VOX ~ Christina Dalcher

VOX ~ Christina Dalcher

Nur noch 100 Wörter am Tag sprechen? Ganz ehrlich, schon vor dem Frühstück wäre mein Kontingent aufgebraucht und ich dürfte dann den restlichen Tag nichts mehr sagen, es sei denn, ich nehme immer stärker werdenden Stromschläge meines Wortzählers am Handgelenk in Kauf. Ich rede viel zu gern, viel zu viel und vielleicht auch zu viele unnütze Wörter – aber das macht mich aus und ohne Wörter wäre ich nicht mehr ich. Noch schlimmer wäre dann allerdings, wenn ich nicht mehr arbeiten gehen dürfte und nur noch Hausfrau sein müsste. Männer dürfen ihre Träume und Berufe leben – Frauen nicht (mehr)…

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Was nie geschehen ist ~ Nadja Spiegelman

Was nie geschehen ist ~ Nadja Spiegelman

Weißt du, was im Leben deiner Mutter oder deine Großmutter alles geschehen ist? Kannst du dich an die Gefühlsvibrationen zwischen dir und deinen Eltern erinnern? Hättest du die Kraft und die Stärke diese Erinnerungen von dir, deiner Mutter und deiner Großmutter in Romanform zu bringen? So ganz offen, schonungslos und nackt, für die ganze Welt lesbar?

Ebendies hat Nadja Spiegelman getan – 400 Seiten voller Erinnerungen, selbst wenn vielleicht nicht alle zuverlässig sind. Wahnsinn – ich bin schwer beeindruckt und ziehe echt den Hut vor ihr. Doch wollen wir überhaupt wissen, was andere Frauen erlebt haben? Wird das nicht langweilig und woraus sollen wir bitteschön den Mehrwert ziehen?

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Das brennende Mädchen ~ Claire Messud

Das brennende Mädchen ~ Claire Messud

Brennende Freundschaft

Ich brenne für gelbe Bücher, ich brenne für gute Titel und ich brenne vor allem dann, wenn der Inhalt mich so ansteckt, dass ich mit meiner Meinung in anderen Lesern Flammen zum Lodern bringe. Geht es dir ähnlich? Claire Messud hat es mir allerdings nicht leicht gemacht oder vielleicht habe ich mich auch selbst mit zu viel Wasser übergossen, um nicht in Flammen zu stehen?

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Kinder des Zufalls~ Astrid Rosenfeld

Kinder des Zufalls~ Astrid Rosenfeld

Endlich darf ich erzählen, was ich ganz ohne Zufall im Sand vergraben habe. Meine Meinung über Astrid Rosenfelds neuen RomanKinder des Zufalls“ aus dem neuen Verlag Kampa, über den ich bereits schrieb. Astrid Rosenfeld – ich musste an ihren Roman „Elsa ungeheuer“ denken, als ich ihren Namen las. „Adams Erbe“ habe ich leider immer noch nicht gelesen. Nun spielt aber der Zufall eine richtig große Rolle, wie auch in unserem eigenen Leben.

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Uns gehört die Nacht ~ Jardine Libaire

Uns gehört die Nacht ~ Jardine Libaire

Oh Leute…oh Leute…ohhhoooo!!!
Ich kann und will nicht aufhören mit lesen und ich möchte behaupten, dass dieser Roman fähig ist, Leseflauten zu beenden.

Wahnsinn – ich mag es verrucht, extrem, sexuell, spannend und prickelnd. Arm und reich treffen so aufeinander, dass ständige Explosionen vorprogrammiert sind. Ich bin auf Seite 74 und behaupte, dass „Uns gehört die Nacht“ für mich ein echtes Highlight ist.
Huiiiii…

Ja, so schrieb ich auf Instagram. In zwei Tagen habe ich den Roman „Uns gehört die Nacht“ von Jardine Libaire (Diogenes Verlag) verschlungen. Die knappen 460 Seiten habe ich aufgesaugt, auch wenn ich zwischendurch nicht mehr ganz so euphorisch war. Halte dich fest, denn es wird amerikanisch, es wird sehr sexuell und drogenlastig. Moment – schalt bitte nicht ab, wenn ich dir jetzt sage, dass ein armes Mädchen auf einen super reichen Jungen trifft. Moment! Was sich hier so fade anhört, liest sich ganz anders weg.

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Eine wie Alaska ~ John Green

Eine wie Alaska ~ John Green

Bei „Eine wie Alaska“ bin ich wirklich gespannt, was du sagen wirst. – schrieb mir Benedict Wells in einer Email. Schon lange hat er mir den Roman von John Green empfohlen und darauf gelauert, ob er mir gefallen wird. Eines seiner Lieblingsbücher. Da er mir schon „tschick“ und „Vincent“ empfohlen hat, wusste ich, das ich ganz sicher nicht enttäuscht werde – Irrtum?

Nein – ganz klar! Ich bin durch und durch begeistert, obwohl ich eigentlich nicht fünf Romane vom selben Autor lesen wollte. John Green hat mich nicht immer überzeugt. Wenn du mehr wissen magst, schaust du einfach HIER- John Green.

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Leninplatz ~Mark Scheppert

Leninplatz ~ Mark Scheppert

Bis 1992 konnte Mark Scheppert noch zum Leninplatz gehen, heute muss er zum Platz der Vereinten Nationen. Dennoch trägt sein Buch den ehemaligen Namen und ist Mittelpunkt seiner in der DDR spielenden Geschichten. Noch ein Buch über die DDR und das im Jahr 2018? Moment – alle Vorurteile bitte mal hintenan stehen, denn hier schreibt Mark Scheppert und er erzählt über sein Leben und nicht über die DDR an sich. Er öffnet für uns, nach seinen Roman „Mauergewinner„, erneut sein Lebenstagebuch.

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Buchstapel, Kopenhagen und Göteborg

Buchstapel für den Urlaub

Ja, das ist der Buchstapel für den Urlaub. Sicher ist sicher, denn beim letzten Mal hatte ich zu wenig Bücher mit. Das ist mir noch nie passiert, aber so MUSSTE ich regelrecht in die Buchhandlung, um Nachschub zu besorgen. Ja, dieses Mal sind es wohl zu viele, aber sicher ist sicher, denn in Dänemark und Schweden gibt es kaum Bücher in meiner Muttersprache.

Ach so…

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Wie bin ich denn hierhergekommen ~ Dirk von Petersdorff

Wie bin ich denn hierhergekommen ~ Dirk von Petersdorff

Wie bin ich denn hierhergekommen? Du, dass habe ich mich auch schon oft gefragt und ich frage mich es gern wieder. Und wo sind die anderen mit denen ich eine ganze Zeitlang im Gleichtakt gegangen sind? Einige sind zurück geblieben, andere sind schneller gegangen und ein paar stehengeblieben. That´s life, right? Ich laufe gemütlich in meinem Takt weiter, manchmal renne ich, dann bleibe ich liegen oder muss sogar liegenbleiben, aber zumindest bin ich bis hierhergekommen und morgen bin ich schon wieder einen großen Schritt weiter.

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Steidl, Kampa, etwas Staub und Verlagsvorschauen

Kampa Verlag & Verlagsvorschauen

Mindestens zweimal im Jahr kommen sie via Post oder via Email oder auf beiden Wegen – die Verlagsvorschauen. Fluch oder Segen? Habe ich nicht gerade erst in den Vorschauen gestöbert? Gibt es schon wieder die neuen? Ein gemischtes Gefühl macht sich in mir breit – Vorfreude auf die vielen neuen Bücher und gleichzeitig ein wenig Trauer, denn die derzeit aktuellen Bücher sind noch gar nicht alle gelesen und besprochen und was ist mit den vielen literarischen Schätzen aus den Jahren davor? Zudem fühlt es sich merkwürdig an, mitten im Sommer zu überlegen, welche Weihnachtsbücher dringend gelesen werden sollten. Trotzdem möchte ich nicht meckern, verrate aber dennoch, dass ich die Vorschauen meist eine zeit lang unangetastet auf einem Stapel in einer Ecke liegen lasse. Mails mit Verlagsvorschauen bleiben ungeöffnet, eine kleine Flucht vor der neuen Bücherflut.

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