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Kategorie: Binea – Artikel

Bodentiefe Fenster

Bodentiefe Fenster ~ Anke Stelling

Das ich überwiegend keine bodentiefen Fenster habe, liegt vielleicht daran, dass ich nicht in einem Haus mit mehreren Generationen, in einem Berliner Wohnprojekt, wohne. Tatsächlich haben aber Menschen ohne bodentiefe Fenster ebenfalls Probleme und kommen auch in solche Lebenschräglagen, wie Anke Stellings Protagonistin.

Stopp – eigentlich wollte ich mit dem letzten Satz des Buches beginnen, wobei der erste, „Ich bin wie meine Mutter“ (Seite 7) ebenso eindringlich und wegweisend ist. Er lässt uns ein wenig erahnen, was uns erwartet, der letzte Satz allerdings auch und wahrscheinlich noch viel mehr:

„Ich weine, weil ich weiß, dass das in erster Linie eine Sehnsucht ist und auch bleiben wird. (Seite 249)

Jetzt ist euch der erste und letzte Satz bekannt, dazwischen passt ein ganzer Lebensauszug der Berlinerin Sandra. Ich selbst hatte in den letzten Tagen nicht viel Lesezeit und habe festgestellt, dass es sich in „Bodentiefe Fenster“ schnell ein und austauchen lässt, denn man muss nur das Rollo hoch oder eben herunterziehen. Sobald man wieder durch die bodenlosen Fenster nach draußen sehen kann, tobt das eigene Leben und vor allem das Leben im Wohnprojekt weiter.

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Die Holunderschwestern treffen drei Bloggerinnen

Die Holunderschwestern ~ Teresa Simon
Die Holunderschwestern ~ Teresa Simon

Teresa Simon hat es erneut geschafft. Sie hat mich letzten Sommer erneut mit ihren Worten gefesselt und mir die Holunderschwestern vorgestellt. Zuletzt war ich in Dresden bei den Frauen der Rosenvilla unterwegs. Da es mir dort gut gefallen hat, wusste ich schon vorab, dass ich wohl erneut begeistert sein werde. Julia von Ruby´s Cinnamon Dreams (J) und auch Yvonne von Lesende Samtpfote (Y) haben sich mit mir (B) ans Lagerfeuer gesetzt und über die Holunderschwestern geplaudert.

Holunderschwestern am Lagerfeuer

B: Ich habe „Die Frauen der Rosenvilla“ von Teresa Simon verschlungen. Als ich von ihrem neuen Roman „Die Holunderschwestern“ (Heyne) erfuhr, war mir klar, dass ich es ebenso lesen muss. Ist es euch auch so ergangen? Kennt ihr die Frauen der Rosenvilla?

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3x kurz = 1x lang

3 x kurz = 1 x lang

3x kurz = 1x lang – klingt logisch oder?

Nachdem ich euch am 31.12.2016 meine Altlasten gezeigt habe, präsentiere ich euch heute zwei weitere Altlasten aus dem Jahr 2016 und gleich zu Beginn ein ganz aktuelles Buch. Die drei Bücher sind aus drei ganz unterschiedlichen Genres, wie ihr gleich merken werdet. Lasst euch drauf ein und springt kurz und knapp von einem brandaktuellen und sehr pornösen Buch in den Sommer und lasst euch durch dessen vier Jahreszeiten treiben, um am Ende im Jugendbuch aufzutauchen.

Es dürfte also für jeden Leser ein Buch dabei sein und ich freue mich schon jetzt über eure belebenden Kommentare zu dieser buchigen Mischung.

Der große rote Sohn ~ David Foster Wallace
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Schlaflose Nacht

Schlaflose Nacht ~ Magriet De Moor
Schlaflose Nacht ~ Magriet De Moor

Ihr kennt schlaflose Nächte? Margriet De Moors namenslose Protagonistin ist mit diesen Nächten vertraut. Richtig intensiv, seitdem ihr Mann tod ist. Nachts ist die Welt anders, nachts sind die Gefühle anders und die Gedanken auch.

Bereits im Jahr 1989 erblickte die Novelle von De Moor das Licht der Buchwelt. 27 Jahr später, fast so lang wie mein eigenes Leben, wurde das Werk rundum erneuert und in meine Hände gelegt.

Und sie? Sie gibt es noch, natürlich. Sie ist von „Auf den ersten Blick“ in „Schlaflose Nacht“ (HANSER) gezogen, ihr Schicksal ist das Gleiche. Ihr Mann ist tot, in ihrem Bett liegen fremde Männer, sie bäckt mitten in der Nacht und sie wohnt immer noch dort.

„Und dann?“

Dann hätte ich geantwortet: „Dann begann meine Suche, mein Wahnsinn.“ (Seite 74)

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Realitätsgewitter

Realitätsgewitter ~ Julia Zange

Abgedrehter konnte das Realitätsgewitter zu Silvester wohl nicht sein. Okay, so krass wie Protagonistin Marla bin ich nicht, denn mein Vorsatz lautet nicht, meine Eltern ignorieren, aber ich lese gern krass und es ist immer wieder abgefahren, wenn sich der Zeitraum im Buch mit dem Zeitraum der Realität gleicht. Zumindest geht es mir so und aus diesem Grund habe ich die 152 Seiten wohl auch recht schnell inhaliert. Angestachelt hat mich zudem eine Leserin, die den Roman zu ihrem Flop 2016 zählt.

Nun hat sich das Realitätsgewitter ein wenig gelegt und ich habe Marla in Berlin zurück gelassen. Wie es ihr geht? Keine Ahnung, denn das erfahren wir Leser am Ende nicht wirklich. Ich hoffe aber, dass es ihr gut geht und sie endlich einen Stamm gefunden hat, an den sie sich lehnen kann.

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[Altlasten] kurz & knapp

In letzter Minute – meine Altlasten

Man soll keine Altlasten mit ins neue Jahr nehmen – oder wie war das? Im Flur gibt es ein Regal mit besonderen Ausgaben, kleine Schätze die in den Blickfang sollen. Aber es gibt dort auch ein paar Bücher, die ich gelesen, aber nie besprochen habe. Ich wollte immer und habe es dann doch nicht getan. Das Regal als kleines Mahnmal und doch hat es bis zum heutigen Tag nichts gebracht. Zeitmangel war größtenteils der Grund. Lieber lesen als besprechen, vor allem im Urlaub und schon entsteht er, der Bücherstapel, der rezensiert werden will.

Meine Freundin hat mir oft dazu geraten, einen Artikel zu machen, in dem ich die Bücher kurz und knapp bespreche. Bisher habe ich den Gedanken oft verworfen, da ich doch unbedingt für jedes Buch einen Artikel haben möchte. Nun beuge ich mich und zeige euch die Bücher aus den letzten zwei Jahren, die ich super gern gelesen, sehr gemocht und doch nie besprochen habe.

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Weihnachtsfest 2016

Liebe Freunde, liebe Herzmenschen, liebe Bücherwürmer,

heute ist Weihnachten. Wir feiern das Weihnachtsfest. Es ist wieder soweit, der Weihnachtsmann kommt und wird hoffentlich die ein oder anderen Bücher bringen. Auf jeden Fall gibt es Überraschungen die uns erfreuen werden.

Das IHR meine LeserINNEN mindestens etwas genauso verrückt wie ich seid, ist bekannt und von daher ist es nicht verwunderlich, dass ich mich auch in diesem Jahr über einige Postkarten, Briefe und sogar Päckchen freuen darf. Ihr seid einfach irre, ihr Herzmenschen und jedes Jahr ärgere ich mich, dass ich nicht immer 100% zurück geben kann. Aber in diesem Jahr habe ich gelernt. Ich werde mich nicht ärgern, sondern freuen. Ich freue mich über jeden Gruß und sage schon hier und jetzt DANKE!

DANKE

Täglich habe ich euch wieder ein Kalendertürchen vom LiterAdventskalender geöffnet und täglich habe ich versucht, euch alle zu erfreuen, Lächeln zu schenken und Spaß mit euch zu haben. Es war einfach schön und es haben einige von euch fleißig die Türen geöffnet. Tausend Dank an euch für diese wundervolle Zeit und fast alle Sendungen sind heute bei euch unterm Tannenbaum. Auch wenn ich mich in diesen Jahren nicht stressen wollte, habe ich es getan, aber eure Rückmeldungen tun gut und lassen die hektische Zeit mit zusätzlicher Angeschlagenheit schnell vergessen. Ob ich im nächsten Jahr wieder einen LiterAdventskalender starten werde, ist fraglich, aber ganz sicher wird es ein paar Überraschungen geben.

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