liebesgeschichte in einer eigens dafür geschaffenen Szenerie.

Wie oft haben wir uns frohen Mutes auf die mehrteiligen Lesewege begeben, die uns genau an die Schwelle einer solchen Geschichte brachten und wie oft haben wir dann im Laufe der Fortsetzungen festgestellt, dass der jeweils außergewöhnlichen Grundidee sehr oft auch grundlegende Schwächen folgten.

„Die Tribute von Panem“ hatten am Ende jede nachvollziehbare emotionale Plausibilität verloren, Auswahl und Flucht konfrontierten den Leser bereits im zweiten Teil mit einer schwer nachvollziehbaren Trennung der Protagonisten (wohl um das Buch auf drei Teile zu strecken). Und bei Bestimmung hegten wir bereits im ersten Teil grundsätzliche Zweifel an der Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen der handelnden Personen.

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„Zu schnell“ von John Boyne… Eine Sekunde, die alles verändert

81127_Boyne_zuschnell_P04_DEF.inddEs sind die Augenblicke im Leben, die auf einen Schlag alles verändern können, vor denen wir uns oftmals so sehr fürchten. Es sind diese schicksalhaften Momente, die das bisherige Leben in ein DAVOR und DANACH aufteilen. Es ist unsere Angst vor der Hilflosigkeit im Angesicht dieser Situationen, die uns nachts aufschrecken lässt. Es ist eine menschliche Urangst, die uns allen innewohnt.

Zu schnell“ von John Boyne greift dieses Thema auf einzigartige Weise auf. Er wählt nicht nur die Perspektive eines 12jährigen Jungen, dessen Leben sich in genau dieser einen Sekunde dramatisch verändert, John Boyne geht noch einen bedeutenden Schritt weiter und erzählt diese Geschichte in der Sprache eines Heranwachsenden. Dieses Stilmittel erzeugt eine unmittelbare Nähe zum Protagonisten und lässt uns in eine Situation eintauchen, die so noch nicht erzählt wurde.

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Dark Canopy – eine dunkle Dystopie die es in sich hat!

Dark Canopy - enorme dystopische Sogkraft
Dark Canopy – enorme dystopische Sogkraft

Innerhalb eines Tages 525 Seiten gelesen zu haben und das in einem Buch, kann eigentlich nur bedeuten, dass es ein starkes Buch war und ist. Voller Faszination steckte ich im Buch, ein daraus Entkommen war kaum möglich, nur dass Nötigste außerhalb des Buches was es zu erledigen gab, konnte eine Unterbrechung herbeiführen. Dieses fast zu 100% aus der Realität hinaustreten bzw. hinauslesen, passiert immer wieder, nur oftmals ist die Prozentzahl etwas kleiner.

In der Welt der Literatur ist dieses Erscheinungsbild bekannt und erregt keine Besorgnis. Der Literaturbefallene wird nicht schief angeguckt, nicht unterbrochen und auch sonst wird er nicht dran gehindert, dort zu verweilen, wo er gedanklich gerade ist. Alles ganz normal unter Buchsüchtigen. Aber eines tun sie doch, die Gleichgesinnten. Sie stellen die Frage:

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Wir beide irgendwann…

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Tote Mädchen lügen nicht… Mit diesem zeitlosen Roman hat sich Jay Asher einen sicheren Platz in der ewigen Bestenliste von Literatwo erobert. Gespannt warteten wir nun auf sein neues Buch „Wir beide irgendwann“ und schon seit der Buchmesse in Leipzig konnten wir es kaum erwarten, uns der Frage zu widmen, was wohl passiert, wenn man via Facebook einen Blick in die eigene Zukunft werfen könnte.

Was würden wir sehen, was wollten wir sehen und was auf keinen Fall…? Wir haben uns diesem Roman von zwei Perspektiven aus genähert. Werfen wir zuerst einen Blick zurück und dann einen Blick nach vorne… Folgt uns einfach.

Binea:

1999 – ein Computer zieht in mein Jugendzimmer ein. Von AOL gibt es eine CD Rom, auf der steht, dass die ersten 100 Stunden Internetnutzung frei sind. Internet – endlich. Was war das für ein tolles Gefühl, auch Zuhause surfen zu können. Bisher kannte ich es ja nur aus der Schule. Also los, CD rein und eine Verbindung herstellen. Das Modem machte Knack- und Piepgeräusche und dann war es geschafft. Ich legte mir eine Emailadresse an und die Dame von AOL begrüßte mich mit „Willkommen“. An diese Zeit erinnere ich mich auf den ersten Seiten von „Wir beide irgendwann“ zurück.

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