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Die Farbe von Milch ~ Nell Leyshon

Die Farbe von Milch ~ Nelly Leyshon
Die Farbe von Milch ~ Nelly Leyshon

Ihr Haar hat die Farbe von Milch, sie kann nicht schreiben und nicht lesen, aber sie hat ein Mundwerk, mit dem sie sich nicht zurückhält. M.A.R.Y – ich kenne nun deine Geschichte. Ich habe sie unter innerlichen Schmerzen in einem Atemzug gelesen, so wie du sie unter Schmerzen aufgeschrieben hast. Ich muss mich sammeln, nachdenken, tief fühlen, weinen und einfach Pause machen.

Ein verstörend bewegender Roman, an den ich seit gestern immer denken muss, wenn ich mir Milch in den Kaffe gieße.

Die Begegnung mit Marz ist nun ein paar Tage her, ich habe ein wenig Abstand zum Roman und kann immer noch behaupten, dass er zu den besten Roman zählt, die ich je gelesen habe. Es ist die Wucht vom Ende die Augen öffnet und gleichzeitig erschlägt. Es sind nicht nur die großen Geschehnisse, es sind die vielen kleinen Momente im Buch die während des Lesens zwicken, am Ende dann aber richtig kneifen und kratzen. Mary hat mir ihre Geschichte nun erzählt und nun erzähle ich euch ganz kurz, warum ihr diese Geschichte kennen solltet.

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Auf nach Hiddensee! ~ Unda Hörner

Auf nach Hiddensee! Die Bohéme macht Urlaub
Auf nach Hiddensee! Die Bohéme macht Urlaub

„Auf nach Hiddensee!“ Nachdem wir nun auf Borkum, Wangerooge, Langeoog, Spiekeroog, Usedom und natürlich Rügen waren, grüße ich aktuell von der Insel Hiddensee mit dem passenden Lesestoff. Das Buch von Unda Hörner (ebersbach & simon) ist mir in der Buchhandlung am Topfmarkt in Suhl ganz passend über den Buchweg gelaufen, wie ich euch im Artikel schon verraten haben.

Gleich auf der Fähre habe ich mit dem Buch begonnen und ich bin total begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das in Halbleinen gebundene Werk so faszinieren wird, da ich eher zu den Romanlesern gehöre und es sich hier schon um eine Art Sachbuch handelt, in der es um bekannte Personen/Hiddensee-LiebhaberINNEN geht. Die Bohéme macht Urlaub und wir machen mit. 🙂

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Vincent ~ ein grausames Leben

Vincent
Vincent ~ Joey Goebel

Vincent…Sein Vater war unbekannt. Seine Mutter war eine Hure…Als er sieben war, verkaufte ihn seine Mutter an ein innovatives Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche, dessen Ziel es war, mit ihm Geld zu verdienen. Fünfzehn Jahre lang wurde sein Leben nur deshalb manipuliert, weil einem äußerst ehrgeizigen Mann ein absurder Marketingplan einfiel, den sich andere ehrgeizige Männer als gute Idee aufschwatzen ließen. In diesen fünfzehn Jahren schuf Vincent Kunstwerke, die landesweit im Radio, im Fernsehen und im Kino präsentiert wurden. Diese Werke sollten den Geist Amerikas verbessern, was ihnen gelang… (Seite 415)

Es gibt Bücher, bei denen möchte ich euch einfach nur ein langes Zitat zeigen. So bei „Vincent“ (Diogenes Verlag) von Joey Goebel – trotz 431 Seiten, kann ich problemlos von Seite 415 zitieren, denn der Weg ist das Ziel und das richtige Ziel erfahrt ihr nur, wenn ihr euch Vincents Leben widmet. Schon Jahre schlummerte dieser Roman ungelesen in meinem Regal, jetzt wird er von mir hochbejubelt. Ein literarischer Schatz.

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Ich lese unabhängig!

Ich lese unabhänig - Mein erstes Buch
Ich lese unabhänig – Mein erstes Buch

#Ichleseunabhängig – wow, eine Woche ist nun vorbei und ich habe auf Instagram mit viel Freude diese Challenge durchlebt. Vom 06. bis 11. November habe ich täglich ein Bild gepostet, gemeinsam mit vielen anderen unabhängigen LeserINNEn. Es war einfach klasse und darum halte ich diese Woche auch hier fest und ihr könnt nachlesen, was ich so alles zu sagen und auch zu zeigen hatte. Hashtags inklusive 😉

Montag – So fing alles an: Mein erstes Buch aus dem Buchladen

„Ihr habt sicher schon mitbekommen, dass diese Woche unter dem buchigen Stern namens #wub17 – Woche unabhängiger Buchhandlungen – steht und ich mache mit. #ichleseunabhängig
Heute: So fing alles an. Mein erstes „Jugend“ Buch aus dem Buchladen. „Biggi – Liebe auf den ersten Blick“ ist eins von den ersten Büchern die ich im Bertelsmann Club mit meiner Mama kaufte. Hach…lang ist es her.“

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Wenn Bücher brennen…

Bücher die brennen...
Über das Verbrennen von Büchern ~ Erich Kästner

…schmerzen unsere Leserseiten, wenn Bücher brennen, möchte man nicht zusehen. Einer hat viele Bücher brennen gesehen, auch seine eigenen. Nicht nur einmal, sondern zweimal. Erich Kästner hat in die Flammen geschaut, als sein geistiges Eigentum loderte. Er schaute der Nazi-Gemeinheit in die Augen und wurde dabei sogar beobachtet.

„Mit solchen Methoden kann man zwar ein Volk vernichten, Bücher aber nicht. Sie sterben nur eines natürlichen Todes. Sie sterben, wenn ihre Zeit erfüllt ist. Man kann von ihrem Lebensfaden nicht eine Minute abschneiden, abreißen oder absengen. Bücher das wissen wir nun, kann man nicht verbrennen.“ (Seite11)

Dieses Zitat ist einfach wundervoll, so wahr und einfach grandios. Ich könnte jubeln über diese Worte, denn so ist es und so wird es hoffentlich immer sein.

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Feo und die Wölfe ~ Katherine Rundell

Feo und die Wölfe ~ Katherine Rundell

Du magst Wölfe? Du liebst den Schnee und du bist tapfer? Dann solltest du dich auf den Weg zu Feo machen.

Mit ihrer Mutter lebt sie in Russland im Wald in einem kleinen Häuschen. Die Natur ist ihr Freund und sie liebt es, bei ihren Wölfen zu sein. Ja, ihr lest richtig, denn Feo hat tatsächlich Wölfe um sich herum. In Russland haben einige der Reichen und Schönen Wölfe als Haustiere an ihrer Seite. Sie schmücken sich mit diesen Tiere bis zu dem Tag, an dem der Wolf nicht mehr so zahm wie erwartet ist. Dann wird er abgelegt und muss zurück in den Wald.

Genau diese ehemaligen Glücksbringerwölfe kommen zu Feo und ihrer Mutter. Sie kümmern sich um die falsch ernährten Tiere und versuchen sie fit für die Wildnis zu machen. Wildwolfer werden sie genannt. Nicht immer einfach, aber die Tiere merken, dass die zwei nur helfen wollen. Schwarzpelz, Graupelz und Weißpelz sind Feos Wolfsfreunde und kommen immer mal wieder aus dem Wald zurück.

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Das Lied ist aus ~ Henny Brenner

Das Lied ist aus ~ Henny Brenner

Erschreckend, wichtig & aus einer selten beleuchteten, aber mindestens genau so schlimmen Perspektive geschrieben.

Als ich das Buch in meiner Lieblingsbuchhandlung Findus sah, wusste ich, dass ich es lesen muss. Ein jüdisches Schicksal in Dresden – schon das Cover erzeugte in mir Gänsehaut, da ich sofort an die Bank im Großen Garten mit den Worten „HINSEHEN“ denken musste, die an das damalige Verbot erinnert, dass dort Juden nicht sitzen durften. Und natürlich an die Bombennacht – die Nacht, die Henny Brenner rettete, so unglaublich es klingt.

„Den Bomben, die in jener denkwürdigen Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 die Stadt Dresden dem Erdboden gleichmachten, verdanke ich mein Überleben.“ (Seite 15)

Dieser erste Satz, nach dem Vorwort von Iring Fetscher, zog mich sofort zu Henny Brenner. Ihr Schicksal spielt ganz in der Nähe meiner Wohnung. Unweit von mir befindet sich der Fetscherplatz, wie auch die Mutschmannvilla. Diese Nähe bringt mich natürlich noch intensiver zwischen die Seiten.

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